Kippen, Rollen und Schwenken: der Feiyu Tech G4 Pro (+ Video)

Anfang Januar habe ich mir den Feiyu Tech G4 Pro zugelegt – 380 Euro über Apple.de oder in der Version ohne Joystick zum Preis von 321 Euro bei Amazon (Affiliate-Link).

Ich hatte keinen zwingenden Grund für die Anschaffung, aber über die Feiertage (abermals) festgestellt was für einen erheblichen Unterschied flüssige Videoaufnahmen – selbst bei privaten Kurzvideos – machen.

Die Kamera des iPhones, die Aufnahmen in 1080p oder 4K abwirft, begrenzt schon lange nicht mehr die Qualität, die ‚Videos aus einem Telefon‘ erzielen können. Die Family schaut meine in Final Cut schnell zusammengewürfelten Clips nicht auf einer Kinoleinwand, sondern auf ihren iPhones und iPads. Doch selbst dort profitieren die bewegten Bilder ungemein wenn sie weniger wackeln. Eigentlich logisch. Wenn man selbst aber tatsächlich mal auf vergleichbares Videomaterial schaut, das auf der einen Seite aus freier Hand gefilmt wurde und andererseits Aufnahmen mit einem Gimbal gegenüberstellt, sind die Unterschiede…deutlich.

Ich hatte mir vor dem Kauf verschiedene Lösungen angeschaut um das Videobild, das beim iPhone 6s Plus ja bereits über Software stabilisiert wird, zu verbessern – natürlich auch so etwas wie den OSMO. Schlussendlich war es mir aber wichtig ein Zubehör zu kaufen, das sich a) schnell aufbauen lässt, b) eine Rucksack-freundliche Größe hat und c) das iPhone als Kamera benutzt (weil ich meine Workflows beibehalten möchte, die unter anderem verschiedene App-Store-Apps einbeziehen).

Der Gimbal von Feiyu Tech erfüllt diese drei Kriterien.

Er verwirrt mich aber auch nach mehreren Monaten noch mit seinem Wechsel zwischen den fünf Modi, deren Auswahl über einen einzigen LED-Knopf erfolgt. Ich kann mir einfach nicht merken wie viele Klicks der ‚Panning Mode‘, der ‚Panning and Tilting Mode‘ oder der ‚Lock Mode‘ braucht, und wie oft das LED-Licht dafür blinkt. Der Blick in die PDF-Anleitung erklärt es zwar nachvollziehbar – ich vergesse diese Einstellung trotzdem ständig.

Neben der eigentlichen Stabilisierung ist mir der ‚Inversion Mode‘, der den Gimbal umdreht und mich so das iPhone nach unten zeigend wenige Zentimeter über den Boden führen lässt, als sehr hilfreich aufgefallen. Stichwort: Krabbelnde Kinder.

Mit Ausnahme des USB-Ladegeräts und den vier Batterien, die im Doppelpack für jeweils zwei Stunden die Motoren antreiben, ist die Verarbeitung super-stabil (ja, das erwarte ich auch für knapp 400 Euro). Selbst die Klemme, in die man das iPhone einsetzt, zeigt sich verwindungssteif und durchgehend solide.

Wenn der Gimbal mal aus dem Tritt kommt und das iPhone nicht mehr in komplett waagerechter Position hält (was durch Wind, Temperatur oder generell die Bedienung passiert), kalibriert man es ebenfalls über die LED-Taste neu. Einmal verinnerlicht, ist die Bedienung nicht schwierig.

Ein paar weitere Impressionen von diesem iPhone-Zubehör für bessere Videoaufnahmen habe ich – pas­sen­der­wei­se – in den folgenden Schnellschnitt gepackt.

(Vimeo)

Work in progress: US-Gesetz gegen Verschlüsselung

In den USA wird dieser Tage ein Gesetzesentwurf diskutiert, der Verschlüsselung kriminalisiert – ausgelöst durch das FBI, die mit einer richterlichen Anordnung versucht hatten einen Präzedenzfall zu erschaffen.

The Burr Encryption Bill – Discussion Draft dropped last night, and proposes legislation to weaken encryption standards for all United States citizens and corporations. The bill itself is a hodgepodge of technical ineptitude combined with pockets of contradiction. I would cite the most dangerous parts of the bill, but the bill in its entirety is dangerous, not just for its intended uses but also for all of the uses that aren’t immediately apparent to the public.

