Apple öffnet iAd-Werbeschaltungen für App-Store-Entwickler

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Apple überarbeitet seinen iAd-Internetauftritt unter http://developer.apple.com/iad/ und lädt App-Store-Entwickler dazu ein, im neuen Reklamenetzwerk für ihr iOS-Anwendungen die Werbetrommel zu rühren. Das am 01. Juli in Nordamerika gestartete Programm bot bislang nur sehr finanzstarken Unternehmen eine Möglichkeit, die ‚interaktiven‘ Banner zu platzieren. Als Einstiegspreis warf das ‚Wall Street Journal‚ Kampagnen-Budgets von $1 US-Million in die Gesprächsrunde.

Mit welcher Brieftaschengröße die unabhängigen Entwicklerstudios für ihren Programmcode vorsprechen dürfen, ist bislang nicht bekannt. Apple scheint zur Zeit eine individuelle Beantwortung der Kontaktanfragen in dieser Richtung vorzunehmen. Unter dem Aspekt, die eigene (Software-)Plattform voranzutreiben, gelten geringe Einstiegshürden jedoch als wahrscheinlich. Vorstellbar wäre, dass für jeden App-Store-Verkauf ein geringer Prozentsatz nach Cupertino fließt. Statt der üblichen 70/30-Aufteilung könnte auf Provisionsbasis die Bezahlung in einem Abwasch verrechnet werden. Doch das bleibt zum aktuellen Informationsstand reine Spekulation.

Fest steht, das sich Apple der kreativen Kraft aus der App-Store-Kommune bedienen möchte. Aus dieser Perspektive darf mit Spannung verfolgt werden, was die Designer und Programmierer des iOS-Erfolgs an ‚rich media‘-Anzeigen in den nächsten Monaten produzieren.

via twitter@ejacqui + fscklog

iPhone-Jailbreak keine Urheberrechtsverletzung mehr

Seit Beginn dieser Woche ist ein iPhone-Jailbreak in den USA keine Urheberrechtsverletzung mehr. Der amerikanische ‚Library of Congress‚ stellte den vollständigen Dateizugriff sowie Mobilfunkanbieter-Unlock für die private, nichtkommerzielle Nutzung auf dem Apple-Telefon unter die „Fair-Use“-Klausel des Digital Millennium Copyright Act.

Unter die periodisch überprüfte Regelung des 1998 beschlossenen Gesetzes fällt in diesem Jahr, neben dem Umgehen der digitalen Rechteverwaltung für DVDs, Videospiele und E-Books, auch das iPhone. Die US-Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation bemühen sich seit mehreren Jahren um diese Gesetzes-Erweiterungen. Wie bereits in der Vergangenheit praktiziert, verharrt Apple weiter auf dem Standpunkt, dass die Aufhebung der Zugriffsbeschränkung das Gerät „instabil und unzuverlässig machen“ und „zu einem Garantieverlust führen können„. Zu bemerken bleibt: Von einer uneingeschränkten Legalisierung kann keine Rede sein.

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Gravierende Änderungen für die alltägliche Praxis sind jedoch ohnehin nicht zu erwarten. Cupertino hat keinerlei Verpflichtung, die Jailbreak-Methoden zu unterstützen. Ganz im Gegenteil: Im ‚Katz-und-Maus‘-Spiel, wie es Steve Jobs einmal so schön betitelte, wird sich Apple weiterhin kontinuierlich darum bemühen, die für den Jailbreak ausgenutzten Schwachstellen, auszubessern.

