„A message about iOS security“

Google’s post, issued six months after iOS patches were released, creates the false impression of “mass exploitation” to “monitor the private activities of entire populations in real time,” stoking fear among all iPhone users that their devices had been compromised. This was never the case.

Second, all evidence indicates that these website attacks were only operational for a brief period, roughly two months, not “two years” as Google implies. We fixed the vulnerabilities in question in February — working extremely quickly to resolve the issue just 10 days after we learned about it. When Google approached us, we were already in the process of fixing the exploited bugs.

Apple Newsroom

Das ist eine überraschend unreflektierte Antwort, die in dieser Kürze obendrein viele Tage zu spät kommt. Apple bestätigt mit seinem Statement quasi in allen Aspekten den Blogpost von Googles Sicherheitsteam, stört sich aber an der gewählten Wortwahl.

Natürlich macht die Reichweite („en masse“) und der Zeitraum („mass exploitation“) einen Unterschied: Es sind jedoch nicht die entscheidenen Faktoren wenn wir das Ausmaß von diesem Angriff bedenken. Googles ‚Project Zero‘-Team legte Ende August detailliert eine Kette von Sicherheitslücken offen, die für die letzten iOS-Jahre schlicht beispiellos ist.

Anstelle sich aber auf Konfrontationskurs mit einem Team zu begeben, das konstant in Apples Sicherheitsnotizen eine lobende Erwähnung findet, hätte man sich einfach an deren Seite stellen können. Niemanden wundert sich im Jahr 2019 noch über Spionage-Apps, Schadsoftware oder ganz allgemein Angriffe auf unsere IT-Infrastruktur – egal ob einzelne Täter oder ganze Staaten beteiligt sind. Kunden_innen interessiert, wie man sich in diesem Minenfeld verhält.

Apples Statement wäre tatsächlich stark gewesen, wenn man Schulterschluss gezeigt hätte, anstelle sich über einzelne Formulierungen zu empören.

(Beta.)Music.Apple.com

„iTunes for Windows is probably the best Windows app ever written“ sagte Steve Jobs im Jahr 2003 als er Apples Medienverwaltung zum ersten Mal ankündigte (obwohl er intern lange Zeit gegen die Entwicklung war).

Diese absolute Konzentration auf die eigenen Geräte und die eigenen Plattformen hat Apple bis heute nicht komplett abgeschüttelt. Deswegen startete Apple Card ohne Webportal und deswegen brauchte Apple Music geschlagene drei Jahre um auch über die Amazon Echos zu spielen – nur um zwei Beispiele zu nennen.

Beta.Music.Apple.com leitet auf Android und iOS im Moment zu den nativen Apps weiter; aber auf Betriebssystemen ohne Apple-Music-App oder iTunes kann man sein Abo nun auch über die Webseite konsumieren. Bei jedem anderen (Streaming‑)Service erwartet man sowas; in Apples Ökosystem ist das weiterhin eine Besonderheit.

Einerseits stellt Apple damit die eigene Hardware in eine interne Konkurrenzsituation mit den eigenen Diensten. So konkurriert beispielsweise der HomePod mit einer Apple-Music-Integration in die Amazon Echos. Oder der Apple TV muss sich gegen Fernseher von Samsung behaupten, die mit tvOS ausgestattet werden.

Auf der anderen Seite muss Apple zukünftig keine Windows-Apps mehr bauen. iTunes wird wahrscheinlich die erste und gleichzeitig letzte große Software sein, die Apple für das Betriebssystem von Microsoft gefertigt hat.

(Versteckte) Produktanspielungen in Apples Event-Einladungen aus den letzten Jahren

Wie viele chiffrierte Informationen versteckt Apple in seinen Event-Einladungen? Ich bin die Liste der letzten acht Jahre für die iPhone-Veranstaltungen durchgegangen, habe die ganz deutlichen Anspielungen einmal fett markiert und (wenn notwendig) ein paar Anmerkungen notiert.

