#245 – Fernzugriff und Fernwartung über „Screens”

Egal ob im eigenen WiFi oder über 5G: Meinen Mac steuert ein iPad über Screens. Ich benutze den ortsunabhängigen Zugriff regelmäßig und beantworte in diesem Video die Frage nach dem „Wie?” und dem „Wofür?”.

Hier das kurze Intro zur sechsminütigen Episode:


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„Today at Apple“ springt ins Netz

Ex-Retail-Chefin Angela Ahrendts startete „Today at Apple“ im Jahr 2017. Mit weltweit tausenden von Sessions pro Tag war der Start für das Kursangebot in den Ladengeschäften rückblickend wohl ihr größtes Projekt.

Seit einigen Tagen richtet Apple die deutschsprachigen „Today at Apple“-Workshops im Netz aus. Ich wollte jedoch erst selbst teilnehmen, bevor ich darüber schreibe. Heute Vormittag habe ich der Online-Session „iPad kennenlernen“ aus Berlin beigewohnt.

Die Reservierung war easy; der Kalendereintrag mit einem Klick gesetzt und der Onlinekurs von drei Lehrenden so sympathisch wie aus den Ladengeschäften bekannt.

Mit großer Verwunderung blickte ich allerdings auf Webex – die von Apple gewählte Videokonferenz-Software für ihr kostenloses Kursprogramm. Alles daran wirkt falsch – insbesondere für den Zweck der Kreativkurse, die oft Themen für Einsteiger:innen bereithalten.

Zuallererst empfiehlt Apple – die „iPhone Company” – in seiner E-Mail-Einladung: „Am besten nutzt du WebEx auf dem Mac“. Die Installation erfordert Kamera- und Mikrofon-Zugriff in den macOS-Systemeinstellungen. Mir ist absolut verständlich, warum eine Videochat-App danach verlangt (und warum ich mein Administratorpasswort eingeben muss). Da jedoch weder das Mikrofon noch die Webcam in den Workshops eingeschaltet werden (man beteiligt sich per Chat), wirft das Fragen auf.

Video

„Everything has to be simple at Apple“, sagte Ahrendts. Nichts an Webex ist simpel.

Simpel wäre eine eigenständige iOS- und macOS-App mit einer durchdachten Benutzerführung. Über eine Splitview- oder Bild-in-Bild-Darstellung möchte ich der Demonstration folgen und die gezeigten Kniffe direkt ausprobieren.

Für Entwickler:innen und technisch-affine Nutzer und Nutzerinnen mag das vertretbar sein (eigentlich nicht!), aber mich würde ernsthaft wundern, wenn Apple auch nächstes Jahr noch auf die holprige Webex-Lösung setzt.

Allem voran, weil ich fest daran glaube, dass „Today at Apple“ als Kursprogramm im Netz auch nach dieser Pandemie bestehen bleibt. Die Workshops an nur einen Ort zu binden, beschränkt die Reichweite. Obendrein schließt es Personen aus, die aus (egal welchen Gründen) nicht vorbeikommen können, ihre Geräte aber trotzdem verstehen wollen.

„Today at Apple“ ist im Internet noch nicht auf Augenhöhe mit dem „Today at Apple“-Kursangebot in den Filialen. Inhaltlich bleiben die Programme exzellent, sind online aber schlecht verpackt.

Das iPhone als Kontrollmonitor für Videokonferenzen

Wer die kürzlich vorgestellte „Teleprompter + Duet”-Lösung als zu aufwendig empfindet um seine Zoom-Konferenzpartner:innen direkt anzuschauen, kommt mit diesem Aufbau nahe dran.

Mit einer Armlänge an Abstand zur Kamera ist der nicht hundertprozentig Blickkontakt absolut zu vernachlässigen. Ich habe zum Test mehrere QuickTime-Demovideos aufgenommen. Nur mit dem Wissen, dass ich aufs iPhone und nicht direkt ins Objektiv schaue, konnte ich den minimalen Unterschied erkennen.

In meinem Aufbau sitzt die Logitech Brio über eine 1/4-Zoll-Schraube (Affiliate-Link) auf einem SmallRig Mobile. Das ausgemusterte iPhone hängt über Duet per Kabel als zweiter Monitor am Mac. Auf diesen Bildschirm schiebt man die (Zoom‑)Videokonferenz.