Die neuen Regelungen sind unzweideutig begrüßenswert, schon alleine um die rechtliche Grauzone zwischen Praxis und Theorie zu definieren. Nichtsdestotrotz: Mit den neuen iOS-4-Hintergrundprozessen und der Anpassbarkeit des Designs inklusive Programm-Ordnern, fliehen die guten Argumente für einen Jailbreak wie Fliegen vor der Fliegenklatsche. Zumindest ist dies meine ganz persönliche Erfahrung. Mit der Einsparung von ‚Backgrounder‘ oder ‚Winterboard‘ bleibt (für mich) lediglich die Cydia-Software ‚DisplayOut‚ von Interesse, welche ich für die Erstellung von Anwendungs-Videos (am iPad) benutze. Das direkte Abgreifen der bewegten Bildschirminhalte vermittelte zum Teil einen besseren Eindruck des Programms, als das reine Abfilmen des Bildschirms.

Bedauerlicherweise rückt immer wieder die Diskussion sowie dessen praktische Anwendung – in unbekanntem Ausmaß – um das immaterielle Erschleichen von Software – in den Jailbreak-Zusammenhang. Unrühmlich schmückte sich ‚Cult of Mac‚ am gestrigen Dienstag mit einer entsprechenden Anleitungen, wie man App-Store-Entwicklern ihre Einkünfte mopst.

Welche Entwicklungsrichtung die Jailbreak-Szene in den nächsten Jahren einschlägt, wenn das Apple-Telefon auch in den USA und Deutschland bei mehreren Mobilfunk-Anbietern verfügbar wäre, bleibt abzuwarten. Die ‚Sim-Sperre‘ ist sicherlich ein häufiger Grund für die Dateisystem-Frickelei sowie Motivations-Antrieb zum Aufspüren von digitalen Schlupflöchern.

Ungeachtet dessen sei auch an dieser Stelle noch einmal angemerkt, dass das Apple-Telefon ohne die fleißigen Bemühungen der inoffiziellen Entwicklerteams sicherlich nicht dort wäre, wo es heutzutage ist. Kleine Softwarekonzepte zu „Copy-and-Paste„, „Ordnern“ oder „Multitasking„, die über Cydia und Co. Verbreitung erlangten, beeinflussten die daran anschließende Apple-Integration.

[iOS-Game] Chopper 2

Mit der Helikopter-Simulation Chopper (0.79 €; App Store-Link) setzte sich der Neuseeländer David Frampton 2008 ein App-Store-Denkmal. In den damaligen Zeiten, in denen das iPhone-Shopping-Paradies noch lange nicht so berühmt war wie heute, verkaufte er bis zu 500 Versionen seiner Hubschrauber-Aktion pro Tag. Das Sequel ließ sich eine gehörige Portion Zeit, landet jetzt jedoch mit einem irrsinnigen Lärm auf der Apple-Verkaufsplattform.

Ohne eine unnötigen Spannungsbogen aufzubauen: Chopper 2 funktioniert als Universal-Anwendung sowohl auf dem iPhone als auch iPad. Das Kabinettstückchen liegt in der Fernbedienungsfunktion über Bluetooth, die das iPhone zum Controller am iPad umrüstet. Wem der iPad-Bildschirm zu klein ist, verbindet über den VGA-Adapter (29 €; Affiliate-Link) sein 10-Zoll-Display mit einem Computermonitor oder Flachbildfernseher.

DirektChopper*

Das die 2D-Flugstunden mit eingestreuten 3D-Elementen auch auf dieser Bildschirmgröße noch exzellent aussehen, spricht für die neue Grafik- und Game-Engine. Vor zwölf unterschiedlichen Hintergründen, in insgesamt 36 Missionen, beweist ihr militärisches als auch rettungstechnisches Geschick. Majic Jungle Software speichert Erfolge im OpenFeint-Netzwerk, greift am iPhone 4 auf das Kreiselinstrument zur präziseren Neigungssteuerung zurück und bietet einen siebzehnminütigen Soundtrack.

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Die Idee, das iPhone als Joypad für eine iPad-App zu gebrauchen, ist nicht neu. Bereits Scrabble (7.99 €; App Store-Link) schnipste Buchstabensteine auf das Spielbrett. Beim Vergleich mit einem Helikopter-Steuerknüppel kann die Brett-Schieberei jedoch einpacken.

