In Version 1.0-1 schaltet der Software-Unlock vom Dev-Team, nach einem erfolgreichen Jailbreak, die Baseband 01.59 vom iPhone 4 sowie 04.26.08, 05.11.07, 05.12.01 und 05.13.04 vom iPhone 3G beziehungsweise 3GS frei.
Die inoffizielle Unlock-Software ist in den Standard-Verzeichnissen unter der Paketverwaltung Cydia zu finden oder kann manuell in dem Repository repo666.ultrasn0w.com nachgeschlagen werden.
Apple selbst bietet das iPhone in verschiedenen Ländern auch ohne feste Providerbindung an, so das diese Geräte im GSM-Netz unter den Frequenzen 850, 900, 1800, 1900 MHz mit jeder Simkarte funktionieren. Teilweise bieten auch die jeweiligen Mobilfunkpartner eine entsprechende Option ‚zum Freikaufen‘ an.
In den USA, Deutschland und Japan (sowie Österreich, die Niederlande, Korea, Spanien und Schweden) ist das iPhone 4 bislang nur bei ein ausgewählten Mobilfunkanbieter zu erwerben und an diesen fest gebunden.
Bei dem neusten Jailbreak(me.com)-Streich vom gestrigen Montag handelt es sich angeblich um einen Fehler, der auf Schrifttypen in PDF-Dokumenten zurückzuführen ist. Peinlich (und kritisch) für Apple bleibt dabei, dass MobileSafari durch diese Hintertür als (Root-)Einfallstor des Exploits dient. Durch das abgeschottete Sandkasten-System der Applikationen, darf dies (eigentlich) nicht passieren.
Während das Aufspüren und Ausnutzen einer solchen Schwachstelle zu Recht fasziniert, trüben das Bild unzählige Witzbolde, die in den letzten 24 Stunden dokumentierten, wie Sie eine Webadresse auf Ausstellungsgeräten im Apple Store eingeben können. Applaus ihr Nasen!
Weitere Nachrichten, verknüpft mit der neuen Jailbreak-Freiheit, beherrschen das Nachrichten-Feld der letzten Stunden:
‚Planetbeing‚, eines der Dev-Team-Mitglieder, die sich aktuell um Arbeiten an der Baseband bemühen, veröffentlicht über Cydia eine $5 US-Dollar-Bezahl-App mit dem Namen ‚Signal‘. Diese zeigt an, mit welchen Funkmasten das iPhone gerade verbunden ist und welche Signalstärke vorherrscht.
Das Dev-Team hatte bislang davon abgesehen, im großen Stil Spenden oder anderweitig finanzielle Unterstützung anzufordern. Der Kauf darf daher als kleiner Obolus verbucht werden.
Davon jedoch unabhängig soll der iPhone-4-Unlock zeitnah, innerhalb der nächsten Stunden/Tage, veröffentlicht werden.
Apropos Veröffentlichung: Die Jailbreak-App ‚My3G‘ ($2.79 US-Dollar) gaukelt dem iPhone ein WiFi-Netz vor und ermöglicht so die FaceTime-Videotelefonie über UMTS. Insbesondere in unserem Regionen reicht der UMTS-Datendurchsatz aus, um die zirka 3 Megabyte pro (Video-)Minute zu übertragen.
Ähnlich (positive) Erfahrungen konnte ich in dieser Hinsicht bereits mit dem ‚mobilen WiFi-Dongle‚ sammeln. ‚My3G‘ ist sicherlich nur eines der ersten Programm, die ein entsprechendes Update für die FaceTime-Aktivierung bereitstellen. Zuvor trug beispielsweise ‚3G Unrestrictor‘ dafür Sorge, dass Skype auch über UMTS telefoniert oder YouTube die bessere (WiFi-)Bildqualität ausspuckt.
Apple entfernt die selbst produzierten ‚Antennagate‘-Videos seiner Mitbewerber von der eigenen Webseite. Wer noch nicht ausreichend belehrt wurde, schaut in den YouTube-Kanal aus Cupertino.
