Endlich: App-Store-Promocodes international

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In einer kurzen Mitteilung teilt Apple seinen Entwicklern im ‚iTunes-Connect‘-Portal mit, dass die ‚Promocodes‘ zum kostenfreien Download von iOS-Anwendungen, nicht länger mehr nur auf den US-App-Store beschränkt sind. Pro genehmigter App-Store-Version stehen jedem Entwickler 50 zu verteilende Gutscheine zu, mit denen er Verlosungen starten oder der Presseberichterstattung unter die Arme greifen kann.

Diese Gutschein-Codes existieren für den amerikanischen iTunes-Store seit Dezember 2008 und konnten ausschließlich dort eingelöst werden. Das brachte den leidlichen Umstand mit sich, dass iOS-Entwickler aus anderen Ländern mit diesen kostenfreien Versionen nur sehr umständlich Marketing für ihre Anwendung betreiben konnten. Insbesondere General-Interest-Medien verfügen oft nicht über ein zweites US-App-Store-Konto um die jeweiligen Apps auszuprobieren. Von konventionellen iPhone- und iPad-Verbrauchern einmal ganz abgesehen.

via MacKinando

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Außerdem nachgeschlagen: Der ‚iTunes Connect Developer Guide‘ in Version 6.2 (PDF-Link), mit seiner letzten Aktualisierung vom 01. November 2010, sagt aus, dass Promocodes ausschließlich iOS-Anwendung vorbehalten sind und demnach vorerst nicht für den Mac App Store bereitstehen.

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Dritter Hinweis: iTunes Connect schließt für die Weihnachtstage, zwischen dem 23. und 28. Dezember, seine Türen. In dieser Periode sind keinerlei Modifizierungen an App-Store-Programmen möglich. Jegliche Preisänderungen, die innerhalb dieses Zeitraum terminiert sind, führen dazu das die Anwendung nicht mehr zum Download bereitsteht. Entwickler schauen also besser noch einmal nach.

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Kurz vor der temporären Stilllegung aller App-Store-Aktivitäten will Apple am 22. Dezember die Sicherheit der Push-Benachrichtigungen erhöhen und auf eine 2048-bit TLS/SSL Verschlüsselung für dessen Zertifikate umstellen. Die Anbieter von Push-Dienstleistungen sind gebeten ein aktualisiertes Root-Zertifikat einzuspielen. Ein Update der iOS-Anwendung ist nicht notwendig.

via iClarified

M! Games-Kolumne / Dezember 2010

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Ende Oktober schaffte es iDOS, ein Open-Source-Emulator des 15 Jahre alten Betriebssystems MS-DOS, vorbei an den Schranken der ansonsten wachsamen App-Store-Hüter ins iTunes-Verkaufsregal. Für 79 Cent ließ sich damit eine Allzweck-Abspielstation für kultige Retro-Titel wie ‘Commander Keen’, ‘Police Quest’ oder ‘Sid Meier’s Pirates!’ für iPhone und iPad erwerben. Die Online-Berichterstattung überschlug sich für eine Handvoll Stunden, bis Apple den Software-Eintrag wieder aus seiner Datenbank entfernte. Die Verwunderung darüber war nicht sonderlich groß; der Ärger hätte nach meinem Geschmack größer ausfallen können. Nachvollziehbar bleibt: Die Applikation erschlich sich volle Zugriffsrechte auf das Dateisystem und riss damit Löcher in die sorgsam gehäkelte iOS-Sicherheits-Socke. Die zwei mitgelieferten Namco-Lizenztiteln ‘Ms. Pac-Man’ und ‘Dig Dug’, die auch separat zum App-Store-Kauf stehen, dürften einen ähnlich schwerwiegenden Beitrag zur Suspendierung beigesteuert haben. Den Rausschmiss ausbaden müssen jetzt jedoch Spiele des gleichen Jahrgangs, die bislang komplett ohne iPhone-Auftritt blieben. Ich denke dabei an ‘XCOM’ oder ‘Dune 2’. Erstklassige Code-Bauwerke, die heute meist in vergilbten Pappschachteln ein Dasein im Umzugskarton fristen. Ohne Frage: Selbst wer die Original-Disketten von einem ‘Transport Tycoon’ noch auf seinem Dachboden hortet, besitzt keinen Anspruch auf ‘entliehene’ Download-Angebote für seine verspielte Zeitreise. Mit eigenhändigen Kopier-Anstrengungen an einem Floppy-Drive lassen sich die verblühten Klassiker der Allesfresser-Emulation jedoch ohne Stolpersteine zum Fraß vorzuwerfen. Hat jemand Lust auf einen Abstecher ins ‘Maniac Mansion’?

