Der Ultrahuman Ring AIR

I think the wrist is interesting“, sagte Tim Cook vor 11 Jahren. Schlaf-, Stress- und Fitness-Statistiken, tägliche Schritte sowie Temperatur- und Herzwerte erfasst inzwischen nicht nur eine Smartwatch, sondern auch ein smarter Ring.

Im Januar erreichte mich das „Sizing Kit“ von Ultrahuman1; zwei Wochen später trug ich Größe 8 des Ring AIR. Nach einigen Soft- und Firmware-Updates ziehe ich nach fünf Monaten ein erstes Fazit.

Schwarz-weiß Foto meiner Hand mit Apple Watch Ultra und Ultrahuman Ring AIR.

Wer fürs Resümee bereits ans Ende des Artikels gesprungen ist, muss nun wieder hochscrollen. Ich nehme mein Fazit nämlich vorweg: Der Ultrahuman Ring Air ist besser als jeder Fitbit und kann selbst die Apple Watch ergänzen.

Nahaufnahme der Innenseite des Ultrahuman Ring AIR.

Unter Anbetracht wie viele Datenpunkte, die der Ring AIR erhebt, bleiben Gewicht und Abmessungen beachtlich kompakt. Ich kann empfehlen, eure Ringgröße mit einem Dummy über einige Tage zu evaluieren (auch als 3D-Druck verfügbar). Finger schwellen bei sportlichen Aktivitäten oder Temperaturschwankungen bekanntlich an (und wieder ab).

Ultrahuman empfiehlt für seinen Ring den Zeigefinger. Damit komme ich gut klar. Auch deshalb, weil er hier nicht zwischen zwei Fingern sitzt. Außerdem sieht er dort ganz hip aus (wie ich finde), ohne sich gleich als Health-Tracker zu outen.

Allerdings trage ich selten (Finger-)Schmuck und ecke damit regelmäßig überall an. Deshalb wundern mich zwei kleine Kratzer am äußeren Gehäuse nicht. Ganz im Gegenteil: Ich trage den Ring bei allen Gartenarbeiten, Floorball-Spielen und zuletzt einem Umzug. Mich überrascht viel eher, dass er noch so prestige aussieht.

Pro-Tipp: Hüllenlose iPhones und „fighter jet grade Titanium“ werden keine Freunde. Wie bei Fingernägeln auf Kreidetafeln stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn der Ring übers nackte Telefon kratzt. Deshalb habe ich tatsächlich in den vergangenen Monaten ein Case benutzt.

Ultrahuman Ring AIR hochkant auf weißem Untergrund.

Die Batterielaufzeit war trotz Bluetooth Low Energy in den ersten Wochen unterirdisch. Diverse Firmware-Updates später sind diese Fehler ausgemerzt. Inzwischen denke ich nicht mehr übers Aufladen nach, sondern lade immer dann, wenn ich daran denken – meistens nach drei oder vier Tagen.

Notwendig ist ein proprietärer USB-C-Puck, der für längere Ausflüge nach einem Platz im Reisegepäck verlangt. Dessen Stecker ist jedoch nicht fest verdrahtet; jedes USB-C-Kabel kann verwendet werden.

Bild zeigt meine Hand mit Apple Watch Ultra und Ultrahuman Ring AIR.

Ihre eigene Software ist hübsch und deckt alle (!) Apple-Plattformen ab – unter anderem für hauseigene Work-outs auf macOS und tvOS. Leider tauchen diese Trainingseinheiten nicht in Apples Activity-App auf.

Mein zweiter Kritikpunkt ist die recht prominente Werbung für ihren (optionalen) Blutzucker-Sensor und der „Refer a friend“-Banner.

Als klassischer Einmalkauf ohne Abo verstehe ich die Eigenwerbung – den Push für das kontinuierliche Glukosemonitoring. Trotzdem sollte mir erlaubt sein, das Interface entsprechend von meinem Fokus anzupassen. Speziell die „weekly insights“ mit Trendwerten der vergangenen Tage gehören auf die erste Seite der App.

Tatsächlich ausschlaggebend ist für mich (als „Apple-Watch-Lover“) der Sync zu Apple Health und die Möglichkeit alle erfassten Daten durch verschiedene App-Store-Apps zu visualisieren.