Chopper 2 lässt sich mit einer einzigen Kaufversion auf allen aktivierten iOS-Geräten installieren und hebt derzeit zum 40-Prozent-vergünstigten Einführungspreis von 2.39 € ab. Einsteigen und festhalten.

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-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

Apple veröffentlicht iOS 4.1 beta 2

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Vor exakt 14 Tagen veröffentlichte Apple die erste Vorab-Version der kommenden iOS-Aktualisierung für Entwickler. Seit wenigen Minuten steht der zweite Beta-Download im iPhone Dev Center bereit.

Vor zwei Wochen hinterließ die erweiterte Bluetooth-Unterstützung mit AVRCP-Profil, zur Benutzung der Vor- und Zurück-Tasten an kabellosen Kopfhörern, den sicherlich interessantesten Ausblick.

Erwähnenswerte Neuerungen des iOS SDK 4.1 beta 2 (Build: 10M2305a) sowie dem iOS 4.1 beta 2 (Build 8B5091b) – die innerhalb der nächsten Stunden ins Netz tropfen – werden in diesem Artikel ergänzt.

Sega-Klassiker: Ecco the Dolphin / Space Harrier II

Zu einer absolut allgemeingültigen Weisheit zählt, dass man von Kindesbeinen an, dem Säugetier Delfin eine ganz besondere Wertschätzung zukommen lässt. Nicht zuletzt seit Flipper haben Generationen das gleichermaßen fröhlich wie intelligent wirkende Meerestier in ihr Herz geschlossen. Doch Dank der Videospielschmiede Sega findet dies nun ein jähes Ende.

Der Grund zerstörter Kindheitsträume? Ein pixeliger Delfin namens Ecco auf dem iPhone. Spieleveteranen erinnern sich vermutlich noch mit einem Lächeln im Gesicht an Ecco The Dolphin auf dem Sega Mega Drive oder der späteren 3D-Fortsetzung auf der Totgeburt Dreamcast. Ach, was war das Unterwasser-Abenteuer schön! Aber dass ein Unternehmen, welches seit Jahren auf schamlose Weise einen einst ebenfalls sympathischen Igel ausbeutet und quält, auch vor Delfinen keinen Halt macht, hätte man sich denken können: Eine derart schlechte Portierung hat Ecco definitiv nicht verdient.

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Auf den ersten Blick scheint Ecco the Dolphin eine 1:1-Portierung des Mega-Drive-Klassikers zu sein. Eigentlich gut, oder? Von wegen: Denn Segas Software-Emulator bietet zwar eine auf Standbildern identische Darstellung des Originals, in Bewegung geraten die rasanten Schwimmmanöver aber schnell ins Ruckeln. Wieso man sich einer ‚aufgehübschten‘ Adaption des Klassikers verwehrt, lässt sich nur durch den ungemein praktikablen Sega-Emulator erklären: Vermutlich ließe sich jedes beliebige Spiel mit nur einem Tastendruck in den iPhone-Emulator „spielbar“ portieren und in den App Store hochladen – Retro-Freunde des japanischen Studios fürchten um eine Demontage ihre schönen Erinnerungen.

Spiele wie Monkey Island haben eigentlich mehr als deutlich gezeigt, was man heutzutage erwarten darf. Doch die mangelhafte technische Anpassung ist noch nicht Schwäche genug: Das Steuerkreuz und die drei Aktionstasten auf dem Touchscreen erlauben nur schwammige Flossenbewegungen des Meeressäugers, welche einen allzu oft direkt in die feindlichen Raubtiere manövriert.