Unterm Strich steht: „Kann Spuren von Nüssen Hinweisen enthalten” – wirklich substanzielle Entdeckungen gibt es dort aber nicht. Das Marketing-Team arbeitet keinesfalls im Dunkeln, lässt aber wenig durchblicken.

  • Einladung: September 27, 2011 — „Let’s talk iPhone“
  • Event: October 4, 2011 — iPhone 4S + iOS 5 ➝ Siri
  • Einladung: September 4, 2012 — „It’s almost here.“
  • Event: September 12, 2012 — iPhone 5
  • Einladung: September 3, 2013 — „This should brighten everyone’s day.“
  • Event: September 10, 2013 — iOS 7 + iPhone 5s + iPhone 5c
  • Einladung: August 28, 2014 — „Wish we could say more.“
  • Event: September 9, 2014 — iPhone 6 + iPhone 6 Plus + Apple Pay + Apple Watch
  • Einladung: August 27, 2015 — „Hey Siri, give us a hint“
  • Event: September 9, 2015 — iPhone 6s + iPhone 6s Plus + iPad Pro + Apple Pencil + Apple Watch OS 2 + Apple TV
  • Einladung: March 10, 2016 — „Let us loop you in.“
  • Event: March 21, 2016 — Watch Bands + iPhone SE + iPad Pro 9.7″
  • Einladung: August 29, 2016 — „See you on the 7th.“
  • Event: September 7, 2016 — iPhone 7 & 7 Plus (+ erstes iPhone mit Porträtmodus)
  • Einladung: August 31, 2017 — „Let’s meet at our place“
  • Event: September 12, 2017 — Apple Watch Series 3 + Apple TV 4K, iPhone 8 + iPhone 8 Plus + iPhone X (erstes iPhone-Event im ‚Steve Jobs Theater‘)
  • Einladung: August 30, 2018 — „Gather round.”
  • Event: September 12, 2018 — iPhone XS Max + XS + XR + Apple Watch Series 4 (Neu: iPhones in der Farbe „Gold”)
  • Einladung: August 29, 2019 — „By innovation only.“
  • Event: September 10, 2019 — …

Blickt man über die iPhone-Events hinaus, spielt Apple für seine anderen Veranstaltungen manchmal richtig auf. „There’s something in the air“ kündigte das erste MacBook Air im Jahr 2008 an. „1000 songs in your pocket changed everything. Here we go again.” zeigte die Mini-Hosentasche, aus der Steve Jobs im Jahr 2005 dann den ersten iPod nano zog.

Die „Let’s take a field trip“-Einladung deutete mehr als offensichtlich den Apple Pencil fürs Edu-iPad an. Und das iPad 2, das im März 2011 vorgestellt wurde, war bereits direkt auf der Einladung zu sehen.

#170 – das Electrified X2 von VanMoof

Egal ob Scooter, Skateboard oder Segway: Für ‚Micromobility‘ kann ich mich einfach begeistern. In den Sommermonaten, in denen Helsinki tatsächlich keine festgefahrene Schneedecke hat, fahre ich täglich mit dem WowGo ins Büro. Manchmal schlage ich dabei einen deutlichen Umweg ein, nur um ein paar Minuten länger auf dem Board zu stehen.

Im Juli bin ich über die Fahrräder von VanMoof gestolpert; drei Wochen später hat mir das Start-up aus Amsterdam ein Testmuster geschickt1. Ich habe auf dem Electrified X2 nun einige hundert Kilometer abgerissen und einen recht vollständigen Einblick bekommen.

Unterm Strich hat das Wetter in meinen Testwochen genauso wenig enttäuscht wie das smarte Bike. Ich liebe das Design, aber nicht nur den ‚Look and Feel‘. Insbesondere das Produktdesign – von den Setup-Videos bis zur „Sorgenfrei-Garantie“ – empfinde ich als zukunftsgerichtet. Die Philosophie des Unternehmens kommt auch in diesem Podcast-Interview gut rüber.

