„Why Niantic is trying to sell off Pokémon Go“

Pokémon Go maker Niantic is getting ready to sell off its crown jewel: The company is in talks with mobile game giant Scopely to sell its gaming division for $3.5 billion, Bloomberg reported earlier this week. A deal between the two companies could be announced in the coming weeks, according to the report.

There’s a few things to unpack here, starting with the obvious: Pokémon Go may have lost some of its shine since its launch almost a decade ago, but the price tag shows that it is still a massive money maker. The game is estimated to have generated close to $8 billion on the App Store and Google Play over eight years, including $1.3 billion in 2020 alone – despite the fact that many people were stuck at home for months. Niantic also launched its own web shop for in-game items in 2023, which likely generated many more millions of dollars.

Lowpass.cc

Janko Roettgers argumentiert: Niantic1 hat als „one-hit wonder“ seinen Job erledigt und benötigt nun Produktfokus.

Das Bild zeigt drei iPhones, die die Benutzeroberfläche von Pokémon GO darstellen. Auf den Bildschirmen werden Hinweise zu den Einstellungen für den Hintergrundstandort und die Aktivierung von Adventure Sync angezeigt, sowie das Gameplay mit einem Trainer und Pokémon in einer virtuellen Umgebung. Die Darstellung hebt Funktionen hervor, die die App im Hintergrund nutzen, um Aktivitäten zu verfolgen.

Pokémon Go finanzierte nicht nur mit Geld die Vision von „3D-Scans der ganzen Welt“ (die auch nie verheimlicht wurde2), sondern ließ durch „user-generated content“ diese Welt tatsächlich vermessen – von Wegstrecken und Points of Interest, die über Bilder und Videos bis zu „Geospatial Data“ via Crowdsourcing gesammelt wurden.


  1. Niantic Inc. gründete sich im Jahr 2010 innerhalb von Google als Niantic Labs. Unter der Leitung von John Hanke koppelte es sich im Jahr 2015 als eigenständiges Unternehmen aus. Hanke war zuvor als Mitgründer und Geschäftsführer von Keyhole tätig, einem Unternehmen für raumbezogene Software, das sich im Jahr 2004 an Google verkaufte. 
  2.  Mapping Reality: Building the Future of AR “, „ Engineering Pokémon Playgrounds: Using Niantic’s Visual Positioning System to Anchor Pokémon to Real World Locations “, „Building a Large Geospatial Model to Achieve Spatial Intelligence“, etc.. 

Geheimanordnung: Apple streicht den erweiterten Datenschutz für iCloud in UK

Das Bild zeigt ein altes, rostiges Vorhängeschloss mit der britischen Flagge (Union Jack) auf der Vorderseite. Der Hintergrund besteht aus blauer, stark abgeblätterter Farbe, die ein Gefühl von Verfall und Vergänglichkeit vermittelt. Die Kombination aus Schloss und Flagge symbolisiert möglicherweise Schutz oder Einschränkungen im Zusammenhang mit Großbritannien.

Apple macht seine Drohung gegenüber Großbritannien wahr: iCloud erlaubt es britischen Kunden jetzt nicht mehr, die erweiterte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu aktivieren, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Wichtige Daten wie iCloud-Backups, iMessage-Chats und Fotos lassen sich dadurch dort nicht mehr vollständig verschlüsseln.

Apple reagiert damit offensichtlich darauf, dass in Großbritannien eine Hintertür für iCloud gefordert wurde: Medienberichten zufolge hat die Regierung den Konzern in einer Geheimanordnung dazu angewiesen, entsprechende Zugriffsmöglichkeiten auf solche bislang durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung richtig geschützten Daten zu schaffen.

Leo Becker | Heise.de

America next?

Um tatsächlich Druck aufzubauen, hätte man sich zumindest die Androhung eines Rückzugs von Apple aus UK gewünscht. „Advanced Data Protection“ lediglich abzuknipsen, schlägt nicht genug Wellen für eine breite Empörung von britischen Nutzern. Dafür ist das Feature zu technisch – siehe auch diesen „Sicherheitsüberblick“.

Apples erweiterte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung brach im Frühling 2023 mit einem (jahrelang) bestehenden Status quo: Mit dem „Standardmäßigen Datenschutz“ konnte Apple bestimmte iCloud-Daten für eine Strafverfolgung zur Verfügung stellen; mit dem „Erweiterten Datenschutz für iCloud“ besitzt Apple diesen Schlüssel nicht mehr. So kann Apple entsprechend auch nicht helfen, wenn man seinen Zugang etwa selbst verbummelt.