Soundblaster und Autoexcec.bat

Das Leidwesen älterer Spiele-Semester scheint fest verankert mit einer Lizenz-Problematik. Zersplitterte Entwicklerstudios und aufgelöste Publisher-Teams tragen ebenfalls ihren Anteil dazu bei, dass uns einige Neuauflagen ehemaliger Chartstürmer wohl nie erreichen. Bedauerlich, weil mit dem App-Store-Gerüst zum ersten Mal eine beachtenswerte Vertriebsplattform für diese vorsintflutlichen Kulturgüter besteht. iPhone und iPad verkörpern für den Handheld-Markt eine Brutstätte von hochmodernen, angestaubten sowie zeitlosen Spielkonzepten. Paradebeispiele sind nicht schwierig zu finden: Mitte November presste Spaces of Play, ein Programmierer-Kollektiv aus Berlin, dass traditionelle ‘Lemmings’-Konzept in ein neues Software-Kostüm. Bezaubernd. Doch warum trampelt bis heute keiner der direkter Blutsverwandten von den grünhaarigen Gnomen in blauem Hosenanzug über meinen Touch-Bildschirm? Ein kurze Suche klärt auf: Lizenzinhaber Sony Entertainment wirbelte erst in diesem Sommer der schwedischen Adaption die Abmahn-Keule um die Ohren. Seitdem herrscht Funkstille. Juristisch ist das wahrscheinlich Sonys gutes Recht; die Lemminge warten weiterhin auf ihr erstes App-Store-Schaulaufen. Vergessen wird: Neuauflagen lohnen! Klassiker-Umsetzungen wie ‘Prince of Persia’, ‘The Secret of Monkey Island’ oder die ‘ZX Spectrum Elite’-Kollektion verkaufen sich. Bedauerlich bleibt: Eine gigantische Anzahl von Shareware-Software ist durch Apples Ungnade am iDOS-Projekt seinem Kulturkreis entzogen. Andere Güter wie Filme, Musik und Bücher erkämpften sich die digitalen Distributionswege langwierig, inzwischen jedoch erfolgreich. Daher stirbt die Hoffnung zuletzt, dass uns die ‘Spiele unserer Jugend’ noch vor einem Jahrtausend erreichen, das mit fliegenden Autos und ‘Last Minute’-Weltraumspaziergängen aufwartet.

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Für die M! Games, das dienstälteste deutschsprachige Videospiel-Magazin, verfasse ich eine monatliche Kolumne zum Thema iPhone. Die Ausgabe 207 befindet sich ab sofort am Kiosk. Über Feedback zum aktuellen Artikel würde ich mich sehr freuen.

Post-PC-Ära: Smartphone- und Tablet-Zahlen versprechen Wandel

Mit nichts Geringerem als einem „historischen Wandel“ beschreibt PCWorld.com aktuelle Voraussagen des Marktforschungsunternehmens IDC. Dabei sollen innerhalb der nächsten 18 Monate die gemeinsamen Smartphone- und Tablet-Verkäufe den PC-Absatz übertrumpfen.