Ultrahuman hält derzeit folgende Datenpunkte in Apple Health fest:

  • Schritte
  • Ruheenergie
  • Aktivitätsenergie
  • Herzfrequenz
  • Ruheherzfrequenz
  • Herzfrequenzvariablität
  • Körpertemperatur
  • Schlaf

Apropos App: Den privilegierten Sync zum Telefon erlaubt Apple nur sich selbst. Startet ihr die Ultrahuman-App für ein paar Tage nicht, findet beim nächsten Öffnen zuerst ein Abgleich statt. Die Aufzeichnung eurer Aktivitäten wird (natürlich!) nicht unterbrochen, die Daten müssen sich aber gelegentlich synchronisieren. Das dauert jedoch nur einige Sekunden.

Die Erfassung der Messwerte bemerkt man manchmal durch eine kleine LED, die auf der Ring-Innenseite sitzt. Sie blinkt oder leuchtet nicht dauerhaft, kann abends im Bett aber auffallen.

Nahaufnahme zeigt Innenseite mit Ringgröße.

Der Anschaffungspreis ist substanziell. Ohne laufende Abogebühren ist der Ring AIR jedoch preislich attraktiver als seine Konkurrenten.

Ich kann nicht beurteilen, ob der gewählte Preismix für das Start-up aus Indien dauerhaft klappt. Solange jedoch der Health-Sync besteht, existiert kein Datensilo. Diese uneingeschränkte Bereitstellung der erhobenen Sport- und Fitness-Daten machen den Ultrahuman-Ring so attraktiv.

Und ohne Bildschirm, (Push-)Benachrichtigungen und Töne ist er eine elegante Alternative zur Watch – selbst für mich. Wenn ich eine Nacht mal ohne Uhr schlafen möchte, oder (zu gewissen Anlässen) eine non-smarte Uhr trage, wird die grundsätzliche Aufzeichnung meiner persönlichen Gesundheitsdaten nicht unterbrochen.


  1. Rabatt-Code: ALEXOLMA10 

Tipp: Ortsdaten in Fotos nachtragen (ein Nachtrag)

Seit April trage ich Ortsdaten in Fotos nach. Es ist ein mühseliger Prozess, in den ich mich jedoch verbissen habe. Nachdem ich jetzt viele Stunden investierte, habe ich ein paar zusätzliche Anmerkungen.

Das Bild zeigt eine Hand, die ein Smartphone hält. Auf dem Bildschirm des Smartphones ist ein Kind zu sehen, das auf einem Geländer balanciert. Das Foto ist in Schwarz-Weiß gehalten und zeigt auch eine Textnachrichten-Konversation auf dem Bildschirm des Smartphones.

Apples Foto-App verrät nicht, in welchen Bildern euch Metadaten fehlen. Könnte man danach filtern, wäre es einfacher diese Informationen nachzutragen (auch wenn man jedes Mal die Adressen eintippen muss, weil sich die Suche keine vorherigen Ortsinfos merkt).

Den fehlenden Filter nach „Bildern ohne Metadaten“ trickst ihr durch Disziplin aus: In der Praxis bewährt es sich, direkt nach einem Import von Bildern ohne Metadaten diese Informationen zu ergänzen.

Idealerweise besitzt ihr dafür ein iPhone-Foto mit den passenden Ortsinformationen. Öffnet dieses Bild, legt den Finger länger auf die Kartengrafik und kopiert diese „Location“. Öffnet jetzt ein Bild ohne Metadaten, legt den Finger länger auf den Button „Add a location“ und wählt Einfügen.

Apple Fotos besitzt keine Möglichkeit mit diesen Informationen in der Zwischenablage mehrere Bilder gleichzeitig zu editieren. Warum auch immer!

Workaround: Tippt auf den Ortsnamen (unter der Kartengrafik) und öffnet dadurch Apple Maps. Legt nun länger euren Finger auf die Koordinaten und kopiert sie. Wechselt nun zurück in die Fotos-App, markiert mehrere Fotos und schreibt die GPS-Infos in einem Schwung in alle ausgewählten Bilder.

