Tipps und Tricks zur Apple Watch (+ Video)

Im MacRumors-Forum startete am letzten Wochenende ein Beitrag, der „Apple-Watch-Kleinigkeiten“ zusammenfasst. Ich war so frei die dort zusammengetragenen Tipps und Hinweise zu überprüfen, auszusortieren und daraus ein kleines Video1 zu schnipseln.

(Vimeo)


  1. An den Podcast-Feed zu meinen Videos gelangt ihr über iTunes, aber das wisst ihr ja schon. 

Grim Fandango Remastered

IPhoneBlog de Grim

Für Grim Fandango Remastered (9.99 €; universal; App-Store-Link) darf man sich 3.3 GB auf seinem iPad oder iPhone freihalten. Die Neuveröffentlichung des letzten eigenständigen LucasArts-Adventures, das 1998 erschien, sich rasch zum Kritikerliebling aufschaukelte und bis heute Lob in Form von Fan-Content bekommt, floppte finanziell.

Die Legende, die die schwarzhumorige Handlung des Film noir mit einprägsamen Zeichenstil und mexikanischer Folklore jedoch vor sich herschiebt, ebnete Tim Schafer plus Team einen Weg, der zu Psychonauts, Brütal Legand und Broken Age führte.

Das neu aufgelegte Adventure rund um Manuel ‚Manny‘ Calavera, das ich im Februar bereits auf dem PC anspielte, fühlt sich nach modernen Standards harzig an. Die festen Kamerapositionen irritieren; ein Flow in die ‚Benutze-Gegenstand-hier‘-Rätsel kommt nicht auf. Hier merkt man, wie sich Videospiele über die letzten 15 Jahre weiterentwickelt haben. Im Gegensatz zur ersten PC-Version speichert die iOS-Fassung automatisch, so dass der Fortschritt über zum Teil langwierige Laufstrecken erhalten bleibt.

Außerdem kann man jederzeit per Hand seinen Spielstand einfrieren. In diesen Einstellungen verstecken sich auch die Optionen um zwischen der Originalgrafik und der leichten Überarbeitung zu wechseln, die Sprachausgabe sowie Untertitel auszutauschen oder den exklusiven Entwickler-Kommentar zuzuschalten (Video).

Grim Fandango hinterließ unbestritten seine Delle im Popkultur-Universum. Double Fine korrigierte in dieser Remastered-Version keine alten Fehler und verrannte sich nicht in modernen Standards1 auf der Reise ins ‚Reich der ewigen Ruhe‘ – das kann man als alter Romantiker gut finden oder als fehlende Detailliebe bemängeln.

Ich bin jedenfalls sehr froh diese Referenz auf einer modernen Plattform für die nächsten Jahre wieder einmal behütet zu wissen. Und vielleicht wagt sich ja sogar ein Neuling dran, um seine Kulturlücke zu stopfen. Der Blick in eine der zahlreichen Online-Komplettlösungen ist jedenfalls keine Schande.


  1. iCloud-Savegames wären beispielsweise nett gewesen. 

Bericht: US-Kartellwächter werfen Blick auf Apples Musikstreaming-Verhandlungen

Apple verhandelt mit den Labels über Musikstreaming – soweit, so bekannt. Dass dabei alle Verhandlungskarten gezogen werden, sollte sich von selbst verstehen. Immerhin sattelt hier der führende digitale Musikverkäufer auf Streaming um.

The Department of Justice and the Federal Trade Commission are looking closely into Apple’s business practices in relation to its upcoming music streaming service, according to multiple sources. The Verge has learned that Apple has been pushing major music labels to force streaming services like Spotify to abandon their free tiers, which will dramatically reduce the competition for Apple’s upcoming offering. DOJ officials have already interviewed high-ranking music industry executives about Apple’s business habits, but it appears the FTC has taken the lead in recent weeks.

Micah Singleton | „Apple pushing music labels to kill free Spotify streaming ahead of Beats relaunch

Dass die werbefinanzierten Angebote – ein ‚Spotify Free‘ beispielsweise, insbesondere von Seiten der Musikindustrie unbeliebt sind, dürfte in den Gesprächen eine wichtige Rolle spielen.

Spotify erreicht im Moment zirka 45 Millionen Hörer, die das kostenlose Angebot nutzen. Der Umsatz aus Werbung hinkt dem Umsatz, den im Gegensatz dazu die zahlenden 15 Millionen Nutzer erzeugen, weit hinterher. Das reduziert gleichzeitig signifikant den Anteil für die Labels und Künstler. Und Spotify wächst – in Marktwert, Nutzerzahlen, etc., verdient aber kein Geld (sondern häuft weiter Risikokapital an1).

