iDisk-Zugriff für MobileMe-Kunden mit offizieller iPhone-Anwendung von Apple

DirektiDisk

Seit dem gestrigen Mittwoch findet sich die lang-erwartete iDisk-Anwendung für das iPhone im App Store. Das Programm, für den mobilen Zugriff auf die virtuelle ‚Internet-Festplatte‘ von MobileMe-Kunden, war bereits auf der WWDC angekündigt worden.

Die ersten Erfahrungsberichte äußern sich verhalten positiv, was vornehmlich auf die schwachbrüstige Anbindung zurückzuführen ist, mit der auch die Desktop-Variante seit längerem kämpft. Auch die Synchronisation könnte reibungsloser vonstatten gehen, da lediglich der aufgerufene Ordner auf neue Dateien überprüft wird.

Das Versenden von Downloadlinks funktioniert hingegen ausreichend gut. Dateien umbenennen, verschieben oder löschen ist nicht möglich. Konkurrenzprogramme wie Air Sharing (3.99 €; App Store-Link) oder One Disk (3.99 €; App Store-Link) – ehemals A.I. Disk – machen das besser. Die kostenpflichtigen Zusatzprogramme bieten bereits seit längerer Zeit neben dem iDisk-Zugriff auch andere Standards zur Bereitstellung von Dateien aus dem Internet (WebDAV, FTP, etc.).

Nicht unerwähnt soll in diesem Zusammenhang die Dropbox-Ankündigung einer eigenständigen iPhone-Anwendung bleiben. In meinen persönlichen Arbeitsrhythmus hat sich der kostenfreie Basis-Service bereits etabliert. Ich arbeitet über die Dropbox wie mit lokalen Dateien.

-> https://www.getdropbox.com/

Die iDisk-Anwendung ist eine nette Erweiterung für zahlende MobilMe-Kunden, leider jedoch kein (weiteres) Verkaufsargument für den Bezahlservice.

iTunes_iDisk.jpg

-> App Store-Link

Cydia-Store und Apple’s Anti-Jailbreak-Begründung

Cydia Store - Nearly $1_4 Million in Income.jpg

Nach knapp fünf Monaten zieht der inoffizielle Jailbreak-Store über Cydia erstmals Bilanz: Jay Freeman, Programmierer und waltendes Organ hinter dem populären Paketmanager, verkündet insgesamt 53.000 Verkäufe mit einem Umsatz von 210.000 US-Dollar.

Die Zahlen mögen im ersten Moment vielversprechend klingen. Grob überschlagen macht der Cydia-Store mit seiner überschaubaren Liste an Programmen damit seit dem 07. März rund 1300 Dollar Umsatz am Tag. Entgegen der überlegenden App Store-Konkurrenz, bei der durchschnittlich jeder iPhone-Besitzer innerhalb des letzten Jahres 33 Anwendungen heruntergeladen hat, relativieren sich die Erfolge des Cydia-Shops allerdings.

Freeman schaute für die Modmyi-Community außerdem in seine Server-Statstiken: Rund 1.5 Millionen einzelne iPhones sollen dabei in der vergangenen Woche einen Cydia-Ping abgegeben haben. Im letzten Monat waren es insgesamt drei Millionen.

Mit Spannung darf auch hier die Monopolstellung der Cydia-Verkaufsplattform betrachtet werden. Freeman – aka Saurik – zahlt nur einen variablen Prozentsatz der Umsätze an die App Store-Konkurrenzentwickler. Modmyi sprach mit Daniel Peebles – aka Pumpkin -, der sich vor drei Tagen mit seinem YouTube-Tweak in die Schlagzeilen spielte. Das Dev-Team-Mitglied veröffentlichte für $2 eine Anwendung, die YourTube heißt und bewegte Bilder des beliebten Videoportals lokale auf das iPhone laden kann.

Mit 1800 Downloads generierte YourTube $3600 in drei Tagen, von denen $2500 (nach Steuern) ausgezahlt wurden. Mit 30-Prozent ‚Transfergebühr‘, entspricht dies genau der 70/30 Quote des App Stores, die Apple seinen Entwicklern anbietet.

via modmyi

Zwischenzeitlich, und das ergänzt die angestoßene Diskussion merklich, legt Apple seine Argumente gegen einen Jailbreak weiter dar. Die Electronic Frontier Foundation, eine amerikanische Bürgerrechtsorganisation im digitalen Zeitalter, forderte bereits seit August 2008 die ‚Legalisierung‘ des Jailbreaks. Apple reagierte darauf im Februar 2009 und heimste sich ordentliche Negativ-Schlagzeilen ein. Aus dem mehrseitigen Juristen-BlaBla blieb in den Medien ‚Apple sagt der Jailbreak ist illegal‘ hängen.

