Apple behebt auch mit iOS 4.3.3 nicht den aktuellen Jailbreak-(Userland-)Exploit. Damit ist die ungebundene Freischaltung mit 100-prozentigem Dateisystem-Zugriff, der seit iOS 4.3.1 existiert, auch unter der neusten iOS-Firmware möglich.
Das Dev-Team veröffentlicht daher soeben zwei aktualisierte Fassungen ihrer Software-Werkzeuge ‚PwnageTool‚ und ‚redsn0w‚, die alle iOS-Geräte bis auf das iPad 2 unterstützen.
Der ‚Ultrasn0w‘-Unlock erhielt ebenfalls eine Anpassung (v.1.2.3), verweilt jedoch weiter auf einer Uralt-Baseband (01.59.00, 04.26.08, 05.11.07, 05.12.01, 05.13.04, 06.15.00) und ist daher nur für eine sehr eingeschränkte Zielgruppe sinnvoll zu verwenden. Da aktuell verkaufte Geräte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neuere (nicht unterstützte) Version aufweisen oder komplett ungebunden herausgegeben werden (was der eindeutig beste Weg ist), beschränkt sich das Publikum auf ehemalige Importeure und ältere T-Mobile-Kunden.
Dazu eine knappe Zusatzinfo: Aus den heute veröffentlichten Geschäftszahlen des ehemaligen Mobilfunk-Exklusivpartners lassen sich 300.000 verkaufte iPhones im Zeitraum Januar bis März ermitteln.
Der Mac ist weiterhin keine AirPlay-Empfangsstation. Gut, dass jemandem kürzlich der private Schlüssel einer AirPort-Express-Station vor die Füße fiel. Nach ersten funktionsfähigen aber insgesamt noch halbgaren Software-Umsetzungen wie BananaTunes oder Banana TV, folgt jetzt ein erstes ‚Rundum-Glücklich-Paket‘.
AirServer kostet überschaubare 2Euro, hängt sich in die Menüzeile eures Macs und empfängt vom iPhone, iPod touch oder iPad Fotos, Videos und Musik. Das Programm schaltet dabei angenehm zwischen den ausgesendeten Medien hin und her. Große Videodateien benötigen zur Übertragung aus dem identischen Netzwerk ein wenig Zeit. Der automatische Quicktime-Start macht jedoch eine gelungene Figur.
Wenn man ohne gemeinsames WiFi außerhalb der eigenen vier Wände zurechtkommen muss, lässt sich auch ein Ad-hoc-Netzwerk zwischen iOS und Mac aufspannen. Dabei funktioniert jedoch keine AirPlay-Wiedergabe aus der Fotobibliothek weil schlicht und ergreifend die Menü-Option nicht zur Verfügung steht. Videos und Fotos lassen sich jedoch auch ohne gemeinsamen Internet-Knotenpunkt übermitteln. (Natürlich) funkt der Medien-Stream auch zwischen zwei Macs.
AirServer lässt sich über eine PayPal-Zahlung erwerben. Eine Serien-Nummer oder Registrierung ist nicht notwendig. Das Menüzeilen-Programm installiert sich zwar über einen ungeliebten Installer, zeigt sich ansonsten jedoch ressourcenschonend.
Wer derzeit von iOS seine Medien aus der iPod-App, von YouTube oder AirVideo nicht nur an einen AppleTV schicken möchte, findet hier als Mac-Benutzer aktuell wohl das beste Angebot. Ich gehe jedoch stark davon aus, dass Apple zukünftig eine solche Drahtlos-Übertragung selbst implementiert.
*Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Der weltweite Smartphone-Markt wuchs im ersten Quartal 2011 um insgesamt 80-Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Viertel. Apples Wachstum betrug 114-Prozent. Die direkten Gegenspieler Nokia und Research in Motion konnten magere 12- und 31-Prozent verbuchen. Nur Samsung und HTC, derzeit an Position vier und fünf der ‚Top-5‘-Smartphone-Verkäufer, stiegen (erheblich) kräftiger.
Von den knapp 100 Millionen ausgelieferten Smartphones im abgelaufenen Quartal entfielen 18.7 Millionen auf Apple. Nokia hält mit 24.2 Millionen Einheiten weiter die Spitzenposition. Im Vergleich: Die IDC-Angaben für Q1 2010, in dem 55 Millionen Smartphones verkauft wurden, war Nokia noch mit 39-Prozent (!) beteiligt.
Der Zweikampf zwischen Android und Apple schält sich mehr und mehr heraus. Joshua Topolsky befasst sich für ‚This is my next…‘ mit den aktuellen BlackBerry-Problemen:
The unfortunate reality for RIM is that it’s in the process of trading first place for third, and in an increasingly crowded market, it’s not battling to win, it’s battling to stay alive. The real parallel here is Nokia.