IPhoneBlog de Beats Music

Files are over“ – keine Frage. Wie sich Streaming in den nächsten Jahren (preislich) aufstellt, ist eine der Fragen, die wir vielleicht schon im Sommer beantwortet bekommen.

Zur Einordnung: Als noch CDs verkauft wurden, kauften Nutzer pro Jahr Musik im Wert von 28 US-Dollar. iTunes-Kunden investierten jährlich 48 US-Dollar. Streamingdienste kosten im Durchschnitt derzeit 10 US-Dollar im Monat – 120 US-Dollar im Jahr.

Es scheint offensichtlich, dass dies für viele Interessenten noch nicht der ‚Sweet Spot‘ ist und Apple deshalb (anscheinend) für einen geringeren Monatspreis trommelte.

The question many people ask — like the thoughtful Marc Geiger — is how big will the streaming market be? I think the answer lies not in consumers’ appetite for streaming songs, but in the price services charge consumers for streaming.

David Pakman | „The Price of Music


  1. In sieben Finanzrunden wurden bislang 540 Millionen US-Dollar erworben

Lauftraining mit Apple Watch

IPhoneBlog de Activity

Holger Krupp beschreibt seine Sicht auf das Sportinstrument Apple Watch als ambitionierter Läufer – reflektiert und ausführlich.

If you don’t like taking your Phone with you during workouts or you like to analyse the data in detail, the Apple Watch is not a suitable replacement for a dedicated sport tracker. The current implementation is ok if you are starting doing sports or just want to have a summary and never look back on your data again. The 3% difference in the result compared to the Suunto is not that big to matter, the slow update of the pace might be also ok if you are not doing any interval training and run with a similar speed all along.

“Apple Watch Sport” Sport Review (running)

Ich gab mich in den letzten Jahren mit der Fantasieeinheit der Nike Fuelpunkte zufrieden. Deshalb wundere ich mich auch nicht, dass mir die neuen Aktivitätskringel der Watch zur Begutachtung meiner sportlichen Betätigung vorerst ausreichen. Außerdem beinhaltet die iPhone-App ‚Aktivität‘ ein ausführlicheres Fitnessprotokoll – inklusive Gamification. Die virtuellen Medallien, die man für ‚Erfolge‘ bekommt, lösen dieses ‚Gotta catch ‚em all‘-Pokémon-Sammelgefühl aus.

Nimmt man das iPhone weiterhin zum Sport mit, greift die Uhr nicht ins bisherige System der Trainingsaufzeichnungen, über Apps wie Runtastic oder Nike+ Running, ein.

IPhoneBlog de Music

Drei kurze Extra-Beobachtungen, nach meinen ersten Jogging-Sessions:

  • Die Jabra Sport Rox Wireless funktionieren weiterhin perfekt. Wenn ich das iPhone mitnehme, höre ich Podcasts über Castro. Die Uhr steuert über einen Check (engl. ‚Glance‘) die Lautstärke, springt mehrere Sekunden vor oder zurück und pausiert die Wiedergabe. Die Fernbedienung am Kopfhörerkabel kann all dies jedoch auch. Wenn das iPhone nicht dabei ist, verbindet sich der Bluetooth-Kopfhörer direkt mit der Watch.
  • Nur eine Wiedergabeliste lässt sich für Musik synchronisieren. Die Übertragung dieser Playlist, die in der Apple-Watch-App ausgewählt wird, beginnt nur wenn die Uhr am Strom hängt. Genau so sollte sich im ersten Schritt auch die ‚On-The-Go‘-Liste aus Apples Podcast-App auf die Uhr überspielen lassen.
  • Fürs Fitnesstraining empfinde ich ein Sportarmband als notwendig. Ich war bislang nur mit dem Lederarmband unterwegs. Damit fühlt man sich ‚overdressed‘ und generell falsch angezogen an. Der Armbandwechsel ist mit ein bisschen Übung in wenigen Sekunden erledigt.

KW18 – so wie sie hier nicht stattfand

IPhoneBlog de So wie sie hier nicht stattfand

Samsung’s latest video looks oddly familiar…

Samsung schafft es, dass die (Apple‑)Blog-Welt ihr Video zum Galaxy S6 verteilt. Das nenne ich cleveres Marketing.


Your heart rate. What it means, and where on Apple Watch you’ll find it.

Permanent or temporary changes to your skin, such as some tattoos, can also impact heart rate sensor performance. The ink, pattern, and saturation of some tattoos can block light from the sensor, making it difficult to get reliable readings.