  1. Wie für alle Produktvorstellungen im iPhoneBlog gilt: Meine Berichterstattung ist nie gesponsort und wird nie vergütet. Niemand außer mir hat Einfluß auf den Inhalt der Artikel und ob ich überhaupt darüber berichte ↩︎

Hier das Intro zur achtminütigen Episode:


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Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

„Apple Watch sleep tracking revealed: sleep quality, battery management, more”

While asleep, the Apple Watch will track the user’s quality of sleep using its multiple sensors and inputs, including the person’s movement, heart rate, and noises. Data about the user’s quality of sleep will be made available in the Health app and a new Sleep app for the Apple Watch. (…)

When wearing the Watch during bedtime, if the user wakes up and starts their day before their alarm goes off, it will automatically turn off the alarm. The alarm will also play only on Apple Watch, using the iPhone as a backup. There will also be an option to use a silent alarm that only vibrates the Apple Watch. The new bedtime system will enable Do Not Disturb automatically when the user goes to bed. There will also be a new complication available for sleep tracking.

Guilherme Rambo | 9to5Mac

Schlaftracking über die Apple Watch war lediglich eine Frage der Zeit. Ich zeichne über die Kombination aus AutoSleep + Health + Gyroscope seit mehreren Jahren erfolgreich und präzise meine Schlafzeiten auf.

Die Akkulaufzeit ist komplett unproblematisch wenn man die Uhr für die tägliche Morgendusche oder eine abendliche Fernsehstunde aufs Ladegerät hängt. Eine Series 3 oder Series 4 muss definitiv nicht die ganze Nacht auf dem Ladegerät liegen.

Essentiell ist jedoch das richtige Armband: Meine Empfehlung bekommt aktuell ein bequemes Sport Loop.

Dead Cells

Dead Cells (universal; 8.99 ) war (auf der Nintendo Switch) eines meiner absoluten Highlights im letzten Jahr. Elf Monate später steht die iOS-Portierung im App Store und enttäuscht das Original in keinem einzigen Punkt!

Video

Sogar die Touchscreen-Steuerung ist überraschend zugänglich. Und ja, auch mich hat das unvorbereitet getroffen. Motion Twin und Playdigious bieten für ihren Bestseller nicht nur ein festes Set aus ‚Onscreen‘-Knöpfen an, sondern einen schwebenden Analog-Stick, einen Auto-Angriff-Mode und Buttons, die sich frei platzieren lassen. Damit ist die Steuerung präzise genug für ein paar schnelle ‚Hack and slash‘-Partien in der U-Bahn.

Auf einem gehobenen Spielniveau verzeiht euch das ‚Roguevania‘ jedoch keine Fehlgriffe, weshalb ich für ernsthafte Anläufen einen PS4- beziehungsweise MFi-Controller am iPad Pro bevorzuge.

Dead Cells büßt auch in den anderen Kategorien nichts von seiner Großartigkeit ein: Der Soundtrack ist immer noch ein Ohrwurm. Ich bin den Tunes auch nach unzähligen Stunden nicht müde geworden. Die Soundeffekte, die eure Waffen erzeugen wenn sie durch Pixel-Körper gleiten, brauchen Kopfhörer um ihren Klang vollständig zu entfalten.

Visuell ist Dead Cells so besonders, weil es trotz grobschlächtiger Pixel-Kunst die individuellen Bewegungen der Gegner und eure Angriffs-Manöver deutlich und wiedererkennbar animiert. Ihr schaut auf keinen Pixelbrei, sondern auf ein mit Liebe programmierten Pixel-Tumult.

Als sich Dead Cells im Mai für iOS ankündigte, zweifelte niemand an der Qualität des eigentlichen Spiels. Das Game ist bereits seit letztem Jahr ein „award-winning Besteller“ auf allen Plattformen.

