Mit einem ganzen Tag Vorsprung – im eigenen Zeitplan – veröffentlicht George Hotz seine iPhone-Unlock ‚blacksn0w‘. Dieser entsperrt alle Apple Telefone unter der aktuellsten Firmware 3.1.2 mit der neusten (nicht ‚downgradable‘) Baseband 05.11.07.
Als Voraussetzung für den Unlock besteht (wie bisher) der Zugriff aufs komplette Dateisystem via Jailbreak. Als derzeit gängige Software-Werkzeuge stehen dafür das PwnageTool vom Dev-Team sowie ‚blackra1n‚ von Hotz selbst an oberster Stelle der inoffiziellen Applikationen.
Die Software-Freischaltung für iPhone 3G- und 3GS-Geräte zum Betrieb von jeglichen Simkarten, kommt voll ausgestattet mit Hacktivation-, Mac OS 10.4- sowie PowerPC-Unterstützung. Dabei ersetzt ‚blacksn0w‘ den derzeit über die iPhone-Anwendung ‚blackra1n‘ verfügbaren ICY-Paketmanager. Das Ripdev-Team stellte kürzlich alle iPhone-Aktivitäten ein.
Wer die ‚blackra1n‘-Anwendung von seinem iPhone gelöscht oder das PwnageTool zum Jailbreak benutzt hat, findet ein entsprechendes ‚blacksn0w‘-Paket im Cydia-Programmverzeichnis. Alle iPhone Classic-Benutzer greifen unverändert (bei Bedarf) zur permanenten BootNeuter-Freischaltung.
Da heute – wieder einmal – Geschichten über SSH-Angriffspunkte mit Standard-Kennwörtern durch die Bloglandschaft getrieben werden, sei eine Passwortänderung nach dem Jailbreak abermals angeraten. Der Nutzer: ‚root‘ und das Passwort: ‚alpine‘ lassen sich mit einer OpenSSH-Installation auf Jailbreak-Geräten als keine gute Idee verkaufen.
Da ich selbst kein Gerät vorliegen habe, das einen Unlock benötigt, freue ich mich über erste Erfahrungsberichte in den Kommentare.
Analyse-Werkzeuge für App Store-Anwendungen finden sich mittlerweile von unzähligen Anbietern. Gegenüber AdMob oder Pinch Media verknüpft Flurry jedoch nicht unmittelbar seine kostenfreie Statistik-Software mit Werbeangeboten. Trotzdem bleibt auch bei diesem Auswertungs-Strategen für die Plattformen iPhone, Blackberry, JavaME und Google Android undurchsichtig, welche Entwickler mit welchen Anwendungen an Board sind.
Soviel vorweg.
Ein aktuell-veröffentlichter Auszug der Flurry Oktober-Erhebung sieht den eBook-Markt am iPhone im Aufwind. In einer quantitativen Zählung sollen digitale Textanwendungen die Summe der verfügbaren App Store-Spiele in den letzten Monaten überstiegen haben. Die Einführung von ‚In-App-Käufen‘, sowie deren kürzlich veränderten Bestimmungen, hätten eine rückläufige Zahl von Bücher-Anwendungen erwartbar gemacht.
Nichtsdestotrotz steckt auch im Jahr 2009 der Massenmarkt für elektronische Bücher noch in (s)einer analogen Vorzeit fest. Mein erster (japanischer) Sony Librié mit E Ink-Tinte liegt fast vier Jahre zurück. Mittlerweile bin ich auf dem Sony 505 angekommen.
Während in dieser Zeit einer kompletten (Musik-)Branche der Umschwung vom Offline- zum Online-Vertrieb ‚gelang‘ und den iTunes Store zum größten Musikdealerhändler ohne leidvolles DRM erhob, ist der (Vertriebs-)Markt für textuelle Werke noch immer arg zersplittert.
Ob Apple’s Gespräche mit den großen Verlagshäusern in einer ‚Slate‚-Lesetafel enden, sei dahingestellt. Auch wenn bislang einige wirklich grandiose Bücheranwendungen und die entsprechende Literatur den App Store erreichten, dass iPhone ist mit seinem 3.5 Zoll ‚Leucht-Bildschirm‘ keine Lesemaschine, die über RSS-Feeds und kurzen Web-Schriftstücken hinaus funktioniert.