Die von Haus aus deaktivierte Option anzubieten, war überfällig, was die Forderung einer Hintertür von Großbritannien noch einmal doppelt unterstreicht.

Mit der Geheimanordnung fordert UK aber nicht nur den bislang gewohnten Zugriff auf Nutzerdaten, sondern verbannt insgesamt Verschlüsselung. Aber wie wir wissen: „Mit Kryptografie kann nicht verhandelt werden. Entweder sind Daten Ende-zu-Ende-verschlüsselt, oder nicht.

Letztlich wählte Apple einen (für sich) angemessenen Kompromiss einer völlig unangemessenen Forderung (über die Apple nicht einmal reden darf, wie ihr Statement demonstriert).

Apple can no longer offer Advanced Data Protection (ADP) in the United Kingdom to new users and current UK users will eventually need to disable this security feature. ADP protects iCloud data with end-to-end encryption, which means the data can only be decrypted by the user who owns it, and only on their trusted devices. We are gravely disappointed that the protections provided by ADP will not be available to our customers in the UK given the continuing rise of data breaches and other threats to customer privacy. Enhancing the security of cloud storage with end-to-end encryption is more urgent than ever before. Apple remains committed to offering our users the highest level of security for their personal data and are hopeful that we will be able to do so in the future in the United Kingdom. As we have said many times before, we have never built a backdoor or master key to any of our products or services and we never will.

via John Gruber

Ausreichend getrunken? Das „Waterllama“ weiß es.

Ich ziehe das kürzlich diskutierte Thema von (smarten) Wasserflaschen aus dem iPhoneBlog-Slack hier ins Blog. Mir fehlen eigene Erfahrungen mit HidrateSpark, LARQ und Co. – ich setze auf „dumme“ Trinkflaschen und dokumentiere meine Wasseraufnahme mit Software, die diese Informationen in Apple Health festhält.

Auf dem Bild hält eine Person ein Smartphone in der Hand, auf dem die App "WaterLama" geöffnet ist. Die App zeigt eine bunte Lama-Grafik, die den Fortschritt der täglichen Wasseraufnahme (1800 ml, 90 % des Ziels) visualisiert. Unten im Bildschirm sind verschiedene Getränkeoptionen und ein Tipp-Button zu sehen.

Statt WaterMinder schreibt mittlerweile Waterllama für mich mit. Durch die Nutzung von Apples Datenbank kann ich jederzeit die App wechseln, respektive diese Daten anderen Apps zur Verfügung stellen.

Der App-Store-Award-Gewinner aus dem Jahr 2022 ist visuell charmant und nimmt sich dabei selbst nicht bierernst. Es gamifiziert euer Protokollieren und bietet dafür Widgets, eine Watch-App sowie die Integration ins Kontrollzentrum.

Im Büro habe ich mir einen NFC-Sticker (Affiliate-Link) unter die Schreibtischplatte geklebt. Bringe ich das iPhone in dessen Nähe, loggt es meinen festgelegten Wert.

Dieses Verschriftlichen ist dabei einfacher, als mit Erinnerungen zu jonglieren. Grundsätzlich will ich nur daran denken, ausreichend zu trinken; (historische) Werte sind mir absolut egal. Aber Reminder lassen sich zu einfach ignorieren, deshalb tracke ich meine Flüssigkeitszufuhr auf diese Weise mit.

#443 – Audiobooks

Ich gebe keine Hörbücher-Empfehlungen, kann aber zu Software raten, mit denen ihr diese Audiobooks erstellt, organisiert, überspielt und letztlich anhört.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Einmal darüber geschlafen: nach der Ankündigung des iPhone 16e

Apples Promovideo zum iPhone 16e ist „Shot on iPhone. Edited on Mac.“ Natürlich. Allerdings ist es nicht „Shot on iPhone 16e“, das verraten die vielen Ultraweitwinkel- und Makro-Aufnahmen, die dem Kamera-System des „neuen Mitglieds der iPhone 16 Familie“ fehlen.

