Animierte GIFs aus iPhone-Serienfotos

Eine beachtliche Anzahl meiner iPhone-Aufnahmen knipse ich als Serienfotos. So bleibt immer eine hinreichend große Auswahl um die beste Momentaufnahme zu finden – insbesondere für Kids, die keine Sekunde stillsitzen.

Einige dieser Serienbildaufnahmen sehen aber auch besonders hübsch als hintereinander ablaufende Einzelbilder aus. Wischt man über die Miniatur-Ansicht, wünscht man sich davon quasi ein Daumenkino, ein animiertes GIF. Die gute Nachricht: Mittlerweile können App-Store-Apps auf die iOS-Serienbildaufnahmen in der Fotobibliothek zugreifen und daraus solche Endlos-Schleifen-Streifen erstellen.

Meine zwei Favoriten (nach einer anstrengenden Recherche-Stunde im App Store): Burstio (0.99 €; App-Store-Link) + GIF Toaster (IAP; universal; App-Store-Link).

IPhoneBlog de Burstio GIF Toaster

Burstio lässt mich die Bildauswahl fürs GIF visuell abstecken. Der Schieberegler, der einen Zeitintervall bestimmt, ist Apples offizieller Foto-App entnommen. Das Bedienelement kennt man vom Kürzen für Videos. Eine Bilderserie lässt sich als HD-Video exportieren, ein erstelltes GIF hat jedoch nur eine niedrige Qualität (320 x 240px).

GIF Toaster bestimmt den Start- und Endpunkt nur über eine bilderarme Eingabemaske, lässt im Gegensatz zu Burstio jedoch eine Einstellung für die Bildqualität des GIFs zu.

Das bedeutet: Quick & Dirty = Burstio. Für Aufnahmen, die man als Erinnerungen behalten will, sind die höheren Qualitätsstufen von GIF Toaster (2 € als IAP) ganz wundervoll.

Schlussbemerkung: Die iOS-Fotobibliothek zeigt (zu meinem Unverständnis) ein animiertes GIF nur als Standbild an. Die Animation ist jedoch enthalten und bleibt es auch wenn man die Datei – beispielsweise über Messages – verschickt.

Teststrecke für ‚Projekt Titan‘

IPhoneBlog de GoMentum Station

Apple is building a self-driving car in Silicon Valley, and is scouting for secure locations in the San Francisco bay area to test it, the Guardian has learned. Documents obtained by the Guardian show the oft-rumoured Apple car project appears to be further along than many suspected.

Mark Harris | „Documents confirm Apple is building self-driving car

Heute außerdem in den News: Sicherheitsforscher knackt die virtuellen Autoschlüssel von BMW, Mercedes und Chrysler.

Spider: Rite Of The Shrouded Moon (Arachnophobie ist keine Ausrede.)

Video

Als Spider: Rite Of The Shrouded Moon (4.99 €; universal; App-Store-Link) vor zwei Wochen erschien, durfte man nur in einer Handvoll Level seine Spinnennetze ziehen bis dann die Rätselpflicht einsetzte. Bevor das Spiel neue Levelabschnitte öffnete, war man verpflichtet ausführlich das leerstehende Gemäuer zu erforschen. Für mich war das kein ‚Showstopper‘, aber ich legte die Testversion erst einmal beiseite und vergaß anschließend hier ein paar Worte über die ansonsten exzellente Fortsetzung eines wahren App-Store-Klassikers zu verlieren.

Seit gestern steht ein Update für das App-Store-Spiel bereit, das diese Rätsel-Expeditionen durchs mystische Haus nicht mehr erzwingt. Ab sofort kann ich also ungehindert meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen und Inspekten ins klebrige Seidensekret locken.

Rite Of The Shrouded Moon ist die klassische Fortsetzung von Spider: The Secret of Bryce Manor – ohne revolutionäre Gameplay-Änderungen, schlicht mehr von dem, was wir vor fünf Jahren als eines der besten iPad-Starttitel feierten.

Der größte Unterschied neben dem neuen Spinnentier und der staubigen Villa sind die netten Geo- und Wetter-Spielereien. Die App schaut auf euren Aufenthaltsort, die Tageszeit sowie das Regenradar und passt die Software der Witterung vor eurer Haustür an. Das mag nach einem Detail klingen, strahlt aber erstaunlich viel Atmosphäre aus. An einem verregneten Abend mit dem iPad auf der Couch, muss es auch hinter der Bildschirmscheibe stürmen.

Tiger Style Games, hier vielleicht noch bekannt für Walking Mars, produziert abermals ein sehr entspanntes Spring-Spinnen-Spiel, das davon lebt gemütlich über eine längere Zeit gespielt zu werden. Das Spinnenabenteuer erschien gleichzeitig für mehrere Plattformen (PS4, PS Vita, PC, etc.), ist mit Fingersteuerung auf dem großen iPad-Bildschirm aber ohne Zweifel am besten aufgehoben.