Das Bild zeigt einen Smartphone-Bildschirm mit einer geöffneten Karten-App, die den Standort “Espoo - Kuninkaainen” anzeigt. Es sind Koordinaten sichtbar, und es gibt Optionen zum Kopieren oder Sprechen der Details sowie eine Wetteranzeige, die 17 Grad anzeigt.

Metapho gestaltet den gesamten Prozess einfacher, weil’s den Filter für „Bildern ohne Metadaten“ mitbringt. Das hilft speziell dann, wenn ihr einzelne Fotos aus früheren Jahren editieren wollt, die Metapho nacheinander auflistet.

Fußnote: Apple beschützt eure Originalbilder kompromisslos.

The original file itself is untouchable for a third party app. Even Photos does not change it when you edit an item in Edit menu.

Instead of overwriting original files, PhotoKit asks an app for edited version of the file and saves it in addition to the original as one bundle. This takes more storage space than editing original directly, but helps users to revert to the original state even after numerous edits are committed by Photos or third party apps.

Under this constraint, it is not possible to just modify metadata part of an image file in your library. Metapho has to make a whole new image with modified metadata and give it to PhotoKit. In this process, PhotoKit only accepts image file in specific format. It is very picky on saving edited version. It has to be JPEG with baked-in orientation. For this reason, when you edit metadata with Metapho, the app rotates and re-renders image, if it does not have top-left orientation.

Metapho and Photos Asset

Bearbeitet ihr mit Metapho (oder einer anderen Dritt-App) das „Original“, wird ein neues Asset angelegt, dass den Speicherplatz verdoppelt. Das ist eine bewusst gewählte Entscheidung, die es ermöglicht, immer wieder zum Originalfoto zurückzukehren.

Metapho verrät, wie viel „on disk“ Speicherplatz ein Bild inklusive Assets belegt. Vielleicht wäre es hilfreich, diese Information auch in der iOS-Foto-App einzusehen?

Das Bild zeigt einen Smartphone-Bildschirm mit einer geöffneten Metapho-App, in der zwei Bilddateien und eine Einstellungsdatei aufgelistet sind. Unterhalb ist eine Zusammenfassung des Speicherplatzes zu sehen, der von den Dateien belegt wird, hervorgehoben mit einem rosa Kreis.

Für Hunderte von Bilder bietet es sich deshalb an eine Fotoserie per Datumssuche in Apples Foto-App aufzuspüren und über die oben genannten Methoden mit Ortsinformationen zu versorgen.

Alternativ bietet Metapho eine „Save as New Photo“-Option an, die im gleichen Vorgang das Originalbild löscht (und so keine zusätzlichen Assets anlegen muss).

Auffällig war, wie unsäglich viele Bilder ohne Ortsinformationen in meiner Bibliothek landen – oft über Chat-Apps. Glücklicherweise lässt sich etwa in WhatsApp das automatische Speichern von Fotos in eure Bibliothek unterdrücken.

Ein letzter Gedanke.

Ich habe mit diesem Prozess bereits viel Zeit verbracht und stelle weiterhin regelmäßig infrage, ob’s das wirklich wert ist. Die Kartenansicht in Apples Foto-App ist nett; Fotorückblicke basierend auf Ortsinfos sind super. Vielmehr ist es aber der Completionist in mir, der diese Aufgabe als erledigt abhaken möchte.

Wäre die Software cleverer, könnte ich mir viel manuelle Arbeit sparen. Auch wenn Ortsinformationen in einzelnen Fotos fehlen, weiß Apples Foto-App um den Kontext – über Zeitmarken und umliegende Bildern. Zumindest sollte die App (ungefähr) verstehen, wo ich in einem bestimmten Jahr gewohnt habe und mir dafür „signifikante Orte“ als Vorschlag für Metadaten unterbreiten.

„Delta’s 10-year journey to the top of the App Store“

Das Bild zeigt drei Smartphones mit dem Emulator Gamma, die verschiedene Bildschirme anzeigen: ein Spielmenü, eine Warnmeldung und ein Spielgeschehen. Die Telefone sind von geometrischen Formen und Symbolen umgeben, was auf digitale Technologie oder Gaming hinweist.

ZodTTD stellt mit Gamma offiziell den ersten Playstation-Emulator in den App Store. ZodTTD? Ja!

Übertragt einfach die „.bin“-Datei eures Lieblingstitels aufs iPhone und öffnet sie mit dem PSX-Emulator.

