Die Aussagekraft dieser Statistik beschränkt sich auf Watchsmith – eine einzige App. Ihre Verteilung auf die unterschiedlichen Uhrenmodelle dürfte jedoch einen hilfreichen Einblick in den generellen Produktmix liefern (den uns Apple bekanntlich nicht verrät).
Die exakte Aufteilung ist mir hier aber auch nicht wichtig: Festhalten möchte ich die Popularität der Apple Watch Series 3.
Sie ist wahrscheinlich wirklich das meistverkaufte Modell, weil Apple sie am längsten im Sortiment hält. Apple Watch Series 4 und 5 konnte man jeweils nur ein Jahr direkt bei Apple shoppen.
Gleichzeitig ging die Hälfte aller 100 Millionen Uhren, die weltweit wohl aktiv verwendet werden, erst in den letzten zwei Jahren (!) über den Tisch.
Apple verkaufte geschätzt rund 60 Millionen Uhren in den Jahren 2019 und 2020. Die Apple Watch Series 3 beteiligt sich seit 2017 an allen diesen Verkäufen.
Mittlerweile ist ihr Verkaufsargument jedoch ausschließlich der Preis. Um mich einmal selbst zu zitieren.
Die Finger sollte man [dagegen] von einer neuen Series 3 lassen. Preis und Leistung sind heute nicht mehr auf Augenhöhe einer Series 4, 5 und natürlich 6. […]
watchOS 7 ist abwärtskompatibel bis zur Series 3. Es ist die älteste Uhr, die noch auf dem neusten Betriebssystem läuft. Allerdings sind Features wie die Familienfreigabe erst mit der Apple Watch SE möglich. Auch die internationale Notruffunktion sowie die Sturzerkennung und Lärmüberwachung sind nicht auf der Series 3.
Der Preisunterschied zwischen einer neuen Series 3 (GPS) und der Apple Watch SE (GPS) beträgt 80Euro. Ich verstehe, dass Kunden und Kundinnen hier nicht drauflegen – obwohl die technische Gegenüberstellung mittlerweile eindeutig ausfällt.
Unverständlich ist mir dagegen, warum die Apple Watch SE nicht die Series 3 ablöst.
Apple hat nicht nur verpasst einen alten Zopf abzuschneiden, sondern hält die Series 3 wirklich nur noch künstlich am Leben. Wie viele watchOS-Updates sieht diese Uhr noch? Wie viele Jahre lässt sie sich noch passabel benutzen, wenn man sie heute neu von Apple kauft?
Ich darf spätestens jetzt anmerken: 75-Prozent aller Apple-Watch-Kund:innen sind Neukund:innen1.
„Importantly, Apple Watch continues to extend its reach, with nearly 75% of the customers purchasing Apple Watch during the quarter being new to the product. We’re very excited about the future of this category and believe that our integration of hardware, software and services uniquely positions us to provide great customer experience in this category.“
Für Sohnemann (7) ist es ein bisschen zu einfach; für meine Tochter (5) ist es ein bisschen zu schwierig – beide haben jedoch Spaß an der Visualisierung von Zahlen in Fiete Math.
Die App lehrt Addieren und Subtrahieren, indem die Kids kleine Bauklötze teilen und wieder neu zusammensetzen. Stressfrei eignet man sich so ein Verständnis für Mengenverhältnisse und verschiedene Rechenwege an.
Team Prizmo bekommt Konkurrenz von Genius Scan. In einer direkten Gegenüberstellung überzeugt mich der zielstrebige Prozess.
Die größte Zeitersparnis liegt (für mich) nicht im Scannen von Dokumenten, sondern in der Dateibenennung und dem anschließenden Export. Sobald man seine Postwurfsendungen nämlich unter der iPhone-Kamera wieder hervorzieht, hat die App einige Schlagworte ermittelt, die sich dann mit nur einem Klick in den Dateinamen schreiben.
Da alle meine Rechnungen in Receipts landen, benötige ich zur Identifizierung der PDFs im Dateibaum lediglich das Datum sowie einen treffenden Begriff – oft ist das ein Firmenname.