Auch wenn der Vertriebsweg wie die Faust aufs Auge passt…
Was jedoch schon heute am handlichen Apple-Gerät fruchtet, sind Comics. Am letzten Wochenende ließ ‚Marvel Comics‘ verkünden, das sie ihren populären Franchises X-Men, Captain America oder Amazing Spider-Man ein iPhone-Debüt spendieren. Als ‚Lese-Anwendungen‘ stehen unter anderem comiXology (kostenlos; App Store-Link) und Panelfly (US-Store) bereit. Einzelne Ausgaben können direkt probegelesen werden.
Durch die kinderleichte Berührungs- und Zoom-Steuerung machen die bunten Schinken zum kleinem ‚In-App‘-Preis bereits ordentlich Laune.
Wenn sich das Apple-AV-Kabel der Signalausgabe an iPhone-Drittprogramme verweigert, wird der Bundesliga-Spieltag von T-Mobile’s Liga total! einfach auf diese Weise am großen Fernseher gezeigt.
Funktioniert die MobileTV-Anwendung (kostenlos, App Store-Link) zu Bundesligazeiten eigentlicher mittlerweile? Den katastrophalem Start zum Ligaauftakt habe ich noch lebhaft vor Augen…
Für $2 startete am heutigen Morgen der Verkauf vom Jailbreak-Programm Firewall IP über den Cydia-Store. Dieser blockiert ähnlich wie Little Snitch auf dem Mac alle ausgehenden TCP & UDP-Anfragen und gibt dem Benutzer die Möglichkeit, diese zu blockieren.
Die MobileSubstrate-Erweiterung erkennt dabei die kontaktierte Server-Adresse, so dass der iPhone-Nutzer über den ‚ausgehenden Funkverkehr‘ informiert bleibt. Auf diese Weise kann man der eigentlichen Anwendung ‚Netzzugriff‘ geben, möglichen Statistik-Frameworks, Werbeeinblendungen und Reklame-Zählern einen Riegel vorschieben.
Die ‚aufgestellten‘ Zugriffsregeln (ausschließlich für offizielle App Store-Programme) können in einer kleinen Anwendung korrigiert, gelöscht und überarbeitet werden. Das nachfolgende ‚Video zur Applikation‘ dient ausschließlich der Veröffentlichung dieses genialen YouTube-Songs…
Electronic Arts scheint mittlerweile richtige Freunde zu entwickeln, ihre bekannten Franchises auf das iPhone zu portieren. NBA Live (7.99€; App Store-Link), Fifa (7.99€; App Store-Link), Madden NFL (7.99€; App Store-Link) oder Rock Band (5.49€; App Store-Link) können bereits als klare ‚Ansagen‘ gewertet werden. Nun stürmt mit Command & Conquer die populäre Strategie-Spielereihe auf den 3.5 Zoll-Touchscreen.
Die ersten graphischen Eindrücke überzeugen. Die Karten zoomen bei Bedarf sehr nah ans Kampfgeschehen und können mit Detailgrad glänzen. Die etwas weiter entfernte Perspektive bietet eine gute Übersicht eurer Feldherrenkunst.
Der komplexe Echtzeit-Stratege wurde dabei auf wesentliche Steuerungseingabe heruntergekürzt und ist bereits nach wenigen Minuten verinnerlicht. So lässt sich mit einem Fingerzeig über die kleine Karte navigieren und mit einer einzelnen Berührung die jeweilige Einheiten auswählen. Mehrere Fahrzeuge oder Bodeneinheiten werden wie beim großen Versions-Bruder durch einen Auswahlrahmen ermöglicht.
Jeweils fünf Kampagnen-Missionen dürfen auf Seiten der Sowjetunion und Alliierten absolviert werden. Zusätzlich sind zwei Gefecht-Modi verfügbar. Das erste ‚Zusatz-Pack‘ mit weiteren sechs Schlachtfeldern ist bereits als ‚In-App-Kauf‘ für 0.79€ erhältlich. Das (wahrscheinlich kostenpflichtige) Add-On ‚Das Reich der aufgehenden Sonne (Japan)‘ soll genau wie ein kostenfreier Mehrspielerfunktion über WiFi und Bluetooth in Kürze folgen.
