„A serious problem for Apple“

Without touching upon the question of who’s right and who’s wrong in the specific case of Basecamp’s Hey app, or the broader questions of what, if anything, ought to change in Apple’s App Store policies, an undeniable and important undercurrent to this story is that the business model policies of the App Store have resulted in a tremendous amount of resentment. This spans the entire gamut from one-person indies all the way up to the handful of large corporations that can be considered Apple’s peers or near-peers.

This resentment runs deep and is stunningly widespread. You have to trust me on the number of stories I’ve been told in confidence, just this week. Again, putting aside everything else — legal questions of antitrust and competition, ethical questions about what’s fair, procedural questions regarding what should change in the written and unwritten App Store rules, acknowledgement of all the undeniably great things about the App Store from the perspective of users and developers — this deep widespread resentment among developers large and small is a serious problem for Apple.

John Gruber

„Der schlechteste Auftakt zu einer WWDC“ – könnte man scherzen. Aber das greift viel zu kurz: Apples App-Store-Regelwerk entspricht nicht mehr der Zeit – es ist „outdated“. Und es ist „not pretty“ (von außen) mit anzusehen wie Apple sich dafür verbiegt.

Das gesamte Kapitel muss neu geschrieben werden – egal von welcher Seite man argumentiert. Apple ist nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, dafür Regeln aufzustellen. Es ist sogar elementar als Plattformanbieter zwischen den Bedürfnissen von Entwicklern_innen, den Ansprüchen von Kunden_innen und den eigenen Vorstellungen zu vermitteln.

Aber man muss die eigene Rolle neu denken. Es sind nicht Apples Ideen und Services, die den App Store so besonders machen: Apple hat dafür die Umstände geschaffen. Deshalb fand ich es in dieser Woche so „baffling“ ihre Argumentation zu lesen.

Diese neue Rolle muss keinesfalls nur als Beifahrer stattfinden. Und niemand will ein selbstfahrendes Auto! Diese Rolle kann weiterhin „highly opinionated“ sein, aber sie muss in einer fairen Partnerschaft enden. Öffentliche Kritik gehört dazu; genau wie Limits, Leitfäden und eine finanzielle Beteiligung.

Apple hat mit dem App Store im letzten Jahrzehnt etwas ganz Besonders aufgebaut. Doch der nächste Schritt ist überfällig. Die widersprüchlichen Regeln, die willkürlichen Regeländerungen sowie ihre intransparente und inkonsequente Durchsetzung führt zu schlechter Software. Und das schadet allen.

„Siri, Shortcuts & Castro”

There are now 30 requests you can make of Castro through Siri, which can access all the world’s open podcasts. We know it can be hard to remember them all, so we made a handy reference guide in Settings → Siri where you can find what you’re looking for to make your day a little easier.

castro.fm/blog

Seitdem ich die Beta von Version 2020.9 benutze, verging kein Tag an dem ich nicht „Play Castro”, „Skip ahead 30 seconds”, „Next Chapter” oder „Clear this episode” in meine AirPods gebrabbelt habe.

#209 – iMazing in den Fußstapfen von iTunes

iMazing verwaltet iPhones und iPads am Mac. Es ist eine Aufgabe, auf die Apple ganz offensichtlich keine Lust (mehr) hat.

Ich habe mich in dieser Woche durch die zahlreichen Anleitungen und Videos der Schweizer Software gearbeitet. Mein Ziel? Aufzuzeigen was man damit heutzutage macht.

Hier das Intro zur knapp sechsminütigen Episode:


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

F-Secure [Sponsor]

F-Secure, der finnische Anbieter von IT-Sicherheitslösungen und Software für Datenschutz, ist in den kommenden 7 Tagen erneut mein „Sponsor der Woche”. Und das gibt mir die Möglichkeit zu zeigen wie ID PROTECTION eure Internet-Konten schützt.

Wenn ein Online-Dienst die persönlichen Daten seiner Kunden verliert, landen die Passwörter und E-Mail-Adressen oft auf sogenannten Kombo-Listen. Damit werden die Daten maschinenlesbar und zu einem leichten Angriffsziel. Gleichzeitig verraten diese Datensätze aber auch, wer umgehend seine Kontoinformationen ändern muss.

F-Secure scannt ob eure E-Mail-Adresse in einer solchen Liste auftaucht. Diese Überprüfung läuft rund um die Uhr (Stichwort: Echtzeitüberwachung), wird aber zusätzlich durch ein Team aus Experten begleitet. So ist es möglich den Schweregrad der Datenpanne zu verstehen und eine entsprechende Handlungsanweisung zu geben.