Wired.com veröffentlicht, die von Tableau Software zusammengetragenen Preispakete, der weltweiten iPad-Mobilfunkanbieter und zeigt, das Deutschland im unteren Drittel der ‚Gigabyte-pro-Dollar‘-Skala liegt. Ein kostspieligeres Surfvergnügen für unterwegs herrscht beispielsweise in Frankreich, Australien und den USA.
Rechnet man die bislang drei Millionen verkauften iPads neben MacBook und MacBook Pro in den Notebook-Markt ein, überholte Apple damit diesen Sommer Asus, Lenovo, Toshiba und Dell. Ein Sprung von Platz sieben auf drei im weltweiten Computergeschäft.
Die Android-Verkäufe überholten (nach Schätzungen der Nielsen Company in den USA) im letzten Monat das Apple iPhone. MG Siegler von TechCrunch ist verwundert, das dies dem Google OS – bei unzähligen Geräten von mehreren Mobilfunkprovidern – nicht früher gelang.
Seriously though, the most shocking thing about the news today that Android sales overtook iPhone sales for the first time last quarter is that it didn’t happen sooner. The sheer number of Android devices out there is one thing. But the fact that they’re available on all four major U.S. carriers is the real key here.
Zynische Zungen könnten behaupten: Discover ist „Alter Wein in neuen Schläuchen“.
Unbestreitbar scheint jedoch der Bedarf einer digitalen Aufbereitung von bereits vorhandenen Informationen. Flipboard zeigte in der letzten Woche wie einem primitiven Twitter-Stream lebhafter Magazin-Charakter eingehaucht werden kann. Discover (kostenlos; US-Link) versucht diesen Ansatz jetzt mit der freien Online-Enzyklopädie.
Erfolgreicher Wegbereiter in puncto ‚hübsche Formatierung‘ der GNU-lizenzierten Artikeltexte spielte unbestritten Articles (3.99€; App Store-Link) aus dem Hause Sophiestication Software. Browser-Plugin-Produzent Cooliris versucht die strenge Wiki-Struktur dagegen aufzubrechen und durch die Hervorhebung der Bilder eine Journal-Atmosphäre zu schaffen. Dessen (Darstellungs-)Qualität hängt (unter anderem) stark von dem recherchierten Material ab. In manchen Fällen funktioniert dies dementsprechend besser beziehungsweise schlechter. Positiv bei der Aufbereitung sticht die populär platzierte Darbietung der ‚verknüpften Artikel‘ in der rechten Randspalte hervor. So hangelt man sich unbeschwert von Thema zu Thema während die lineare Aufbereitung der Vorreiter sich eher gebündelt mit einer bestimmten Materie beschäftigt.
Verschiedene Gesten helfen bei der Navigation. Die Suchleiste poppt durch eine Wischbewegung nach unten vor den eigenen Fingerspitzen auf. Zuvor gelesene Artikel finden sich in der Archiv-Ansicht. Durch ein Schütteln des gesamten Gerätes stolpert man über eine Zufallsauswahl in den nächsten Themenblock. Und genau hier liegt die Stärke des unstrukturierten Bildungsauftrags, den Discover – mit der momentan leider nur im US-Store vorrätigen Anwendung – verfolgt.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Meinem etwas flapsigem Twitter-Kommentar, über die Stromzufuhr am iPhone, folgte aufgrund der vielen Rückmeldungen heute eine längere Recherche. Dabei steht fundiert fest: Ich habe keine Ahnung von Volt, Watt oder Ampere. Trotzdem lassen sich einige Fragen mit der Hilfe von helleren Köpfen, die auch ins Internet schreiben, beantworten*.
Das 10W-USB-iPad-Ladegerät (29€; Affiliate-Link) pumpt Strom sowohl ins iPad als auch iPhone. Da das iPhone jedoch mit einem 5W-Netzteil (29€; App Store-Link) geliefert wird, existiert auf breiter Front die Annahme, dass der stärkere iPad-Power-Adapter dem iPhone-Akku schadet. Das ist falsch, da der (in beiden Fällen) über USB angehängt Stromverbraucher seine Abnahmekraft eigenständig bestimmt. Apple selbst schreibt auf der Produktseite vom 10W-USB-Netzteil für das iPad: „Es kann zum Laden für jedes iPhone sowie alle iPod-Modelle mit Dock-Anschluss verwendet werden“.