Seit Gestern findet sich die zweite Stellungnahme gegenüber dem Library of Congress Online. Diese behandelt das Thema ‚Fair Use‘, die Modifikation der Baseband und Urheberrechtsfragen. Das 45-seitige (PDF-)Dokument besteht aus 16 Seiten Begründung und 29-Seiten Anhang.

Die von Apple angegebene Liste, der durch einen Jailbreak möglichen Fehlfunktionen, ist beschwerlich lang: Crashes & instability, Malfunctioning & safety, Invasion of privacy, Exposing children to age-inappropriate content, Viruses & malware, Inability to update software, Cellular network impact, Piracy of developers’ applications, Instability of developers’ applications, etc..

Doch das feinstes Juristengewäsch sollte eigentlich nicht verwundern: Will Apple den Jailbreak zukünftig nicht als Digital Millennium Copyright Act-Ausnahmeregelung verzeichnet sehen, muss hochtrabend argumentiert werden. Ob sich das amerikanische Gesetz davon beeindrucken lässt, erfahren wir (vielleicht) im Herbst.

via wired.com

[game] Minigore

minigore.jpg

Die finnische Entwicklerschmiede Mountain Sheep entwickelte unter (nicht unwesentlichem) Weblog-Interesse im Vertrieb von Chillingo, ein Spiel namens Minigore. Dabei folgt ihr der Abenteurer-Plattnase John Gore, die sich durch Horden von Furry-Monstern ballert. Sowohl Freund als auch Feind haben Maskottchen-Potenzial, das einen ‚Little Big Planet‘-Sackboy das Fürchten lehrt.

Minigore_ What Minigore is....jpgMinigore_ What Minigore is...-1.jpg

Aus einer plastischen Vogelperspektive steuert ihr John über das Terrain. Der rechte Daumen bleibt konstant auf dem Abzug. Dauerfeuer ist dringend notwendig, denn in diesem Horror-Überlebenskampf zählt jede Patrone um sich der haarigen Wesen zu entledigen.

Die Knuddeljagd ist auf Highscore-Hatz: Das bedeutet für die erste Version lediglich eine 3D-Umgebung mit unendlich nachströmenden Furry-Monstern. Diese kommen in Gestalt von vier unterschiedlichen Arten. Die gigantischen Väter bedürfen mehrerer Schüsse und transformieren unter Beschuss zu kleinen Furry-Kindern. Vor den brennenden Plüschwesen müsst ihr euch besonders in Acht nehmen – Laufduelle gewinnt ihr hier nicht. Ein schneller Abzugsfinger an drei verschiedenen Waffentypen schickt die Wuschelwesen ins Nirwana. Sammelt ihr drei Kleeblätter ein, werdet ihr für kurze Zeit selbst zum unverwüstlichen Ungeheuer.

Video

Untermalt wird die blutrote Ballerorgie kinderfreundlich mit Banjo-Trommeln und Songs aus eurer eigenen iPod-Bibliothek. Angeschlossen ist das OpenFeint-Netzwerk, bei dem ihr euren Punktestand mit Freunden vergleichen könnt. Bereits in einem Update angekündigt, ist eine kooperative Schießeisen-Jagd über Bluetooth sowie ein Radar-System um die Sturmrichtung der kleinen Furrys besser zu erkennen.

MiniGore befand sich über 14 Tagen im App Store-Genehmigungsprozess. 0.79 € sind für dieses wunderschöne Baller-Fest mit Suchtpotenzial gut angelegt.

iTunes_minigore.jpg

-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

Netbook-Akku mit USB-Port lädt iPhone

Ein Deejay aus Tschechien versieht eine MSI Wind Netbook-Batterie in Eigenregie mit einem USB-Port. Eine volle iPhone-Ladung ist damit in 2.5 Stunden zu bewerkstelligen, die Strom für zwei komplette Akku-Zyklen liefern soll.

Eine Selbstbauanleitung inklusive des iPhone-Ladestatstiken gibt es hier:

-> http://prusadjs.cz/

Wer nicht die Nerven für eine vierminütige Techno-Orgie aufbringt, dem sagt ein Bild mehr als tausend YouTube-Beats.

http___prusadjs.cz_wp-content_uploads_DSC07440_2.JPG.jpg

via CrunchGear

Schlüsselwort-Vergabe soll App Store-Suche verbessern

keywords.jpg

Die Suche im Apple App Store für iPhone-Programme ist eine Qual. Nur im seltensten Fall findet man unter allgemeinen Suchbegriffen eine entsprechende Anwendung. Zusätzlich werden seit dem App Store-Beginn die Suchergebnisse durch ‚freizügige Programmbeschreibungen‘ einiger Entwickler verfälscht. Eine unsaubere Methode mit der versucht wurde, sich an die Popularität downloadstarker Titel zu hängen.

keywords2.jpg

Seit heute können separate Schlüsselbegriffe der eigenen Anwendung zugeordnet werden. Dazu stehen dem Entwickler 255 Zeichen zur Verfügung, die via dem Developer-Interface iTunes Connect beizufügen sind.