Auf dem Bild ist eine Hand zu sehen, die ein Smartphone hält, auf dessen Bildschirm Chrono Trigger, ein klassisches Videospiel, im Delta-Emulator dargestellt ist. Das Smartphone hat virtuelle Tasten im Stil eines alten SNES-Spielcontrollers.

Diese App-Store-Entwicklung erzwang die EU, fällt aber schlussendlich zurück auf AltStore-Entwickler Riley Testut (und diese Interaktion im Jahr 2015).

OK, so I go to WWDC and I talk to the app review team because they have like a lab there. And I basically just say: Hey, I’m working on this emulator app. Is there any world that it could be approved in the App Store?

And then they were like, actually, yeah, we’ll allow that. You just got to like comply with some weird things. […]

And then I went to the WWDC next year and I talked to the same person and I said, hey, I’m ready to submit. Can I submit it now?

And he was just like. So I talked to some people. We can’t allow emulators.

The Verge

„Disable Safari’s Pull-to-Refresh on iPad“

iPad-Screenshot zeigt die Safari-Erweiterung StopTheMadness.

As part of my efforts to use my iPad more, there’s another option I’ve figured out: disabling Safari’s pull-to-refresh helps MX Master 3S and MX Anywhere mouse users more efficiently replicate desktop-class scrolling.

Use the excellent Stop the Madness plugin from the App Store, then go into the settings and enable this custom CSS. This will force every webpage you visit to disable the overscroll.

Justin Harter

StopTheMadness nimmt die Codezeile entgegen und unterdrückt den Gummiband-Effekt, der gegebenenfalls die Seite neu lädt.

#404 – Fitness- und Gesundheitsdaten visualisieren

Fand ein Work-out wirklich statt, wenn er nicht aufgezeichnet wurde?

Selbst wenn man nicht mit den eigenen Fitness- und Gesundheitsdaten arbeitet, sie etwa zur Optimierung seines Trainings einsetzt, ist der psychische Effekt einer hübschen Aufbereitung seiner körperlichen Aktivitäten nicht zu unterschätzen.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Blip – ein plattformübergreifendes AirDrop

Screenshot der macOS-App von Blip.

It’s completely free to use while we continue to roll out Blip. Going forward, we want to keep Blip free for personal use. We may introduce paid plans for commercial use or special features. […]

Blip transfers in just one step–directly to the other person – so no “middleman” servers are needed, and there’s no need to upload and download separately. […]

We built “LAN direct connect” into Blip to boost speeds when both devices are connected to the same network, e.g. between devices in the same building. These transfers will be unconstrained by your internet plan.

Blip.net

Die Nutzung verlangt eine Mail-Adresse, unter der eure Geräte registriert sind. Die App unterstützt für den Setup-Prozess auf iPhones und iPads das automatische Ausfüllen von einmaligen Bestätigungscodes, die euch per Mail erreichen.

Vor sechs Monaten sprachen die zwei Entwickler erstmals öffentlich über ihr Projekt. Selbst in einem Apple-only Haushalt klingt Blip vielversprechend (instant connection, remote Handoff, auto-resume, transfer speeds, etc.).

Quinn Nelson mit drei Beobachtungen über Tandem OLED, den M4 und deren CPU-Kerne

Die ersten „Hands-on“-Berichte, direkt im Anschluss eines Events, wiederholen oft nur Apples eigene Informationen. Quinn Nelsons technische Besprechung von Tandem OLED, dem M4 und deren CPU-Kerne ist jedoch sehenswert.

Grafik über Tandem OLED-Aufbau und light extraction efficiency.

Tandem OLED is not just some term Apple made up. This is an industry definition […] It’s not yet publicly known what method Apple is using to improve light extraction efficiency on their tandem OLED screens. […]

Basically what I’m saying is that this is eventually going to come to the rest of Apple’s Pro lineup over the next many, many years, and it’s a big deal.

Über das „ein Monster von einem Chip“:

And while not 100% confirmed, it’s basically certain that this M4 is one of TSMC’s first N3E chips, which promises higher yields, better computational performance, improved power efficiency, but most importantly, lower production costs than the M3 chip on the old M3B process.