The Dangers of the Burr Encryption Bill

Wie absurd, kurzsichtig und gefährlich eine solche Gesetzgebung wäre, lässt sich in unter fünf Minuten erklären.

Video

Come for „Should all locks have keys? Phones, Castles, Encryption, and You.“, stay for „* I, Phone“.

(Ernsthaft: Schaut diese zwei hervorragenden Videos von CGP Grey.)

Kniefall vor Advance Wars: WarBits

WarBits (universal; 2.99 ) von Risky Lab ist eine Hommage an Nintendos Runden-Strategie-Serie Advance Wars.

Video

Mit taktischer Tiefe verteilt ihr hier Marsch- und Angriffsbefehle an knuddelige Truppen. Zug-um-Zug zerstört ihr so das andersfarbige Team und besetzt deren Gebäude – sowohl in einer Einzelspieler-Kampagne gegen den Computer, aber auch im lokalen Mehrspieler-Modus oder im Duell gegen GameCenter-Freunde.

Ziemlich clever: Durch die Zuweisung eines individuellen #Schlagworts lässt sich eine Gruppe von Online-Spieler_innen finden, die anschließend gegeneinander antritt.

Wie viel Liebe zwei Entwickler – die sich noch nie persönlich getroffen haben – über vier Jahre in ein für iOS (exklusives) Spiel stecken können, zeigen (wichtige) Kleinigkeiten, wie eine PDF-Bedienungsanleitung, ein flotter iCloud-Spielstand-Sync zwischen iPhones und iPads sowie der angesprochene GameCenter-Online-Mode.

Drei Euro und keine In-App-Käufe: Für jemanden der seit 2008 auf ein neues Advance Wars wartet, treibt das eine kleine Freudenträne in den Augenwinkel.

Amazons Kindle Oasis

2009 hat angerufen und gefragt was wohl 7 Jahre später ein moderner Amazon Kindle kostet. Stellt sich heraus: die gleichen 290 Euro.

iPhoneBlog.de_Amazons_Kindle_Oasis

Der Oasis (Affiliate-Link) bleibt als dedizierter E-Book-Reader ein Einzelfunktionsgerät. Ich mag Produkte, die sich voll und ganz einer einzelnen Aufgabe verschreiben (um sie bestmöglich zu erfüllen). Ich stelle allerdings in Frage, wie viele Leute im Smartphone- und Tablet-Zeitalter noch bereit sind, dafür (tief) in die Brieftasche zu greifen.

Still, those upgrades don’t feel worth $290 for a device that doesn’t perform its sole function any better than one more than half the price. In that context, the Oasis is meant to be the first desirable e-reader, marketed with its visual and tactile appeal instead of with its functional role in our lives. It’s appealing to customers who want a digital reading experience to feel more like a holding a well-crafted book and are willing to pay a premium for it.

Amazon’s Kindle Oasis is the funkiest e-reader it’s ever made

Amazon veröffentlicht keinerlei konkreten Verkaufszahlen zu seinen Angeboten. Alle ihre hochpreisigen Produkte aber, das Fire Phone oder die teuren Fire Tablets, sind allesamt erkennbar nicht angenommen worden.

Bez, wie Bézierkurve. Diese iPad-App zeichnet, skizziert und illustriert.

Juicy Bits’ Bez (kostenlos) ist eine iPad-Zeichen-App, die Ideen als verlustfrei skalierbare Vektorgrafiken festhält.

Video

Entwickler Mike Swanson, zuvor beschäftigt mit Halftone, investierte zwölf Monate in dieses Software-Werkzeug, das sich mit der Unterstützung für Apple Pencil, Smart Keyboard und den neuen iOS-Funktionen wie Slide Over und Split View an die modernen Gepflogenheiten für App-Store-Apps hält.

Der Software lässt sich in vollem Umfang kostenlos ausprobieren. Für einen „High Quality“-Export, der die eigenen Werke ins PNG- und SVG-Format speichert oder Dateien aus iCloud oder Dropbox importiert, kann man einmalig acht Euro einwerfen.

via Daring Fireball

DisplayMate über den 9,7-Zoll—Bildschirm des iPad Pro: „visually indistinguishable from perfect“.

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At first glance the iPad Pro 9.7 looks almost indistinguishable from the 2014 iPad Air 2. Actually, the displays are the same size and have the same pixel resolution. But that’s as far as it goes… The iPad Pro 9.7 display is a Truly Impressive major enhancement on the iPad Air 2… and even on the recent iPad Pro 12.9 and iPad mini 4… and even every other mobile LCD display that we have ever tested… and note that I hand out compliments on displays very carefully. Here’s why…

Raymond Soneira

Eins der besten Displays, die man derzeit kaufen kann, steckt in einem iPad. Welch verrückte Vorstellung.