Wenn sich niemand sonst (be-)fähig fühlt, den iPhone-Unlock für die aktuelle Modem Firmware 05.11.07 zurechtzubiegen, macht es George Hotz einfach selbst. Unter dem Projektnamen ‚blacksn0w‘ liefert ‚Geohot‘ die kundenfreundliche Providerbefreiung für 3G- und 3GS-Geräte auch unter der aktuellen 3.1.2 Firmware-Version.
Seine Twitter-Dokumentation startete am 27.Oktober, vor wenigen Minuten ging (s)ein YouTube-Beweis Online. Die Software soll innerhalb weniger Tage (04.11.09) verfügbar sein.
Am gestrigen Freitag veröffentlichte Apple in Zusammenarbeit mit dem asiatischen Mobilfunkanbieter China Unicom das iPhone in China. Seit Ende August zeichnete sich eine Übereinkunft für die langwierigen Verhandlungen ab, welche mit der vertraglichen Vereinbarung einer dreijährigen Partnerschaft schlossen.
Der chinesische Mobilfunkbetreiber hält eine der drei Lizenzen das 3G-Mobilfunknetz in China auszubauen und zählt derzeit 125 Millionen GSM-Kunden. Dominiert wird der dortige Markt von China Telecom. Insgesamt stellt der chinesische Mobilfunkmarkt mit über 700 Millionen (!) potenziellen Abnehmern das weltgrößte Absatzgebiet.
Sowohl das iPhone 3G als auch 3GS werden mit einem zweijährigen Vertrag zu den Preisen 500€ (3G 8GB), 590€ (3GS 16GB) und 700€ (3GS 32GB) verkauft, müssen jedoch ohne WiFi-Funktionalität auskommen. Entgegen den weit verbreiteten iPhone US-Importen und nachgebildeten Fälschungen, leidet die offizielle Verkaufsversion unter den staatlichen ‚Sicherheitsspezifikationen‘ namens WAPI.
Diese staatlichen Bestimmungen sollen jedoch derzeit wieder gelockert worden sein, so dass die Chefetage von China Unicom in Person von Chang Xiaobing bereits ankündigte, das die nachfolgenden iPhone-Lieferungen mit Unterstützung von drahtlosen Netzwerken ausgeliefert werden können.
Ein ruhiger Samstagmorgen; genügend Zeit für Experimente und ein paar gute Videospiele.
Durch Zufall bin ich im App Store auf eine kleine iPhone-Software gestoßen, die sich WifiPad (kostenlos; App Store-Link) nennt und TouchScreen-Eingaben vom iPhone an den gekoppelten Desktop-Rechner schickt. Das Konzept ist nicht neu und wurde schon für diverse Nummernblock-Anwendungen, Fernbedienungen oder Software-Tastaturkürzel umgesetzt. Über einen Spielekontroller bin ich bis heute jedoch noch nicht gestolpert.
WifiPad benötigt eine kleine Server-Software, die sowohl auf einem Mac als auch Windows PC läuft. Im lokalen Netzwerk wird das iPhone über Bonjour-Technologie sofort gefunden und bekommt die unterschiedlichen Joystick-Layouts von der Server-Software übermittelt. Auf der Herstellerseite gibt es schon eine Handvoll Grafiken für diverse Retro-Kontroller.
‚World of Warcraft‘-Fans platzieren spezielle Tastenkürzel auf dem iPhone-Display. Und auch Peggle-Süchtige steuern ihre kleine Ballschußanlage bequem vom berührungsempfindlichen Bildschirm.
Immer wieder angemerkt sei, dass die ganz Geschichte sehr experimentell ausfällt und deshalb derzeit auch zurecht kostenfrei Probegespielt werden darf. Da die Software jedoch lediglich ’normale‘ Tastureingaben über das iPhone entgegennimmt, lassen sich so gut wie jedem Emulator oder jedem Spiel diese Eingaben unterjubeln. Dies erfordert jedoch in den meisten Fällen einen nicht unerheblichen Konfigurationsaufwand und passt sicherlich nicht jedem Game aufs Auge.
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