Wie Phönix aus der Asche: Apples ‚Podcasts‘ lebt.

IPhoneBlog de Podcast App

Apples Podcast-App startete als Katastrophe. Ich dachte anfangs ernsthaft, die Anwendung ist Cupertino aus Versehen ins Download-Verzeichnis gerutscht.

Schwamm drüber! Version 1.2, neun Monate nach der ursprünglichen Veröffentlichung, ist erstmals erwähnenswert. Die alberne Grafik des Bandlaufwerks ist entfernt, die Steuerungselemente im neuen Layout sind weitgehend gut platziert. Mit 20 abonnierten Shows bleibt die App spürbar flott und die iPad-Version ist sogar hübsch. Selbst iCloud gleicht den exakten Zählerstand pro Episode ab – zumindest nach meiner ersten Teststunde. Damit ist das Fundament gegossen.

Es fehlen: Kapitelmarken. Und der ‚Top Charts‘-Button ist in der täglichen Benutzung zu zentral platziert. Aber damit kann ich leben und behaupte (zu später Stunde) sogar, Podcasts (kostenlos; universal; App-Store-Link) in den nächsten Tagen einfach mal dauerhaft auszuprobieren*.

* Kniff No.1: Im Suchfeld lassen sich alle Podcast-Adressen manuell eingeben, die nicht in iTunes geführt werden (wie beispielsweise der persönliche Huffduffer-Feed).

GarageBand spricht mit Audiobus

IPhoneBlog de GarageBand meets Audiobus

Dinge, die nicht alle Tage passieren: Apples iOS(Insel-)Apps nehmen Kontakt zum App-Store(-Festland) auf. Garageband (4.49 €; universal; App-Store-Link) verdrahtet sich in Version 1.4 (als Output-Device) mit Audiobus (8.99 €; universal; App-Store-Link), der App, die eine Vielzahl von iOS-Musikprogrammen gleichzeitig anspricht.

In diesem Zusammenhang ist es sicherlich kein Zufall, dass ab heute auch das Audiobus SDK zum öffentlichen Download bereitsteht.

Update: Audiobus feiert (sich selbst) und kostet derzeit nur 4.49 € (Link).

Passcode-Bug auch unter iOS 6.1.3

DirektPasscode

Leitet Siri den Sprachanruf aus dem iPhone-Lockscreen ein, konnte ich den (mittlerweile hinlänglich bekannten) Bug bei der Zugriffsbeschränkung nicht nachvollziehen. Mit Voice Control und ein wenig Timing-Geschick klappt es – trotz iOS-Update 6.1.3, das Apple (auch) aus diesem Grund erst am gestrigen Dienstag veröffentlichte.

Der Fehlerfund entspringt dem gleichen YouTube-Kanal, der bereits Ende Januar eine Lücke im Sperrcode, die den Zugriff auf die Telefon-Anwendung ermöglicht, demonstrierte.

(Danke, Marco!)

iOS braucht ein Schneeleopard-Jahr*

IPhoneBlog de Snow Leo

Mac OS 10.6, die siebte Version von Apples modernem Desktop-Betriebssystem, war ein umstrittener Release. Keine neuen Funktionen; substanzielle Detailverbesserungen. Snow Leopard bügelte glatt, was Leopard zerknitterte und bereitete den Weg für Lion und Mountain Lion. Ohne die dort angelegten Grundlagen (Grand Central Dispatch, 64-Bit-Mode, etc.) ständen die MacBooks heute vor ganz anderen Herausforderungen.

10.6 rettete sich vor der Kritik über seinen kleinen Preis (29 Euro) sowie die fehlende Aufmerksamkeit, die das iPhone 3GS (zuvor) und iPad (danach) dem OS-Update entzogen.

Rückblickend, wenn man so nach zwei Jahren bereits resümieren darf, war 10.6 eine der wichtigen Veröffentlichungen, die aufholte, was mehrere intensive iOS-Jahre vernachlässigten (Erinnert sich noch jemand an Time Machine unter Leopard?).

On the other side of the coin, I imagine all the teams at Apple that worked on Snow Leopard absolutely reveled in the opportunity to polish their particular subsystems without being burdened by supporting the marketing-driven feature-of-the-month. In any long-lived software product, there needs to be this kind of release valve every few years, lest the entire code base go off into the weeds.

Jetzt braucht iOS, beziehungsweise die daran angeschlossenen Dienste, eine solche Phase des Feinschliffs. iCloud, Maps, Siri, iTunes und der mobile App Store benötigen ‚Aufmerksamkeit‘ – je nachdem wo man sich selbst auf der kritischen Skala einstuft, lässt sich das negativer oder positiver formulieren. Ich für meinen Teil empfinde zum Beispiel Apple Maps als zufriedenstellend, das Software-Verzeichnis auf iPhone und iPad jedoch als zunehmend anstrengend.

Dass insbesondere die Onlinedienste mehr Ressourcen benötigen (iCloud-Login down, hallo?), steht außer Frage. Das Google und Facebook hier einen besseren Job machen (Stichwort: Messages), ist ohnehin klar.

Das Problem: Apple kann sich nach iOS 6, das viele notwendige Dinge hinter der Bühne umgeworfen hat, keinen solchen ‚No-Feature‘-Release mehr leisten – obwohl er angebracht erscheint. Ganz im Gegensatz zum nächsten „Killer Feature“ fürs 5S, wie es sich Analysten regelmäßig erträumen.