App-Store-Abos und In-App-Käufe mit der Familien teilen

8 von 10 meiner laufenden Software-Abos aus dem App Store aktivierten nach den ersten 3 Monaten die Familienfreigabe. Zuletzt kam 1Blocker hinzu. Neben dem Jahresabo lässt sich hier auch die „Lifetime”-Lizenz als einmaliger In-App-Kauf mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern teilen – wohlgemerkt kostenlos.

Entwickler und Entwicklerinnen müssen diese Option explizit aktivieren. Die zwei Apps, die das bei mir beispielsweise nicht tun, bieten höhere Preisstufen bei einer Nutzung mit mehreren Leuten. Castro macht schlicht ein Rabatt-Angebot daraus; CARROT Weather sitzt mit der höheren Abfrage von Wetterdaten selbst auf einer höheren Rechnung.

Wenn ihr also Abos zahlt, die ihr auch bereit seid zu teilen(!), aktiviert die Option „Mit Familie teilen” in den Abo-Einstellungen der jeweiligen Apps.

WidgetPod – so müsste Apples Musik-Widget aussehen

Man machte mich auf „Lo-fi Remixes” von Videospiel-Musik aufmerksam. Diese YouTube-Playlisten musste ich mir direkt laden – als Hintergrundmusik, wenn man sich mal ausklinkt.

Bevor ich der neuen Playliste in Apple Music jedoch ein Plattencover aufdrücken konnte, musste für den Import der Musikdateien ein Mac her. Dass das auch 13 Jahre nach iPhone OS 1.0 – beziehungsweise 10 Jahre nach iTunes Match – noch nicht ohne macOS geht, ist frustrierend.

In den „Steve Jobs Stories” erzählte William Raduchel (Ex-Chef von AOL Time Warner) kürzlich wie es der DRM-Kopierschutz in den ursprünglichen iPod-Vertrag schaffte (ab 1:17:50).

And the big obstacle was that Steve didn’t want copy protection. He wanted no copy protection. Paul’s explaining the benefits of copy protection and it’s like suddenly in the middle of this conversation, Steve realizes copy protection is going to be really good for me.

Copy protection was added to the iPods for the purchased music. But out of that came a contractual clause, because Apple wanted to have rights to put the music onto computers – and computers have the risk of piracy. So there was a clause in the agreement, which said that you could only have five devices on which you had access to the user file system.

We’re still living with that today. That is why the iPhone is structured the way it is. In order for the iPhone to be an iPod, you can’t have access to the user file system.

Die Ursprünge sind mir aus heutige Sicht aber schnuppe: Man sollte seine Musik in seine Musik-App direkt über iOS/iPadOS importieren können.

Lange Vorrede, kurzer Schluss: Dem offizielle Apple-Musik-Widget fehlt jegliche Inspiration; nutzt lieber WidgetPod.

Die Widget-App stammt von Aditya Rajveer – dem Marvis Pro-Entwickler. Sie vermisst die Widget-Größe „Large” (lediglich „Small” und „Medium” stehen zur Auswahl), und kämpft mit den generellen Widget-Limits in iOS 14 – allem voran einer kontinuierlichen Aktualisierung sowie Interaktivität.

Beispielsweise lassen sich ein paar visuelle Patzer ausbessern, indem man die „Bewegung reduziert” (➞ Einstellungen ➞ Bedienungshilfen ➞ Bewegung ➞ Bewegung reduzieren). Allerdings beraubt man sich dann auch den animierten Alben-Covern in Apple Music.

WidgetPod versucht drumherum zu arbeiten. Das Miniprogramm bietet beispielsweise eine Play/Pause-Funktion sowie eine Abkürzung in die Apple-Music-App oder Spotify. Der Entwickler hat obendrein die Familienfreigabe für den vollen Funktionsumfang freigeschaltet.

Das Widget funktioniert gleichermaßen auf iPhones und iPads. Für mich ist es die optisch attraktivere Wahl für den Homescreen.

„The Privacy Sandbox”

Google kickt Third-Party-Cookies und bildet Kohorten. Durch ihre Vormachtstellung bei Betriebssystemen (Android) und Browsern (Chrome) trackt Google damit deutlich besser als seine Mitbewerber.