Es bleibt spannend, ob sich der App Store-Suchalgorithmus dadurch merklich innerhalb der nächsten Wochen und Monate verbessert. Ob dies der Auftakt von den ‚opportunities for further improvements‚, von denen Tim Cook bei der Geschäftszahlen-Verkündung in der letzten Woche sprach ist, bleibt genauso abzuwarten.

So ganz reibungsfrei ist die neue Eingabemaske noch nicht…

rdar___7101598_ Max Keyword length in iTunes Connect is stated 256 chars, but limited to 100.jpg

2 Millionen Downloads: App Store-Analyse zum OS + Gerät

Der deutsche Entwickler für Mobilfunkspiele Fishlabs aus Hamburg analysiert App Store-Downloadzahlen anhand ihrer Kreditkarten-Werbeanwendung. Das kostenlose Waterslide Extreme (App Store-Link) erhielt nicht besonders positive Benutzer-Bewertungen, generierte jedoch in lediglich einer Woche über 2.5 Millionen weltweite Downloads. Ein schönes Beispiel, was sich mit einer werbefinanzierten Entwicklung erreichen lässt…

Fishlabs erhob aus dem Mitte Juli eingestellten 3D-Rutschspiel Statistiken über die Geräte-Art (iPhone, 3G, 3GS, iPod touch 1.Gen und 2.Gen) und welche Firmware vorhanden war.

Fragmentierung bedroht den Erfolg von iPhone und iPod touch.pdf (page 2 of 4).jpg

Beachtlich ist die hohe Fallzahl (n=2.008.807), die ein relativ gutes Bild des vorhandenen Marktes zeichnet. Schlussendlich, und das muss betont werden, dürfen die Zahlen nur als Richtwert betrachtet werden.

Es verwundert der hohe OS 2.2.1-Anteil, der sicherlich zu einem nicht unerheblichen Anteil auf die nicht kostenlose Aktualisierung (8 EUR) der iPod touch-Geräte zurückzuführen ist.

Fragmentierung bedroht den Erfolg von iPhone und iPod touch.pdf (page 3 of 4)-1.jpg

Die, in der dazugehörigen Pressemitteilung (und dem Weblog-Eintrag) geäußerten Sorgen einer Markt-Fragmentierung durch unterschiedlich leistungsstarke Geräte, sind nicht neu. Wirft man jedoch einen Blick auf den Anteil der 3GS-Mobilfunktelefone mit über 12-Prozent, wird recht deutlich wohin die Reise geht. Das 3GS erschien am 19. Juni und verkaufte innerhalb von nur drei Tagen über eine Millionen Einheiten.

Taito – Space Invaders Infinity Gene (Update)

Die japanische Taito Corporation scheint mit ihrem weiterentwickelten Space Invaders einen echten Wurf gelandet zu haben. Das was Toshihiro Nishikado im Jahr 1978 startete, sieht 2009 auf dem iPhone phantastisch aus. Leider sitze ich aktuell hinter solch einer schlechten GPRS-Leitung, dass nicht im Traum daran zu Denken ist, den 22 MB-Download anzustoßen…

DirektSpace

‚Infinity Gene‘ greift zu Beginn seine historischen Shoot’em-Up-Wurzeln auf und startet originalgetreu mit einem kleinen Raumschiff und akkurat aufgereihten Alien-Bataillonen. Danach sprudelt es jedoch nur so an neuen Waffen, außerirdischen Strichzeichnungs-Gegnern und freizuspielenden Welten.

Mit automatischer Feuerwaffe im Anschlag, klettert ihr den Evolutions-Baumstamm empor. Spielt ihr eigene Musikstücke aus der iPod-Bibliothek, generiert dies ganz individuelle Level.

Zu späterer Stunde am heutigen Tag, nuckel ich (hoffentlich) wieder an einer schnellen WiFi-Verbindung und freue mich auf eine 4 €-Investition.

iTunes_space.jpg

-> App Store-Link

Update

Space Invaders Infinity Gene erworben und für großartig befunden!

Google Voice ohne App Store-Fahrschein (Update)

YouTube - Google Voice.jpg

Ein Tag voller Verschwörungstheorien. Während das gefühlte Klima für Entwickler mit Firmware 3.1 Beta 3 in Bezug auf Tethering und Verfallzeiten nicht gerade sanfter wurde, geht es auch im App Store hoch her. Von dort war heute zu vernehmen, das zwei Applikationen für den derzeit rein amerikanischen Google Voice-Dienst, entfernt bzw. nicht genehmigt wurden.

