Mit Ausnahme von Apple probieren sich fast alle Smartphone-Mitbewerber an mehreren unterschiedlichen Display- und Gehäusegrößen. Eine vergleichende Übersicht der aktuellen Modelle liefert http://phone-size.com.
Eine dritte Vorabversion unter der Build-Bezeichnung 9B5141a schlich sich soeben in die Download-Schlange für iOS-Developer. Aktuell findet sich die neue Preview nur als ‚Over-the-Air‘-Update bei Entwicklern ein, die bereits eine Beta von iOS 5.1 benutzen.
Software-Fundstücke werden wie gewohnt nachgereicht; zum aktuellen Zeitpunkt existiert noch kein offizielles Changelog von Apple.
Bei so mancher Nachlässigkeit der App-Store-Wächter rauft man sich die Haare. Aktuell ‚verwundert‘ die Anwendung Fernsehen (0.79€; App Store-Link) als Download-Angebot, das sich TV-Streams von FilmOn oder Internet-Shows wie TWIT.tv mopst und diese im Flimmerkisten-Format auftischt. Mein besonderer Liebling: Die ‚Ausstrahlung‘ von ProSieben umrandet noch das Mac OS Fenster der Desktop-Anwendung EyeTV.
Sicher ist: Sobald die App aus dem Store fliegt, schwindet das Interesse seines Betreibers die Streams aufrechtzuerhalten. Selbst 79 Cent sind dann herausgeworfenes Geld.
Erneuter Anhörbefehl: Mike Daisey besucht Foxconn in Shenzhen und beschreibt die dortigen Arbeits- und Lebensbedingungen.
Ein Weg, diese Art der differenzierten, hintergründigen und kritischen Berichterstattung zu unterstützen, ist ein Kauf der ‚This American Life‚-App (2.39€; App Store-Link).
Samsung, der ‚Smartphone-Weltmarktführer‚. So titelt die Presse und lässt dabei oft unerwähnt (so wie ich in meiner gestrigen Zusammenfassung), das Samsung überhaupt keine offiziellen Zahlen von ausgelieferten oder verkauften Telefonen nennt. Charles Arthur greift für den Guardian – pünktlich zum Rekordergebnis der Südkoreaner – diesen Umstand noch einmal in aller lesenswerter Ausführlichkeit auf.
In fact Samsung, despite being crowned the biggest seller of smartphones in the third quarter, ahead of Nokia and Apple, has never actually said how many smartphones it shipped or sold during that period.
Schlussfolgerungen oder Konsequenzen (beispielsweise für Aktien-Interessenten) möchte daraus jeder für sich selbst ziehen. Das Vorgehen bleibt mit Blick auf die Mitbewerber lediglich ’sonderbar‘ und erfährt oft wenig Betonung.
Apple does: you can see a detailed breakdown (PDF) the number of phones it sold and the revenues it got from them, along with those for iPods, iPads and other products and services. Nokia does: it gives a very detailed breakdown of how its entire mobile business has fared in each quarter. (It even used to give its calculation for each quarter of the size of the smartphone market.) HTC gives figures for smartphones shipped. Motorola gives figures for smartphones shipped (and tablets). RIM gives those figures. Sony Ericsson (now just Sony) gives those figures.
Die Analysten schätzen für das abgelaufene Quartal, das am 31. Dezember endete, auf 25 bis 35 Millionen verkaufte iPhones – so viele wie noch nie zuvor. Die bisherige Rekordmarke von 20.34 Millionen Geräten in einem einzigen Geschäftsviertel entstammt dem vergangenen Juli.
Wie gewohnt evaluieren die Amateure, Blogger und individuellen Investoren (grün markiert) deutlich optimistischer als die ‚Pros‘. Am 24. Januar wissen wir wer diesmal richtig lag.
Innerhalb weniger Jahre buddelte sich die Landschaft der Mobilfunkhersteller komplett um. Wer spielt heute überhaupt noch mit? Ins Jahr 2012 haben es geschafft: Sony, Motorola, HTC, Nokia, RIM, LG, Samsung und Apple.
Sony legt erst am 19. Januar die finalen Geschäftszahlen für das Weihnachtsquartal vor. In Q3 war’s eine Nullnummer mit lediglich einem einzigen Prozent-Zuwachs gegenüber dem Vorjahresviertel. Der Nettogewinn sank um 49 Millionen Euro. Sony löste im vergangenen Herbst das Joint Venture mit Ericsson auf. Die vollständige Übernahme der Tochtergesellschaft kostet 1.05 Milliarden Euro. Die Xperia Smartphone-Serie soll bis Herbst insgesamt 22 Millionen Geräte verkauft haben. Sony sieht seinen Android-Marktanteil bei rund 12-Prozent.