Reddit-Apps ab sofort bitte ohne NSFW-Einstellungen

Apple hat ein Problem mit NSFW-Schaltern in Reddit-Apps. Absurd.

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Mein Favorit Narwhal (universal; kostenlos), hier eine kurze Vorstellung, löst die plötzlich durchgezogene App-Store-Anforderung, wie folgt:

Be sure to have the NSFW settings enabled under ‚preferences‘ on the website in order to view your research content.

Looks like the App Store is pulling all third party reddit apps.

Size does matter. Das 9,7” iPad Pro.

Wow, was für ein Größenunterschied. Nach sechs Monaten auf dem 12,9″ iPad Pro traf mich der Sprung zurück aufs neue 9,7″ iPad Pro unvorbereitet – positiv wie negativ. Hier ein kurzer Erfahrungsbericht nach meiner ersten Woche mit dem ‚Baby-Pro‘.

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Lasst uns für einen Moment persönlich werden. Lasst uns über eigene Arbeitsweisen sprechen, über tägliche Gewohnheiten und individuelle Vorlieben. So kommen wir dem neuen iPad eventuell näher; so kann ich mir vielleicht selbst das neue Tablet besser erklären.

Weil…wer hier mitliest, hat sicherlich schon die Unterschiede auf dem Datenblatt studiert, die weit über den Display-Umfang hinausreichen. Eine Erkenntnis: Das meiste Geld kauft nicht automatisch auch das beste iPad. Selbst wenn Geld keine Rolle spielt: Man kann im Moment nicht das beste iPad kaufen. Das Line-up der Apple-Tablets ähnelt mittlerweile mehr denen der MacBooks, die sich mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen in die Produktsegmente MacBook, MacBook Air und MacBook Pro aufteilen.

Die Frage also, die Robert Lembke so perfekt für seine Quizshow-Gäste in den 70-Jahren formulierte, lautet damals wie heute: „Welches Schweinderl hätten Sie denn gern?“

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Beginnen wir beim Preis. Ab 397 Euro gibts ein iPad mini 4; das neue 9,7″ Pro ist ab 689 Euro erhältlich und ein 12,9″ Pro legt man für 907 Euro in den Warenkorb. Das iPad Air 2 (ab 439 Euro) und iPad mini 2 (ab 297 Euro) passen zwar preislich für Apple in zwei Schubladen, für mich, der in erster Linie auf Technik und Zukunft schaut, aber nicht. Selbst der verlockende Preisunterschied von knapp 250 Euro, das ein iPad Air 2 gegenüber einem 9,7″ Pro spart (ignorieren wir für den Moment den Speicherunterschied der zwei Modelle von 16- zu 32-Gigabyte), ist eine Versuchung, der man heute besser widersteht. Der Aufpreis, der beim Bildschirm anfängt (40-Prozent weniger reflektierend, 25-Prozent heller, ‚True Tone‘-Display), sich über den Prozessor zieht (A9X vs. A8) und beim Zubehör und den neuen Anschlüssen aufhört (Pencil, Smart Connector, Keyboard), ist die Mehrkosten schlicht wert.

Ich argumentiere ich hier nicht absolut, und für Apple macht es durchaus Sinn diese Preispunkte zu treffen. Aus meiner Sicht und mit meinen Präferenzen steht der Preis und die Leistung beim Baby-Pro aber in einem beträchtlich besseren Verhältnis als zum Air 2.

Aber wir wollten persönlich werden…

Mein Tag beginnt auf dem iPhone (6s Plus) mit Twitter, RSS und einer stark begrenzten Auswahl an Apps, denen ich Push-Benachrichtigungen erlaube. Mittlerweile habe ich meine Mitteilungen so kräftig zusammengestrichen, dass ich in ein bis zwei Minuten alle wesentlichen (für mich wichtigen) Ereignisse überblicke, die während der Nachtzeit passiert sind.

Nach diesem ersten Push in den Tag nehme ich die meisten Benachrichtigungen ab dann nur noch auf der Uhr entgegen. iPads bleiben grundsätzlich Push-frei.