„We want a more perfect product.“

IPhoneBlog de Samsung Gear Geschichte

Samsung erlegte sich im März selbst eine Smartwatch-Pause auf. Zur IFA im September geht es weiter, wie das gestrige Galaxy Unpacked 2015 verriet.

HTC versenkt sein Flaggschiff

HTC verspielte in nur vier Jahren sein Smartphone-Geschäft.

In fall of 2011, things couldn’t have looked better for HTC. It had the second-largest North American smartphone market share, according to Gartner, just one percentage point shy of Apple’s iPhone. In fact, on the strength of its Evo line, HTC sold one out of every three Android phones in the region, and one in five smartphones of any kind.

Less than four years later, HTC barely registers. Its North American market share clocked in at 3.5 percent in the first quarter of this year, according to Gartner, good enough only for seventh overall. The worldwide picture is even more grim; HTC has only 2 percent of the global smartphone market.

Brian Barrett | „HTC’s Epic Tailspin Isn’t Even Its Fault

Ein derartiger Absturz lässt sich selten an nur einem einzigen Problem festmachen. Ein Hoffnungsschimmer waren für mich in den letzten Jahren die konkurrenzfähigen ‚One‘-Modelle. Alle andere HTC-Telefone waren beliebig austauschbar; finanziell kaum tragfähig und ohne Image.

HTC has trouble making a profit. That’s because it doesn’t have any sort of advantage. And it doesn’t have any sort of advantage because it fragmented its resources, for years. It probably did that because it didn’t have an identity. […]

It took HTC until 2012 — that’s five years after Apple had announced the iPhone — to focus its R&D on a flagship device, the HTC “One”. But it was a false focus. “One” products were, ironically, many. And HTC kept fragmenting its R&D by continuing to launch mid-tier and low-tier smartphones.

Daniel Ushev | „Why HTC Struggles

Anstelle jedoch das iPhone-Handbuch zu kopieren, das sich a) zu einem strengen Produktzyklus rät, b) pro Jahr maximal zwei neue Telefone in den Fokus zieht und c) dafür gleichbleibende Preise empfiehlt, flutete HTC mit einem Dutzend nicht zu unterscheidenden Telefonen verschiedene Mobilfunkmärkte. Die Wikipedia-Seite zeigt die Misere auf.

Selbst den Kauf eines aktuellen One M9, HTCs unmissverständlich positioniertes Flaggschiff, verdirbt man nun den lukrativen Early Adaptern mit einem ‚Plus‘-Modell. Seit Mitte April lässt sich das One M9 kaufen. Das One M9 Plus war zu diesem Zeitpunkt offiziell nur für den chinesischen Markt angekündigt. Das Versprechen, dieses signifikant aufgebohrte Modell (Fingerscanner, bessere Bildschirmauflösung, schnellerer Prozessor, Duo-Kamera, etc.) nicht in den europäischen Verkauf zu bringen, bricht man zwei Monate später.

Apple hat es bislang einmal gewagt den jährlichen Rhythmus zu missachten. Das iPad 4 erschien bereits 7.5 Monate nach dem iPad 3. Technisch war das Upgrade, dass die Kompromisse des ersten iPads mit Retina-Bildschirm ausbügelte, nachvollziehbar. Das PR-Feuerwerk war in diesem Jahr trotzdem dunkel überschattet.

Wie gesagt: HTCs Probleme sind vielschichtig; die hier herausgegriffene Panne in einer komplexen Fehlerkette wahrscheinlich nur eine Randnotiz. Trotzdem will es mir nicht einleuchten wie man bei seinem wichtigsten Smartphone-Modell die vermeintlich aufgeschlossenste, informierteste und vielleicht sogar treuste Erstkäuferschaft so vor den Kopf stoßen kann.

Nokia verkauft HERE Maps

IPhoneBlog de

Nokia kaufte Navteq im Jahr 2008 für 5.7 Milliarden Euro und verkaufte nun den daraus entstandenen Kartendienst HERE für 2.8 Milliarden Euro an BMW, Daimler und Audi.

Die Finnen steckten (natürlich) nicht nur initial Geld in ‚die Vermessung der Welt‘, sondern ließen eigene (Kamera‑)Autos durch die Welt fahren, bezogen Daten von lizenzierten Navigationssystemen und schlossen Verträge mit Transportunternehmen wie FedEx, die dafür ihre Flotte aus Lieferfahrzeugen mit Sensoren bestücken. Die Kosten um den Status quo von einem Kartendienst zu pflegen, konstant auszubauen sowie optisch und technisch attraktiv zu halten, sind enorm.