Bislang konnte ich nicht ermitteln, wieviel elektrische Stromstärke (Milliampere) das iPhone (4) maximal abfragen kann, wenn der Stromgeber (unter gleicher Volt-Spannung) nach oben offen ist. Dies würde die Geschwindigkeit des Ladevorgangs bestimmen, der gefühlt an einem 10W-Ladegerät höher ausfällt. In einigen Testläufen konnte ich dies jedoch nicht bestätigen. So befüllte das iPhone-Ladegerät beispielsweise innerhalb von 10 Minuten das iPhone 4 mit 10%-Leistung (50%-60%). Ein iPad-Ladegerät erhöhte im entsprechenden Zeitraum die exakt gleiche Anzahl an Leistung – in diesem Fall von 60- auf 70-Prozent.
Soweit ich darüber hinaus richtig informiert bin, schwankt die aufzurechnende Kapazität je nach Füllstand von Lithium-Polymer-Batterien und lädt nicht konstant über den gesamten Ladezyklus.
Beim iPad fiel der Stromhunger in seinen ersten Tagen nach der Veröffentlichung – neben einer ewigen Akkulaufzeit – sehr deutlich auf, da sich das Gerät an vielen USB-Ports von Computer nur mit gedrosselter Kapazität regenerieren lässt. Apple liefert dazu ein Support-Dokument das aufzeigt, welche (Cupertino-)Computer 1100 mA bei 5V über USB liefern und unter welchen Umständen dies geschieht.
Nichtsdestotrotz: Auch bei 500 mA lädt das iPad an einem USB-Port nach, auch wenn teilweise der Hinweis ’not charging‘ eingeblendet wird. Auf gleiche Art und Weise kann man ebenfalls das iPhone-Netzteil als Stromversorgung für das iPad benutzen. Da das iPhone-Ladegerät jedoch nicht die Leistung liefert, die das iPad in der Lage ist aufzunehmen, dauert der Vorgang deutlich länger.
25-Prozent iPhone-Ladung über das iPad-Netzteil in 25 Minuten oder umgerechnet in 146 Fotos. Software TimeLapse (1.59€; App Store-Link)
Wer in den (Sommer-)Urlaub sowohl mit iPad und iPhone fährt, und sich nicht auf den USB-Port am Computer verlassen möchte, steckt vorrangig (nur) das iPad-Ladegerät ins Reisegepäck, das gleichermaßen gut an beiden Geräten funktioniert.
Weitere Strom(spar-)tipps für einen sparsamen Verbrauch bleiben unverändert und trotzdem gerne wiederholt: Display-Helligkeit; Push-Nachrichten; UTMS- und Wifi-Verbindung zählen zu den größten Konsumenten.
* Ich würde mich (ernsthaft) sehr für Kommentare interessieren, die dieser Thematik besser zugewandt sind und das eine oder andere Detail meiner unwissenschaftlichen Ausführungen verbessern oder ergänzen können.
Die neue iPhone-4-Kamera knipst erst seit 1.5 Monaten Bilder meines Alltags, hat jedoch die DSLR auf Kurzreisen bereits mehrfach ausgebremst.
Nichtsdestotrotz benötigt es für die Veredelung des schnellen Schnappschusses weiterhin gute Software. Bereits ewig verfügbar, hier jedoch nie ausführlich vorgestellt, ist Hipstamatic (1.59€; App Store-Link). Unter dem Slogan „Digital photography never looked so analog“ schraubt der kleine Plastik-Fotoapparat per In-App-Kauf verschiedene Objektive sowie unterschiedliche Konfektionierungstypen von Rollfilmen auf.
Was Hipstamatic aus gewöhnlichen Bilder herauszukitzeln vermag, zeigen 60.000 Flickr-Uploads.
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Diacarta (1.59€; App Store-Link) ist eine extrem ’spezielle‘ Empfehlung aus der ‚ToDo‘-Kategorie. Visuelle Icons strukturieren dabei – abgestimmt auf eine Uhrzeit – die Aufgaben des jeweiligen Tages.