Die Frage, die uns jedoch niemand bis letzte Woche beantworten wollte, betraf die tatsächliche Umsetzung: Insbesondere die Steuerung und die Performance sind so wichtig für den Action-Plattformer. Jetzt steht fest: In beiden Disziplinen liefert Playdigious nicht nur das Minimum ab, sondern hat sich übertroffen.

iOS gewinnt mit Dead Cells zwar nur eine weitere Portierung und keinen exklusiven iPhone- und iPad-Titel, dem App-Store-Portfolio greift diese Veröffentlichung trotzdem hilfreich unter die Arme.

Focos: Tiefen-Kontrolle für Fotos, die nicht im Porträtmodus aufgenommen wurden

With the advanced technology of machine learning, it calculates the depth of field automatically for every photo. Now you can use this depth map freely same as the dual camera outputs, and make a beautiful bokeh effect with all existed tools.

„Focos auf Unschärfe”: So bekommen Bilder eine Tiefenschärfe, die beispielsweise auf iPhones und iPads ohne Dual-Kamerasystem aufgenommen wurden.

Ich habe der App-Store-Anwendung (universal; Laden) auch erfolgreich Fotos vorgesetzt, die mit einem spiegellosen Fotoapparat oder einer Selfie-Kamera ohne TrueDepth-Feature aufgenommen wurden.

Prizmo 5 schreit: „Go paperless!“

Ursprünglich wollte ich Prizmo 5 (universal; Laden) erst einige Tage ausprobieren, bevor ich entscheide ob ich darüber schreibe. Dieser (gut gemeinte) Vorsatz war unnötig: Version 5 ist ein rundum gelungenes Update für eine alteingesessene App-Store-Software.

Vimeo

Version 4 hatte ich tatsächlich erst kürzlich ausprobiert: Prizmo war eine der vielen Scanner-Anwendungen, die ich mir für Episode #165 angeschaut hatte. Die alte Version konnte nicht mit Microsoft Lense (universal; Laden), FineScanner (universal; Laden) oder Scanbot (universal; Laden) mithalten; die komplett überarbeitete Anwendung springt dagegen sofort auf Augenhöhe der Konkurrenten.

Seit mehreren Jahren scanne ich (die überschaubare Anzahl) meiner relevanten Post(‑wurfsendungen) über die iPhone-Kamera. Die Qualität von einem solchen Scan und der automatischen OCR-Texterkennung ist gut genug, aber der Workflow alle Dokumente über diesen Weg zu archivieren, ist viel bequemer als über einen Flachbrett-Scanner.

Das Prizmo-Team hat genau diesen Aspekt verstanden und den Arbeitsablauf – vom analogen Papier bis zum digital archivierten Dokument – in den Vordergrund der Entwicklung gestellt – von „Smart Autoshoot“ über „Background OCR“ bis „Auto Upload“. Besser als Scanbot ist es damit nicht, aber vergleichbar flott.

Richtig gut gefallen mir die Möglichkeiten der Nachbearbeitung: „Cleanup“ und „Perspektiv Crop“ holen selbst aus Scans, die mit wenig Liebe Mühe angefertigt wurden, etwas mehr raus. Prizmo repariert auch abgeknickte Ecken oder gewölbte Kanten, die durch Buchfalten entstehen. Diese Korrektur bedarf lediglich einer einzigen Bildschirmberührung und lässt sich für mehrere Seiten gleichzeitig anwenden („Batch Editor“).

Prizmo bietet zwei Bedienungshilfen, die ich für Menschen mit Sehbeeinträchtigung für erwähnenswert erachte: Die App leitet euch mit Sprachanweisungen durch den eigentlichen Scan-Prozess und liest euch den digitalisierten Text im Anschluss vor.

Das In-App-Paket für zehn Euro kauft alle notwendigen Features; das Abo für eine Cloud-Verarbeitung zielt (meiner Meinung nach) auf gehobene Ansprüche ab.