Nicht unwesentlich oft müssen wir an dieser Stelle darauf hinweisen, das ‚datenintensive‘ App Store-Programme von Apple verweigert oder auf einen WiFi-only-Betrieb limitiert werden. Die Beispiele finden sich in üppiger Anzahl und reichen von Telefonie-Anwendungen wie Skype (kostenlos; App Store-Link) bis zur Steuerung von Streaming-Abspielgeräten wie dem SlingPlayer Mobile (23.99€; App Store-Link).
Umso überraschter bemerkte ich am heutigen Morgen, dass sich mit dem iPhone-Programm ‚Air Video‘ (2.39€; App Store-Link) Filmdateien problemlos über das UMTS-Netz streamen lassen. Die als ‚experimentell‘ deklarierte Funktion der Desktop-Anwendung funktionierte in mehreren Testläufen einwandfrei.
Wie bereits im iPhoneBlog-Review vom 05.Mai ’09 ausführlich beschrieben, benötigt es sowohl das (kostenfreie) Desktop-Programm sowie die 1MB-große iPhone-Anwendung.
Mit der Hilfe vom mobilen Gerät lassen sich FFmpeg-Videokonvertierungen anstoßen und bereits nach wenigen Sekunden auf dem kleinen Bildschirm abspielen. Die Qualität ist dabei ganz hervorragend; es lässt sich sogar an bestimmte Stelle im Video springen und obendrein läuft die Desktop-Anwendung auf allen aktuellen Systemen (Mac + PC).
Befindet man sich nicht im lokalen WiFi-Netz, ‚paaren‘ sich iPhone und Desktop über eine spezifische IP-Adresse oder einen Server PIN. Letzteres ist super-komfortabel, da Air Video alle UPnP- und NAT-Einstellungen übernimmt und euch lediglich einen neunstelligen Code zum Aufbau der gegenseitigen Verbindung übergibt.
Meine Überraschung nahm kein Ende, als ich beim Test über das O2 UMTS-Netz keine spürbaren Qualitätseinbußen auf den Bildschirm gezeichnet bekam – dies mag je nach Verbindungstärke jedoch schwanken.
So ein Video-Streaming frisst natürlich Bandbreite. Eine Filmminute verspeiste bei mir 5.7 MB. Deshalb verwundert es abermals, dass diese eindeutig traffic-intensive‘ App durch den ‚gewissenhaften‘ Zulassungsprozess rutschte.
Von ‚Vertuschung‘ kann jedenfalls nicht die Rede sein…
-> Air Video (Video Streaming and Conversion) – 2.39€; App Store-Link
Apple bestückt sein heiß geliebtes iTunes in der letzten Nacht mit dem Versions-Update 9.0.1. Dieses widmet sich ausschließlich Fehlerbehebungen, die auch Verbesserungen im Bezug auf die iPhone-Synchronisation betreffen.
Mich persönlich beglückte die Media-Software von Apple seit 9.0 mit zahlreichen ‚unerwarteten Abstürzen‘, die reproduzierbar bei einem ’sekundär Mausklick‘ in der App Store-Programmübersicht auftraten. Regelmäßig und mit hohem Nervfaktor scheint dieses Problem hoffentlich behoben, um hier im Blog wieder entspannter Links auf iPhone-Programme zu setzen.
~~~~
Apropos Programm-Links: Die RSS-Anwendung NetNewsWire meistert ebenfalls einen Versions-Sprung und ist mit dem langersehnten 2.0-Namensanhängsel sehr zu empfehlen.
Extrem schlank und schnell, greift sich das Programm von Brent Simmons eure tägliche Info-Flut direkt aus dem Google Reader ab. Selbst mehrere tausend Einträgen behandelt NetNewsWire flüssig, ohne Zetern und Geschrei. Während der Synchronisation können bereits die Einträge im minimalistischen Layout aufgerufen werden.
Des Weiteren werden ‚gekennzeichnete‘ Einträge (Starred items / Flags) gegenseitig ausgetauscht und Artikel zum längeren Lesen an Instapaper übergeben.
Lite- (kostenfrei; App Store-Link) und Premium-Version (1.59€; App Store-Link) – ab Oktober voraussichtlich 3.99€ – unterscheiden sich durch die Einblendung von Werbung.