Das ist doppelt schade, da Ecco the Dolphin grundsätzlich in hohen Wertungsbereichen mitschwimmt. Das Spiel(-prinzip) hebt sich auf erfrischende Art und Weise vom Jump‘n Run-Einheitsbrei bis zum heutigen Tag wohltuend ab. Vertrackte Levelkonstruktionen laden zum Erkunden des Meeresbodens ein und die etwas esoterische Geschichte sorgt immer wieder für ein Schmunzeln. Dennoch kann ich selbst bei 2,39 Euro keine Kaufempfehlung aussprechen, da die technischen Schwächen und eine verhunzte Steuerung der Umsetzung den Spielspaß verwehren.

So lässt sich als Fazit feststellen: Wer Ecco the Dolphin am iPhone liebt, findet auch Walfang ziemlich prima. Menschen bei gesundem Verstand lassen aber ihre Finger von der App-Store-Version und holen lieber das Mega Drive vom Dachboden.

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Wer dort über ein Modul von Space Harrier II stolpert, sollte sich selbiges ebenfalls gleich unter den Arm klemmen. Denn auch dem Space-Shooter hat Sega eine ‚One-Click-iPhone-Anpassung‘ verpasst. Schon der App-Store-Infotext lässt nichts Gutes vermuten: Im frisch veröffentlichten Remake soll man in ferner Zukunft gegen „zerstörerische, feindliche Kräfte kämpfen“. Zerstörerische Kräfte wie eine technisch-lahmende Umsetzung mit krankendem Spielspaß?

Ganz so schlimm wie befürchtet ist Space Harrier II dann doch nicht. Der Titel leidet zwar ebenfalls am verkorksten Sega-Emulator, läuft aber insgesamt doch einen Zacken flüssiger als Ecco. Verwunderlich, denn Space Harrier II versucht sich bekanntlich an einer ’spacigen‘ 3D-Darstellung, beweist dadurch aber eindrucksvoll, wie unausgegoren Segas Emulations-Software funktioniert.

Auch hier ist das digitale Steuerkreuz leidlich präzise mit den Tasten-Eingaben über den Touchscreen abgedeckt. Leider verdecken die dicken Patschhände viel zu oft gegnerische Projektile. Nichtsdestotrotz macht es Spielehistorikern Spaß, ein 3D-Spiel der Frühzeit anzuspielen. Die, mangels technischer Möglichkeiten der 16bit-Zeiten, karge Spielumgebung mit dem gerasterten Untergrund wirkt heutzutage fast gewollt stilvoll. Das Spielprinzip besteht dabei aus kurzweiligem ‚Ausweichen-und-Ballern‘ – auf App-Store-Niveau zwar wenig innovativ, aber doch grundsolide. Bei einem Preispunkt von 79 Cent kann man als Retro-Fetischist hier zumindest mit leichten Bauchschmerzen zugreifen und einige Minuten Nostalgie verleben. Insgesamt bleibt das Original natürlich besser und flüssiger spielbar und ist bei ernsthaften Absichten einer App-Store-Version vorzuziehen.

Ein insgesamt schaler Beigeschmack bleibt hängen: Segas iPhone-Emulator ist technisch völlig unzureichend, die Spiele ’nur‘ lieblos auf die Plattform ‚gehievt‘ und mehr schlecht als recht mit einer mäßigen Steuerung versehen. Den Nostalgie-Bonus bekommt ein Ecco the Dolphin bestimmt nicht, ein Space Harrier II bedingt. So sollten in letzterem Fall lediglich Fans des Originals für 79 Cent zugreifen.

Alle anderen investieren ihre Euro-Taler lieber in das Porto für einen Beschwerdebrief an Sega. Es wird Zeit, dass man dort die Apple-Spielergemeinde endlich ernsthaft betreut, anstelle mit lieblosen Portierungen die Portokasse aufwerten zu wollen.

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-> App Store-Link

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-> App Store-Link

(Danke für diesen Artikel: Matthias!)

[KlimBim] Bumper-Versandbestätigung, ‚Glimmständer‘, Panorama-Aufnahmen, iGeodreieck, N.O.V.A und ein ‚Saurik‘-Interview

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Die ersten Versandbestätigungen für einen schwarzen Apple-Bumper trudeln bei Ihren Vorbestellern ein. Die Auslieferung für die anderen ‚Schutzhüllen‘ dürften weiterhin noch 3-5 Wochen auf sich warten lassen.