Das Bild zeigt ein Smartphone, das von einer Person mit blau lackierten Fingernägeln gehalten wird. Auf dem Bildschirm sind verschiedene Apps und Widgets zu sehen, darunter Wetterinformationen und ein Kalender. Der Hintergrund zeigt eine Landschaft mit Bergen und einer Person, die darauf spaziert.

Diese Positionierung, als „das günstigste Mitglied der iPhone 16 Familie“ ist in sich selbst interessant. Es impliziert, dass dieses Telefon-Modell, das das iPhone SE (2016 / 2020 und 2022) ablöst … bleibt? Oder zumindest häufiger vorbeischaut? Familienmitglieder tun bekanntlich so etwas.

Das neue Einstiegsmodell wurde durch einen Tweet1 angekündigt, bekam aber nicht den üblichen Fanfare, den wir von anderen iPhones gewohnt sind. Mehr „low key“ geht in Apples Dimensionen für einen Produktstart fast nicht – insbesondere für ein iPhone. Es ist vielleicht unnötig zu erwähnen, aber es bleibt ihre „Die-Hälfte-des-gesamten-Umsatzes“-Produktkategorie.

Das Bild zeigt die Seitenansicht eines silbernen Smartphones, vermutlich ein iPhone, mit einem markanten Knopf, der mit einem Kamerasymbol versehen ist. Über dem Knopf sind verschiedene Symbole zu sehen, die auf anpassbare Funktionen hinweisen, wie Taschenlampe, Nicht-Stören-Modus und Übersetzung. Die minimalistische Gestaltung betont die Eleganz und Funktionalität des Geräts.

Das iPhone 16e beendet die Ära von kleinen iPhones und von Touch ID, etabliert gleichzeitig aber die Actiontaste für alle Modelle. Apple scheint sich hier dauerhaft festzulegen: Der Action Button ist ein neues „Non-Negotiable“.

Andere Features klassifizieren sie als Unterscheidungskriterien, die (mich) überraschten. Ich hätte etwa nicht gedacht, dass MagSafe, die Thread Netz­werk-Techno­lo­gie und der Ultra­breit­band-Chip zur Disposition stehen. Die daran geknüpfte Funktionalität erscheint mir zu groß (Stichwort „Ökosystem“) und außerdem zu easy zu vermarkten.

Hinzu kommt: Durch die bereits jahrelange Entwicklung ist der Preis für diese Komponenten wahrscheinlich überschaubar.

Speziell die fehlenden Magneten schließen dieses iPhone von einer ganzen Menge an Zubehör aus. Natürlich lässt sich MagSafe durch ein Case oder einen Metallring nachrüsten.

Trotzdem. Und warum verkauft Apple nicht selbst eine passende Hülle, die das iPhone 16e MagSafe-kompatible macht?

Das Bild zeigt das Innenleben eines iPhones mit Fokus auf den Apple C1-Chip, der zentral auf der Platine platziert ist. Die detaillierte Ansicht hebt die elektronischen Komponenten und die präzise Anordnung der Bauteile hervor. Der C1-Chip könnte speziell für Kamera- oder KI-Funktionen entwickelt worden sein.

C1 ist das erste von Apple entwickelte Modem und das energieeffizenteste, das es je in einem iPhone gegeben hat. Es sorgt für schnelle und zuverlässige 5G Mobilfunkverbindungen und baut damit die Vorteile der Apple Chips weiter aus. Apple Chips — einschließlich des C1 — das komplett neue interne Design und das fortschrittliche Energiemanagement von iOS 18 tragen zu der herausragenden Batterie­laufzeit bei.

7 Jahre Entwicklungszeit für diesen „several billon dollar effort“ führten zu einem zweizeiligen Pressezitat, schreibt Mark Gurman. Ich bin in erster Linie natürlich gespannt, ob es der C1-Chip bereits in diesem Herbst in die nächsten iPhones schafft, und wie sich das Line-up dann (preislich) insgesamt aufstellt.


  1. „Get ready to meet the newest member of the family. Wednesday, February 19. #AppleLaunch“
    • Tim Cook.

Das iPhone als ein „writerDeck“

A writerDeck is a device dedicated specifically and solely to writing. Technically, a typewriter is an analog writerDeck. But usually we mean some sort of computerized word processor, such as the Astrohaus Freewrite or the Alphasmart Neo, to name two of the most popular mass-produced versions. But these tend to be either too expensive or too limited for many writers, so many of us build our own.

