Microsoft bekehrt iOS-Apps und bettet sich zukünftig neben RIM

Vor vier Jahren lachte Steve Ballmer das iPhone aus. Ich denke, es ist an der Zeit, diesen Scherz ad acta zu legen und zu akzeptieren, dass der Mann ein Manager und kein Visionär ist. Nicht einmal dann, wenn man ihm ein zukunftsweisendes Gerät unter die Nase hält. Nun ja.

Vier Jahre später haben wir schlussendlich ein Windows Phone 7, für das Microsoft ganz aktuell einen ‚Migrationsassistenten‘ anbietet, der iOS-Projekten übersetzt, wie Redmond ’so drauf ist‘.

Smixx – Developers (feat. Steve Ballmer) by Smixx

via Soundcloud

Launched today, the iPhone/iOS to Windows Phone 7 API mapping tool helps developers find their way around when they discover the Windows Phone platform. […] Think of the API mapping tool as being like a translation dictionary.

via Windows Phone Developer

Wie gut oder schlecht WP7 die Füße nach ihrem Herbststart vom Boden bekommen hat, mag ich ohne offizielle Zahlen nicht beurteilen. Andere Menschen tun sich da leichter. Der Journalist Eldar Murtazin vom russischen Weblogs ‚Mobile Review‚ – in der Vergangenheit bereits mit Informationen aus erster Hand – behauptet das insgesamt 674.000 Windows-Telefone zwischen den Finger von menschlichen Käufern landeten – ‚katastrophal‚ nennt er das. Microsoft verkündete Ende Dezember, 1.5 Millionen Geräte in den Verkaufskanal gepumpt zu haben.

Mit zunehmender Deutlichkeit gewinnt der Nokia-Deal für Microsoft in dieser Produktsparte an Bedeutung. ‚Masse statt Klasse‘, ein Konzept das der finnische Mobilfunkproduzent in den letzten Jahren perfektionierte. Ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass Nokia Microsofts OS benötigt und MS auf die Hardware-Kontingente der Finnen angewiesen ist. Weil’s Samsung und Co. alleine nicht stemmen.

Seit dieser Woche ist außerdem bekannt: Ballmer setzt sich ins gemeinsame Boot mit Research in Motion. Ziemlich unerwartet schlich sich der MS-Boss auf die Blackberry-Bühne und kündigte Bing- sowie die hauseigenen Kartendienste an. Bislang stellte Google für den Business-Telefonhersteller diesen Service.

via Sueddeutsche.de

Unverkennbares Motto: Gemeinsam gegen den Suchmaschinen-Giganten! Mehr oder weniger zumindest, da RIMs Tablet-OS QNX zukünftig auch Android-Apps frisst. Für Microsoft klingt das nach ’neuer Masse‘; für RIM irgendwie nach Ausverkauf.

IPhoneBlog de Tether

Apropos ‚Sell-out‘: Google zensiert für US-Mobilfunkanbieter Tethering-Apps im eigenen Software-Markt. Als iPhone-Besitzer darf man darüber keine Witze machen.

Andererseits…rückte Apple den ‚Portable WiFi-Hotspot‚ nicht seit Jahren Monaten als zentrales Verkaufsargumente ins Rampenlicht….

DirektTethering

Downloads und Sync: Spotify greift iTunes an

Gelöste Probleme neu aufgerollt: Wer dachte, mit Apples iTunes-Vorherrschaft im digitalen Musikverkauf wäre das Ende der Fahnenstange erreicht, sieht sich – verstärkt in den letzten Monaten – neuen Mitspielern gegenüber. Während Google sein musikalisches Pokerblatt noch zurückhält, legte Amazon mit dem ‚Cloud Player‘ und ‚Cloud Drive‘ Ende März bereits die Karten auf den Tisch. Jetzt zieht der vermeintliche Underdog ‚Spotify‚ nach.

Betagte iPod-Modelle wie Classic, Nano und Shuffle (Hardware, die sich in den letzten Apple-Quartalszahlen vom App-Store-Umsatz überholen ließ) synchronisieren zukünftig mit dem Spotify-Desktop-Client. Ein Update soll dafür im Laufe des heutigen Tages bereitstehen.

Das iPhone, der iPod touch aber auch Android-, WindowsPhone-, Symbian oder Palm-Nutzer können, unabhängig davon ob sie eine bezahlte Premium-Mitgliedschaft besitzen, ab sofort die mobilen Anwendungen benutzen. Wer eine von den neun Millionen kostenlosen Kundenkonten sein Eigen nennt, darf sich in diese ‚Apps-To-Go‘ einwählen. Das dortige Streaming bleibt zwar zahlenden Kunden vorbehalten, das Programm gleicht jedoch drahtlos (!) die eigenen und auf Spotify erworbenen Songs per WiFi-Sync ab. Hörst du noch zu, iTunes?