Mein Schreibtisch-Computer ist seit letztem Jahr das 12,9″ iPad Pro sowie ein MacBook Pro (2015), das manchmal an einem externen Apple-Bildschirm hängt. Will ich mich konzentrieren, verkrieche ich mich am iPad Pro im Texteditor Ulysses, der sich häufig den Bildschirm im Split-Screen mit Safari teilt. Dort tippe ich auf der iPad-Hardware-Tastatur. Twitter, RSS, Instapaper, Slack und ab und zu einen Blick ins (Airmail‑)Postfach werfe ich grundsätzlich über das iPhone. Zum Kleinrechnen von Artikelfotos (Acorn, JPEGmini), für Videoschnitt (Final Cut), Downloads und Podcasts (Skype, Mumble) läuft das MacBook.

Abends, insofern ich nicht arbeite, ist es überwiegend das iPhone, das mich vom Abendessen auf die Couch und von der Couch ins Bett begleitet. Summa summarum sind es also drei Screens, die das tägliche Internetrauschen zu mir bringen. Ist in dieser Aufstellung noch Platz für ein viertes Display? Lässt sich einer der Mitspieler vielleicht auswechseln? Wo würde bei mir das 9,7″ iPad Pro reinpassen?

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Die Frage klingt dekadent, ist aber nicht so gemeint. Mir ist bewusst, das wir noch nicht in einer Zukunft leben, in der Computer als Glasscheiben überall herumliegen, die wir uns jeweils passend zur Situation schnappen. Die Überlegung ist aber spannend, weil es die Stärken und Schwächen des neuen 9,7″-Tablets aufzeigt. Wie bereis eingangs erwähnt: Es ist mehr als nur die Bildschirmgröße, die das 9,7″ auszeichnet.

Mit kleinem iPad Pro im Hinterkopf rollen wir meinen Tag noch einmal rückwärts auf.

Das Baby-Pro ist allem voran das bessere Lesegerät. Es bietet mehr Platz als ein iPhone für Text, Comics und Webseiten, jongliert sich aber außerdem leichter auf den Oberschenkeln als ein 12,9″ Pro. Es bringt außerdem ein breiteres Farbspektrum und eine überlegene Farbsättigung mit, die selbst ein MacBook in den Schatten stellt (im iPad-Pro-Screen steckt die Technik vom iMac 5K). Kein Apple-Laptop kann außerdem mit den vier iPad-Lautsprechern für Filme, Serien und Musik mithalten. Ernsthaft: Die Qualität der Lautsprecher-Boxen ist derart überlegen, dass ich Filme vom MacBook – das neben mir liegt – aufs iPad streame anstelle die Wiedergabe unter macOS zu starten.

Die Vorteile bei meiner abendlichen Nutzung sind teilweise die Nachteile am Schreibtisch. Zwei Apps im Split-Screen-Mode schrumpfen auf einem 9,7″-Display. Kennt man das 12,9″ Pro und die Darstellung von zwei iPad-Apps in voller Größe nebeneinander, ist das ein klarer Rückschritt. Auch die detailliertere Bildschirmtastatur, die das 12,9″ eingeführt hat, ist weitaus bequemer als das alte Tastatur-Layout.

Auf die Schnellladefunktion über einen USB-C-Netzstecker, so wie sie das 12,9″ besitzt, wurde zu meinem Unverständnis verzichtet.

Und damit die Entscheidung kompliziert bleibt: Nur das 9,7” Pro gibt es in einer (günstigeren) 32 GB-Variante mit Mobilfunk. Das 12,9” startet erst mit 128 Gigabyte internem Speicher.

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Und es geht weiter…

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir über Leute geschmunzelt haben, die mit iPads fotografieren? Yep, diesen Trend nicht früher erkannt zu haben, ist auch mir ein bisschen peinlich. Die rückseitige Kamera im 9,7″ entspricht der Kamera im iPhone 6s – Apples bester Hardware (die trotz Kamerahügel flach auf dem Tisch aufliegt und nicht kippelt).

Wer viel reist, lernt die eingebaute Simkarte zu schätzen. Das 9,7″ hat in seiner LTE-Ausführung neben dem Simkarteneinschub außerdem noch eine fest verlötete Mobilfunkkarte. Apple hat bereits eine Auswahl an Partnerländern, bei denen sich die dort gängigen Datentarife direkt nachdem man seinen Flieger verlassen hat, aufs iPad bucht. Kein Gang zum nächsten Mobilfunker, keine falsche Tarifwahl und vor allem kein Simkartenwechsel. Hält man sich länger in einem Land auf, ist es sicherlich preiswerter nach lokalen Tarifen zu forschen. Für Geschäftsreisende und jeden, der es bequem und unkompliziert wünscht (ich habe gelernt niemals den Faktor Bequemlichkeit zu unterschätzen), ist das eine Option online zu gehen, die an Komfort kein Laptop erreicht.