The term “writerDeck” comes from “cyberDeck”. People argue over what counts as a cyberDeck, but in practice it basically means “a weird cobbled together computer, usually without a mouse and usually homemade, often with a retro-futuristic, cyberpunk vibe.” So a writerDeck is just a cyberDeck dedicated to writing.

writerDeck

r/writerDeck ist ein neues Lieblings-Subreddit. Meine Finger stolperten beim Ausprobieren der Schreibanwendung Amber darüber. Sein Entwickler träumt Render-Träume von einem „Tiny Typewriter“ – einem Klapp-Tastatur-Gehäuse fürs iPhone.

Als jemand, der Keyboards mag und sich mit QWERTY-Tasten unter den Fingern augenblicklich produktiver fühlt, trifft das einen Nerv. Und gleichzeitig weiß man, dass solche Produktfotos ganz weit von einem tatsächlich zu kaufenden „Clamshell Mechanical Keyboard“ entfernt sind.

Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich gehe nicht davon aus, dass das jemals so erscheint. Deshalb habe ich nach der Möglichkeit von einem eigenen „writerDeck“ gesucht – ultra-kompakt, innerhalb meiner (begrenzten) DIY-Möglichkeiten und abseits der iPad-Pro-Magic-Keyboard-Kombo.

Das Canopy von Studio Neat entdecke ich ohnehin alle Jahre wieder neu. So auch dieses Mal. In Kombination mit einem MagSafe-„Metal Ring“ und dem EDGE Pro von Rolling Square (Affiliate-Link), hält der ausreichend große iPhone-Screen sowohl hochkant als auch im Breitbild.

Das Bild zeigt ein Smartphone, das auf einem schwarzen Ständer vor einer weißen Tastatur steht. Auf dem Bildschirm ist Text in einer App sichtbar, während im Hintergrund eine grüne Pflanze und eine helle Wand zu sehen sind. Die Szene wirkt modern und minimalistisch.

Apples Magic Keyboard (Affiliate-Link) ist in diesem Fall kabellos verbunden. Das iPhone spricht über USB-C, mittlerweile aber auch mühelos mit jeder anderen Tastatur – etwa meinem Bauer Lite.

iOS helfen jedoch die Media-/Sondertasten. F3 öffnet etwa die Ansicht, um zwischen Apps zu wechseln. Im Gegensatz zum iPad kann man nicht über die Befehls-Tabulatortaste zwischen geöffneten Anwendungen wechseln. iOS steht externen Keyboards immer noch fundamental fremd gegenüber.

Trotzdem sollte jemand über die neuen USB-C-Möglichkeiten von Apples Telefonen tiefer nachdenken – vielleicht im Schulterschluss mit MagSafe. Für ein vollständig integriertes writerDeck – im „Nokia Communicator“-Stil – wäre ich nämlich sofort zu haben.

„An update to my Alt Text generator shortcut“ (via OpenAI’s API)

Ich hege die Hoffnung, dass wir in naher Zukunft nicht mehr manuell die Alt-Texte für Bildbeschreibungen setzen müssen. AI für ein barrierefreies Internet? Das wäre doch mal sinnvoll.

Solange das noch nicht automatisch bei jedem Social Network und allen Publishern mitläuft (Mastodon erinnert zumindest löblich!), kümmert man sich selbst.

Zwei Smartphones zeigen die Mastodon-App. Links sieht man einen Beitrag von Eugen Rochko, der erklärt, dass die neueste Aktualisierung der Mastodon-Web-App Benutzer an das Hinzufügen von Alt-Texten erinnert. Alt-Text ist wichtig für Barrierefreiheit und erleichtert die Suche und Filterung von Beiträgen. Unten im Bild ist ein Dialogfenster mit der Aufforderung, Alt-Text hinzuzufügen. Rechts ist eine Notizen-App mit einem eingefügten Textabschnitt zu sehen. Ein gelber Pfeil verbindet beide Bildschirme.

One of my most-used shortcuts, and the one that gets mentioned the most online, is my Generate Alt Text with OpenAI Vision shortcut. Earlier today I received a request to build in support for generating alt text for multiple images at once. It was already on my feature roadmap, and I knew it wouldn’t be hard to do, so I set to work and made it happen. Now if you share multiple images into the shortcut, it’ll generate them all as a block of text, each one separated by a blank line. Check!