Ohne Import-Funktion, iCal-Anbindung oder erweiternde Konfigurationen ist die App wenig ernst zu nehmen, bietet jedoch über seine optische Gestaltung ein enormes Maß an Intuition und Übersichtlichkeit, von dem sich Things, Omnifocus und Co. noch eine dicke Scheibe abschneiden können.
Unter http://jailbreakme.com (alternativ: http://jailbreakme.modmyi.com/) veröffentlichte ‚comex‚ soeben den Jailbreak für alle iOS-Geräte. Darunter finden sich auch das iPhone 4 (4.0.1) sowie das iPad in seiner neusten 3.2.1 Firmware-Ausführung. Ebenfalls Unterstützung sollen iOS 3.1.2, 3.1.3 sowie 4.0 erfahren. Beta-Fassungen für Entwickler werden nicht unterstützt.
Nostalgie ist angesagt: Der unbeschränkte Zugriff auf das Dateisystem, direkt vom Gerät aus, knüpft an alte Firmware-Tage an. Zu 1.1.1-Zeiten konnte man unter der identischen Web-Adresse bereits sein Gerät ‚entsperren‘ lassen.
Der Simkarten-Unlock für das iPhone 4 aus dem Hause ‚Dev-Team‘ soll ebenfalls bereitstehen. In diesen ersten Minuten sind die Server vollkommen überlastet und laden (noch) nicht zum Ausprobieren ein.
Erst nach mehreren Anläufen lud der ‚Slide-to‘-Jailbreak, welcher unter dem Projektnamen ’star‘ kursiert, auf meinem Gerät. Das ‚Interesse‘ ist (im Moment) nicht gerade bescheiden.
Für dieses Mal scheint eine Schwachstelle in der PDF-Darstellung von Safari ausgenutzt worden zu sein, welche Apple ohne Frage in einem zukünftiges Software-Update beheben wird. In der inoffiziellen Paketverwaltung Cydia steht mit ‚ultrasn0w‘ ein Unlock für 3G- und 3GS-Geräte bereit, der unabhängig vom Bootrom funktioniert. Der iPhone-4-Unlock soll seine Veröffentlichung nach einer kurzen Testphase in absehbarer Zukunft erfahren.
Es bleibt von Faszination, dass die Jailbreak-Methodik vom (Festplatten-)Speicher aus der Wolke kommt. Das erfordert sowohl Disziplin in Geschäften mit iPhone-Ausstellungsstücken, als auch ein Überdenken von Apples ‚kabelgebundener‘ Politik. So ist es nicht ganz ohne Komik, dass der Jailbreak (mit aller Bequemlichkeit) über das WiFi-Netz auf das Apple-Telefon fliegt, aber offizielle Firmware-Updates oder erste Geräte-Aktivierungen über iTunes zu erfolgen haben.
Update II
Vorsicht bleibt (natürlich) angesagt: Einige iPhone-4-Geräte vermissen nach dem Jailbreak die FaceTime-Videotelefonie sowie MMS-Nachrichten. Beides soll durch eine Wiederherstellung des Benutzer-Backups zurückzuholen sein.
Probleme werden auch von der iPad-Front berichtet. Darüber hinaus dokumentieren sowohl unsere Kommentare als auch Engadget-Blog von missglückten Reboots, die eine komplette Wiederherstellung des betroffenen iPhones erforderten.
Update III
Für die MMS- und FaceTime-Probleme bestand ein Problem mit den Zugriffsrechten. Ein Update wurde bereits über Cydia ausgeliefert. Falls danach immer noch nicht der Anzeige-Button für die Videotelefonie in den Kontakten auftaucht, hilft ein Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen. Eventuell muss FaceTime auch einfach nur neu aktiviert werden (-> Einstellungen -> Telefon).
Ende April importierte ich aus Großbritannien ein Huawei-E5830-Modem als mobilen Hotspot für das iPad WiFi. Drei Monate später bin ich im Großen und Ganzen immer noch sehr zufrieden mit der £80-Anschaffung. Aus dem 1500mAh-Akku lässt sich bei durchschnittlichem Datendurchsatz ein ‚Arbeitsnachmittag‘ quetschen. Einmal eingerichtet, werkelt der Plastikstein mit Mobilfunktechnologie zuverlässig. Das deutsche Hardware-Unternehmen TrekStor bietet das (fast) identische Gerät nun auch auf dem hiesigen Markt zum Verkauf.