(Danke, Markus + Thorsten!)


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Wenn die iPhone-Aufsteller noch in den Umzugskartons versunken sind…

(Danke, Chris!)


Direktkrpano

Panorama-Aufnahmen gefallen. Immer wieder.

-> http://www.krpano.com/examples/normal/

(Danke, Stephan!)


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Besitzer eines iPhone 4 nehmen mit dem iGeodreieck (0.79 €; App Store-Link) Winkelmessungen vor, die vom Kreiselinstrument (Gyroskop) im neuen Apple-Telefon aufgezeichnet werden.

Auch die Spiele-Kategorie im App Store erfährt langsam das ‚Drehmoment‘ vom Gyroskop. Der Ego-Shooter N.O.V.A. (3.99 €; App Store-Link) aus dem Hause Gameloft, hier ausführlich ins Visier genommen, erhält mit seinem neusten Update Retina-Bildschirmauflösung und Kreisel-Unterstützung.

DirektNova


DirektSaurik1

DirektSaurik2

Jay Freeman, der Mann hinter der Jailbreak-Paketverwaltung Cydia, gibt der Radioshow ‚Make it Work‚ aus San Francisco ein durchaus hörenswertes Interview.

Das Dev-Team arbeitet nach eigenen Aussagen derzeit am Jailbreak für die aktuelle iPhone-Generation. Der iPhone-4-Unlock, für den sich vornehmlich MuscleNerd und Planetbeing verantwortlich zeigen sollen, hat anscheinend bereits Bestand. Der unter dem Pseudonym agierende Entwickler ‚comex‚, schraubt gegenwärtig an einer Finalisierung des vollständigen Dateizugriffs für das Gerät.

Rückfragen (und Antworten) zum ‚iPhone-4-Schnelltest‘ der ‚Stiftung-Warentest‘

In der letzten Woche stieß ich auf einen „Schnelltest“ zum iPhone 4 der deutschsprachigen Stiftung Warentest. Die ’scharfe‘ Wortwahl der Verbraucherschutzorganisation regte zu sieben Rückfragen an. Diese beantwortete sein Chefredakteur Andreas Gebauer jetzt per E-Mail.

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Sehr geehrte Redaktion der Stiftung-Warentest, Sehr geehrter Herr Gebauer,

ich habe mir ihren „Schnelltest“ zum iPhone 4 durchgelesen, der unter dieser Adresse Online einsehbar ist:

Antennenpanne beim iPhone 4: Test entblößt Apple

Dazu habe ich einige Fragen, deren Antworten ich gerne ihm Rahmen meiner Berichterstattung unterbringen würde.

Gebauer: Sehr geehrter Herr Olma, hier die Antworten auf Ihre Fragen. Da Sie Blogbetreiber und anscheinend eingefleischter Apple bzw. iPhone-Fan sind, verstehe ich, dass Sie die aktuellen Ereignisse bedauern. Trotzdem muss die Stiftung Warentest bei aller Begeisterung über innovative Produkte, die auch hier herrscht, auch über Schwachstellen berichten dürfen. Dazu gehören beim iPhone nunmal hoher Preis, Anmeldung und eben jetzt die Empfangsprobleme. Hier die Antworten im Einzelnen:

1) Sie schreiben im Einleitungssatz: „Plötzlich abgebrochene Gespräche auf einem neuen 1 000 Euro-Handy […]„. Das wirft bei mir die Frage auf, wie der von Ihnen errechnete Preis von 1.000 Euro zustande kommt ? In egal welchem Tarif der Telekom ich suche, lässt sich hier ’nur‘ ein Maximalpreis von 399.95 € ermitteln. Da das Gerät offiziell nicht anders in Deutschland zu erwerben ist, verwundert mich ein solcher „Handy-„Preis als Pressekollege sowie Verbraucher.