IDC expects shipments of app-capable, non-PC mobile devices (smartphones, media tablets, etc.) will outnumber PC shipments within the next 18 months […]

IDC erwartet den Verkauf von 377 Millionen Geräten im Jahr 2011 sowie 448 Millionen Einheiten in 2012. Den Löwenanteil nehmen dabei ohne Frage die Smartphones ein. Alleine im dritten Quartal 2010 soll dieser Markt um 90-Prozent an Größe gewonnen haben. Mit Blick auf China verzeichnen Smartphones gegenüber dem Vorjahresvergleich laut Analyst Travis McCourt (Morgan Keegan) ein Wachstum von 400-Prozent. 50-Prozent sollen dabei auf Telefone mit Android-Betriebssystem entfallen.

via AllThingsD

In Australien kämpfte sich Apple erstmals an die Smartphone-Spitzenposition (36.6-Prozent) und verwies den jahrelangen Marktführer Nokia auf Platz 2 (30.5-Prozent).

via smh.com.au

Die Beteiligung der Zahlen für den Tablet-Markt fallen mit derzeit lediglich zwei ernstzunehmenden Teilnehmern verhältnismäßig spekulativ aus. Die Garnter-Statistiken erwarten 55 Millionen Tablets für 2011; IDC greift mit 42 Millionen nicht ganz so hoch. Das iPad konnte im letzten Quartal 4.19 Millionen Geräte verkaufen. Die erwarteten Verkäufe für das Weihnachtsgeschäft überschreiten die (Vorstellungs-)Grenze von 7 Millionen Einheiten.

Das Samsung Galaxy Tab will bis zum Jahresende insgesamt 1.5 Millionen seiner 7-Zoll-Bildschirme absetzen.

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Am gestrigen Dienstag kündigte Google (erneut) sein Chrome OS an, das mit ersten Geräten von Samsung und Acer ab Mitte 2011 verfügbar sein soll. Bis dato sollte es auch das BlackBerry PlayBook in den Markt geschafft haben, das gestern seine Pforte für App-World-Entwickler öffnete.

RIMs Co-CEO Mike Lazaridis stellte sich Walt Mossberg und Karin Swisher Kara Swisher auf der gerade beendeten Konferenz D: Dive Into Mobile.

Horace Dediu schreibt auf Asymco.com:

The difficulty in analyzing the smartphone market lies in its extremely rapid growth. With the market growing at 90% (and 400% in some areas like China) the forces of demand and supply are disconnected. It’s impossible to discern whether a purchase decision is made from a choice of comparable alternatives or if it’s made from a choice between buying nothing and some alternative.

via asymco.com

Speziell aus dieser Perspektive ist der möglicherweise bevorstehende Verizon-Wireless-Deal mit einer CDMA-Variante des iPhones 4 im kommenden Jahr von Spannung. Mittlerweile wird nicht mehr die Frage nach dem ‚ob‘ sondern nach dem ‚wie‘ gestellt. Analyst Shaw Wu streut gegenüber AllThingsD das Gerücht, Verizon Wireless wäre bereit dafür zu bezahlen, anderen US-Mobilfunkanbietern wie Sprint oder T-Mobile das Apple-Smartphone vorzuenthalten – Pseudo-Exklusivität sozusagen.

via AllThingsD

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Apropos Exklusivität: Ende Oktober kippte in Deutschland die exklusive iPhone-Vereinbarung mit der Telekom. Die anderen Mobilfunkpartner scheinen nach den letzten Zahlen soweit mit guten Verkäufen ins Weihnachtsgeschäft gestartet. Um der Konkurrenz entgegenzuwirken bietet die deutsche Telekom daher am heutigen Tag (bis 24 Uhr) einen 50-Prozent-Preisnachlass für Neukunden auf den Telefon-Gerätepreis an (Affiliate-Link).

(Danke, Mike und Stephan!)

[update] Bild.de setzt iPad-Leser vor die Tür

Das Unterhaltungsangebot von Bild.de sperrt am heutigen Morgen seinen Internetauftritt für Leser, die mit einem iPad-Webbrowser die Online-Seite erreichen. Die URL ‚bildgehtapp.bild.de‘ verweist in den App Store zum 79-Cent-Angebot, wenn sich der Browser als Apple Tablet ausgibt. Das iPhone leitet weiterhin auf die mobile Webseite wap.bild.de um.