Apropos Datum: Die Erkennung greift nicht nur Worte auf, sondern erkennt auch Datumsangaben auf dem Papier. Das hilft, wenn der Scan nicht das aktuelle Datum, sondern beispielsweise das aufgedruckte (Rechnungs‑)Datum im Dateinamen führen soll.
Zusätzlich lassen sich TAGs vergeben, die beim Export des PDFs in die Metadaten geschrieben werden und sich über Spotlight wiederfinden.
Die Nachbearbeitung der Dokumente in Genius Scan ist deutlich eingeschränkter als bei Prizmo – und speziell einige Buttons müssen hübscher werden. Da beide Apps aber hervorragende Ergebnisse beim Scannen liefern, benötige ich diese Nachbearbeitung eigentlich nie und bevorzuge das aufgeräumtere Layout von Genius Scan.
Der Vorteil von zusätzlichen Einstellungen zeigt sich jedoch bei der Kompression: Prizmo scannt in „Schwarz und Weiß“ platzsparender als Genius Scan. Bei vergleichbarer Qualität habe ich teilweise deutliche Unterschiede gesehen (19 KB gegenüber 270 KB).
Heutzutage ist der Speicherplatz, den eingescannte Dokumente belegen, natürlich unerheblich. Deshalb ist mir auch der Workflow wichtiger. Genius Scan sagt mir mit Version 6 mehr zu. Beide Apps lassen sich jedoch ausprobieren – ihr entscheidet euch erst beim jeweiligen In-App-Einmalkauf.
Apple veröffentlichte vor zwei Monaten ein hervorragendes PDF um das eigene Telefon auch wirklich privat zu halten. „Device and Data Access when Personal Safety is At Risk” habe ich als Grundgerüst für dieses Video benutzt und um ein paar ganz konkrete Aspekte ergänzt.
Hier das Intro zur achtminütigen Episode:
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The headphone market and the soundbar business in Consumer Electronics offer great growth potential – despite a highly dynamic market and strong competitive pressure. This is especially the case for the true wireless headphone market. “Our products are known for the best sound and for delivering a unique sound experience. These crucial aspects are at the heart of the purchasing decision for our customers in the Premium Headphones, Enhanced Hearing, Audiophile and Soundbars segments,“ explains Daniel Sennheiser, Co-CEO. “These are the strengths that we want to work with a partner to build upon.” In parallel, it is important to increase visibility in the market in order to be able to achieve sustainable growth.
Die Pressemitteilung findet ansonsten erstaunlich offene Worte: Es herrscht „hoher Wettbewerbsdruck“. Im Endkundengeschäft geht es ausschließlich um „komplett kabellose In-Ear-Kopfhörer“ und es fehlt (ihnen) jegliche „Sichtbarkeit“.
Der anvisierte Rückzug ist bemerkenswert, weil die Ära der cleveren Ohrstöpsel gerade erst beginnt. AirPods sind noch keine eigene Plattform, profitieren aber ungemein von den kompatiblen Computern aus gleichem Haus.
Deshalb würde es mich auch nicht wundern, wenn Bang & Olufsen, Bose und Sony mit ihren „true wireless headphones“ vor vergleichbaren Problemen stehen, sich diese aber noch nicht eingestehen.
Der folgende Artikel ist über 14.000 Zeichen lang. Um ihn zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one habe ich die Audiodatei zusätzlich in den persönlichen RSS-Feed eingestellt.
AirPods Max ziert kein sichtbares1 Apple-Logo. Es ist das Erste, was mir positiv auffiel; es ist das Erste, was mir bei allen anderen Mitbewerbern negativ auffällt. Von Sony bis Bose: Auf jedem anderen Over-Ear-Kopfhörer prangt prominent die Bild- und/oder Wortmarke seines Herstellers.
Nicht so auf den AirPods Max.
Trotzdem erkennt man Apples neue Kopfhörer natürlich sofort. Das Design unterscheidet sich von den typischen Plastikschalen der Konkurrenten. Die Optik geht sogar erstaunlich weit in eine eigene Richtung: Fünf Farben hätte niemand für die allererste Version erwartet.