Gebauer: Leider gibt es in Deutschland keinen offiziellen Preis für das iPhone ohne Vertrag. Die 1.000 Euro bezogen sich auf ein importiertes iPhone – es gibt auch billigere Angebote, die dann aber oft keine Geräte zur Verfügung haben oder lange Lieferzeiten bedingen. Genauso finden Sie auch Anbieter, die das Handy für 1.300 Euro verkaufen. Da die Preise für vertragsfreie iPhones stark schwanken, sind die 1.000 Euro nur als ein Daumenwert zu verstehen, der aber nicht allzu weit von der Realität entfernt ist. Die von Ihnen zitierten 399,95 Euro bei T-Mobile enthalten noch keine Vertragsgebühren. Für zwei Jahre Complete XS-Tarif kommen noch einmal 598,80 Euro hinzu plus 24,95 Euro Aktivierungsgebühr. Ergibt 1.023,70 Euro. Da lagen wir mit unserem 1.000-Euro-Handy gar nicht schlecht.

2) „Besitzer eines iPhone 4 klagen immer wieder über plötzlich unterbrochene Gespräche.“ Klagen die Benutzer bei Ihnen (vermehrt) darüber direkt oder auf welche Angaben beziehen Sie sich hier genau? Als offizielle Quelle sind mir lediglich, die von Apple genannten Support-Anfragen bekannt, die mit 0.55-Prozent (von 3 Millionen Käufern) eher niedrig erscheinen.

Gebauer: Eine der ersten Meldungen zum Thema war in Deutschland bei heise.de zu lesen. Die Netze in Deutschland sind stärker, die Probleme in den USA selbst deswegen wohl größer. Es gibt sie aber unbestreitbar – subjektiv empfunden und auch objektiv gemessen. Sonst gäbe es jetzt nicht die Aktion von Apple, kostenlos eine Schutzhülle zur Verfügung zu stellen.

3) „Ein ähnliches Phänomen [Anmerkung des Autors: hier ist wohl der Empfang gemeint] lässt sich auch bei Radios beobachten: Wer die Antenne anfasst, hört nur Rauschen und Knacken.“ Liegen Ihnen zu dieser Behauptung Testergebnisse vor?

Gebauer: Diesen Effekt kennt nahezu jeder aus eigener Erfahrung. Dieses Beispiel dient nur zur Verdeutlichung.

4) „Der Test im Labor bestätigt dies: Schon wenn ein Finger den Antennenschlitz an der unteren linken Ecke berührt, sinkt der Empfang beim iPhone 4 um 90 Prozent.“ Ich wäre wiederum sehr an den genauen Testergebnissen interessiert. Die von Ihnen später erwähnte „Partnerorganisation Consumers Union“ berichtet im „Consumer Reports“ von einem Abfall bei einer Berührung um 20 Dezibel. Bei einem Messbereich zwischen -51 und -121 lassen sich die von Ihnen proklamierten 90-Prozent nicht in mathematischen Einklang mit den Testwerten bringen. Beziehen sie sich eventuell auf einzelne Signalbalken? Wie fällt ihre Meinung zur 4.0.1-Aktualisierung aus, die einen anderen Algorithmus verwendet?

Gebauer: Die Dezibelskala ist definiert über den dekadischen Logarithmus mit dem Vorfaktor 10 (deshalb dezi): dB=10*log(Leistung/Ausgangsleistung). Nimmt die Leistung gegenüber der Ausgangsleistung um 90% ab, entspricht dies minus 10 dB; bei 99% minus 20 dB. Bei 25% Dämpfung ergeben sich gerade Mal minus 1,25dB. Da die Dezibelskala von vielen falsch interpretiert wird, haben wir unsere Angaben in prozentualen Änderungen gemacht, wobei wir nicht die Extremwerte (99%) sondern die mittleren Rückgänge der Sendeleistung (90% bzw. 25%) im Artikel erwähnt haben. Stiftung Warentest hat außerdem eine weitere Methode ins Spiel gebracht (die 2D-SAR-Messung), um die Ergebnisse von Consumers Union zu bestätigen.