Nutzt man eine alternative Surf-App, bei der sich die Browser-ID (User-Agent) umstellen lässt, kann Bild.de ohne Einschränkungen angesteuert werden. Mit iCab Mobile (1.59 €; universal; App Store-Link) findet sich beispielsweise eine solche, empfehlenswerte Alternative.

‚Bild HD‘ für das iPad steht seit Anfang Dezember zum Kauf. Die Idee, den App Store als komfortable Bezahlschranke (Paywall) zu benutzen und sich keine eigenen Gedanken zu machen ist jedoch älter. Bereits im November 2009 kündigte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, die Bekämpfung der „Kostenlos-Kultur im Internet“ an. Über das vergangene Jahr steuerte Bild gezielte Kampagnen, die sich vornehmlich gegen ein Online-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender richtete. Absurde Diskussionen um ‚Wettbewerbsverzerrung‚ mit aktiven Leser-Beleidigungen mischten sich in die Strategie der Axel Springer AG.

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Lichtblick: Während die Tagesschau-App (anscheinend) weiterhin „fertig in den Schubladen liegt„, haben iOS-Benutzer über http://m.zdf.de/mediathek/ seit dem gestrigen Dienstag mobilen Zugriff auf die Videos der ZDF Mediathek.

Update

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Gegenüber dem Mediendienst Kress gibt Mathias Döpfner Verkaufs- und Download-Zahlen der Axel-Springer-AG-Anwendungen zu Protokoll.

  • „Bild“ iPhone: 405.400 Verkäufe, 263.300 Downloads
  • „Welt“ für iPhone: 39.000 Verkäufe, 25.500 Downloads
  • „Welt“ für iPad: 7.700 Verkäufe, 123.000 Downloads

etc.

Die Zahlen lassen nur ansatzweise einen Rückschluss darauf zu, wie viel Geld Springer mit den Apps umsetzt. Denn unter „Verkäufe“ summieren sich Monats-, Dreimonats- und Jahresabos plus kostenpflichtige Downloads von Apps. Downloads umfassen kostenpflichtige und kostenlose Downloads. Insgesamt realisierte Springer knapp 540.000 Verkäufe.

via Kress.de + Alexander Köhn

[24-Tage-im-Dezember] Weezy – 08/24

DirektWeezy* – Web-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

[update] Verlagsbranche: „Good iPad, Bad iPad“

Horizont.net berichtet am gestrigen 06. Dezember, dass Apple einigen deutschen Verlagshäusern die Kombination aus einem Zeitschriften-Abonnement mit subventionierter iPad-Hardware zukünftig untersagt. Der Focus zitiert Hans-Joachim Fuhrmann vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger: „Wir hatten eine klare Zusage von Apple, dass die Verlage solche Pakete anbieten können“. Horizont.net schreibt: „Diese Erlaubnis habe das Unternehmen nun ohne Begründung zurückgenommen. Zu Details wolle sich Apple nicht äußern.“.

Auf Nachfrage vom iPhoneBlog.de bestätigte die Autorin des Artikels Bettina Neises, dass es sich um Kombi-Pakete von Hardware mit einem (mehrjährigem) Print-Abo handelt. Dem Online-Artikel fehlt diese eindeutige Aussage.

Sowohl Apple als auch der von Horizont zitierte Hans-Joachim Fuhrmann äußerten sich bislang nicht gegenüber dem iPhoneBlog. Update: siehe Aktualisierung unter diesem Artikel/Update-Ende Unklar bleibt, welche „klaren Zusagen“ im Vorfeld stattfanden und welche Bundle-Angebot jetzt (angeblich) vom Gerätehersteller unerwünscht sind. Grundsätzlich lassen sich beliebige Produkte (beispielsweise als sogenannte ‚Kunden-werben-Kunden‘-Prämie) an zahlungswillige Abnehmer weitergeben. Mit entsprechenden Subventionen dieser Produkte, gestaltet sich ein solcher Vertrieb jedoch weitaus rentabler.

via Horizont.net (Danke, piercyha!)

