Apple TV: 32 GB oder 64 GB?

Apple beantwortet die Frage so:

Wenn du mit deinem Apple TV 4K vor allem Filme, TV Sendungen und Musik streamen willst und außerdem nur ein paar Apps und Spiele nutzt, reichen dir wahrscheinlich 32 GB Speicher. Wenn du viele Apps und Spiele lädst und nutzt, dann wähle das 64 GB Modell. Bevor du dich entscheidest, denke daran, dass manche Apps mehr Platz brauchen, während du sie nutzt.

Dass die Unterscheidung beim Speicherplatz fünf Jahre später überhaupt noch existiert, bleibt großer Quatsch. Unabhängig davon: Die 64-GB-Version scheint mehr Bildschirmschoner offline vorzuhalten (Danke für den Hinweis, Arne!).

Laut Apple TV kann ein solches Video bis zu 950 Megabyte einnehmen. Mit Blick auf die inoffiziellen Downloads der Aerial-Screensaver für macOS, ist das für die hochauflösenden 4K-HDR-Videos auch realistisch.

Neben den Bildschirmschonern schaut man unter ➝ Einstellungen ➝ Allgemein ➝ „Speicher verwalten” nach den installierten Apps. Bei mir sind es 22 Anwendungen, die insgesamt 900 Megabyte belegen. Diese Summe repräsentiert allerdings lediglich die Größe der eigentlichen Anwendung – eigene App-Inhalte und belegter Cache zählen extra. Der Apple TV zeigt das jedoch nicht an.

Die App Infuse nimmt beispielsweise 103 Megabyte in Anspruch. Mit Blick in die Software erkenne ich jedoch einen separaten Zwischenspeicher von 272 Megabyte. Sprich: Der Apple TV verschleiert, wie viel Speicherplatz belegt ist.

Die App-Store-App TV Info summiert dagegen auf: Laut dieser Anwendung sind bei mir nur für Streaming-Apps und Screensaver 28 GB belegt. Aus Testzwecken habe ich kein einziges Spiel installiert.

Wie akkurat diese App jedoch rechnet, sei dahingestellt. Erst nach einem großen Apple-Arcade-Download und zwei Neustarts der Set-Top-Box konnte ich eine Neuberechnung für den Speicherplatz erzwingen.

Unterm Strich verrät euch der Apple TV einfach nicht wie viel Speicherkapazität er belegt oder womit er sie füllt. Exakt so sollte eine Streaming-Box auch funktionieren. Niemand sollte der belegte (oder unbelegte) Speicherplatz interessieren. Allerdings bietet Apple selbst zwei Speicherstufen für seine Box im dicklichen Eishockey-Puck-Design an, und stellt damit ein Feature in den Vordergrund, das kein Feature sein sollte.

Und trotzdem: Ich habe keine Lust jemals in eine Situation zu gelangen, bei der ich über den freien Speicherplatz in meiner Entertainment-Box nachdenken muss. Es sollte nicht nur ausreichend Speicherplatz vorhanden sein, sondern Apple sollte mir obendrein diese Frage abnehmen.

Und auch wenn das die absolut falschen Anreize setzt, greife ich auch beim neuen Apple TV 4K wieder zähneknirschend zu 64 GB1.


  1. Egal wofür ihr euch entscheidet: Bitte shoppt oder empfehlt niemandem, der euch lieb ist, den minimal günstigeren (aber inzwischen sehr viel schlechteren) Apple TV HD. ↩

Neues 12,9“ iPad Pro bleibt kompatibel mit erster Magic-Keyboard-Generation

The first generation of the Magic Keyboard (A1998) is functionally compatible with the new iPad Pro 12.9-inch (5th generation) with Liquid Retina XDR display. Due to the slightly thicker dimensions of this new iPad Pro, it’s possible that the Magic Keyboard may not precisely fit when closed, especially when screen protectors are applied.

Support.Apple.com

Manchmal zahlt es sich aus, nicht sofort jedem Gerücht nachzuspringen – außer man hat den richtigen Riecher.

Persönliche Automation: „Sperren der Bildschirmausrichtung”

Seit 14.5 steuert eine Persönliche Automation (in den Kurzbefehlen) die Drehung des Bildschirms.

Die Sperren der Bildschirmausrichtung mag ich beispielsweise beim Öffnen der Fotos-App, die ich seltenst im Breitbild anschaue. Sobald ich die Fotos-App wieder verlasse, hebt die oben abgebildete Automation die Sperre der Bildschirmorientierung wieder auf.

#252 – Kritzeln

28 Jahre nach dem Apple Newton ist Kritzeln eines von vielen iPad-Alleinstellungsmerkmalen – Maschinelles Lernen macht’s möglich.

Um die eigene Handschrift in getippten Text umzuwandeln, braucht es ein (halbwegs) aktuelles iPad, den Apple Pencil und iPadOS 14.5.

Hier das Intro zur knapp sechsminütigen Episode:


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„It’s a feature that gives you a choice.”