5) „Die Stiftung Warentest hat die Sendeleistung von zwei weiteren Smartphones gemessen. Auch bei ihnen sinkt der Empfang bei direkter Umklammerung des Gehäuses. Jedoch nur um 25 Prozent.“ Um welche Geräte handelt es sich dabei?

Gebauer: Mittlerweile haben wir noch weitere Handys zum Vergleich herangezogen. Darunter die Geräte, die Steve Jobs in seiner Vorführung verwendet hat. Klar ist, dass die Antennenfunktion durch Berührung bei allen Handys beeinflusst wird. Beim iPhone 4, welches ja mit neuer, revolutionärer Außenantenne angepriesen wurde, sind die Einbußen bei Berührung aber deutlicher als bei allen anderen von uns untersuchten Handys. Der propagierte technische Fortschritt führt also in diesem speziellen Fall im Alltag zu einem Rückschritt für den Nutzer und hierin liegt auch unsere Hauptkritik.

6) „Die Empfangsprobleme des iPhone 4 werden im Netz und medial seit einigen Wochen diskutiert. Zuletzt berichtete die amerikanische Partnerorganisation der Stiftung Warentest, Consumers Union […] Dies war möglicherweise der letzte Anstoß für die von Apple am Freitagabend mitteleuropäischer Zeit veranstaltete Pressekonferenz.“ Verschwiegen bleibt: Consumer Reports zeichnet das iPhone 4 außerdem zum besten Smartphone seiner Klasse aus, nicht wahr?

Gebauer: Es ist richtig, dass Consumer Reports vor Entdeckung der Antennenprobleme das iPhone empfohlen hatte. Aktuell tut die Organisation das aber nicht mehr, s. etwa hier oder hier direkt bei Consumer Reports.

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7) Aus ihrem Archiv unter der Stichwortsuche „iPhone“ tauchen 21 Treffer zum Thema auf. In acht Überschriften erscheint dabei die direkte Bezeichnung „iPhone“. Diese ‚Headlines‘ lauten wie folgt: „Antennenpanne beim iPhone 4: Test entblößt Apple“, „Handys: iPhone bringt Licht und Schatten“, „Handys: Alternativen zum iPhone“, „Smartphones: Android vor iPhone“, „Apple iPhone 3G: Sinking in the rain“, „iPhone im Schnelltest: Schön teuer“, „Apple iPhone: Schön teuer“ sowie „EU: Geprüfte iPhones“.

Meine Frage: Existiert eine Differenz zwischen Ihrer (allgemeinen) Berichterstattung zum Apple-Telefon sowie dem generellen Nutzer-Interessere, das wohl zweifelsfrei als ‚populär‘ bezeichnet werden darf? Wie erklären Sie sich, die so gut wie nicht existente Rücklaufquote (die Telekom weist aktuell Lieferzeiten von neun Wochen auf) bei einem solch gravierenden Problem?

Gebauer: Natürlich handelt es sich um ein interessantes und innovatives Produkt. Die Stiftung Warentest widmet sich ihm deswegen mit der gebührenden Aufmerksamkeit. Und nennt dabei eben auch die Schwachstellen (s.o.)

Über eine zeitnahe Antwort würde ich mich sehr freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Alexander Olma

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Es ließen sich mit Sicherheit noch viele Argumente gegenseitig austauschen. Ich bedanke mich an dieser Stelle jedoch vorerst für die zeitnahe Beantwortung der aufgeworfenen Diskussionspunkte von Seiten der Redaktion und überlasse deren Interpretation meiner werten Leserschaft.

