Das iPad als Status-Display – die Idee ist nicht abwegig. Mit der richtigen Wandhalterung informiert Apples Tablet über neue Paketlieferungen (Deliveries) oder Bewegungen vor einer Überwachungskamera (Canary). Das Problem: Push-Benachrichtigungen bleiben grundsätzlich im iOS-Standby-Bildschirm hängen. Mehr als eine Vorschau – je nach App mit Text und/oder Bild – ist dort nicht zu sehen.
Um zu erfahren, was sich hinter der aufgesprungenen Nachricht verbirgt, muss man das iPad per Hand entsperren. Das lässt sich zwar mit einer simplen Wischgeste erledigen, läuft der Idee eines Status-Displays aber entgegen.
Es gibt jedoch einen Trick, der den Standby-Screen umgeht, wenn der iPad-Bildschirm nicht dauerhaft angeschaltet sein soll. Für die erwünschte App, über dessen Push-Benachrichtigungen man informiert werden möchte, aktiviert man den „Geführten Zugriff“ (Allgemein ➞ Bedienungshilfen)1. Schaltet man diesen Mode scharf (3x Home-Taste), entsperrt jeder eintreffende Push das iPad-Display ohne dabei vom Standby-Bildschirm aufgehalten zu werden.
Ein praktisches Beispiel: Jede Bewegung vor meiner Canary führt zu einem Push auf mein iPad. Diese Push-Mitteilungen sammeln sich im Standby-Bildschirm. Um tatsächlich zu sehen wer vor der Kamera herumhüpft, muss ich das iPad von Hand entsperren. Aktiviere ich dagegen vorab den „Geführten Zugriff“ für die Canary-App, aktiviert ein Push der App von selbst das iPad und zeigt mir sofort das Live-Kamerabild. Die automatische Bildschirmsperre schaltet das iPad nach zwei Minuten wieder aus; der nächste Push weckt es wieder auf.
Die Push-Nachrichten, die das iPad aktivieren, müssen nicht zwangsläufig von der App kommen, dessen Status man beobachten will. Mit Pushover (universal; Laden) lassen sich nahezu beliebige (Web‑)Events per Push an ausgewählte Geräte schicken.
Durch den geführten Zugriff wird das iPad oder iPhone auf eine einzige App beschränkt. In diesem Mode lässt sich kontrollieren, welche App-Funktionen verfügbar sind. ↩
Hugo Barra verlässt nach dreieinhalb Jahren den chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi – aus persönlichen Gründen.
Ich nutze den prominenten Abgang, der die bereits geringen Hoffnungen über einen groß angelegten Vertrieb der Mi-Smartphones in Europa und Nordamerika abermals schmälert, um einen Blick auf die letzten drei Jahre von „China’s iPhone killer“ zu werfen.
10 Jahre nach dem iPhone hat die Hardwarequalität der Apple-Mitbewerber insgesamt nicht nur gleichgezogen, sondern das iPhone teilweise überholt. Wie sinnvoll 4K-Smartphone-Bildschirme und 6GB-Arbeitsspeicher in Telefonen derzeit sind, sei dahingestellt. Fakt ist: Man bekommt heute mehr Smartphone für weniger Geld.
Ein OnePlus 3T kostet 439 US-Dollar; ein Xiaomi Mi 5s ist für umgerechnet 300 US-Dollar in China zu kaufen – bequem im Direktvertrieb, ohne Umweg über einen Mobilfunker.
Mittlerweile schwindet jedoch der Irrglaube, dass die besten Specs auch automatisch das beste Telefon produzieren. Qualitativ hochwertige Smartphones baut heute nämlich jeder. Durch ausbleibende Profite konsolidiert sich der Markt. Kunden sind bereit Telefone zu wechseln, wenn neue Anreize in einer Hardwaregeneration ausbleiben.
Es stellt sich heraus: Ein Markenname zählt. Ebenso ziehen Plattform-exklusive Dienste oder verknüpfte Services. Das Spektrum reicht von simplen Garantieleistungen bis zu regelmäßigen Betriebssystem-Updates.
Xiaomi hat mit seinen von Apple inspirierten Smartphones zu einem allgemeinen Preissturz für Telefon-Hardware beigetragen. Für Kunden ist das toll: Mehr Smartphone für weniger Geld.