Ich liebe diese Auswahl! Man kann unterschiedlicher Meinung über die verfügbaren Lackierungen sein2, aber dass es überhaupt verschiedene Varianten gibt, ist fantastisch.
Doch noch einmal zwei Schritte zurück.
Bereits die grundsätzliche Existenz dieser Kopfhörer überraschte (mich). Gerüchte über Over-Ear-Kopfhörer von Apple verfolgen uns zwar seit Jahren, trotzdem verwunderte die Veröffentlichung: Nicht nur, weil sie so kurz vor Weihnachten und damit außerhalb der „Shopping Season“ lag, sondern weil ich den Markt für Highend-Headphones als zu klein für Apple eingeschätzt hatte.
Außerdem verkauft Apples Tochterfirma Beats schon zahlreiche Kopfhörer dieser Art3. Und nicht zu vergessen: Das tatsächlich lukrative Geschäft mit Alltags-Kopfhörern dominiert die Firma aus Cupertino bereits mit AirPods (Pro).
Tim Cook beantwortete kürzlich die Frage worauf Apple beim Eintritt in neue Märkte achtet.
The framework that we use is we ask ourselves if this is a product or service we’d want to use. That’s a pretty high bar. Is it a big enough market to be in? Unless it’s an advanced product, it’s about customer experience. There’s no set way that we’re looking at it, no formula kind of thing. We’re taking into account all of those things.
The kinds of things we love to work on are those where there’s a requirement for hardware, software, and services to come together. Magic occurs at that intersection.
Hardware, Software und Services. Arbeiten wir die drei Punkte also nacheinander ab. Beginnen wir bei der Software.
Apple verkauft Computer. Jedes Apple-Produkt ist ein Computer. Und das gilt natürlich auch für ihre Kopfhörer.
In jeder Ohrmuschel sitzt ein H1-Chip, der bis zu neun Milliarden Operationen in der Sekunde ausführen kann. Das klingt monströs, aber ich habe keine Ahnung, ob es das auch wirklich ist. Was ich dagegen mit Sicherheit weiß: Der Chip passt den Sound der AirPods Max nach dem individuellen Sitz der Ohrpolster an. Es gibt keinen „Sweet Spot” für die Kopfhörer, sondern eine konstante Anpassung je nach Kopf- und Ohrengröße.
Der Chip korrigiert andauernd Frequenzbereiche, indem nach innen gerichtete Mikrofone mithören welche Musik spielt. Er stellt den Kopfhörer gleichermaßen auf Außengeräusche ein und ändert die Tongestaltung, wenn ihr beispielsweise von Musik zu einem Film wechselt.
Apple fasst all diese Einstellungen unter dem Oberbegriff „Adaptive EQ“ zusammen und macht die manuelle HiFi-Anpassung überflüssig. Oder um es deutlicher zu formulieren: Wenn du jemand bist, der Sound-Signaturen vergleicht und 100-Prozent-Kontrolle über den Klang verlangst, dann bist du nicht die richtige Zielgruppe für diesen Kopfhörer.
Es klingt spaßig, ist aber mein Ernst: Man kann mehrere Kopfhörer in der 600-Euro-Preisklasse in punkto Audioqualität untereinander vergleichen. Gleichzeitig möchte ich aber schreien: „You are missing the point!“
AirPods Max spielen nämlich abseits ihres (hervorragenden) Klangs4 in einer anderen Liga.
Der Transparenzmodus ist ein Beispiel dafür. Die Mikrofone greifen hier Geräusche von außen auf und platzieren sie an die korrekte Position (!) in eurer Umgebung. Wenn euch jemand von der Seite anquatscht, dann quatscht er euch tatsächlich von der Seite an.
Auch andere Kopfhörer schleusen Geräusche von außen ein. AirPods Max besitzen jedoch eine präzise Positionierung dieses Sounds. Ich habe meine Kinder schreiend um mich herumlaufen lassen und das Spektakel im Transparenzmodus tatsächlich räumlich verfolgt.