Unterschiedliche Hauttypen funktionieren problemlos; Tattoos mit bestimmten Farbpigmenten führen zu Irritationen des Sensors – genau wie beim FitBit HR, Scosche Rhythm+ und Microsoft Band zuvor.


Component & manufacturing cost of 38mm Apple Watch Sport is less than $84 – IHS teardown analysis

But for whatever it’s worth, below are the IHS numbers, with the display & touchscreen module the most expensive single component at $20,50, and the battery the cheapest at 80 cents.

Die Zahlen sind wie immer herbeifantasiert1, aber viel entscheidender: komplett ohne Aussagekraft. „But for whatever it’s worth“ – wir reichen sie trotzdem durch.


How to sync podcasts with Apple Watch

However, there is a workaround that allows you to sync podcasts with Apple Watch. Like all workarounds, it’s not very straightforward, and to be honest, a bit cumbersome, but if you want to listen to podcasts on your Apple Watch without an iPhone, this is currently your only option.

Nein, so synchronisiere ich definitiv keine Podcasts auf die Uhr. Ein Update von Apples (mittlerweile) vorinstallierter Podcast-App, die einzelne Episoden genau wie Wiedergabelisten von Musik überspielt, ist nicht zu viel verlangt.


My first week without an Apple Watch

I confess: I stayed up until midnight on launch day so I could order an Apple Watch and get it as soon as possible (late May). So, here’s my first week without an Apple Watch.

Ich lachte.


  1. Tim Cook: “Generally, there’s cost breakdowns that come out around our products that are much different than the reality, […] I’ve never seen one that is anywhere close to being accurate.“ 

Erfahrungsbericht mit den Apple-Watch-Bedienungshilfen

IPhoneBlog de Taptic

Foto: iFixit

Mum has certainly found benefit in the ‘tap’ for getting my attention when I am in my bedroom without my hearing aids on, I feel the nudge to get a move on or she wants my attention for something.

There is a vibration when a text message is received too – Prominent Haptics is definitely awesome for me as a deaf blind person.

Molly Watt

‚Digital Touch‘, die Kommunikation von Handgelenk zu Handgelenk, erscheint mir unterschätzt. Vielleicht weil die Scribbles und Taps noch verspielter wirken als das klassische Emoji. Einmal ausprobiert wird jedoch schnell das Level an Intimität klar, das ein iPhone nicht erreichen kann.

Dafür verantwortlich ist Apples ‚Taptic Engine‘, die neben der ‚Digital Crown‘, das mit Abstand beste Hardware-Feature der Uhr ist. Ich wette, die Taptic Engine wandert zukünftig auch ins iPhone um unter anderem die Zeichnungen und Berührungen dann auch über die Nachrichten-App zu erleben. Der spontane Kontakt, mit dem die Uhr jedoch auf die Haut tippt, bleibt Apple Watch vorbehalten.

Die Uhr

Es war das Mobilfunktelefon, das die Funktion der Armbanduhr in den letzten Jahren kaperte und die klassischen Zeitgeber zu rein dekorativen Aufgaben am Handgelenk degradierte. Wer heute eine Uhr trägt, trägt sie nicht um davon die Zeit abzulesen. Uhren sind Sportgeräte, Schmuck oder Geldanlage, aber primär keine Zeitmessgeräte mehr.

Apples iPhone verkörpert als unverwechselbares Symbol das moderne Mobilfunktelefon – ein Smartphone. Es ist das Gerät, das der traditionellen Uhr ihre technische Finesse raubte. Alles was mit Zeit zu tun hat – vom Chronograph über die Mondphasen, der Stoppuhr bis zum Datum – macht ein modernes Telefon besser1. Die technische Finesse der althergebrachten Uhr besteht dieser Tage im Aufbau, mit seinen Miniatur-Rädchen, Sprungfedern und insgesamt der Kunst dieses Handwerks, das sie herstellt, pflegt und instand hält. Diese Leistung ist und bleibt außergewöhnlich; Uhrwerke bleiben unnachahmlich.

Es ist jedoch nicht mehr die reine Funktion, die Menschen in Uhren investieren lässt. Deshalb verspüre ich seit Jahren – genau genommen seit meinen Jugendtagen, keinen Reiz für eine Armbanduhr. Für mich war es immer ein zu großes Statussymbol, das zu wenig Mehrwert bot. Ich bleibe nie vor einem Juwelier mit einer Uhren-Auslage stehen; ich bewundere nie extravagante Armbänder und begeistere mich nicht an Ziffernanzeigen. Ich schaue keinen Uhren hinterher.