Jarrod Blundy

Für deutschsprachige Beschreibungen habe ich seinen Prompt im Kurzbefehl leicht geändert: „Please create alt text for this image in german language.“

Der Shortcut funktioniert direkt aus der Foto-Bibliothek, aber auch über die Dateien-App.

Apps, die einfach funktionieren: heute, Infuse.

Das Bild zeigt die Benutzeroberfläche eines Tablets, auf dem der Film Der Herr der Ringe: Die Gefährten abgespielt wird. Im Hintergrund ist das ikonische Motiv der Argonath-Statuen aus dem Film zu sehen, während darunter Details wie Genre, Bewertung und die Option zum Fortsetzen des Films angezeigt werden. Unten befindet sich eine Übersicht der Besetzung und Crew mit den Namen der Schauspieler.

Infuse ist die eine App, mit der ich (m)einen Vision-Pro-Kauf rechtfertigen würde – für ganz normale 2D-Filme, aus der eigenen Bibliothek, auf einer gigantischen Leinwand.

Legale Wege zu einer solchen Library findet man immer seltener, wenn die Filmindustrie komplett auf Streaming setzt. Die letzten Blu-Ray-Player rollten bereits vom Band. Wovon macht man noch Privatkopien, wenn es Filme und Serien zukünftig auch nicht mehr digital zu kaufen gibt (wovon ich fest ausgehe)?

Ob das Chaos um Lizenzierungen (Wer spielt, wo welche Serie für wie lange?) und ob die Vielzahl der Streamingdienste dieser Industrie-Hoffnung hilft, kann man ausschweifend diskutieren. Nur nicht jetzt. Heute gehen wir von lokalen Filmbeständen aus, auf die Infuse setzt.

Darauf greift ihr via Netzwerk-Ordner (ich bevorzuge WebDAV), Cloud-Dienste oder Medien Server zu – inklusive Plex.

Über iCloud synchronisiert sich eure Timecodes – wenn man mal wieder nur die erste Hälfte eines dreistündigen Dramas geschafft hat. Trakt.tv kann eure Fortschritte automatisch mitschreiben. Stimmen Metadaten nicht, korrigiert man sie direkt in der App; fehlende Untertitel für mehr Sprachen lassen sich mit wenigen Kicks nachladen.

Das Bild zeigt ein Tablet, auf dem eine Szene aus der Serie Peaky Blinders abgespielt wird. Die Darstellung ist dunkel und zeigt eine Person im Profil, beleuchtet von einer schwachen Lichtquelle im Hintergrund. Unten auf dem Bildschirm ist der Titel „Peaky Blinders“ sowie die Episoden- und Staffelnummer (S2 - E1) zu sehen.

Infuse baut (im Gegensatz zu einigen Streamern) keine eigene Player-Software; so funktionierte etwa an Tag 1 die präzise Steuerung über die Apple-TV-Fernbedienung. Genauso schaut es aus, wenn HomePods an Apples Streamingbox hängen und ihr dort die Features „Dialoge verbessern“ und „Laute Töne reduzieren“ nutzt.

Eine neue Option der Wiedergabesteuerung ist „Tap/Hold“ für die (temporär) doppelte Abspielgeschwindigkeit. Ansonsten schalte ich die Gestensteuerung auf iPhone und iPad gerne komplett aus, damit ich nicht aus Versehen die Lautstärke oder die Bildschirmhelligkeit verstelle, wenn ich diese Bildschirme greife.

Das Bild zeigt ein Tablet mit einer Benutzeroberfläche, auf der der Film Gravity angezeigt wird. Es gibt Informationen zum Film, wie Genre, Bewertungen und Besetzung, sowie eine Liste von Optionen wie "Abspielen", "Bewerten" und "Herunterladen". Unten sind weitere Filme und die Besetzung des Films sichtbar.

Für (Offline-)Reisen lassen sich einzelne Folgen oder gleich alle bisher nicht angeschauten Episoden einer Staffel aufs Gerät laden. Einen solchen File-Transfer direkt innerhalb der App zu erledigen, ist gleichzeitig hübsch und bequem.

Für eine Medien-Player-Software diskutiert ihre Community reichlich lebhaft darüber. Infuse lässt sich Livetime (teuer) kaufen, ist mit 15 EUR im Jahresabo aber der bessere Deal.