Docking-Lautsprecher: Sony RDP-XF100iP

So blöd banal es im ersten Gedankengang klingen mag, aber eine der unerreichten Stärken aus Cupertino ist die unmissverständliche und gleichzeitig einprägsame Bezeichnung ihrer Produkte. Nicht viele Firmen betiteln ganze Geräteserien so klipp und klar; so charakteristisch, so unzweideutig.

Sony nennt eines seiner neusten Lautsprecherdocks RDP-XF100iP. Ernsthaft? Ja, das steht sogar in dieser Form auf dem Gerät an der Vorderseite. RDP-XF100iP. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Bis man den Brocken geschluckt hat, ist man wahrscheinlich wieder hungrig. Wie dem auch sei: Hat man das Ding erst einmal gekauft, soll es ja nur noch ‚Musik machen‘. Und das tut es sogar mit gar keinen leisen Tönen.

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Drei (Signal-)Auswahlmöglichkeiten liegen vor: Radio, iPod/iPhone oder Audio IN. Für den besseren FM-Empfang lässt sich eine drahtige Metallstange ausziehen. Über einen Klinkenstecker an der Rückseite missbraucht man die zwei 20-Watt-Boxen für iPads oder Laptops als externe Lautsprecher. Das beigelegte Klinkenkabel ist in seiner Länge von 10 Zentimetern ein schlechter Witz. Hängen die Soundklötze jedoch erst einmal am Computer, lässt sich damit recht angenehm arbeiten.

Für diese Publikation gilt die Konzentration natürlich dem Apple „30-Pin-Dock-Connector„, der sich hinter einer ausklappbaren Plastik-Wippe befindet. Der Wertigkeit hätte es nicht geschadet, ein wenig Metall in die Fertigung einzumischen. Beim Auf- und Zuklappen knirscht und wackelt es nicht, das ‘Anfassgefühl‘ leidet jedoch. Zwei (schwarze) Plastikaufsätze für das iPhone sowie iPhone 3G/3GS werden mitgeliefert. Wer ein iPhone 4 einsetzen möchte, verzichtet entweder auf den normierten Aufsatz oder verwendet die (weißen) Apple-Adapter. Der Dock-Anschluss ist wenige Millimeter zu kurz, um ein iPhone 4 im Bumper komplett mit dem Stereosystem zu verknüpfen.

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Nachdem sich die Metall-Kontakte am iPhone festgeklammert haben, versorgen Sie das Gerät mit Strom und schleusen deren Audio-Signale an die ‚Boombox‘ weiter. Danach übernimmt die komplette Lautstärkeregelung die Sony-Anlage. Bei eingehenden Gesprächen klingelt das komplette System am Schreibtisch. Oder wo auch immer es aufgestellt ist. Schöner Nebeneffekt: Auch iPod- oder YouTube-Videos lassen sich im Hochformat abspielen. Der Trick, um die Breitbild-Darstellung zu unterdrücken, ist die Verwendung der iOS-4-Feststelltaste.

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Die Bedienelemente an der Geräteoberseite sind berührungsempfindlich, geben jedoch trotzdem genügend „Tasten-Feedback“. Seinen Anteil daran hat das wirklich gut lesbare OLED-Display. Dort wird neben der Eingangsquelle auch der Batteriestand angezeigt. Ganz genau: Das zwei Kilogramm schwere Gerät verbirgt einen Lithium-Ionen-Akku für mehrere Stunden Spielzeit (Herstellerangaben: sieben Stunden).

DirektDocking

Der Stereoklang fällt selbst für ein Gerät dieser Preisklasse extrem zufriedenstellend aus. Sehr satter Bass mit breitem Raumklang, der sich nicht in anstrengenden Höhen verirrt. Wer hier seine eigenen, praxisnahen Eindrücke sammeln möchte, findet die Docking-Lautsprecher in den drei deutschlandweiten Apple Stores sowie autorisierten Mac-Vertragspartnern. Eine Bestellung ist auch Online möglich.

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