Google präsentierte am 10. Februar diesen Jahres seinen Sync-Service der Öffentlichkeit. Bis heute können iPhone-Besitzer jedoch ‚lediglich‘ Kalender- und Kontakt-Einträge ‚durch die Luft‘ synchronisieren. Für ‚die schnelle Mail‘ etablierten sich deshalb Drittanbieter wie NuevaSync oder eigene App Store-Programme, die sich treffend GPush (1.59€; App Store-Link) oder G-Push Mail (1.59€; App Store-Link) schimpften.
Im BETA-Gewand schaltet Google jetzt auch seine Push-Dienste für E-Mail scharf. Ohne Zusatzkosten; lediglich Firmware 3.0 muss sich im Gepäck befinden, um die augenblicklichen E-Mails zu empfangen. Dies geschieht über die Konfiguration eines Exchange-Servers, wie hier beschrieben wird:
Auch wenn Google den Beta-Status in ihrer Ankündigung mehrmals wiederholt, erwartet man dieser Tage grundsätzlich ein voll funktionsfähiges Produkt des Suchmaschinen-Marktführers. Diesmal fehlen mit einer eingeschränkten Suche, den limitierten Kontakt-Informationen, den nicht zu bearbeitenden Entwürfen oder dem fehlenden Zusage-Status für Terminanfragen jedoch signifikante E-Mail-Eigenschaften.
Des Weiteren scheint der Service gerade heillos überlastet. In meinem persönlichen Test benötigte das Anlegen des G-MailExchange-Accounts (mit identischen Daten) mehrere Versuche und auch die Push-Sendungen verzögerten sich.
Grundsätzlich bleibt es jedoch ein großartiger Schritt in die Technik-Zukunft, der mit dieser Freischaltung nun erheblich mehr Menschen als zuvor zur Verfügung steht.
Ich habe gerade in den letzten Tagen meine MobileMe-Jahresmitgliedschaft verlängert, weil ich trotz kleinerer Zicken und abgespeckter Batterielaufzeit, nicht mehr auf Push-Benachrichtigungen unterwegs verzichten möchte.
Apple erhöht die Schlagzahl der App Store-Anwendungen in drei neuen iPhone-Werbespots. Aktuell werden auf 30 Sekunden-Spielzeit sechs Anwendungen gequetscht.
Die neue Musik stammt übrigens abermals von ‚The Submarines‘ – diesmal aus dem Album ‚Honeysuckle Weeks‘ mit dem Song ‚Submarine Symphonika‚.
Acrossair, hier bereits mehrfach vorstellig geworden, veröffentlicht seit der gestrigen Nacht offiziell ihre ersten Augmented Reality-Programme im App Store. Darunter findet sich neben großen U-Bahnstationen aus New York (1.59€; App Store-Link), Paris (1.59€; App Store-Link) oder Tokyo (1.59€; App Store-Link) auch eine Photo-Diashow (1.59€; App Store-Link) sowie ein Wikipedia-Programm.
‚NearestWiki‘ bietet (ausschließlich) für iPhone 3GS-Besitzer Wiki-Informationen in dreidimensionaler Darstellung, die es über das aktuelle Kamerabild legt. Es lässt sich der zu beobachtende Umgebungsumkreis konfigurieren, indem NearestWiki aufgrund eurer GPS-Position die jeweiligen Informationen heraussucht. Durch einen Klick auf die Einblendung, gelangt man zum Wikipedia-Eintrag in gewünschter Sprache.
Die technische Demonstration der ‚erweiterten Realität‘ gefällt, auch wenn die Einbettung ins eigentliche Programm ein wenig geschmeidiger hätte verlaufen können – teilweise ruckelt und zuckelt das 3GS zwischen Kamerabild und Kartenmaterial.
Nachdem Yelp mit einer versteckten ‚Augmented Reality‘-Funktion kürzlich den Anfang machte, dürfte die dreidimensionale Informations-Darstellung auf dem iPhone jetzt richtig in Schwung kommen.