Praktisch sieht das so aus: Android und Chrome schreiben alle von euch besuchten Webseiten auf. Über maschinelles Lernen sortiert man euch dann in eine Kohorte. Dieses Bündel aus Daten – diese Kohorten – benutzen nun Webseiten, um beispielsweise personalisiert Werbung auszuspielen.

Weil Google selbst diverse Services betreibt (YouTube, Google Suche, etc.), könnten sie über First-Party-Cookies (Anmeldedaten, etc.) präziser Interessensgruppen bilden.

Federated Learning of Cohorts” – kurz FLoC – nennt sich die Cookie-Nachfolge. Es ist eine Zusammenfassung all eurer Aktivitäten im Browser – über den Browser.

Und so beschrieb die EFF bereits vor eineinhalb Jahren ihre Nachteile:

This is, in a word, bad for privacy. A flock name would essentially be a behavioral credit score: a tattoo on your digital forehead that gives a succinct summary of who you are, what you like, where you go, what you buy, and with whom you associate. The flock names will likely be inscrutable to users, but could reveal incredibly sensitive information to third parties. Trackers will be able to use that information however they want, including to augment their own behind-the-scenes profiles of users.

Google says that the browser can choose to leave “sensitive” data from browsing history out of the learning process. But, as the company itself acknowledges, different data is sensitive to different people; a one-size-fits-all approach to privacy will leave many users at risk. Additionally, many sites currently choose to respect their users’ privacy by refraining from working with third-party trackers. FLoC would rob these websites of such a choice.

Furthermore, flock names will be more meaningful to those who are already capable of observing activity around the web. Companies with access to large tracking networks will be able to draw their own conclusions about the ways that users from a certain flock tend to behave. Discriminatory advertisers will be able to identify and filter out flocks which represent vulnerable populations. Predatory lenders will learn which flocks are most prone to financial hardship.

FLoC is the opposite of privacy-preserving technology. Today, trackers follow you around the web, skulking in the digital shadows in order to guess at what kind of person you might be. In Google’s future, they will sit back, relax, and let your browser do the work for them.

Don’t Play in Google’s Privacy Sandbox

Im ersten Schritt sollte Google keinen Applaus für diese „Building a more private web”-Initiative bekommen.

In a world with FLoC, it may be more difficult to target users directly based on age, gender, or income. But it won’t be impossible. Trackers with access to auxiliary information about users will be able to learn what FLoC groupings “mean”—what kinds of people they contain—through observation and experiment. Those who are determined to do so will still be able to discriminate. Moreover, this kind of behavior will be harder for platforms to police than it already is. Advertisers with bad intentions will have plausible deniability—after all, they aren’t directly targeting protected categories, they’re just reaching people based on behavior. And the whole system will be more opaque to users and regulators.

Google’s FLoC Is a Terrible Idea

Im zweiten Schritt ist entscheidend für welchen Webbrowser und für welches Betriebssystem ihr euch entscheidet.

Wo bin ich? Orte raten mit „GeoGuessr”.

Nach dreizehn Monaten ohne eine (Flug‑)Reise ist es wahrscheinlich Fernweh: Mittlerweile steht auf meinem Schreibtisch ein dediziertes iPad für WindowSwap und Drive & Listen.

Wenn man jedoch aktiver seiner Sehnsucht nach der weiten Welt nachkommen möchte, rätselt man den Ort zufälliger Google-Street-View-Panoramas.

GeoGuessr zeigt euch seit 2013 die willkürlich über den Planeten verstreuten 360-Grad-Bilder. Anschließend ratet ihr die möglichst exakte Geoposition. Umso näher ihr dran seid, umso mehr Punkte sammelt ihr im Geografie-Quiz.

Das Spiel ist populär auf Twitch; YouTube archiviert spektakuläre Erfolge. Auf dem iPhone ist die geteilte Ansicht aus dem Rundum-Foto und der Landkarte zu klein; auf dem iPad läuft das ursprüngliche Browser-Spiel dagegen hervorragend.

#244 – WiFi

Ganz ohne Clickbait: mein Titel für Episode 244!

Statt einer reißerischen Überschrift habe ich in diesem Video eine Handvoll praxisnaher Tipps zum Thema „WiFi” verpackt – vom Umgang mit dem persönlichen Hotspot, über private WiFi-Adressen bis zu lokalen Netzwerk-Zugriffen von App-Store-Apps.

Kurzum: Hier gibts was zu lernen!

Dies ist das Intro zur sechseinhalbminütigen Episode:


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