IPhoneBlog de Spotify Buy

Apropos Kauf: Neue Verhandlungen mit den Musikstudios förderten zu Tage, dass ab sofort 100-Prozent des Song-Katalogs erworben werden können und damit auch für Premium-Kunden zum ‚Offline-Stream‘ bereitstehen. Eigentlich unglaublich, dass man es als Erfolg verbucht, wenn sich jemand dazu überreden lassen muss, ein Produkt gegen Geld zu verkaufen.

Im Gegensatz zu iTunes stehen nicht nur Singles und Alben zum Erwerb sondern auch kleine und große MP3-Pakete. So lassen sich beispielsweise komplette Wiedergabeliste, eins der vielen ‚Nonplusultra‘-Features, einverleiben. Das größte Bündel soll der Brieftasche für 100 Songs 55 Euro abverlangen – ein durchaus guter Schnitt.

Trotzdem glaube ich nicht (mehr) ans Musik-Verkaufsmodell. Mit ‚Always-Online‘-Geräten bedarf es nur noch sehr selten einer Offline-Verfügbarkeit. Spotify umgeht dies schon jetzt geschickt, indem sie der iPhone-App einen ‚Available Offline‘-Button spendieren, mit dem sich Songs lokal abspeichern lassen wenn man auf seinem Arbeitsweg im Stau oder in Funklöchern wartet.

Wie Spotify seine P2P-Streaming-Technik löst, hat ein (lesenswerter) Artikel auf ‚Pansentient League‘ kürzlich zusammengefasst. Während die mobilen Anfragen vom iPhone oder der Android-App direkt zu den Spotify-Servern funken, verteilt sich der größte Anteil über ein ‚BitTorrent‘ ähnliches Netzwerk.

IPhoneBlog de Spotify

Doch auch im ‚Spotify-Land‘ scheint nicht 24 Stunden am Tag die Sonne: Kürzlich limitierte man die neun Millionen ‚Free-User‘ auf eine monatliche 10-Stunden-Musik-Beschränkung. Eine Regulierung, die sicherlich auch dem Umstand geschuldet ist, weiterhin nicht in vielen Teilen der Welt vertreten zu sein (siehe populäre Kategorie: ‚Probleme mit Musik- und Plattenlabels‘).

Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass sich unzählige Premium-Kunden finden würden, wenn das Angebot in den USA oder auch Deutschland auszuprobieren wäre. Natürlich ohne den Nutzer zuzumuten, auf VPN- oder Bezahl-Tricks zurückzugreifen.

Für mich persönlich liegt der Mehrwert in den unzähligen Wiedergabelisten, die Nutzer für sich selbst zusammengestellt und dann auf ShareMyPlaylists oder Spotifylist veröffentlicht haben. Mit nur einem Klick lassen sich diese Zusammenstellungen ‚abonnieren‘ und in die eigenen Hörgewohnheiten einflechten. Wer bereits Erfahrungen mit Spotify-Playlists sammeln konnte, lacht iTunes darüber nur noch höhnisch aus.

Aus all diesen Gründen darf man auf Apples Antwort im bevorstehenden Sommer sehr gespannt sein. Säße ich am Topf des Cupertino-Barvermögens, hätte ich die schwedische Klitsche schon lange übersiedelt und würde meinen Kunden einen schlanken, aufgeräumten, verständlichen und stabilen Musik-Player anbieten. Alles das, was iTunes heutzutage nicht mehr ist.

Neue iPad-Ad: „If You Asked“

DirektIfYouAsked

Auf „We Believe“ folgt „If You Asked“ – die neue iPad-Ad verzichtet erneut komplett auf die (sprachliche) Erwähnung des Produktnamens. Ein weißes iPad-2-Modell zeigt der 30-Sekunden-Spot auch nicht. Als Sprecher bezahlt Apple weiterhin Peter Coyote.

EA kauft Firemint

IPhoneBlog de EA Firemint

Oh, ha! Electronic Arts kauft Firemint, den Entwickler und Publisher bekannter iOS-Spiele wie Real Racing oder Flight Control.

Einen Kaufpreis für das 60-köpfige Team aus Australien, das sich erst zu Beginn diesen Jahres die Puzzle-Quest-Schmiede ‚Infinite Interactive‘ einverleibte, wurde nicht genannt.