So don’t color yourself surprised when M4 doesn’t blow the barely six-month-old M3 chip out of the water. […] M4 is a necessary strategic leap. It’s not a computational leap.

Das Bild zeigt eine Grafik mit technischen Spezifikationen von zwei Computermodellen. Die Modelle unterscheiden sich in Speichergröße und RAM, wobei das obere Modell 256 GB oder 512 GB Speicher und 8 GB RAM hat, während das untere Modell 1 TB oder 2 TB Speicher und 16 GB RAM bietet.

What is new, however, is that the lower capacity models, those come with what is certainly a binned chip, with one of the four performance cores on the M4 disabled. […] This is in addition to the memory, which may mean huge real-world performance gaps between the 512 gig and 1 terabyte models under certain workloads.

This is also likely the reason that Apple’s charging a massive $500 to upgrade between those two middle tiers, because this isn’t just 512 gigs of flash, it’s also double the memory and a full hog, non-defective M4, which are likely in low supply.

Interessante Randnotiz: iPads laden „pass‑through“ durch das neue Magic Keyboard jetzt mit bis zu 60W.

Apple zieht iPads in Position

Worte und Taten: Apple denkt Computerzukunft immer noch erfrischend anders. Im großen Stil blicken nur sie am klassischen Formfaktor des Laptops vorbei.

Ihre M-Prozessoren ermöglichen ein modulares Design, dass das iPad begeistert annahm und der Mac nie adoptierte. Angefangen bei „Nicht-nur-FaceTime“-Kameras, dem Pencil, der abnehmbaren Tastatur bis zu einem OLED-Screen mit Nanotexturglas.

Das iPad streckt weiterhin den oft zu konservativ gedachten Begriff von „Arbeit“.

Das Bild zeigt eine Hand, die einen Apple Pencil Pro verwendet, um auf einem Tablet mit leuchtend grünen, dynamischen Lichtlinien zu zeichnen.

Apple lag früh richtig: Computernutzung ändert sich. Sie unterschätzten jedoch, dass das Telefon die meisten (Arbeits-)Aufgaben für die meisten Personen erfüllt.

Daraufhin spezialisierte das Tablet seine Software. So verlor es gleichermaßen gegen das besser positionierte Smartphone in der Hosentasche, wie auch die eingespielten Personal-Computer-Arbeitsabläufe.

„Verlieren“ ist das falsche Wort. iPads blieben aber hinter ihren hohen Erwartungen, die mit dem 2018er-Pro-Modell nur noch größer wurden.

Das Bild zeigt eine Hand, die ein neues iPad Pro zwischen Daumen und Zeigefinger hält, vor einem dunklen Hintergrund.

Damals fragte niemand mehr nach dünneren und leichteren iPads. Größe und Gewicht sind jedoch entscheidend, wenn man um den Platz im Rucksack kämpft.

Das 11″ Modell ist nur 5,3 mm dünn und das 13″ Modell ist mit beeindruckenden 5,1 mm sogar noch dünner, dabei sind beide Modelle genauso robust wie die Vorgänger. Das 11″ Modell wiegt weniger als 450 Gramm und das 13″ Modell ist fast 110 Gramm leichter als das Vorgängermodell.

Apple.com/Newsroom

The last thing the iPad needs is a spec bump“ könnte nicht unpassender formuliert sein. Die nun hochgerüstete Pro- und Air-Hardware ist eine notwendige Voraussetzung für die Zukunft dieser Produktkategorie.

Dazu gehört auch die Auswechslung der 9. iPad-Generation (mit Homebutton) sowie die Preissenkung der 10. Generation. Entgegen meinen Erwartungen strafft Apple hier tatsächlich sein Line-up – zumindest wenn man die Augen zusammenkneift.

Es gibt jetzt ein kleines iPad, mittleres iPad Air und großes iPad Pro. Von den unterschiedlichen Bildschirmgrößen, den verschiedenen RAM-Konfigurationen und das an der Seitenlinie winkende iPad mini sehen wir für den Moment einmal ab.

Die iPad-Hardware ist nach ihrem Freisemester im letzten Jahr heute in Position gebracht worden. Durch die Vorstellung des M4-Chips spielt sich Apple selbst den Ball zu: So können sie zur WWDC eine viel größere Software-Geschichte erzählen.