Wenn die iPad-Verkäufe nicht einbrechen (und auch nicht zulegen!), wird Apple bis zur Enthüllung von iOS 13 rund 50+ Millionen neue Tablets verkaufen (und zirka 20+ Millionen Macs).
Vergleicht man die letzten vier Geschäftsviertel für das iPad mit den gleichen Quartalen aus dem Jahr zuvor, hat sich das iPad (Pro) in 2017 mit dem Ausblick auf iOS 11 deutlich besser verkauft als die damals neuen Geräte unter iOS 9 beziehungsweise iOS 10. iOS 11 war bekanntlich der große Software-Push fürs iPad; iOS 9 und iOS 10 waren im direkten Vergleich nicht ansatzweise so signifikant.
Ich will auf keinen Fall behaupten, dass alleine iOS 11 für die zusätzlichen zwei bis drei Millionen Mehrverkäufe verantwortlich ist. Neue Software und überarbeitete Betriebssystemfunktionen steigern aber ohne Frage das Interesse, weshalb der Spagat zwischen ‚Stabilitäts-Update’ und ‚Feature-Update‘ so schwierig ist.
Ich bin gespannt, ob Apples neue Zeitplanung seinen Teams lediglich mehr Zeit für Features gibt (und beim prominenten Jahreszyklus bleibt), oder wir von nun an auch „große“ Funktionen in kleineren Punkt-Versionen finden (immer dann, wenn ein Feature fertig ist).
Today, four of the top podcast producers – NPR, WNYC Studios, WBEZ Chicago, and This American Life – announced the acquisition of Pocket Casts, a leading podcast app. This unprecedented collaboration furthers public radio’s leading role as an innovator in audio discovery and distribution, while ensuring the continued support and growth of one of the most popular listening platforms on the market.
‚Big media‘ kauft sich eine der großen Podcast-Apps. Pocket Casts gibt es in der Geschmacksrichtung iOS und Android, positioniert sich aber speziell im Google Play Store als eine der wenigen herausragenden Apps für Internet-Audioshows. Obendrein gehört Pocket Casts nicht zu einem der Musikstreaming-Angebote – so wie Google Play Musik oder Spotify – die zunehmend versuchen Podcasts auf ihre geschlossenen Plattformen zu locken.
Mir fallen im Moment nur eine Handvoll anderer Apps ein (darunter SoundCloud und Stitcher), die das Radio-Konsortium hätte kaufen können um eine vergleichbare Menge an Hörgewohnheiten zu bekommen (Zeit, Reichweite, Überspringen von Werbung, etc.).
Sollte sich der Deal auf den reinen Datenaustausch beschränken („Tausche meine Podcast-Hörgewohnheiten gegen eine gute und plattformunabhängige Software”), dürften die Hörer und Hörerinnen mitziehen. Sollten NPR, WNYC Studios und Co. aber die App mit Werbung fluten, aggressiv ihre eigenen Angebote pushen oder eine Account-Pflicht einführen, dürften sich speziell iOS-Anwender sofort anderweitig umsehen (Overcast, Apples Podcast App, Castro 2, etc.).
Ich bin kein Freund von der Idee eine Handvoll ähnlicher Apps untereinander zu vergleichen, weil dabei grundsätzlich alle Kandidaten zu kurz kommen. Diesmal habe ich es trotzdem gemacht, um einen Einstieg ins Thema ‚Time-Tracking‘ zu finden.
Seit Januar erfasse ich meine eigene Arbeitszeit mit Manifest (universal; Laden), Tyme 2 (universal; Laden) sowie Timelogger (universal; Laden) und habe definitiv Blut geleckt. Bereits nach vier Monaten habe ich eine viel bessere Vorstellung davon womit ich meine Arbeitsstunden im Büro verbringe.
Hier das Intro zur sechsminütigen Episode:
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The company is working on a headset capable of running both AR and VR technology, according to a person familiar with Apple’s plans. Plans so far call for an 8K display for each eye — higher resolution than today’s best TVs — that would be untethered from a computer or smartphone, the person said.
The project, codenamed T288, is still in its early stages but is slated for release in 2020. Apple still could change or scrap its plans.