Google Voice schimpfte sich ehemals GrandCentral und vereint bei Bedarf alle eigenen Telefon-Nummern unter einer VoIP-Kennziffer. Automatische Transkription und ein digitaler Anrufbeantworter inbegriffen. Der Dienst öffnete erst langsam in den letzten Tagen seine Tore, ist jedoch weiterhin der US-Benutzung vorbehalten.

Ich konnte damit bereits ein wenig herumspielen. Die englische Wörtererkennung funktioniert passabel, das Zustellen der ‚eingesprochenen Texte‘ zufriedenstellend. Die Verwaltung von SMS, das kostenlose Verschicken und die international-günstigeren Gebühren fallen extrem positiv ins Gewicht.

DirektVoice

Man merkt, die Funktionalität entspricht einem direkten Angriff auf den Mobilfunkmarkt. Aus dieser Argumentations-Perspektive ist die Ablehnung der offiziellen iPhone-Anwendung mit der Begründung auf ‚duplicate features that come with the iPhone‘ nicht unerwartet.

Nach TechCrunch-Informationen soll die Google-Anwendung zur Überprüfung bei Apple vor sechs Wochen eingereicht worden sein. Der gleiche Zeitpunkt war auch für die Google Latitude-Anwendung im Gespräch, welche seit dem vergangenen Wochenende ein reines Web-Anwendungs-Darsein fristet.

DirektMobile

Apropos ‚Dasein fristen‘: Die App Store-Anwendung GV Mobile verlebte seit April eine begehrte, jedoch auch sehr ruhige Existenz im lustigen iPhone-Zoo. GV Mobile von Sean Kovacs leistete für ein paar Euro (später auch als Lite-Version) eine vollwertige Google Voice-Anbindung. Besagter Kovacs soll vor seinem App Store-Debüt von Phil Schiller, Apple’s Senior Vice President, höchstpersönlich angerufen worden sein, dass sich sein Release verzögert. Klingt nicht sehr glaubwürdig, ist für den hiesigen Sachverhalt jedoch auch nicht von Wichtigkeit.

GV Mobile flog im gleichen Atemzug am heutigen Tag aus dem digitalen Einkaufsparadies.

Natürlich zeigen die ersten Finger auf den US-Exklusivpartner AT&T. Anrufbeantworter, Frei-SMS und kostengünstigere Überlandgespräche zerren den Mobilfunkanbieter in die direkte Schusslinie. Ob sich jedoch Apple oder AT&T durch den Suchmaschinenanbieter und seinem BETA-Service auf den Schlips getreten fühlten, ist vollkommen egal.

Das, was derzeit im App Store passiert, ist ein Kreativitäts-Stopp: Skype nur über WiFi; Latitude mit seinen Armen auf den Rücken gebunden als Web-Anwendung; Videostreaming-Programme wie Qik wird gleich der komplette Zugang versagt.

Wer genau den Anwendungen die Beine abhackt, die eine Technologie an ihre Grenzen treiben, wird sich letztendlich selbst schaden.

Die Lösung? Ein kreativer, lediglich marginal gefilterten App Store mit transparentem Zulassungsprozess. Und wie bekommt man den? Durch die Beendigung der exklusiven Provider-Bindung. Dadurch wird nicht alles besser, aber sicherlich vieles.

Zwar traue ich keinem der SIM-Pakete- und Freiminuten-Händler über den Weg, stehen diese jedoch im Konkurrenzkampf, geht plötzlich einiges. Was wäre beispielsweise, wenn die T-Mobile-Partnerschaft 2010 ausläuft und das iPhone (3GS) auch bei anderen Mobilfunkanbieter verfügbar wäre? Schlagende Argumente wären beispielsweise die erlaubte Skype-Telefonie aus den Mobilfunknetz. Tethering?

Was wäre, wenn O2 dazu sagen würde: ‚Kein Problem mit uns‘?

Entsprechende Datenpakete für USB-Sticks zu wenigen Euros bestehen ja bereits. Ein Finanzierungsproblem dürfte daher nicht die Sorge sein.

Sorgen darf man sich derzeit jedoch weiter um den (möglichen) Einfluss der exklusiven Mobilfunkprovider machen.

Update

Schnelle Konsequenz: GV Mobile von Sean Kovacs ist ab sofort über Cydia für iPhones mit Jailbreak verfügbar.

Looks like Apple/AT&T pissed off a lot of people…lol. Anyway, I’ll be releasing GV Mobile v1.2 on Cydia for free today or tomorrow, with an update coming in a couple weeks.

seankovacs.com