Passende Randbemerkung: Q1 2011 ist außerdem das erste Geschäftsquartal, indem Apple Nokia den Umsatz-Thron für Mobiltelefone – nicht nur Smartphones – abringt.
‚Parkbud‘ (kostenlos; App Store-Link): Nette Idee, tolle Umsetzung, dezente (iAd-)Werbeintegration, Reklame-Finanzierung und damit sicherlich ein passender Tipp für uns als Autofahrer-Nation.
Verwunderlich ist das nicht, wenn man sich die ersten Gehversuche von Motorola, Samsung und Co. anschaut. Noch verpackt keiner der bisherigen Konkurrenten seine IT-Komponenten in nur annähernd vergleichbar reizvoller Hardware – vom Preis ganz abgesehen. Und auch beim Betriebssystemen holpert es noch kräftig durch die komplette Mitbewerber-Bank.
Selbst mit der größtmöglich vorstellbaren Apple-Abneigung fände ich es fahrlässig zum aktuellen Zeitpunkt irgendein anderes Tablet zu empfehlen.
Warten kann man natürlich immer. Irgendwann sind die Honeycomb-Apps und Playbook-E-Mail-Clients dann sicherlich auch da. Die offensichtliche Verzögerung (das Jahr 2011 ist bereits fast zur Hälfte um), könnte sich jedoch positiv auf HPs ‚WebOS‚ auswirken. Ein Produkt samt Anbieter, der mir nicht nur grundsätzlich sympathisch ist sondern mit dem richtigen Veröffentlichungsstart hoffentlich noch eine Portion neue Frische beisteuern kann.
Doch Vorschusslorbeeren gibt’s keine. Große Teile der IT-Berichterstattung schauen weiterhin nur auf Datenblätter ohne praxistaugliche Aussage. Fest steht: Die reinen Technikwerte sind für eine überwiegende Anwender-Anzahl nur noch dann interessant, wenn sie dem Software-Einsatz unter die Arme greifen oder entgegenstehen.
In diesem Zusammenhang vielleicht interessant: Trotz weiterhin überdurchschnittlichen Mac-Verkäufen, dominieren die Einnahmen durch iOS-Geräte Apples interne Profit-Gegenüberstellung.
Oder in einem anderen Vergleich: „The Mac generates half the profits of [Microsofts] Windows while iOS devices generate 2.3x Windows profits„.
‚In-App‘-Abos auch für Esquire, Popular Mechanics und O, The Oprah Magazine? Das Wall Street Journal berichtet über entsprechende Vereinbarungen zwischen Apple und dem US-Medienkonzern Hearst. Ab den Juli-Ausgaben sollen zumindest die genannten Zeitschriften-Titel automatisch am iPad zugestellt werden. Ein Monatsjournal kostet $1.99 US-Dollar. Das Jahresabo schlägt mit $19.99 US-Dollar zu Buche. Derzeit bietet der Verleger eine Auswahl seiner digitalen Magazine für jeweils 3.99Euro im App Store zum Einzeldownload (iTunes-Link).
Unter Vorbehalt denkt man im populären Firmensitz, der Hochhaus-Dreieckskonstruktion in New York City, auch über den täglichen Zeitungsvertrieb nach. Hearst Corporation besitzt tagesaktuelle Publikationen wie das San Francisco oder Houston Chronicle.
Personen, die ‚mit der Angelegenheit vertraut sind‘, erwähnten gegenüber dem WSJ ein Apple-Entgegenkommen bezüglich einer ‚flexibleren Preisstruktur‘. Als offizielle Aussage des Medienproduzenten hieß es jedoch lediglich: „We came to a fair and equitable deal„.
Zu Beginn dieser Woche soll Time Inc. ebenfalls entsprechende Übereinkünfte mit Apple erzielt haben.
Unterdessen sickerten erste Informationen über ‚The Daily‚ aus den aktuellen Quartalszahlen der Rupert Murdoch News Corporation. Dabei soll das iPad-Magazin im ersten Jahresviertel rund $10 Millionen US-Dollar an ‚Verlust‘ eingefahren haben. News Corp. gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass die iPad-Anwendung bis zum heutigen Tag 800.000 Downloads verzeichnet, hielt jedoch offen, wie viele bezahlte Nutzer über den kostenlosen Testzeitraum hinaus verblieben.
A News Corp. spokesperson later told us the download count is now higher than 800,000. The “loss” is mostly due to investment costs because the app has only just gone paid.