TechDepot, derzeit Werbekunde auf dem iPhoneBlog, stellte mir eines dieser Geräte zur Ansicht bereit. Obwohl mittlerweile UMTS-iPads verfügbar sind, ist der mobile WLan-HotSpot immer noch eine recht nette Arbeitserleichterung.
Insbesondere gilt dies für Situationen, in denen mehrere Geräte – beziehungsweise Personen mit mehreren Geräten – gleichzeitig ins Netz wollen. Praxisbeispiel letztes Wochenende: Meine kleine Schwester betreibt eine meiner ‚ausgemusterten‘ iPhone-Generationen mit einer Prepaid-Simkarte, und lernte recht schnell die Vorzüge einer (fast) unbeschränkten UMTS-Karte über den Huawei-Dongle zu schätzen. Gleichzeitig konnte ich auf der gemeinsamen Familienfeier Online-Fotogalerien am iPad zeigen.
Aber soweit waren wir ja schon beim letzten Artikel…
Eine definitive Neuerung, des ansonsten baugleichen Gerätes, ist das Display. Keine bunten Leuchtknöpfe sondern eine schwarzweiße Informations-Anzeige helfen der Übersichtlichkeit. Insbesondere der Batterie-Status auf dem „Punkt-Matrix“-Bildschirm (nähere Angaben konnte mir TrekStor per Telefon nicht beantworten), hilft sehr.
Einhergehend damit liefert das Gerät eine weitaus bessere Web-Oberfläche als sein UK-Bruder. Dort lassen sich auf einen schnellen Blick die Anzahl der verbundenen Teilnehmer sowie der gemeinsame Datendurchsatz ablesen. Selbst am iPad lädt die Webseite bei Bedarf automatisch neu und aktualisiert seine Anzeigen.
Einen zusätzlichen Mehrwert liefert beim iPad-Einsatz das Camera Connection Kit (29€; Affiliate-Link), das über USB seinen Akku-Strom an die Surfkugel weitergibt. Dazu bedarf es teilweise einem mehrmaligen An- und Abstecken sowie dem ignorieren einer Fehlermeldung. Danach funktioniert bei eingeschaltetem iPad-Bildschirm (!) die Strom-Kooperation jedoch reibungslos.
Das Gerät besitzt keinen Sim- oder Netlock und lässt sich demnach in GSM-Netzen der Frequenzen 850/900/1800/1900 und 2100 betreiben. Über den microSD-Karteneinschub richtet sich ein gemeinsamer ‚Netzwerkspeicher‘ ein. Der Anschaffungspreis von 130€ ist nicht gerade gering, macht sich bei sehr häufiger (oder ganz seltener) Benutzung, der den Kauf einer zusätzlichen Prepaid- beziehungsweise Vertrags-Datenkarte rechtfertig, jedoch schnell bezahlt und ersetzt beispielsweise monatliche Tethering-Optionen.
* Das Testmuster wurde mir von der Firma TechDepot zur Verfügung gestellt. Der ‚portable WLAN HotSpot‘ von Trekstor ist dort für 129,71€ (inkl. MwSt) zu bestellen. Grundsätzlich beliefert TechDepot nur gewerbliche Kunden.
Update
Wie marco79 richtig in den Kommentaren ergänzt: FaceTime ist für iPhone-4-Besitzer damit von Unterwegs natürlich genauso möglich und funktioniert nach meiner Praxiserfahrung hinreichend gut.
Seit Apple vor drei Jahren das iPhone aus der Wundertüte zog, um der Mobilfunkwelt kräftig in den Hintern zu treten, haben 18 System-Updates die vier Geräte-Generationen erreicht. Mit dem aktuellen iOS 4.0 sortiert sich erstmals alte Hardware aus dem Software-Zyklus aus. Dem silbernen Metallrücken des iPhone Classic reicht die Puste nicht für eine erneute Frischzellenkur. Mit 36 Monaten Lebenszeit gehört damit die erste Generation zum alten Eisen und verbleibt bis zu ihrem Systemtotd auf Firmware 3.1.3.