„The Firemint team is remarkable for its critical and commercial success,“ said Barry Cottle, Executive Vice President and General Manger of EA Interactive. „Having them as part of EAi will accelerate our position as worldwide leader in game development for mobile devices and online gaming platforms.“

EA.com

Keine App-Store-Bewertung mehr nach Promocode-Download (?)

Pro veröffentlichtem Update einer App-Store-App lassen sich vom dazugehörigen Entwickler jeweils 50 Promocodes an Freunde und andere Entwickler verteilen oder der Presse (für Verlosungen) zustecken. Seit einigen Tagen berichten registrierte App-Store-Produzenten, dass für so heruntergeladene Programme, vom jeweiligen Besitzer keine Bewertungen abgegeben oder Rezensionen mehr verfasst werden konnten.

IPhoneBlog de promo

In einem Foren-Eintrag von TouchArcade findet sich ein Bündel an geschilderten Erfahrungen. Diese fallen unterschiedlich aus. Einige Entwickler berichten von einer direkten Apple-Rückmeldungen, die ausdrücklich bestätigen, dass keine Bewertung mehr übermittelt werden darf, wenn der vorangestellte Download über einen Promocode bezogen wurde. Andere Einträge können dies (noch) nicht nachvollziehen. Teilweise scheint es Unterschiede zwischen dem US-Store und seinen internationalen Außenstellen zu geben. Auch das Alter des Promocodes mag eine Rolle spielen.

Rezensionen, die bereits verfasst und veröffentlicht wurden, und auf einen Gutscheincode-Download zurückgingen, sollte dies allerdings nicht nachträglich beeinflussen.

Meine Tests verliefen ebenfalls nicht eindeutig. Zwei in der letzten Woche erhaltende Promocodes, die ich im deutschen App Store eingelöst habe, führten nur zu einer einzelnen Review-Veröffentlichung. Die zweite Bewertung zeigt sich zwar in der Übersicht des Benutzerkontos, taucht aber nicht unterhalb der App im öffentlichen Bereich auf. Im US-Store habe ich ebenfalls zwei Bewertungen vorgenommen. Einmal für einen aktuellen Promocode und das andere Mal für einen Gutschein, der bereits Anfang 2009 eingelöst wurde. Beide Bewertungen tauchen nicht im App Store auf. Rückmeldungen gab das System mir (bislang) nicht. Im TouchArcade-Forum berichtet man jedoch, dass Apple derzeit (teilweise) mit dieser Fehlermeldung arbeitet:

IPhoneBlog de Own

Die Hinweisbox ist keine Unbekannte und geht auf eine App-Store-Änderung aus dem Jahr 2008 zurück. Damals modifizierte Apple das Bewertungssystem und verlangte, dass man vor der Abgabe einer Rezension die App mindestens einmal heruntergeladen haben musste. Es fand (und findet weiterhin) jedoch keine Überprüfung statt, ob der Nutzer das Programm jemals öffnete.

Aus Apples Perspektive macht die möglich Einschränkung Sinn, da Entwickler sich so keine positiven Rezensionen mit kostenlosen Downloads zuschustern können. Mit entsprechenden Finanzmitteln lässt sich das System natürlich weiterhin austricksen. Apple kündigte jedoch mehrfach an, ein solches Verhalten mit entsprechenden Rauswürfen abzustrafen, sollte man den Missbrauch entdecken.

IPhoneBlog de Reviews

If you attempt to cheat the system (for example, by trying to trick the review process, steal data from users, copy another developer’s work, or manipulate the ratings) your apps will be removed from the store and you will be expelled from the developer program.

Falls Nutzer wirklich zukünftig nicht mehr in der Lage sind, Bewertungen für Software mit Promocode-Downloads abzugeben (wonach es derzeit aussieht), dürften auch Verlosungen an Reiz verlieren.

Software-Problem: Android-Nutzer warten ein Jahr länger auf Top-Apps

IPhoneBlog de iOS Android

Die Anzahl der Applikationen für Android und iOS liegen mittlerweile (fast) auf Augenhöhe. Größter Unterschied sind aktuell die 65.000+ iPad-Apps. Trotzdem schwanken die Zeitabstände zwischen iOS- und Android-Veröffentlichungen erheblich. Im Durchschnitt warten Google-Nutzer rund 420 Tage länger auf die gleiche Chartlisten-Applikation.