Dieser Prozess läuft für den Kunden vollautomatisch. Ihr gebt ID PROTECTION lediglich die E-Mail-Adresse, die überwacht werden soll.

ID PROTECTION lässt sich kostenlos ausprobieren (Laden). Nach der Testphase kostet der Dienst 4,99 Euro pro Monat oder 39,90 Euro im jährlichen Abo.

Vielen Dank an das gesamte Team von F-Secure für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

Neu: Foto-Ping-Pong zwischen Lightroom und Photoshop

Mit Lightroom können Sie Ihre Fotos importieren, bearbeiten und ganz leicht freigeben. Mit Lightroom meistern Sie auch die nicht destruktive Nachbearbeitung von Fotos. Wenn Sie bei der Arbeit mit Lightroom auf Ihrem iPad leistungsstarke Bearbeitungstechniken anwenden möchten, um eindrucksvolle Kompositionen und Bildtransformationen zu erstellen, können Sie Ihre Lightroom-Fotos ganz einfach in Photoshop öffnen. Nach der Bearbeitung geben Sie lediglich an, dass Ihr Foto wieder zurück zu Lightroom verschoben werden soll, oder Sie speichern es als Cloud-Dokument in Photoshop.

In den „June Photography Releases” stecken noch andere clevere Funktionen (Share edits, Versions, etc.).

Die Corona-Warn-App steht zum Download

Ohne irgendwas zu tun, tut man etwas. Es gibt keinen guten Grund die Corona-Warn-App (iOS / Android) nicht zu installieren.

Das Apple Magic Keyboard

Der folgende Artikel ist über 5.000 Zeichen lang. Um ihn zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one habe ich die Audiodatei in den persönlichen RSS-Feed eingestellt.


Trackpad-Support für iPadOS ist wichtiger als Apples neues Magic Keyboard” – hatte ich gesagt, und stehe weiterhin zu dieser Aussage. Nichtsdestotrotz erweitert Apples Magic Keyboard das iPad Pro um einen Formfaktor, der bislang nicht (oder nur ungenügend) angeboten wurde.

Auf den ersten Blick nennt man diesen Formfaktor einen Laptop. Es ist die erste Assoziation, weil uns Laptops vertraut sind. Wenn man jedoch genau hinschaut, ähnelt das iPad Pro im Magic Keyboard keinem Laptop. Die Technik sitzt im Bildschirm, und nicht im Fuß. Dieser Bildschirm schwebt mit deutlichem Abstand über den Tasten, anstelle über ein Scharnier fest verbunden zu sein.

Diese Konstruktion ist keine extravagante Ausführung des klassischen Notebook-Designs. Bildschirm, Tastatur, Trackpad und Computer verschmelzen hier nicht zu einer zusammenhängenden Einheit. Es (ver‑)bleiben Einzelteile, in der das Magic Keyboard die Rolle eines optionalen Zubehörs einnimmt.

Der Abstand zwischen iPad und Tastatur signalisiert, dass man das iPad abzieht, wenn der „Laptop-Formfaktor“ der Situation nicht mehr angemessen erscheint.

Das Magic Keyboard unterstreicht die Vielfältigkeit, die das „single piece of glass“ bietet, und verwandelt das iPad Pro gleichzeitig in einen Computer, der uns vertraut ist.

iPads bleiben „touch first“. Das Magic Keyboard trennt sich mühelos von seinem Computer, beziehungsweise verbindet es auch wieder flott. Es ist seine beste Funktion. Das iPad passt sich damit nämlich flexibel unseren unterschiedlichen Arbeitsfeldern an. Lehnt sich der Vordermann im Flugzeug mit seinem Sitz zurück, klappt ihr euren Tisch hoch, zieht das iPad vom Magic Keyboard und haltet es im Schoß.

Laptops sind so populär, weil ihr Design in so viele unterschiedliche Alltagssituationen passt. Gleichzeitig sind Laptops aber häufig nur der beste Kompromiss. An langen Arbeitstag am Schreibtisch verkabeln wir externe Monitore, für den Abend auf dem Sofa kaufen wir Betttische und in Jobs, bei denen man ständig von A nach B rennt, verzichten wir generell auf ein Notebook, weil wir es nicht konstant auf- und wieder zugeklappt wollen.

In ganz vielen anderen Situationen ist ein kompaktes „All-in-one“-Gerät aber nicht zu schlagen: Mit dem Magic Keyboard bekommt das iPad nun erstmals eine Hülle, eine Tastatur und ein Trackpad in einer geschlossenen Einheit.