Man kann gar nicht oft genug betonen, worüber die Reklameindustrie hier jammert und klagt: 14.5 fragt seine Nutzer und Nutzerinnen, ob sie mit der Überwachung von Facebook und Co. einverstanden sind.

Dass das explizite Einholen dieser Erlaubnis als Problem verstanden wird, lässt tief blicken.

Deutlich wird das auch in der Pop-up-Wortwahl. Apple fragt: „Ask App Not to Track” und nicht „Do Not Track”.

Tapping this option will restrict the app from accessing that tracking number (which your device no longer shares by default), but it also tells that app you don’t want to be tracked using sneakier means. That’s why it says “Ask App Not to Track” rather than “Do Not Track,” Mr. Federighi explained.

Apple kann in letzter Instanz nämlich nicht überprüfen, ob diesem Wunsch von Nutzer:innen nachgekommen wird. Allerdings können sie es in ihr Regelwerk schreiben und den jeweiligen Anbieter eventuell sanktionieren.

Apps that might ignore the policy and continue to track through other means could be punished in the App Store, he added. “They might not be able to provide updates or their app could even be removed from the store.” Translation: Follow the rules or get out.

Joanna Stern | The Wall Street Journal

Das gesamte Interview mit Craig Federighi ist eure Zeit wert.

➝ Video

„Apps erlauben, Tracking anzufordern”

➝ Video

iOS + iPadOS 14.5 stehen zum Download. Hier knipst ihr das Tracking von Apps aus: ➝ Einstellungen ➝ Datenschutz ➝ Tracking.

„How Mark Zuckerberg and Tim Cook Became Foes“

At the meeting, Mr. Zuckerberg asked Mr. Cook how he would handle the fallout from the controversy, people with knowledge of the conversation said. Mr. Cook responded acidly that Facebook should delete any information that it had collected about people outside of its core apps.

Mr. Zuckerberg was stunned, said the people, who were not authorized to speak publicly. Facebook depends on data about its users to target them with online ads and to make money. By urging Facebook to stop gathering that information, Mr. Cook was in effect telling Mr. Zuckerberg that his business was untenable. He ignored Mr. Cook’s advice.

Mike Isaac | Jack Nicas | The New York Times

Ein grandioser Auftakt für einen spannenden Abend, an dem wir alle 14.5 installieren.

Leder Wallet mit MagSafe – fünf Monate später

Entgegen meiner (ersten) Vermutung blieb das Leder Wallet (Produktseite / Affiliate-Link) kein Ersatz-Portemonnaie; es ist inzwischen mein primärer Geldbeutel.

Jedes magnetische Andocken führt zu einer Animation auf dem iPhone-Bildschirm. Das ist verspielt, komplett überflüssig und (mir) zu langsam. Wenn man das Kartenfach auf die Telefonrückseite zieht und im gleichen Handgriff sein Telefon entsperren will, ist man gezwungen zu warten.

Und obwohl man die Wischgeste für Face ID nur eine einzige Sekunde zurückhalten muss, grätscht die Animation in eine gewohnte Handbewegung. Wenn ich könnte, würde ich die visuelle Bestätigung abschalten, aber die Mini-Vibration beibehalten.

Das Leder Wallet fasst maximal drei Plastikkarten. Mir reicht dort im Alltag eine (Nicht-Apple-Pay-)Kreditkarte sowie der Führerschein – Stocard führt andere Bonuskarten. Ansonsten erstellt mir MakePass oder Wallet Creator digitale Kartenkopien für Apple Wallet – beispielsweise die IKEA Family-Karte.

Das Leder hat seit Dezember minimal an Härte verloren. Es ist nun ein wenig leichter die Karten rauszuschieben; von allein bewegen sie sich jedoch nicht.

Es empfiehlt sich immer noch die hinterste Karte so einzustecken, dass man die eingestanzten Kartennummern durch die Öffnung sieht und damit ein wenig leichter nach oben drückt.

Das größte Plus gegenüber Telefon-Hüllen mit Kreditkartenfächern bleibt das schnelle ab- respektive anlegen. Sobald ich Zuhause bin oder im Büro ankomme, verschwindet das Leder Wallet in einer Jackentasche.

Eine Schutzhülle, die auch Karten unterbringt, klebt einfach dauerhaft am Telefon. Ich sehe keinerlei Mehrwert meine Geldkarten immer mit mir herumzutragen. Ganz im Gegenteil: Ich mag die Haptik von einem nackten hüllenlosen iPhone in seinem Stahlrahmen und dem Rucksack aus Leder.

Durch das ständige Auf- und Absatteln lebt man sich eventuell auch bei den Farben ein wenig mehr aus. Apple bietet zwar nur fünf (sehr dezente) Farbvarianten, aber ein „California Poppy“ oder das neue „Arizona“ sind Farbkleckse, die man sich bei einer kompletten Hülle vielleicht nicht traut.