„In the case of“ the AirPods Max „Smart Case“

Deshalb vermeide ich gewöhnlich „hot takes“. Hier lag ich beispielsweise falsch. Nicht das beigelegte „Smart Case“ ist mies: Es ist mies, dass kein „Travel Case“ beiliegt.

Für 600 Euro kann man eine Hartschalen-Hülle für den typischen Transport in einem Rucksack oder einem Reisekoffer erwarten1. Kopfhörer nimmt man nämlich mit.

Fürs Pendeln trifft das „Smart Case“ in einer flachen Umhängetasche genau (m)eine Nutzung. Es addiert überschaubare 135g, ändert nicht die äußerlichen Abmessungen der Kopfhörer und lässt den Bügel fürs einfache Rausnehmen frei.

Unabhängig davon versagt die beigelegte Schutzhülle in allen anderen (populären) Szenarien. Bei Over-Ear-Kopfhörern fallen mir (Betriebs‑)Reisen zuerst ein. Aber man muss gar nicht soweit gehen: Schon mit Kids im Haushalt lasse ich diese High-End-Headphones nicht einfach rumliegen.


  1. Abseits davon hätte ich liebend gern gesehen, mit welchen Ideen eine Firma wie Apple diesen Gebrauchsgegenstand gestaltet. 

Intel: drei CEOs in drei Jahren

We have to deliver better products to the PC ecosystem than any possible thing that a lifestyle company in Cupertino” makes, Gelsinger told employees Thursday.

Mike Rogoway | The Oregonian

Solche Statements1 haut man gewöhnlich raus bevor man den Eisberg rammt.

Diese „lifestyle company“ aus Cupertino lieferte mit dem M1 nicht nur die „beste CPU-Leistung pro Watt“, sondern im Vergleich zu den meisten Computern schlicht die „beste CPU-Leistung“. Und der Produktplan für dieses Jahr scheint anspruchsvoll.

Aber die Performance ist wirklich keine Überraschung wenn man die Entwicklungssprünge der A-Prozessoren aus den iPhones und iPads über die letzten Jahre verfolgt hat. Oder andersherum: Intels Chips waren für die Macs zuletzt nur gut genug um bei den PCs mitzuhalten.

Es fehlte die Leistung für neue Formfaktoren. Das 12“-MacBook scheiterte beispielsweise eindrucksvoll am schlappen Intel Core m3-Prozessor.

In 2005, Apple moved to Intel to gain equality. In 2020, it’s moved away from Intel to gain superiority.

Ken Segall

Die Zukunft des Personal Computer liegt im Bundle aus Hardware und Software – so wie bei den Phones. Und ob Intel für diese Zukunft ein Produkt hat – und es zusätzlich noch bauen kann – bleibt die große Frage.

The next decade isn’t going to be “x86 vs Arm”, or “x86 vs Arm vs RISC-V”. It isn’t going to be some motherboard with a chip and a bunch of PCIe slots you plug whatever adapter widget into. Nobody cares any more. Compute is a boring commodity. It’s something I can license and build for myself if I’m large enough (and many are). The future is about carefully marrying all of the different possibilities together into a whole that includes both compute, as well as acceleration, and leveraging hw/sw co-design.

Jon Masters

Der Mac muss sich fortan nicht mehr nur über Software differenzieren. Der Mac kann ähnlich wie Apples kleinere (Taschen‑)Computer seine Gestalt wechseln und tatsächlich neue Features adaptieren. Für macOS war es in den letzten Jahren nie aufregender.

Das Kapitel „Intel“ ist für Apple dagegen tatsächlich geschlossen. Der Software-Support bleibt, aber wirklich niemand sollte heute noch einen Intel-Mac kaufen.


  1. We’ve learned and struggled for a few years here figuring out how to make a decent phone,” he said. “PC guys are not going to just figure this out. They’re not going to just walk in.

    2006, Ed Colligan (Palm) 

Mit dem hübschesten App Icon: „Scan Thing: Scan Anything”

Die Funktionalität von Scan Thing: Scan Anything muss sich nicht hinter einem der besten App-Store-App-Icons verstecken: Der Scanner friert Objekte als PNG-Bild ein. So erstellt ihr mühelose ein Symbolbild für die nächste Power-Point-Präsentation.

Dokumente speichert die App zum „No-Nonsense”-Einmalkauf als (mehrseitige) PDF-Datei ab – natürlich mit OCR-Texterkennung. Wer nicht die Datei, sondern lediglich den digitalisierten Text in der Zwischenablage benötigt, findet in der Scanner-App eine entsprechende Option.

#237 — GoodTask

Spätestens im Alter von 41 Jahren nehme ich ToDo-Apps ernst. Ab morgen gehts also los.

GoodTask beobachte ich seit seinen ersten Versionen. Die Software bietet einen hervorragenden Blick auf eure Aufgaben in der Erinnerungen-App. Obendrein ergänzt es „Reminders” mit zusätzlichen Funktionen, bietet aber trotzdem alle Vorteile der vorinstallierten iOS-Anwendung von Apple.

Hier die 30-Sekunden-Vorschau zur sechsminütigen Episode:


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Erwartet kein Auto.

Dieser Tweet hält sich gut. Mittlerweile ist jedoch klar: Apple baut ein an einem Auto. Ob sie allerdings (dir und mir) auch ein solches Auto verkaufen, bezweifle ich.