Ich war auch nie das Kind, das mit den Uhren von seinem Vater gespielt hat. Das soll nicht heißen, dass die Größe, das Gewicht und die Verarbeitung keinen Eindruck auf mich hinterlassen hätten. Das haben sie, daran erinnere ich mich.

Ich erinnere mich jedoch auch daran, das mir die klassische Uhr immer zu wenig konnte. Sie verlor als Spielzeug schnell ihren Reiz. Die Zeit abzulesen war nie etwas, für das ich langfristig einen Sinn gesehen habe. Während meines Studiums galt es sogar als schick keine Uhr zu tragen. Uhren waren immer für alte Leute.

IPhoneBlog de Apple Watch Steel

Deshalb hätte ich damit gerechnet, dass es zuallererst die Funktionen sind, mit denen Apple Watch mich umhaut. Die Funktionen als Computer, die Software, die Apps mit ihren Push-Benachrichtigungen. Genau das Zeug, was das iPhone damals von den Feature-Phones abhob.

Doch weit gefehlt. Die ersten Tage ist es die Uhr selbst, die mich begeistert. Als jemand, der mit Ausnahme von ein paar Fitnessbändern sein Handgelenk immer schmucklos hielt, ist es die Hardware, die ungeheure Lust ausübt. Sowohl das Gliederarmband wie auch das Lederarmband mit Schlaufe wirken auf mich, den Laien, wie…Luxus. Eine Klasse von Luxus, die für mich in anderen Gegenständen, die ich besitze, schwer vorstellbar ist.

Die Edelstahl-Ausführung der Watch fühlt sich mächtig an; die Präzision der Krone hatte ich irgendwie erwartet und wurde trotzdem überrascht. Die Taptic Engine ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal; es ist eines der besten Merkmale der Uhr.

IPhoneBlog de Apple Watch Steel Armband

Es kommt mir auch nach drei Tagen noch ein bisschen albern vor, aber ich bekomme nicht genug vom Dreh des Handgelenks, der dazu führt das Zifferblatt aufleuchten zu lassen. Über zwei Millionen Kombinationen sollen möglich sein wenn man alle 10 Watchfaces, Komplikationen und Farben einberechnet. Ich habe bereits zu viele Stunden mit der Gestaltung verbracht und halte es für absolut vorstellbar, je nach (gesellschaftlicher) Situation und/oder Stimmung, das Layout zu wechseln.

Ich glaube weiterhin nicht das Apple Watch primär eine Uhr ist, genau wie das iPhone nie in erster Linie ein Telefon war. Aber ich erkenne mittlerweile den Reiz an einer Armbanduhr, der bislang an mir vorbeizog. Vielleicht bin ich mittlerweile auch nur einer dieser alten Leute. Vielleicht musste nur einmal jemand das angestaubte Image, das in meiner Wahrnehmung Uhren anhaftet, abstauben. Vielleicht kann Watch OS 1.0 auch einfach noch zu wenig, weshalb der Fokus automatisch auf der Zeitanzeige liegt. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus allem.

Aber egal was es ist: Apple Watch ist in der Tat eine coole Uhr.


  1. Das hat natürlich seinen Preis: Das Smartphone nimmt nicht die privilegierte Position am Handgelenk ein und auch die Batterielaufzeit steht in keinem sinnvollen Vergleich. 

Q2/2015: 61.2 Millionen iPhones + 12.6 Millionen iPads

Apples zweites Geschäftsviertel im Jahr 2015, das direkt ans erfolgreiche Weihnachtsgeschäft anschließt, endete am 28. März. In den letzten drei Monaten verkaufte die kleine Firma aus Cupertino 61.2 Millionen iPhones sowie 12.6 Millionen iPads.

IPhoneBlog de Q2 iPhones

IPhoneBlog de Q2 iPads

Im gleichen Zeitraum fanden 4.5 Millionen Macs neue Besitzer_innen. Apples Umsatz betrug 58 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn beläuft sich auf 13.6 Milliarden US-Dollar oder 2.33 US-Dollar pro Aktie mit einer Bruttogewinnspanne von 40.8-Prozent.

“We are thrilled by the continued strength of iPhone, Mac and the App Store, which drove our best March quarter results ever,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “We’re seeing a higher rate of people switching to iPhone than we’ve experienced in previous cycles, and we’re off to an exciting start to the June quarter with the launch of Apple Watch.”

Apple.com/PR

Um 23 Uhr unserer Zeit startet wie immer die Telefonkonferenz mit hoffentlich ein paar berichtenswerten Details.