Das ist sicherlich kein „Killer-Feature“, aber es beeindruckt.
Ein tatsächliches Alleinstellungsmerkmal ist dagegen 3D-Audio. Im Vergleich mit Apples Ohrenstöpsel – den AirPods Pro – ist die Sound-Qualität hier drei Stufen höher. Wer hätte das gedacht!
3D-Audio5 ist deshalb so speziell, weil es kein eigener Standard ist. Entwickler müssen in ihren Apps die Schnittstelle ansprechen, aber ansonsten nichts tun. Sobald ein Film Surround-Sound unterstützt (5.1, 7.1 oder Dolby Atmos), bekommt ihr ihn – nur leider nicht am Apple TV oder Mac!
Das dynamische Head-Tracking funktioniert lediglich mit einem iPhone oder iPad. Ich hoffe, Apple schließt mit der nächsten (TV‑)Hardware diese offensichtliche Lücke.
3D-Audio ist allem voran ein Software-Feature, aber auch ein Aspekt, den ich in die Kategorie „Services“ stecke. Unsere Städte und Metropolen werden größer; Wohnungen schrumpfen. Niemand* hat mehr Platz und Lust auf ein Lautsprecher-Set6.
Gleichzeitig kommen die AirPods Max nah genug an den Surround-Sound einzelner Lautsprecherboxen, den man für einen typischen Netflix-Abend erwartet. Und über „Share Audio“ teilt man sich das Erlebnis mit dem Partner und der Partnerinn.
Genau wie schon bei den AirPods (Pro) ist die Integration ins Ökosystem ein Alleinstellungsmerkmal – es ist der eine Pluspunkt, den andere Kopfhörer schlicht nicht erreichen können. Während sich die pure Audioqualität einem Vergleich stellen muss, kommt beim Koppeln, dem automatischen Wechsel zwischen euren Geräten und bei 3D-Audio kein anderer Kopfhörer mit.
Mit einem einzigen „Tap to connect“ ist jedes eurer Apple-Geräte über den neuen Kopfhörer informiert. Es ist eine von vielen Kleinigkeiten, die sich aufsummieren.
Weiter zur Hardware. Sprechen wir über das Kabel.
AirPods Max verkabeln sich mit einem speziellen „Lightning auf 3,5 mm Audiokabel“. Es bietet die Möglichkeit latenzfrei in Ferrite auf dem iPad an seinen Tonaufnahmen zu schnipseln. Ich habe darüber auch schon Podcasts aufgenommen und einige meiner wöchentlichen Videos in Final Cut geschnitten.
Es ist ein bidirektionales Kabel. Man kann über dieses Kabel auch ein iPhone (Lightning) mit einem Lautsprecher (Klinke) verbinden, um diesen mit Musik zu bespielen.
Allerdings kostet das Kabel unrühmliche 40 Euro, ist beschämend dünn und hilft nicht, wenn den AirPods Max der Strom ausgeht. Kein Akku bedeutet kein Ton – trotz Kabel.
Apropos kein Ton: AirPods Max lassen sich nicht als USB-Kopfhörer am Mac oder dem iPad benutzen, obwohl Apple ein eigenes Kabel mit zumindest den zwei passenden Anschlüssen verkauft (USB‑C auf Lightning Kabel).
Noch drei Worte mehr zur Hardware.
Der „Digital Crown“ fehlt haptisches Feedback. Wenn ich mit der Krone an der Apple Watch eine Liste scrolle (seit Apple Watch Series 4), bekomme ich Mini-Vibrationen, die mir ein Gefühl der Orientierung geben. Die Krone der AirPods Max dreht dagegen ins Leere – zumindest fühlt es sich so an.
Es bleibt trotzdem eine exzellente Kontrolle für die Lautstärke. Sie ist den üblichen Touch-Flächen oder Lautstärke-Buttons weit überlegen. Mit Haptic Feedback wäre die digitale Krone jedoch noch einmal viel besser.