Motorola Mobility wurde von Google aufgekauft – für 12.5 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal hagelte es eine Gewinnwarnung. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft verkaufte man nur magere 5.3 Millionen Smartphones. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 4.9 Millionen. Die vollständigen Zahlen stehen für den 26. Januar an.
HTC legt sich nach zwei erfolgreichen Jahren erstmals auf die Nase. Der Gewinn ging zuletzt um ein Viertel zurück. Der taiwanische Hersteller zählt neben Samsung und Motorola zu den drei großen Android-Buden und als weltweit fünftgrößter Smartphone-Hersteller. Seit Anfang 2011 büßte HTC 46-Prozent seines Aktienwertes ein.
Nokias vergangenes Jahr als ‚turbulent‚ zu bezeichnen, wäre eine feine Untertreibung. Unter Stephen Elop stach der finnische Mobilfunk-Kreuzer in komplett neue Gewässer auf. Erste Ergebnisse aus dem Microsoft-Deal mit der gestarteten Lumia-Geräteserie erfahren wir Ende Januar. Obwohl sich die Finnen erst vor einigen Tagen ein neues Billig-OS kauften, lässt sich anhand der Profite für Smartphones festhalten, das Nokia eng an den Erfolg der Windows-Phone-Software gebunden ist. Übernahmegerüchte von Microsoft für das finnische Smartphone-Geschäft existieren, bekommen allerdings kräftige Dementis.
RIM schaffte es, ein noch wilderes Jahr abzuliefern. Selbst eiserne Optimisten können hier keine positiven Worte finden. Mit schlechten Zahlen, einem gefeuerten Vorstand und auf Ende 2012 verschobenen Produkten ist die Bedeutungslosigkeit zum Greifen nah. Im letzten Quartal verkaufte lieferte man 14.1 Millionen Smartphones aus. 2012 kann eigentlich nur besser werden, doch daran glaubt eigentlich keiner mehr.
LGverdreifachte mit knapp 90 Millionen Euro seinen Verlust im dritten Geschäftsquartal 2011. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Absatz von Mobiltelefonen von 24.8 auf 21.1 Millionen Stück. Das ist kein Einzelergebnis sondern ein Trend: Der drittgrößte Handyhersteller schrieb in dieser Produktsparte nun bereits zum fünften Mal in Folge rote Zahlen.
Apples Zahlen für das Smartphone-Geschäft bleiben hochprofitabel und mit starkem Wachstum in den asiatischen Märkten. Für das Weihnachtsquartal werden über 30+ Millionen verkaufte iPhones erwartet und ein Umsatz von 37 Milliarden. Morgen vor exakt fünf Jahren stellte Steve Jobs das iPhone erstmals der Weltöffentlichkeit vor.
Und dann wäre da noch Samsung, die in der letzten Woche ein Rekordergebnis präsentierten und weiter ‚Smartphone-Weltmarktführer‚ bleiben. Geschätzter Marktwert: 118 Milliarden Euro. Die Südkoreaner erwarten für Q4 2011 einen Umsatz von 31 Milliarden Euro bei einem Gewinnanstieg von 73-Prozent und 32+ Millionen verkaufte Mobiltelefone.
Überspitzt ausgedrückt: RIM stirbt auf Raten, Nokia und Windows Phone spielen noch keine Rolle, HTC sowie Motorola straucheln und an Samsung hängt der Zweikampf zwischen iOS und Android.
As we continue our growth, we won’t be individually detailing country, model, and carrier details on the Where’s My Phone Update? site any longer. And instead of my weekly blog posts, the official Windows Phone website will be the primary place for news and information about our updates, just as Microsoft Answers is there for your support questions.
„Where’s My Phone Update?“ war ist eine durchaus kuriose Anlaufstelle um den Software-Update-Status für Windows-Phone-Käufer nach Land, Mobilfunkanbieter und Gerät zu überprüfen. Microsofts Bemühung, über diesen Weg für Transparenz in der eigenen Software-Auslieferung zu sorgen, war von Beginn an bemerkenswert. Für 2012 scheint der gute Vorsatz nicht mehr zu gelten.
Microsofts Kunden sind nicht die tatsächlichen Käufer ihrer Telefone sondern Vodafone, T-Mobile und Co. – nicht grundlos durften Netzbetreiber Betriebssystem-Updates vorab genehmigen und auch zukünftig weiter „anfragen„:
This week we started to make a new Windows Phone update —8107—available to many Windows Phone customers. The update, available to all carriers that request it, is part of our ongoing maintenance of Windows Phone.
Wie hoch die Motivation für kosten- und zeitintensive (Performance-)Tests ausfällt, die keinen zusätzlichen Kunden-Cent in die Kasse spülen, darf man sich ausmalen. „Where’s My Phone Update?“ schuf zumindest eine gefühlte Offenheit, bei der man mit dem Finger auf die faulen schwarzen Schafe zeigen konnte, die ihren Pflichten nicht nachkamen. Genau dies wird nun schwieriger.