Das Handelsblatt bietet bereits seit einiger Zeit, gegen Zuzahlung von 100 Euro, das iPad für ein zweijähriges Jahresabonnement an. Über die gesamte Laufzeit schlägt das Abo mit 998 Euro zu Buche. Aktuell lässt sich das Gerät in Verbindung mit einem Zeitungs-Abo noch weiter bestellen. Eine Nachfrage an das zuständige Verlagshaus, ob die Prämie ‚iPad‘ auch in Zukunft noch bereitsteht, blieb bislang unbeantwortet.

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Ob Apple generell ein Interesse daran hat, Hardware für Print-Angebote zu subventionieren, ist zumindest in Zweifel zu ziehen. Angeblich arbeitet die News Corporation von Rupert Murdoch eng mit Apple an einer täglichen Digital-Zeitung namens ‚The Daily‘ für das iPad. Im gleichen Atemzug soll ein Abo-Modell für Apples Tablet in Startposition gebracht werden, das als „digitaler Knotenpunkt„, ähnlich dem Apple iBookstore, für diverse Zeitungen bereitsteht. Das ‚Kiosk-Modell‘ wäre im Gegensatz zum Vertrieb über separate App-Store-Anwendungen, ein zentraler Anlaufpunkt für alle iOS-Kunden.

Apple bietet Verlegern derzeit mehrere Vertriebswege für ihre Veröffentlichungen. Dabei können die Inhalts-Anbieter eigenständig entscheiden, ob sie ihrer aktuellen Kundschaft einen kostenlosen oder kostenpflichtigen Zugang zur iPad-Version ermöglichen. ‚The Economist‚ (kostenlos; App Store-Link) ist eines der Vorzeige-Beispiele, die ihren aktuellen Print-Kunden – über einen individuellen Web-Login – auch gleichzeitig die digitale Ausgabe ‚gratis‘ zur Verfügung stellen.

Mit ‚Project‚ (kostenlos; App Store-Link), einem Magazin der britischen Virgin Group von Richard Branson, erreichte Ende November eine Publikation den App Store, die derzeit ausschließlich digital über Apples iPad vertrieben wird. ‚Project‚ bietet in Anlehnung an das Wired Magazin kombinierte Grafik-, Video- und Text-Inhalte. Neben ein paar Kinderkrankheiten in puncto Performance und Benutzerführung ist der Ausgabepreis von 2.39 € durchaus fair. Insbesondere wenn man die Qualität und Aufbereitung der Inhalte zugrunde legt. Diese unterliegen selbstverständlich persönlichen Präferenzen.

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Derzeit herrscht in puncto technischer Umsetzung noch ein erheblicher Lern- und Lehr-Effekt, sowohl auf Seiten der Produzenten aber auch Konsumenten, die zeigen müssen was sie annehmen und was nicht. Das App-Store-Programm des britischen ‚Guardian‘ zeigt diesen ‚Ausprobier-Charakter‘ exemplarisch: Die 3-Euro-Anwendung für den nativen Informations-Konsum läuft in naher Zukunft aus. „Version 2“ soll das Programm ersetzen und mit einem Jahres- und Halbjahresbeitrag von 3.5 Euro beziehungsweise 5 Euro belegen.

via guardian.co.uk

Update

Per E-Mail reicht Hans-Joachim Fuhrmann vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger dieses Statement nach:

Zur Klärung des Sachverhalts: Es geht nicht um das Einverständnis von Apple für die Koppelung der Tablets-Hardware mit einem Zeitungsabonnement. Es geht um die gemachte Zusage von Apple, dass interessierten Verlagen iPads in größerer Stückzahl zur Verfügung gestellt werden, um diese an ein Zeitungsabonnement gekoppelt im Markt unterzubringen. Diese Anlieferung höherer Stückzahlen wurde für uns völlig überraschend seitens Apple gestoppt. Die Gründe hierfür kennen wir nicht.

Digitimes-Bericht: Die nächste iPad-Generation Ende Februar 2011

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Laut einem aktuellen Digitimes-Artikel soll das iPad in seiner zweiten Generation bereits Ende Februar 2011 in den Handel gelangen. Der taiwanische Elektronik-Produzent Foxconn will eine initiale Auslieferung von 400.000 bis 600.000 Einheiten bereitstellen.