Mit allen diesen Unterschieden ist das 9,7″ gegenüber seinem größeren Bruder nicht per se ein schlechterer Computer. Wer aber das 12,9″ schätzt und liebt, sieht das 9,7” für sich vielleicht eher als eine ergänzende Rechenmaschine1 – so geht’s zumindest mir.

Fazit

Ich mag es nicht, wie oft üblich, im Fazit die oben genannten Argumente noch einmal zusammenzufassen. Deshalb im folgenden Abschnitt noch zwei ergänzende Gedanken.

Die „Why would you buy a PC anymore?“-Diskussion habe ich hier bislang bewusst ausgeklammert. Viel ist dazu bereits gesagt und geschrieben. Niemand würde obendrein auf die Idee kommen, die Existenz eines MacBook mit jedem neuen Modell neu zu hinterfragen.

Nur ganz kurz…

Auffällig aber ist (abermals) wie viel Computerzeit uns ein iPad heutzutage bereits abknapst. Eine exakte Messung ist schwer (Apple hat darüber bestimmt gute Daten), aber das sich unsere PC-Nutzung generell ändert, ist wohl nicht abzustreiten. Im Bett, auf der Couch, im Zug oder im Flugzeug: Das iPad übernimmt nach und nach Aufgaben, für die wir vorher Laptops gekauft haben. Instant on, immer mit dem Netz verbunden, handlicher, leichter zu bedienen und mit einer größeren Softwareauswahl. Kein Wunder also, das der PC-Markt im letzten Vierteljahr erneut um fast 10-Prozent einbrach.

Zweiter (abschließender) Gedanke: Erstkäufer_innen_ oder Kunden und Kundinnen, die schon ein betagtes iPad besitzen und es lieben (gemeint sind iPad Airs und ältere Tablets), findet mit dem neuen 9,7″ Pro ein fantastisches Update. Der Sprung für jemanden der regelmäßig zu seinem Tablet greift, ist groß genug. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass sich dieses Modell aus der mittlerweile großen iPad-Auswahl auf absehbare Zeit am besten verkauft.

Das neue 9,7” hat nicht ein einzelnes dominantes Feature, mit dem es wirbt. Es ist eher die Zusammenstellung vieler kleiner Neuerungen, die das Paket schnüren.

Nehmen wir beispielsweise das ‚True Tone‘-Display, das über Sensoren in der iPad-Stirn automatisch die Farbe und die Intensität des Bildschirms auf die jeweilige Beleuchtung im Raum anpasst. Unter grellem Bürolicht mischt sich beispielsweise ein dezenter Blauton ins Bild; in sonnendurchfluteten Zimmern justiert das iPad unauffällig die Farbtemperatur nach oben.

Der Effekt ist sichtbar, wenn man explizit darauf achtet. Im Alltag vergisst man das genau solange, bis man wieder ein iPad in die Hand nimmt, das diese kontinuierliche Feinjustierung nicht hat.

Es ist kein Feature, dass das Baby-Pro direkt verkauft, aber es prägt den Gesamteindruck nachhaltig – so wie der Apple Pencil, das Smart Keyboard oder die Verfügbarkeit von Microsoft Office, das im Gegensatz zu seiner Desktop-Version (oder der Installation auf einem 12,9” iPad Pro) für alle Geräte unter 10” komplett kostenlos ist.

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Teil meiner Faszination mit dem iPad bleibt die Geschwindigkeit, mit der sich die Plattform entwickelt. Heute ist es eine neue Display-Technik, neue Eingabegeräte und Schnittstellen, in diesem Sommer schauen wir bereits auf ein neues Betriebssystem-Update und in der täglichen Benutzung ist es die Software, die sich andauernd weiterentwickelt.

Ich bleibe ein Fan dieser Computer.


  1. Das 9,7” iPad Pro hat im Gegensatz zum 12,9” iPad Pro nicht vier, sondern nur zwei Gigabyte an Arbeitsspeicher. Ich sehe durchaus einen möglichen Nachteil, der sich daraus in einigen Jahren ergeben könnte. Im hier und heute merke ich den Unterschied in meiner Nutzung aber nicht.