Das Material der Ohrenpolster nennt Apple „akustischen Memory Foam“. Die Polsterung fühlt sich wie Stoff an, ist von der Akustik aber eher mit Leder zu vergleichen: Auch ohne aktive Geräuschunterdrückung stoppen diese Kissen den Sound. Sie schließt kräftig ab und es kann warm darunter werden. Wenn ihr jemand seid, der mehr als drei oder vier Folgen einer neuen Serie am Stück schaut, macht euch auf warme Ohren gefasst.
Apropos warme Ohren: Nach den ersten zwei Monaten finden sich einige Berichte, die über eine Feuchtigkeitsbildung in den Ohrmuscheln klagen. Ob das ein gravierendes Problem ist (oder noch wird), lässt sich aktuell nicht sagen.
Mit Gewissheit kann ich aber festhalten, dass das bei mir bislang nicht aufgetreten ist. Es wäre auch ein Problem, weil die AirPods Max nicht wasserfest sind und mir keine Spaziergänge im Schneegestöber erlauben.
Die Teleskoparme halten die Ohrmuscheln stabil in Position – auch wenn ihr die Kopfhörer absetzt. Sie fühlen sich dem Preis der Kopfhörer entsprechend an. Plastik wäre natürlich viel leichter! Durch die Ohrkapseln aus Aluminium, dem Edelstahlrahmen sowie dem Netzgewebe am Bügel knarrt und knistert hier aber nichts. Es ist ein Kompromiss, bei dem ich froh bin, dass sich Apple auf die Seite der höheren Verarbeitungsqualität geschlagen hat. Allerdings sehe ich auch ganz deutlich das AirPods Max für einige Leute tatsächlich zu schwer sind (387g).
Die Bespannung des Kopfbügels beschreibt Apple als ein „atmungsaktives Netzgewebe”. Mich erinnert es meinen Herman Miller Aeron Chair auf dessen „Membran” ich jetzt schon seit über 20 Jahren sitze.
Die Bügel sind mit einem einfachen SIM-Werkzeug von den Ohrmuscheln zu trennen. Diese Konstruktion hat mir kurz die Ohren umgeklappt. Ähnlich cool sind die magischen Ohrpolster, die euch Apple in allen Farben für 80 Euro nachkaufen und miteinander mixen lässt.
Aber die Konstruktion ist nicht nur cool, sondern stellt die Langlebigkeit dieser hochpreisigen Kopfhörer sicher, weil sich defekte Teile leicht austauschen lassen. Einen Preis für den Ersatzbügel gibt es offiziell zwar noch nicht, aber die Batterien wechselt euch Apple für sehr faire 85 Euro.
Alle Scherze über das Case sind bereits geschrieben. Ich trete da nicht noch einmal nach. Meine Gedanken über das „Smart Case“ hatte ich hier ohnehin bereits aufgeschrieben. Die Frage, die für mich bislang unbeantwortet bleibt: Wo ist Apples eigene Hartschalen-Hülle für Reisen?
Und was den Sleep Mode im „Smart Case“ betrifft: „It‘s complicated”. In der Praxis muss man sich trotzdem nicht darum kümmern7: Die Kopfhörer verlieren ohne Case ein paar Prozentpunkte mehr an Akku, als wenn sie im Case stecken. Aber dieser Akkuverlust, der die (Bluetooth‑)Verbindung zu euren Geräten aufrechterhält und die Kopfhörer in der „Find my”-App meldet, ist nicht groß genug um wirklich drauf achten zu müssen.
Ohne Ein- und Ausschaltknopf entfällt ohnehin jede Aufsichtspflicht fürs Batterie-Management. Das lässt einige Leute verzweifeln; ich halte es für einen großen Gewinn in der Benutzung.
Rip. Mix. Burn. Strich drunter.
AirPods (Pro) bleiben die Kopfhörer für den Alltag. Es sind die Kopfhörer, die jeder haben sollte. Auch die AirPods Max ändern daran nichts.