Die unbestätigte Meldung spricht von einem zuvor angedachten Produktionstermin im Januar, der sich aufgrund einer neuen iOS-Firmware jedoch verzögert. Das iPad der nächsten Generation soll wie sein Vorgänger hauptsächlich in den Fabriken der chinesischen Provinzstadt Shenzhen beginnen. Die neuen Werke in Chengdu laufen nach Angaben des Informanten derzeit noch im ‚Pilot-Betrieb‘.

Die Quelle des Brancheninformationsdienstes führt weiter aus, dass Foxconn im dritten Quartal 2010 rund sechs Millionen iPads auslieferte. Kombiniert mit den Apple-Verkaufszahlen, die im Q4/2010 (27. Juni – 25. September) mit 4.19 Millionen Geräte beziffert werden, könnten sich noch 1.8 Millionen Einheiten im Lagerbestand befinden. Die erwartet hohe Nachfrage im laufenden Weihnachts-Quartal sowie der Verkaufsstart in einem Dutzend neuer Länder, sollen jedoch zu keinem Produktionsstopp führen. Für Q1/2011 erwarteten Analysten den Absatz von mehr als sieben Millionen iPad-Verkäufen.

Die zitierte Quelle schätzt mit ein reduziertes Produktionsvolumen erst Anfang Februar, um bis Ende März Geräte der ersten iPad-Generation im Bestand zu halten.

via Digitimes

‚OnLive Viewer‘ – Videospiel-Kino am iPad

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Ohne Download: Videospiele als Streaming-Service direkt von einer Serverfarm. Mit OnLive startete dieses Jahr in den USA eine ‚Games-on-Demand‘-Plattform, bei der aktuelle PC-Titel wie Assassin’s Creed 2 oder Splinter Cell: Conviction auf einer Cloud-Computing-Infrastruktur abgewickelt werden. Es sind keine lokalen Installationen oder entsprechend hochgezüchtete Spielemaschine mehr notwendig. Die Eingaben über den Joystick vom Spieler synchronisiert der Dienst über eine schnelle Anbindung mit den 3D-Berechnungen der leistungsstarken Server-Hardware. Beim Spieler zeichnet sich alleinig die Grafik der Games auf den Bildschirm. Dabei ist es (mehr oder weniger) egal, ob es sich um den modernen Desktop-Rechner oder das betagte Notebook handelt.

Mit einer ausreichend schnellen 5Mbit-Anbindung sowie einer geringen Entfernung zum jeweiligen Rechenzentrum sollen flüssige Auflösungen von 1280 x 720 Bildpunkten möglich sein. Mein ehemaliger Video-Games-Kollege Roland Austinat sagt, in San Francisco funktioniert das bereits recht gut.

Ein Benutzerkonto für die Miet-Spiele lässt sich auch hierzulande anlegen. Selbst zum Joystick greifen ist dagegen, trotz schneller Anbindung, aufgrund der Netzwerk-Verzögerung nicht möglich.

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Aber zumindest Zuschauen lässt sich. Und zwar auf dem iPad. Mit dem ‚OnLive Viewer‚ (kostenlos; App Store-Link) wählt man sich in seinen (vorher angelegten) Benutzer-Account ein und springt zwischen real ablaufenden Spiele-Sessions hin und her. Dabei lässt sich Live und in Farbe zusehen, wie auf der anderen Ozean-Seite der ‚OnLive‘-Spiele-Katalog abgearbeitet wird – von Batman: Arkham Asylum bis Mafia II.

OnLive zeigte bereits auf der diesjährigen E3 ihr Interesse an der iPad-Technik. Bislang lässt sich die ‚ausgelagerte‘ Prozessor- und Grafikleistung auf dem Apple Tablet-Bildschirm nur voyeuristisch anschauen. Ob mit entsprechenden (Bluetooth-)Joysticks das iPad irgendwann auch als Streaming-Monitor eingesetzt werden könnte, bleibt (mit Spannung) abzuwarten.