(Europäische) Städte werden zunehmend autofrei. Autos stehen ohnehin nur die meiste Zeit rum. Wenn neben Paris, Madrid und Oslo noch andere Metropolen mitmachen, ziehen viele nach. Bis 2050 leben 68-Prozent der Weltbevölkerung in Städten – in Mega-Cities. Es wird schnell gehen. Getreu Rüdiger Dornbusch: „The crisis takes longer to happen than you can imagine, then occurs faster than you can imagine.“

Ich bezweifle obendrein das Apple in einen Markt einsteigt, dessen Unfallstatistik jährlich durch die Presse gezogen wird. „It’s messy.“ Und selbst wenn ihre (autonomen) Autos perfekt funktionieren, sind sie natürlich nicht die einzigen Verkehrsteilnehmer. Solange Menschen eigenständig Autos steuern (dürfen), bleibt es gefährlich und ineffizient.

Nichtsdestotrotz: Apple entwickelt definitiv ein Auto. Und nicht erst seit einigen Jahren. Teststrecken wurden gemietet; Autobauer wurden angerufen. Über die Jahre gab es diverse Strategie- und Führungswechsel. Und wer erinnert sich noch an Jeff Williams, der vor fünf Jahren mit diesem Zitat um die Ecke bog? „The car is the ultimate mobile device, isn‘t it?

Welche Form „Project Titan“ schlussendlich annimmt, ist die weiterhin unbeantwortete Frage. Es ist gleichzeitig auch die entscheidende Frage. Transport bleibt aktueller denn je; das Auto im Eigenbesitz verliert rasant an Bedeutung.

(Selbst) ein Auto zu fahren, ist mit Uber und Lyft unattraktiver als jemals zuvor. Man will von A nach B, aber wie viele Stadtbewohner – wohlgemerkt bald zwei Drittel der Weltbevölkerung – belasten sich mit diesem Eigentum?

We can’t have twice the cars since there will be nowhere to park them. We can’t double the price unless we double our wealth. We can’t make them twice as profitable unless we disable competitive forces and change the production system.

Or, it could be that half the assets (all the other automakers) are worthless. Something has to give.

Horace Dediu

Emulsio – nachträgliche Videostabilisierung

Videostabilisierung funktioniert genau dann am besten, wenn ein Video erst gar nicht stabilisiert werden muss. Dass das nicht realistisch ist, insbesondere bei Smartphone-Videos, die oft ohne Stativ und ohne Gimbal geschossen werden, ist genauso wahr.

Deshalb sei ein Hinweis auf Emulsio ausgesprochen. Mit dem initial kostenlosen App-Download kann man anhand seiner eigenen Videos ausprobieren, wie gut das funktioniert.

Meine persönlichen Erfahrungen sind durchwachsen: Manchmal ist der Unterschied kaum zu erkennen, ein anderes Mal überrascht ein deutlich ruhigeres Bild.

Ausschlaggebend ist die Art der Aufnahme: Kleine Ruckler bei Makroaufnahmen rechnet die Software konstant raus. Typische Vlog-Situationen sehen für mein Auge oft unverändert aus – insbesondere wenn der Beschnitt, den Emulsio als Spielraum benötigt, nicht ausschweifend groß ausfällt. Allerdings habe ich tatsächlich auch schon Videos mit den Kids auf der Rutsch oder dem Trampolin über die Software gerettet.

Seit Version 3.5 könnt ihr Videos nicht nur aus der Fotobibliothek ziehen, sondern auch über die Dateien-App einspielen. Und lasst euch echt einmal überraschen, mit welcher Geschwindigkeit sich Emulsio auf aktuellen iPhones durch die hochauflösenden Clips frisst.

Hintergrundbilder für die Home-App

Die Hintergrundbilder eure Räume in Home lassen sich (seit iOS 10) ersetzen. Mit den Grafiken von Illustrations.co bastelte daraus jemand kürzlich eine Handvoll netter Wallpaper.

Mittlerweile findet ihr im Reddit-Thread auch die entsprechende Pages- und PSD-Vorlage, mit dem man nun kinderleicht noch persönlichere Hintergrundbilder gestaltet.

Diese Grafiken synchronisieren sich allerdings nicht zwischen eurem iPhone, iPad und dem Mac. Die Wallpaper sind deshalb für die jeweilige Bildschirmgröße individuell zu erstellen und müssen pro Gerät einzeln festgelegt werden.

Dafür braucht ihr euch aber nicht an Affinity Photo zu wagen: Über das Pages-Template lassen sich die Grafiken „ersetzen”; der neue „Color Picker” in iPadOS ändert die Hintergrundfarbe. Für den Export auf dem iPad habe ich ganz simple die Screenshot-Funktion bemüht. Am Mac kann man das Pages-Dokument auch als PDF exportieren und die einzelnen Wallpaper als PNG-Dateien über die Vorschau-App rausziehen.

24 Tweets zum iPhone-Geburtstag, die die (Technik-)Welt im Jahr 2007 beschreibt

14 Jahre sind arg abstrakt. Den Stand der damaligen Technologie umreißt dieser Thread von Steven Sinofsky zum (gestrigen) iPhone-Geburtstag.