Gleichzeitig bin ich extrem glücklich das Apple für ausgewählte Situationen nun eigene Over-Ear-Kopfhörer anbietet. Kopfhörer, die beispielsweise speziell auf den Begriff „Heimkino“ anspringen, dabei aber keine zusätzlichen Verstärker benötigen oder eine Diskussion über Open-Back-Kopfhörer anzetteln, die absolut unpraktisch sind, wenn man andere Menschen als Freunde hat.
In Bezug auf die Bildschirme in unseren iPhones und iPads kratzen wir (gefühlt) bereits am oberen Ende der Fahnenstange. Unsere „Super Retina XDR Displays“ verbessern sich von Generation zu Generation nur noch minimal. Für Audio gab es dagegen noch sehr viel Luft nach oben. Die Max sind für mich deshalb das größte Entertainment-Upgrade der letzten Jahre. Insbesondere, weil ich mir keine Soundbar oder andere Over-Ear-Kopfhörer geleistet habe.
Gleichzeitig habe ich bereits einige Stunden unter den Kopfhörern verbracht, weil ich genau gar nicht unterhalten werden wollte. Sich im Home-Office mal kurz hinter der aktiven Geräuschunterdrückung zu verstecken, hat einige konzentrierte Minuten ermöglicht, die ich ansonsten nicht gehabt hätte.
Das Filtern der Außengeräusche ist erschreckend gut. Mein Büro fühlt sich mit dem Antischall-Ausgleich akustisch wie tot an. Wo ist das leise Säuseln der Heizung? Wo sind die entfernten Stimmen aus den Nachbarzimmern?
Eins der neun Mikrofone widmet sich exklusiv den Windgeräuschen. Das sind diese nervigen Geräusche, die euch Telefongespräche verderben. Die Älteren unter uns erinnern sich noch.
Aber zugegeben: Dafür musste ich nicht auf die AirPods Max warten. Andere Kopfhörer bekommen das seit vielen Jahren hervorragend hin.
Diese anderen Kopfhörer bleiben jedoch klassische Kopfhörer. AirPods Max erweitern die bestehende Produktkategorie – weil es Computer sind.
Ich möchte mich nicht wiederholen, deshalb ein anderes Beispiel: AirPods lassen sich für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen über eine Audiokonfiguration anpassen. Ein sogenanntes „Audiogramm“ ist über die Bedienungshilfe mit zwei Klicks vom iPhone aus aufgespielt.
Ein Beispiel, das auch die Bindung ans Apple-Ökosystem unterstreicht. Wer kein iPhone, kein iPad, keinen Apple TV, keine Apple Watch und keinen Mac hat, kann sich auch die AirPods Max sparen. Audioqualität ist nur ein Teilaspekt der Apple Kopfhörer und für deutlich weniger Geld ähnlich gut bei Sony oder Bose zu haben.
Man zahlt bei den AirPods Max für das Zusammenspiel mit euren anderen Apple-Computern und für das was diese Computer (zukünftig) ermöglichen.
Unter den magnetischen Ohrenpolstern – im Kleingedruckten, oberhalb der Seriennummer – sitzt ein winziges Logo. ↩
Der Bügel hat die Farben des iPhone 12; die Hörmuscheln aus Aluminium entsprechen dem Gehäuse des neuen iPad Air. ↩
Ich vermutet bei Beats wird die Musik in den nächsten Jahren deutlich runtergedreht. Mit HomePod, HomePod Mini sowie drei verschiedenen AirPods-Modellen hat Apple das Portfolio quasi übernommen. ↩
Natürlich schließe ich hier von meinen eigenen Bedürfnissen auf andere, habe gleichzeitig aber auch Recht. ↩
Aktuell plagt ein Bug die Batterielaufzeit. Vereinzelnd scheinen die Kopfhörer sich nicht vollständig von euren Geräten zu trennen und dadurch außergewöhnlich viel Strom im Standby-Mode zu verbrauchen. Ich rechne zeitnah mit einem Firmware-Update. ↩
(Abo‑)Abzocke ist inakzeptabel – keine Frage. Gleichermaßen falsch ist eine Bewertung der Preise für Software oder zusätzlichen In-App-Funktionen von Apple!