Zumindest ist das die kleine Rechnung, die ich mir aufgrund des gestrigen PCWorld-Artikels „Apple’s Popular Apps Not Exclusive to iPhone: Analysis“ vorgenommen habe. Vergleicht man die dort aufgeführten „most popular apps“ (über dessen Zusammenstellung man kräftig streiten kann), weisen Programme, die sowohl im App Store als auch auf dem Google Market verfügbar sind, einen erheblichen Unterschied im Erscheinungsdatum auf. Alle, bis auf einen einzigen Software-Produzenten dieser ‚Hitliste‘, veröffentlichten ihre App wesentlich früher als den entsprechenden Android-Bruder. Der besagte Ausreißer, bei dem die iOS-Variante (lediglich) 12 Tage nach der Android-Fassung erschien, war ‚The Weather Channel‚. Ein Projekt, das an ‚Googles Android Developer Challenge‘ teilnahm.

Titel – App-Store-Erstveröffentlichung / Android-Release / Differenz in Tagen

Der komplette Artikel klammert Spiele vollständig aus. Wer einen Blick in den Google Market wirft, weiß warum. Ein Vergleich wäre (fast) unmöglich.

Letzten Herbst fragte John Gruber „Where Are the Android Killer Apps?“ und stellte dabei nüchtern dessen Abwesenheit fest. Sein Blick auf die „Top 30 Android Apps of All Time„, die TechCrunch zuvor veröffentlichte, ist ein ebenso begrenzter Ausschnitt, wie die von mir oben betrachtete PCWorld-Auswahl. Allgemeingültige Aussagen bleiben daher enorm schwierig.

Wer jedoch aus Interesse (und/oder beruflichen Gründen) an der globalen Tech-Szene partizipiert, bekommt ein Gespür dafür, inwiefern sich die Software-Geschäfte unterscheiden. Zumindest stelle ich dies als neutrale Behauptung einfach mal in den Raum. Jedem Hinweis auf eine vielversprechende Android-App gehe ich persönlich dabei genauso gespannt nach, wie der Lawine von App-Store-Neuerscheinungen. Persönliches Resultat: Mein Nexus One zählt ganze 10 installierte Applikationen. In meiner iTunes-Bibliothek dagegen lagern derzeit 1201 iOS-Programme.

Aber nochmal: Der quantitative Unterschied ist nicht entscheidend. Diesbezüglich stimme ich dem PCWorld-Artikel vollkommen zu. Die ‚großen‘ Mitspieler müssen auf beiden Systemen vertreten sein.

Da Apps dieser Tage jedoch ein Barometer für Entwicklerstärke und Innovationen zu sein scheinen, bleibt (für mich) wirklich (und ohne Wertung!) unbeantwortet (aber legitim zu fragen): Woher kommt der zeitliche Verzug bei den Erscheinungsterminen? Warum tauchen Apps mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen wie Meal Snap oder IntoNow zuerst im iOS-Store auf? Warum schaffen es keine Spiele in den Android Market und woher stammt das enorme Ungleichgewicht zwischen einem stark wachsenden Android-Hardware-Markt und einem uninspirierten Software-Geschäft?

[iOS-Game] Order & Chaos Online (+Video)

Am 17. März lockte Gameloft mit einem MMORPG-Teaser. Seit der vergangenen Woche findet sich ‚Order & Chaos Online‚, der dazu versprochene Titel, im App Store. Zu ein paar längeren Äußerungen durfte ich mich an dieser Stelle im Netz bereits hinreißen lassen; ein persönliches Video ist mir das 3D-Online-Rollenspiel mit unverkennbaren World-of-Warcraft-Einschüben jedoch auch hier wert.

Allem voran liegt dies daran, dass Gameloft mit diesem Spiel bislang unerforschtes Terrain betritt. Zumindest ein solch umfangreiches ‚Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel‚ hat die iOS-Welt noch nicht gesehen. Was Konsole und Handheld bislang nicht schafften, entreißt jetzt ein Tablet beziehungsweise Smartphone dem klassischen PC.

Da euer Charakter und die Quests komplett auf den Gameloft-Servern verweilen, dürft ihr euch mit einem beliebig wechselnden iOS-Gerät einwählen. Am Arbeitsplatz kauft ihr so beispielsweise mit dem iPhone ein paar gute Ausrüstungsgegenstände zusammen, um später am Abend auf der Couch mit eurer Gilde am iPad in die Schlacht zu ziehen.

DirektChaos *

WoW-Veteranen lächeln wahrscheinlich (noch) über Gamelofts erste Versuche im RPG-Kindergarten. Spätestens Neueinsteiger freuen sich jedoch für den intuitiven und preisgünstigen Zugang. Das Basispaket enthält die MMORPG-Mitgliedschaft für drei Monate. Danach kostet der Serverbesuch zusätzliche 2.39 Euro – für ein halbes Jahr. Ungewöhnlich fair von der französischen Spieleschmiede.