Der britische Guardian berichtete Mitte März von 5.000 Personen, die sich finanziell für ein Abo-Jahr verpflichteten. Dies kostet derzeit $39.99 US-Dollar. Anfang April sprach Jeff Berovici für Forbes von 75.000 ‚regelmäßigen Lesern‘.
Bis zum App-Store-Start verschlang das Projekt der News Corp. laut Rupert Murdoch $30 Millionen US-Dollar. Eine Zahl, die bereits Forbes Magazine zwei Monate zuvor auf diese Höhe bezifferte.
Neben all dem Hype (und Drama), bestehende Magazine, Zeitschriften und Tagesblätter auf das iPad zu hieven, sollte noch einmal betont werden, dass eine digitale Verfügbarkeit nicht automatisch alle Probleme der Branche löst. Bereits ohne Tablet kämpfen Print-Medien und Veröffentlichungen aus klassischen Verlagsstrukturen gegen eine komplett veränderte Aufmerksamkeitsökonomie. Oder konkreter ausgedrückt: Gegen RSS-Reader, Flipboard oder Instapaper.
Wer es daher aus der Verlagsbranche schafft, zukünftig ein ‚In-App‘-Abo anzubieten, hat noch lange nicht gewonnen. Weil die Auswahl gigantisch ist, zählen gute Inhalte mehr denn je.
Wie in der letzten Woche angekündigt, liefert Apple zeitnah ein iOS-Update zur ‚Fehlerbehebung‘ aus, das sich dem ‚Locationgate‘-Thema annimmt. Die Aktualisierung reduziert die Cache-Größe der populären ‚Consolidated‘-Datenbank, speichert die Datei nicht mehr im iTunes-Backup und löscht den Zwischenspeicher wenn die Ortungsdaten komplett deaktiviert sind.
iOS in Version 4.3.3 ist für die GSM-Variante vom iPhone 4, das 3GS, beide iPad-Versionen und den iPod touch der dritten und vierten Generation verfügbar. Der Download über iTunes oder die unten aufgeführten Direkt-Links werden empfohlen.
Vor vier Jahren lachte Steve Ballmer das iPhone aus. Ich denke, es ist an der Zeit, diesen Scherz ad acta zu legen und zu akzeptieren, dass der Mann ein Manager und kein Visionär ist. Nicht einmal dann, wenn man ihm ein zukunftsweisendes Gerät unter die Nase hält. Nun ja.
Vier Jahre später haben wir schlussendlich ein Windows Phone 7, für das Microsoft ganz aktuell einen ‚Migrationsassistenten‘ anbietet, der iOS-Projekten übersetzt, wie Redmond ’so drauf ist‘.
Launched today, the iPhone/iOS to Windows Phone 7 API mapping tool helps developers find their way around when they discover the Windows Phone platform. […] Think of the API mapping tool as being like a translation dictionary.
Wie gut oder schlecht WP7 die Füße nach ihrem Herbststart vom Boden bekommen hat, mag ich ohne offizielle Zahlen nicht beurteilen. Andere Menschen tun sich da leichter. Der Journalist Eldar Murtazin vom russischen Weblogs ‚Mobile Review‚ – in der Vergangenheit bereits mit Informationen aus erster Hand – behauptet das insgesamt 674.000 Windows-Telefone zwischen den Finger von menschlichen Käufern landeten – ‚katastrophal‚ nennt er das. Microsoft verkündete Ende Dezember, 1.5 Millionen Geräte in den Verkaufskanal gepumpt zu haben.
Mit zunehmender Deutlichkeit gewinnt der Nokia-Deal für Microsoft in dieser Produktsparte an Bedeutung. ‚Masse statt Klasse‘, ein Konzept das der finnische Mobilfunkproduzent in den letzten Jahren perfektionierte. Ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass Nokia Microsofts OS benötigt und MS auf die Hardware-Kontingente der Finnen angewiesen ist. Weil’s Samsung und Co. alleine nicht stemmen.
Seit dieser Woche ist außerdem bekannt: Ballmer setzt sich ins gemeinsame Boot mit Research in Motion. Ziemlich unerwartet schlich sich der MS-Boss auf die Blackberry-Bühne und kündigte Bing- sowie die hauseigenen Kartendienste an. Bislang stellte Google für den Business-Telefonhersteller diesen Service.
Unverkennbares Motto: Gemeinsam gegen den Suchmaschinen-Giganten! Mehr oder weniger zumindest, da RIMs Tablet-OS QNX zukünftig auch Android-Apps frisst. Für Microsoft klingt das nach ’neuer Masse‘; für RIM irgendwie nach Ausverkauf.
Apropos ‚Sell-out‘: Google zensiert für US-Mobilfunkanbieter Tethering-Apps im eigenen Software-Markt. Als iPhone-Besitzer darf man darüber keine Witze machen.