Laut CNET soll sich das ‚Project T288‘ im „frühen Anfangsstadium” befinden, aber bereits in zwei Jahren verkaufsreif sein. Wie unrealistisch ein solcher Zeitrahmen ist, zeigte uns beispielsweise die Apple Watch. Rund dreieinhalb Jahre dauerte es vom Projektstart (Herbst 2011) bis zum Verkauf (Frühjahr 2015).
Wenn Apple tatsächlich in zwei Jahren ein VR/AR-Headset in seine Stores stellen will (Eine der ersten Grafikkarten, die derzeit überhaupt in der Lage ist zwei 8K-Displays anzutreiben, kostet aktuell 9.000 US-Dollar), kann das Projekt nicht erst in seiner Anfangsphase stecken.
I know for a fact Apple is working on VR/AR headset projects, but this sounds like something that’s at the stage the iPhone was at when it looked like this — a research product / crude prototype that bore no resemblance to the ultimate product that shipped.
Neben CNET und Gruber sprach im Herbst 2017 auch schon Mark Gurman über den Codenamen „T288”. Es braucht aber eigentlich keine namenhaften Quellen um zu schlussfolgern, dass die größte (Smartphone‑)Firma der Welt natürlich an einer logischen Fortsetzung dieser Technologie arbeitet – alles andere wäre besorgniserregend.
Während sich Zeitpläne verschieben und Hardware absehbar preiswerter und physikalische kleiner wird, wollte sich bislang aber keiner der Berichte die spannendste aller Fragen stellen: Strebt Apple ein VR- oder ein AR-Headset an?
Tim Cooks Zitat aus der Pressemitteilung sagt im diesem Quartal eigentlich alles was man darüber wissen muss:
”Wir freuen uns, das bisher beste März-Quartal in der Geschichte von Apple mit einem starken Umsatzwachstum bei iPhone, Services und Wearables vermelden zu können“, sagte Tim Cook, CEO von Apple. „Im März-Quartal entschieden sich in jeder Woche mehr Kunden für das iPhone X als für jedes andere iPhone, genau wie nach der Markteinführung im Dezember-Quartal. Wir haben auch in allen unseren geografischen Segmenten Umsatzzuwächse erzielt, mit einem Wachstum von über 20 Prozent in China und Japan.“
Soviel zum Thema „Peak iPhone”, Apples „Sorge“ über den chinesischen Smartphone-Markt und die Gerüchte über schlechte iPhone-X-Verkaufszahlen. Apples Führungsriege adressiert die Spekulationen über ihr neustes iPhone-Modell diesmal deutlich.
Ich habe kein Problem mit einer Handvoll Analysten, die Quatsch erzählen. Quatsch macht manchmal sehr viel Spaß! Ich habe aber ein Problem mit den unzähligen News-Seiten, die diese Infos unkommentiert abschreiben. Mir ist klar, dass die Klicks irgendwie reinkommen müssen, aber ohne ein persönliches Statement, ohne eigene Zusatzinformationen oder eine fundierte Einordnung ist man als Journalist beim Verbreiten von Gerüchten genauso wenig ernst zu nehmen wie die „Marktbeobachter” selbst.
Ich sage es oft, und ich sage es ein weiteres Mal: Es zählen nicht nur die Artikel, die man schreibt, sondern auch die, die man bewusst weglässt. Einzelinformationen aus Apples ‚Supply-Chain‘ ließen noch nie sinnvolle Rückschlüsse auf absolute Verkaufszahlen zu – so wie auch diesmal.
Im Slack kam heute die Frage auf: „Wie teilen die Eltern in dieser Runde Ihre Kinderfotos mit den Schwiegereltern, wenn es sowohl Android- als auch iOS-Geräte gibt?
Den Aspekt „Schwiegereltern” halte ich bei der Frage für entscheidend, weil es dieser Zielgruppe in erster Linie vielleicht nur darum geht die Fotos anzuschauen und nicht in bestmöglicher Qualität in die eigene Bibliothek zu übernehmen. Letzteres bleibt nämlich ein Problem, weil Apples Fotofreigabe alle geteilten Bilder auf 2048 Pixel runterrechnet. Anderseits halbiert das bei typischen Fotos, die mit einem iPhone aufgenommen wurden, die Speichergröße dieser geteilten JPEGs, die so natürlich flotter übertragen werden.