Unfortunately, the prices you’ve selected for your app or in-app purchase products in your app do not reflect the value of the features and content offered to the user. Charging irrationally high prices for content or services with limited value is a rip-off to customers and is not appropriate for the App Store.
Die (App‑Store‑)Regeln sind weitgehend nachvollziehbar; die Einschätzung über den Wert einer Dienstleistung ist dagegen immer hochsubjektiv. Oder konkreter formuliert: Was darf eine Wetter-App im Wochen-Abo kosten? Traut sich Apple auch die Preisspanne von einem Car-Sharing-Angebot festzulegen?
Eine Art Killerkommando für App-Store-Abzocke ist überfällig. Über (negative) Bewertungen, hohe (Abo‑)Preise, viele Rückerstattungen und hilfreiche Tools für Käufer und Käuferinnen sollten sich aber bereits einige zwielichtige Kandidaten finden lassen – ohne dabei potenziell allen Entwickler:innen willkürliche Preisvorgaben zu machen.
Es ist leicht einen „I know it when I see it”-Ansatz zu argumentieren – insbesondere wenn der Missbrauch ganz offensichtlich ist. Deshalb liegt es mir fern fragwürdige Software-Buden in Schutz zu nehmen.
Apples Wortwahl im Ablehnungsschreiben – insofern es authentisch ist und tatsächlich die Praxis zeigt – bleibt jedoch besorgniserregend. Anstelle den App Store und seine Shopping-Mechanismen zu verbessern, diktiert man fremden Firmen welchen Wert ihre Angebote haben.
Vergleiche sind immer schwierig, aber man stelle sich Amazon in ähnlicher (Diskussions‑)Position vor. „Dein Kaffeebohnen-Abo reflektiert nicht den angemessenen Wert. Bitte wähle einen niedrigeren Preis und melde dich noch einmal bei uns.”
pCloud ist ein führender Anbieter von Onlinespeicherplatz – mit Apps für alle Betriebssysteme, pfeilschnellem Sync zu einem EU-Datenzentrum sowie einer hochsicheren Verschlüsselung.
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Die Teilnahme ist einfach: Registriert euch ein kostenloses 10GB-Konto auf pCloud.com (inklusive einem 500-GB-Testmonat). Bitte achtet darauf die Datenregion „EU“ auszuwählen. Im Anschluss grüßt ihr mich in den nächsten sieben Tagen auf Twitter (@iphoneblog) und erwähnt im Tweet den Hashtag #pCloud. Aus allen Tweets ziehe ich dann den Gewinner für eine lebenslange Lizenz.
Dokumente, Bilder, Musik und Videos gehören in die Wolke! Ich habe meine eigene pCloud „Lifetime“-Lizenz vor 5 Jahren gekauft. Seitdem speichere ich dort meine wöchentlichen Videos, das iPhoneBlog-Backup sowie wichtige Rechnungen. Über die iPhone-App greife ich jederzeit und von überall darauf zu.
Aber pCloud sichert nicht einfach nur eure Dateien, sondern behält auch frühere Versionen dieser Dokumente – für den Fall der Fälle. Außerdem bieten sie euch eine Verschlüsselung, die bereits vor der Übertragung beginnt. Mit pCloud Crypto ist sogar eine noch höhere Verschlüsselungsstufe für besonders sensible Daten verfügbar. Das „Zero-Knowledge-Prinzip“ stellt obendrein Datenschutzrichtlinien auf höchstem Niveau sicher.
pCloud ist ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Es unterliegt damit den Schweizer Datenschutzgesetzen, die zu den weltweit strengsten in Bezug auf die Daten einer Person gehören. Als Serverstandort für eure Daten könnt ihr bei der Neuregistrierung das europäische Rechenzentrum in Luxemburg wählen.
Über 12 Millionen Nutzer:innen verwenden die Cloud-Speicherplattform bereits, um Dateien auszutauschen und mit geteilten Ordnern zusammenzuarbeiten. Schaut’s euch unbedingt mal an.
Vielen Dank an das gesamte pCloud-Team aus der Schweiz für die Unterstützung von iPhoneBlog.de!