Das iPad gewann durch iPadOS 13.4 jedoch keinen klassischen Mauszeiger. iPadOS bleibt ein Betriebssystem für Finger; der „Pointer” ist vielmehr dem Finger, als dem klassischen Cursor nachempfunden – „something between a laser and a potato“.

Vor zwei Monaten habe ich mich noch gewundert, ob es mir damit schwer fallen würde regelmäßig zwischen macOS und iPadOS zu wechseln. Ob ich mich von dem einen oder anderen Zeigegerät entwöhnen würde. Das ist nicht eingetreten und es ist für mich eine Bestätigung, dass macOS und iPadOS zwei unterschiedliche Mauszeiger haben. Zwei „Pointer”, die nur in ihrem jeweiligen Kontext funktionieren.

Zwei Monate nach iPadOS 13.4 sind die meisten meiner iPad-Apps für die Trackpad-Steuerung angepasst. Das macht einen erheblichen Unterschied. Apps, die dieses Update noch nicht ausgespielt haben, fühlen sich unfertig an.

Das Trackpad im Magic Keyboard ist kein „Force Touch-Trackpad“ – so wie wir es beispielsweise im Magic Trackpad 2 finden. Mein zweiter Ersteindruck hat mich hier nicht getäuscht: Ich bevorzuge die „Fake-Klicks“ vom Magic Trackpad 2. Ein „Force Touch-Trackpad“ würde deshalb das Magic Keyboard für mich definitiv aufwerten.

Ebenso bestätigte sich mein erster Eindruck vom Cover-Material. Es greift sich genau wie das Smart Keyboard Folio schnell ab. Eine Auswahl an unterschiedlichen Farben und anderen Materialien würde einen Premium-Eindruck bei einem Zubehör hinterlassen, das zu einem Premium-Preis verkauft wird.

Eine Tastatur fürs iPad war keine „dopey idea“1, sondern bereits mit dem allerersten iPad die Realität.

Die Trackpad-Unterstützung für iPadOS war dagegen keinesfalls von Anfang an selbstverständlich. Apple kommt von Touch; Touch bleibt auch die primäre Eingabemethode für iPadOS. Mit Trackpad-Gesten und einem Zeiger erweitert Apple jedoch das Potenzial seiner Computerplattform signifikant. Und das Magic Keyboard steuert als optionales Zubehör einen neuen Formfaktor für das iPad bei.

Die Vorzüge, die ein solches „All-in-one“ bietet, ist eine absolute Bereicherung. Diese erste Version schreit bereits nach Alternativen – mit Media-Tasten, einem zweiten USB-C-Anschluss, anderen Materialien oder einer integrierten Unterbringung für den Apple Pencil.

All das ist Zukunftsmusik, aber der Präzedenzfall ist geschaffen. In ein paar Jahren wird man sich schwer vorstellen können, dass das Magic Keyboard erst nach zehn Jahren mit dem iPad erschien.


  1. Jony Ive: Steve used to say to me — and he used to say this a lot — “Hey Jony, here’s a dopey idea.” And sometimes they were. Really dopey. Sometimes they were truly dreadful. But sometimes they took the air from the room and they left us both completely silent. Bold, crazy, magnificent ideas. Or quiet simple ones, which in their subtlety, their detail, they were utterly profound.

EditorsKeys: Tastatur-Auflage für LumaFusion

EditorsKeys hat in Zusammenarbeit mit LumaFusion eine Tastaturkürzel-Auflage für das Smart Keyboard Folio gegossen. 32  Euro (+ Porto) übersteigen den Warenwert dieser bedruckten Silikon-Abdeckung (um einige Tausend Prozent), ist jedoch geradezu preiswert wenn man damit seine Videos flotter schnipselt.

LumaFusion hat viele Shortcuts für die Videobearbeitung. Die Spezialtastatur ist sinnvoll um sich nicht alle diese Befehle merken zu müssen (oder jedes Mal mit gedrückter Command-Taste nachzuschauen).

Die Silikon-Folie klebt nicht am Smart Keyboard Folio, verrutscht durch seine gummierte Unterseite aber auch nicht. Sie ist so hauchdünn, dass sich das Keyboard Folio weiterhin bequem zuklappen lässt. Wenn ihr die Kurzbefehle auf der Tastatur nicht benötigt, nehmt ihr sie einfach runter.

LumaFusion bleibt ganz toll. Wer häufiger damit arbeitet, kann sich das „Keyboard Cover” auf seinen Wunschzettel setzen. Und vielleicht kommt ja demnächst auch eine Version für das neue Magic Keyboard?