Zentraler Aspekt der iCloud-Fotofreigabe für eingeladene Personen ohne iCloud-Konto ist die Option „Öffentliche Website“. So lässt sich das Album, das maximal 5.000 Bilder beinhalten kann, in jedem Browser anschauen. Diese Bilder-Kollektion, die nur unter einem kryptischen Link zu erreichen ist, bleibt aber natürlich öffentlich.
Ein ganz klarer Vorteil: Es ist keinerlei Login für alle Personen notwendig, denen man diesen Link per Einladung schickt. Auf der anderen Seite ist und bleibt es ein öffentliches Album. Natürlich lassen sich die dort abgelegten Bilder nicht über eine Suchmaschinen finden, aber es lässt sich selbstverständlich auch nicht vollständig ausschließen, dass diese URL erraten (?) wird.
Das könnte einer der Gründe sein, warum Apple bei geteilten iCloud Fotofreigaben auf einer öffentlichen Webseite generell die GPS-Informationen aus den Bildern entfernt. Teilt man dagegen Schnappschüsse unter iOS-Benutzer über die iCloud-Fotofreigabe, bleiben diese Informationen nämlich enthalten.
Für „Schwiegereltern” mit Android-Telefon liegt Google Photos zum Teilen von Alben natürlich auf der Hand. Google Photos schraubt im Gegensatz zu Apple die Qualität der Bilder nicht automatisch runter1, behält alle Metadaten sowie das Dateiformat bei. iPhone-Fotos landen dort beispielsweise als HEIC-Dateien.
Apple hätte die Chance, mehr zu tun. Ein Download der Fotos in Originalqualität wäre ein guter Anfang. Eine Passwort-Option als optionale Erweiterung für die Ansicht der Fotos auf einer „öffentlichen Webseite” ist für Nutzer keine Überforderung. Und warum können eingeladene Personen über die Webseite keine eigenen Bilder hinzufügen (so wie das in der iCloud-Fotofreigabe zwischen iOS-Nutzern geht)?
Ohnehin glaube ich, dass es zwischen Fotosharing unter iOS-Nutzern einerseits – und der Option „Öffentliche Webseite” andererseits – noch zusätzlich Spielraum gibt, der für das private Teilen von Fotos notwendig ist. Personen weichen auf WhatsApp, Facebook und Co. für Fotosharing aus, weil das a) leicht zu verstehen ist und b) plattformübergreifend funktioniert. Beide Aspekte könnte Apple adressieren und damit für viele ihrer Kunden ein echtes Problem lösen.
Im unbegrenzten und unbezahlten Konto ist die Auflösung der Fotos aber generell auf 16 MegaPixel begrenzt. ↩
“I feel that the Swiss watch industry still doesn’t understand how much the Apple watch and other smart watches have eaten into the figures, particularly the figures for quartz movements. The Apple Watch Series 3 is the next level, which moves from notifications and fitness tracking to health orientation. I think this is where we will start to see the true benefits of the smart watch and once again Apple is in the lead. They are starting to inform people if their resting heart rate is too high and are even branching out into medical information. Apple has sold 18 million1 watches and when I go to the US I see more and more people wearing Apple Watches. The Apple Watch is now in its third generation and who knows what they will bring with the fourth generation. If they start to adapt the case and have something other than just a black screen then the Swiss watch industry could be heading for trouble. I still say quite frankly that many of my colleagues in the industry don’t know what is happening.”
Seiner Warnung an die Schweitzer Kollegen schließe ich mich an; seine Lösung („Hybrid Manufacture”) greift aber zu kurz: Es braucht mehr als einen Fitness-Tracker im Gehäuse einer Armbanduhr um mit einem Computer am Handgelenk zu konkurrieren.
Mini-Ergänzung: Apple hat ungefähr 18 Millionen Uhren alleine im letzten Jahr verkauft. Insgesamt waren es bis jetzt zirka 44 Millionen Apple Watches. ↩