Besser spät als nie führen die Apple Stores dedizierte ‚Activation Areas‘ für iPhone-Kunden ein. Was bereits in der letzten Woche gemunkelt wurde, findet sich jetzt mit ersten (US-)Photos der neuen ‚iPhone-Experten‘ in den News, die bei der Aktivierung und dem Kauf unterstützen.
Aus meiner Perspektive war diese Art der Kundenbetreuung lange überfällig und kann sich nur absatzfördernd auf eine nicht technik-affine Käufergruppe auswirken. Bislang erfüllt das iPhone nicht das Credo, welches die weiteren Apple-Produkte mit ihrer ‚Einschalten und Loslegen‘-Mentalität auszeichnet.
Ohne vorherige Aktivierung ist das Gerät nicht ansatzweise zu verwenden, was in der Vergangenheit bereits mehrfach zu ‚Verunstimmung‘ führte. Wir erinnern uns an den iPhone 3G-Release…
In dieser Woche steht für Amerika die spektakuläre MMS-Einführung von AT&T an. Am Freitag soll Nordamerika mit der überteuertenunsäglichen toten Technologie beglückt werden.
Bis dato wird weiter die Hexenjagd auf Firmware 3.1-Problemen unternommen. Aktuell kümmert sich Apple um schwächelnde Batterielaufzeiten. An einige Diskussionsteilnehmer dieses Apple-Forums wurden Test-Profile verteilt, mit denen AppleCare versucht die Stromschwankungen zu analysieren.
Obendrein stand in der letzten Woche ein durchaus zwiespältig diskutiertes Thema von ‚einfrierenden 3Gs + Classics‚, die sich nicht aus dem Standby-Betrieb aufwecken lassen wollten, auf der Tagesordnung.
Ich möchte die möglichen Software-Schwierigkeiten gar nicht wegdebattieren, denke jedoch das a) mittlerweile bekannt sein sollte das nach einem größeren iPhone OS-Update immer mal ein paar kleinere Versionsnummern zum reibungsfreien Ablauf notwendig sind und b) die mediale Berichterstattung in keinem Verhältnis zum ‚Problem‘-Umfang steht.
Jason Snell spielt in seinem Macworld-Artikel ‚Technik-Olympia‘ und unterzieht die Geschwindigkeitswerte aller iPhone- und iPod touch-Geräte einem Vergleich.
Let’s TAP ist ein Nintendo Wii-Spiel der Firma Sega, bei dem man die Wii-Fernbedienung auf einer vibrierenden Pappschachtel platziert, und durch Trommeln verschiedenste Sport- und Unterhaltungs-Arten ausführt. Ideal auch für die iPhone-Sensoren, wie anscheinend erst jetzt bemerkt wurde…
Im Juni haben wir an dieser Stelle ‚Blimp – The Flying Adventures‘ (0.79€; App Store-Link) vorgestellt. Das Spiel aus dem Hause Craneballs Studios sah nicht nur grandios aus, sondern spielte sich auch so.
In Kürze folgt aus der gleichen Werkstatt mit dem Titel ’33rd Division‘ ein strategisches Geschicklichkeitsspiel, das sich am populären Flight Control (0.79€; App Store-Link) von Firemint orientiert und sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen dürfte. Wir haben einen ersten Blick auf den militärischen Spaß werfen dürfen, bei dem ihr versucht eure Soldaten-Mannschaft unerkannt an den positionierten Wachen vorbei zu geleiten.
Läuft man den patrouillierenden Wächtern in den Radar, findet man sich der feindlichen Bleispritze ausgeliefert. Es ist jedoch möglich, bewegungslos im Überwachungsraum des jeweiligen Aufpassers zu verharren. Eingestreute Gegenstände begünstigen euch mit mehr Zeit, kurzer Bewegungslosigkeit der Wachhunde oder doppelten Bonus-Punkten.
Ganz grandios sind die deutschen Militär-Rufe wie ‚Rauchpause‘ und andere Beleidigungen. Im späteren Verlauf des Spiels sollen sich noch ein ‚Granatwerfer‘- und K.O.-Modus hinzugesellen. Einen ersten Einblick in den voraussichtlich Anfang Oktober veröffentlichten 79 Cent-Titel, hier im kommentierten Video:
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.