Ein Jahr später streckte das iPhone 3G seine GPS-Fühler in die Luft und zieht im Gegensatz zu seinem Vorserienmodell mit auf den 4.0-Gipfel. Dort kommt es allerdings vollkommen ausgelutscht an. Multitasking oder farbenfrohe Hintergrundbilder bleiben dem lediglich 24 Monate alten UMTS-Strahlemann verwehrt. Das führte schon im Vorfeld der Ankündigung zu einem Aufschrei: Die für das Gerät abgeschlossenen Zweijahresverträge neigen sich hierzulande erst jetzt dem Ende ihrer Laufzeit entgegen. Was niemand erwartete: Nach der abgespeckten Systemaktualisierung fangen die Probleme erst an. Abstürzende Programme, Slowdowns und ruckelnde App-Store-Spiel empören ihre gebeutelten Eigentümer.
Da keine System-Downgrades vorgesehen sind, hängen Benutzer jetzt auf einer behäbigen OS-Version fest. Einige berichten, dass Apple sich nach langen Klage-Orgien schon zu Garantiefällen hat breitschlagen lassen. Aber das kann es doch nicht sein! Woher urplötzlich die Angst, alte Zöpfe abzuschneiden? Wenn es sich jemand leisten kann, Kunden mit Geräten vor die Tür zu setzen, die noch in diesem Jahr aktiv verkauft wurden, dann doch wohl Apple. Das iPhone 4 findet schneller einen Abnehmer, als es sich produzieren lässt. Wen kümmert da die Kundschaft von vorgestern?
Einbahnstrasse: Multitasking
Und dann war da noch die Geschichte mit dem iPad: Damit keine der geheimen Entwicklungen vor Fertigstellung des Gerätes an die Öffentlichkeit gelangt, arbeitet Apple intern mit streng getrennten Teams. Teilweise verschlingen ausgelagerte Entwicklermannschaften unglaubliche Geldbeträge, während sie gleichzeitig an ähnlichen Konstruktionen forschen – alles nur, damit das Gerüchte-Risiko möglichst klein gehalten wird. Dies führt in der derzeitigen Situation dazu, dass das iPad nicht auf den aktuellen Firmware-Zug aufspringt und am 3.2-Bahnhof gestrandet ist. Das iPhone 3GS und iPhone 4 profitieren von Hintergrundprozessen, die Spielstände aktueller Titel einfrieren. Damit ersparen sie beim plötzlichen Beenden der Anwendung dem Speicherstand seinen schweren Weg zum Datenfriedhof. Das iPad dümpelt dagegen auf einer eigenständigen – aber bereits ausgemusterten – Firmware nur hinterher. Unter diesem Missstand leidet vornehmlich die App-Store-Kategorie ‘Spiele’.
So vielversprechend ich den Ansatz hardwareübergreifender Aktualisierung lobte, derzeit verstrickt sich Apple doch in seinen Kompatibilitätsproblemen. ‘Multitasking’ ist rückblickend eine komplett verwirrende Funktionsbezeichnung für etwas, das aus Speichermangel jederzeit abgeschossen werden kann und mich bereits mehrere High Scores kostete. Nintendo und Sony wissen, warum auf ihren Konsolen nur ein Spiel zur gleichen Zeit läuft. Einziger Lichtblick: Mit iOS 4 hat Cupertino endlich seine interne Bilanzierung in den Griff bekommen, so dass auch iPod-touch-Besitzer kostenlos in iTunes auf den Update-Button drücken dürfen.
Nichtsdestotrotz: Es ist an der Zeit, die Falten aus der Wundertüte zu bügeln und eine klare Software-Richtung einzuschlagen.
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Für die M! Games, das dienstälteste deutschsprachige Videospiel-Magazin, verfasse ich eine monatliche Kolumne zum Thema iPhone. Die Ausgabe 203 befindet sich ab heute am Kiosk. Über Feedback zum aktuellen Artikel würde ich mich sehr freuen.