Wer dem Fantasy-Genre nicht abgeneigt ist und die Lust mitbringt, aus dem WiFi-Netz heraus (UMTS ist aktuell nicht vorgesehen) sich seine Freizeit mit Orks und Magiern zu vertreiben, findet hier einen beeindruckenden Spielumfang. Mal sehen, wann die großen Jungs von Blizzard den Trend zum Tablet-Client entdecken.

IPhoneBlog de iTunes Order

-> App Store-Link

  • Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

[update] WSJ-Bericht: Time Inc. erzielt Magazin-Deal mit Apple

IPhoneBlog de Time

Ab dem heutigen Montag haben bestehende Print-Abonnenten des größten US-Verlegers Time Inc. kostenfreien Zugriff auf die digitalen Publikationen am iPad. Dazu zählen Angebote wie Time Magazine (kostenlos; App Store-Link), Fortune Magazine (kostenlos; App Store-Link) oder Sports Illustrated Magazine (kostenlos; App Store-Link). Bislang mussten (zahlende) Abo-Kunden die digitalen App-Store-Ausgaben für das iPad noch einmal erwerben. Durchschnittlich kostet eine Ausgabe, die per Apples ‚In-App‘-Kauf bezahlt wird, rund 4 Euro.

Bisherige Ausnahme: People Magazin (kostenlos; App Store-Link) bietet bereits ein Benutzerkonto an, um Kunden des bedruckten Heftes auch einen kostenfreien App-Zugang bereitzustellen.

IPhoneBlog de People

Informationen über die bevorstehenden Änderungen entstammen einem Bericht des Wall Street Journal. Bislang findet sich keine Aktualisierung der Anwendungen im App Store, die einen Login für die Magazine kredenzt. Weiterhin ungeklärt: Handelt es sich um ein individuelles Abkommen zwischen Time Inc. und Apple oder dürfen auch andere Verleger damit rechnen, ihre bestehende Kundschaft mit einem Benutzerkonto kostenfrei am iPad mitlesen zu lassen.

Die zweite entscheidende Frage dürfte sich auf den Abo-Zwang zur vermuteten Frist am 30. Juni beziehen, bei der die Inhalte aus iPad-Anwendungen zwingend eine Möglichkeit zum direkten Abo bereitstellen müssen.

Time Inc. executives say Mr. Edelson, who is Time Inc.’s general counsel, has quietly been spearheading talks with Apple for some time and meeting frequently with Eddy Cue, Apple’s vice president of Internet services. They say the latest deal to make iPad editions free for print subscribers is a sign the two sides are moving closer.

Apple declined to comment.

via WSJ.com

Update

IPhoneBlog de Time Fortune

Entsprechende Aktualisierungen der Apps finden sich mittlerweile im App Store ein.

Da explizit von einem ‚Deal‚ zwischen Apple und Time Inc. die Rede ist – Fortune Magazine selbst berichtet darüber und wählt diese Worte – gehe ich davon aus, dass (zumindest für diesen Anbieter) das Angebot vorerst auf unbestimmte Zeit gilt. Das bedeutet: Time Inc. kann durch eine kostenlose ‚Beigabe‘ der digitalen iPad-App preisgünstige Print-Angebote schnüren.

Als ein solches Beispiel kramt Philip Elmer-DeWitt ein $15 US-Dollar Jahresabo (plus Radiowecker) mit kostenlosem iPad-Magazin-Download hervor:

It also means that thanks to the special Senior Citizen Offer I received in the mail last week, I can read Time Magazine — a publication on which I labored for 27 years — for $0.283 an issue on a free iPad app, down from the $4.99 Time Inc. was charging me the day before. And I get a free Ultronic Multi-Functional Global Clock Radio in the bargain.

via tech.fortune.cnn.com

Wer seine Adressdaten jedoch nicht über eine US-Wohnungsangabe verkaufen kann, zahlt weiter 4 Euro pro Ausgabe. Es bleibt bizarr. Die Lieferung der Print-Edition an einen (amerikanischen) Mülleimer führt für europäische Kunden zu einem erheblichen Preisvorteil.

Falls alle Verleger dazu berechtigt werden, eine kostenlose Digital-Beilage ihrer Publikation einem Print-Abo zu spendieren, dürfte die ehemalige Aufregung vom Jahresbeginn erheblich an Brisanz verlieren.

Damals hieß es noch provokant:

All we require is that, if a publisher is making a subscription offer outside of the app, the same (or better) offer be made inside the app, so that customers can easily subscribe with one-click right in the app.

via Apple.com/PR