Die aufgebrachte Medienmeute verlangt die iWatch und den Apple-Fernseher ohne in Betracht zu ziehen wie sehr eine zuverlässige iCloud den eigenen Alltag bereichern würde.

*Dieser Artikel enthält eine Handvoll ausformulierter Gedanken, die auf der aktuellen Episode 5 des Accidental Tech Podcast von Marco Arment, Casey Lies und John Siracusa basieren.

iOS 6.1.3 behebt Passcode-Problem und schließt Jailbreak-Lücke

IPhoneBlog de iOS 6 1 3

iOS 6.1.3 behebt ein das letzte Passcode-Problem, welches iOS 6.1.2 im Februar noch galant ignorierte. Mehr allgemeine Infos über den Sperrcode und seine Funktionsweise verfasste Marco Tabini zuletzt für Macworld („Understanding iOS passcode security„).

In den Vorabversionen von iOS 6.1.3 war ebenfalls eine Fehlerbehebung enthalten, die den Jailbreak ‚evasi0n‚ in seiner aktuellen Fassung verhindert. Ich gehe davon aus, dass es dieser Sicherheitsfix auch in den aktuellen Release geschafft hat.

Update: Richtig vermutet.

iPad-Partner-Programm: Smile verkauft PDFpen 6

Ich benutze PDFpen von Smile an mindestens zwölf Tagen im Jahr – die monatliche Buchhaltung fordert das. Bankauszüge schwärzen, unnötige Deckblätter oder Anhänge aus Rechnungen entfernen und PDF-Formulare ankreuzen. Für eine schnelle Unterschrift schicke ich zum Beispiel Vertragswerke in die iCloud und setze mein Kürzel am iPad* (13.99 €; App-Store-Link) – erst heute Vormittag habe ich auf diese Art wieder einen NDA unterschrieben und anschließend per E-Mail verschickt. Obwohl ich die Software-Kombination nicht täglich nutze, ist sie aus meinem Workflow mittlerweile nicht mehr wegzudenken.

Heute erschien Version 6 von PDFpen für den Desktop und ersetzt im Mac App Store die Vorgänger-Edition. Die fehlende Upgrade-Option gegen Bezahlung ist der (hinlänglich bekannte) Grund für den kompletten Versionstausch, den Smile im Blog noch einmal erklärt und einen kräftigen Startrabatt für die ersten 48 Stunden einräumt. Größter Nutznießer: Neukunden.

IPhoneBlog de PDFpen6

Pro (35.99 €; MAS-Link) oder nicht Pro (26.99 €; MAS-Link)? Ich bin bislang mit der ‚kleinen‘ Version gut gefahren. Das Umwandlung von Webseiten in PDF-Dokumente benötigte ich bislang nie. Die derzeitigen neun Euro, die die Pro-Version an Aufschlag kostet, muss man nicht sparen, kann man aber.

Insgesamt ist die Frage erlaubt, ob Kunden, die mit Version 5 zufrieden sind, zum jetzigen Startangebot investieren sollten. Mit Blick auf die letzten zwei Jahre lässt sich für diese Überlegung festhalten: Smile hat bislang nur jeweils einmal pro Jahr den Preis für PDFpen gesenkt. Ein kurzen Videorundgang über alle Neuerungen findet sich bei David Sparks.

PDFpen (Pro) lässt sich klassisch über die Webseite seiner Entwickler kaufen. Den iCloud-Sync, um PDFs neben Dropbox auch darüber automatisch zu beziehen, gibt es jedoch nur im Mac App Store, weshalb ich dort mein Geld für dieses Upgrade zurücklasse.

* Die iPhone-Version wird separat angeboten (4.49 €; App-Store-Link).

‚Game Boy Advance‘-Emulator schummelt sich in den App Store

IPhoneBlog de Super Mario on iPhone

Awesome Baby Names (1.79 €; App-Store-Link) versteckt einen Game Boy Advance-Emulator. Das BIOS und die ROMS landen via iTools im Ordner /Documents. Die ‚geheime‘ Touch-Kombination zur Aktivierung sieht wie folgt aus.

IPhoneBlog de GBA Emu

Update: Wie zu erwarten entfernt Apple ‚Awesome Baby Names‚ aus dem App-Store-Angebot.

(Danke, Raphael!)

BlackBerry-Chef mit netten Worten zum iOS-Homescreen

IPhoneBlog de Homescreen

“Apple did a fantastic job in bringing touch devices to market … They did a fantastic job with the user interface, they are a design icon. There is a reason why they were so successful, and we actually have to admit this and respect that,” Mr Heins said.

“History repeats itself again I guess … the rate of innovation is so high in our industry that if you don’t innovate at that speed you can be replaced pretty quickly. The user interface on the iPhone, with all due respect for what this invention was all about is now five years old.”

Auf der Suche nach ein paar Klicks mutieren diese doch wirklich freundlichen Aussagen von BlackBerry-Chef Thorsten Heins zu Überschriften von bedauernswertem Journalismus: „Thorsten Heins says iPhone is old news„, „BlackBerry CEO Slams iPhone as No Longer Innovative“ und „BlackBerry CEO Says iPhone Is Passé„*.

Obendrein hat er Recht. iOS ist nach dem Start von BlackBerry 10, Ende Januar, mittlerweile das älteste mobile Betriebssystem unter allen noch bedeutenden Mitspielern, verkauft trotz ‚altem‚ Homescreen-Konzept aber immer noch ein paar Geräte.

*Explizit ohne Link