In December 2012 I posted an analysis on the the cost of maps. It showed that maintaining maps requires an investment of between $1 billion and $2 billion/yr. With the addition of new features such as 3-D mapping, transit maps and thousands of new cities, the cost is likely to have increased. $2 billion/yr is probably the norm today.

Horace Dediu | „Where are Maps going?

Mit Start-up-Transportunternehmen wie Uber und dem Ausblick auf fahrerlose Autos ändert sich die Bedeutung für detailliertes Kartenmaterial. Vor ein paar Jahren war es nur schick irgendwo hin zu navigieren. Heute sind Karten eine Plattform, dessen Kontrolle unverzichtbar ist. Deshalb hat Apple seinen eigenen Kartendienst.

„This is a fundamental enabling technology how cars work. They become fundamentally important. They become like oil for how cars work. […] Maps are kind of the page rank for the real world“

Benedict Evans | a16z Podcast: „A Copernican Update … In Tech, the Smartphone Is the Center

Apple kann sich einen Kartendienst leisten, weil es ihre Geräte aufwertet; Google kann es sich leisten, weil sie darüber Werbung verkaufen. Aber was genau ist das Geschäftsmodell der Autobauer? 2000 Euro Infotainment-Systeme? Karten-Updates auf DVD für 600 Euro kauft dafür heute keiner mehr.

Die Kontrolle will man nicht aufgeben, schon klar, aber wer gibt zukünftig Geld ‚für ein Navi‘ aus, das heute bereits kostenlos und in besserer Qualität auf jedem Smartphone läuft?

Apple Music: 11 Millionen Testabos nach einem Monat

IPhoneBlog de Apple Music 11 Millionen

One month after unveiling its new streaming-music service, Apple has locked in 11 million trial members, company executives told USA TODAY. of the 11 million, 2 million have opted for the more lucrative family plan at $14.99.

Marco della Cava | „Apple Music hooks 11 million trial members

11 Millionen1 Apple-Music-Testabos repräsentieren lediglich 2-Prozent der 520 Millionen aktiven iPhones. Hält Apple nach den drei kostenlosen Probemonaten nur die Hälfte dieser Interessenten als zahlende Kunden, bedeutet das bereits Platz 3 hinter Spotify (20 Millionen) und Deezer (6 Millionen)2.

Die Chancen dafür stehen gut. Das notwendige Update für Apple Music auf iOS 8.4 ist laut Mixpanel erst auf 58-Prozent der Geräte installiert. Mit Ausnahme von T-Mobile in den USA ist Apple Music bislang noch in keinem Mobilfunker-Tarif integriert, der den Datenverbrauch fürs Streaming von unterwegs beinhaltet. (Offline‑)Werbekampagnen liefen erst in der letzten Woche an. Apples Android-App erwartet ihre Veröffentlichung noch im Herbst und am regelrecht abschreckenden Registierungsprozess kann man selbst nachbessern.


  1. iTunes Radio startet mit iOS 7 im Herbst 2013. Apple verkündete eine Woche später ebenfalls 11 Millionen Zuhörer. Mittlerweile ist die Reichweite vom werbefinanzierten Dienst, der weiterhin nur in den USA und Australien zu empfangen ist, auf 40 Millionen Nutzer angewachsen. 
  2. Theoretisch ließe sich auch US-Satellitenradio Sirius XM mit 23.4 Millionen zahlenden Abonennten ins Ranking aufnehmen. Ein tatsächliches Standbein im App-Markt sehe ich für das primär über (Auto‑)Radios konsumierte System allerdings nicht. 

iPhone-Ad: „Photos & Videos“

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Es ist nicht (nur) die Hardware, sondern insbesondere die Software, die das iPhone zu einer der besten Kameras macht. Angefangen beim Bildprozessor (Image Signal Processor), den Apple erst seit dem iPhone 4S selbst designt und damals in den A5-Prozessor integrierte. Er ermöglichte Gesichtserkennung, eine schnelle Startzeit für das erste Bild von knapp einer Sekunde sowie einen ernstzunehmenden Autofokus.

Rückblickend war es der Sprung vom iPhone 4 auf das 4S, der Apples Ambitionen für die Kamera im Telefon deutlich machte.

Zur Software gehört außerdem die Kamera-App, an die in puncto simpler Bedienung keine DSLR oder Kompaktkamera heranreicht, sowie die iCloud-Fotomediathek, die seit April bei mir ‚rock solid‘ läuft.

Im Werbesprech klingt all das dann so:

„Every day millions of amazing photos and videos are shot with iPhone. That’s because the iPhone makes it easy for everyone to shoot amazing photos and video.“