Problematisch wird es für Xiaomi und Co. wenn trotz günstigem Gerätepreis das Wachstum ausbleibt. Schaut man auf die (selbst gesteckten) Jahresziele, die Xiaomi seit zwei Jahren nicht erreicht und für 2016 gar keine Zahlen mehr nennen, lässt das keine positiven Rückschlüsse zu. Es lässt vielmehr vermuten, dass keine Alleinstellungsmerkmale vorhanden sind, die Kunden für mehrere Gerätegenerationen binden. Austauschbare Hardware gewährleistet keinen langfristigen Erfolg. So lässt sich nur schwierig planen.
Ich bezweifle, dass die neue Strategie, in der Xiaomi mit Ladengeschäften in China auftrumpfen will, für das mit 45 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen skaliert.
It’s been fairly evident from analyst reports that 2016 wasn’t a year for blockbuster Xiaomi growth. While it featured near the top of the sales pile in China, and held steady in India, its top emerging market, there was no great acceleration as in past years. For example, sales jumped from 7.2 million in 2012, to 18.7 million in 2013 and 61 million in 2014. […]
While Xiaomi hasn’t revealed those sales figures, it did push out a range of business metrics that it hopes illustrate how it is growing as a company that goes beyond simply selling smartphones, which it recently admitted it makes no profit on.
Apple verlangt für ein vertragsloses iPhone zwischen 500 und 1100Euro. Für Apple ist es eine Gefahr, wenn Hardware zur ‚Commodity‘ wird. „Funktioniert und ist günstig“ – diesen Status quo haben wir bereits erreicht.
Ein Snapchat bleibt ein Snapchat, egal über welchen Bildschirm es flimmert. Ein Spotify spielt Musik, unabhängig von Android oder iOS. Die Verfügbarkeit dieser Dienste ist heute überall gegeben und kein Grund mehr in einem einzigen Ökosystem, bei nur einem ausgewählten Smartphoneanbieter, zu bleiben.
Apple hat fürs iPhone deshalb spezifische Dienste herausgearbeitet, die man auf keinem anderen Telefon bekommt. iMessage zählt beispielsweise dazu. Es bindet Kunden und Kundinnen an iOS. Eine Android-Version von Apples Nachrichten-App ist genau deshalb äußerst unwahrscheinlich.
Andere Alleinstellungsmerkmale finden wir im Zusammenspiel von iOS mit Apple Watch, Apple Pencil und den AirPods. iCloud und HomeKit könnten sich zukünftigen als Besonderheiten, die es nur mit dem Kauf eines iPhones gibt, entwickeln.
Google erkennt inzwischen diesen Wert und stößt mit seinem Pixel erstmals ernsthaft die Tür für ein Telefon auf, das komplett unter ihrer Kontrolle ist (und zumindest bislang exklusiv den Google Assistant bekommt). Wie ernsthaft die Absichten für dieses Geschäftsmodell sind, das so überhaupt nicht zu der Art und Weise passt wie Google derzeit Geld verdient, bleibt abzuwarten.
Fest steht: Google schöpft mit Android die Umsätze aus dem Werbemarkt ab; Apple streicht seine Gewinne mit dem iPhone ein – beide gewinnen. Als reine Hardware-Bude, so wie Xiaomi oder OnePlus, sitzt man unglücklich zwischen zwei sehr profitablen Stühlen.
Für HiQ-Abonnenten von Zattoo (universal; Laden) ist seit letztem Donnerstag eine sogenannte Restart-Funktion aktiv, die es erlaubt zum Anfang von bereits begonnenen TV-Sendungen zurückzuspringen.
Die überwiegende Anzahl aller Fernsehsender, die sich im 100-Euro-Jahrespaket befinden, unterstützen das Zurückspringen zum jeweiligen Programmstart. Die Zurückspulen-Taste lässt sich derzeit unter iOS, Android und im Browser drücken; der Apple TV erhält dieses Update im Februar.
Ich teste den TV-Dienst seit Dezember. Über Weihnachten habe ich die App auf den Apple TV meiner Eltern gespielt und im gleichen Atemzug ihre DVB-T2-Box abgestöpselt. So gibts dort jetzt nicht nur ein (wesentlich besseres) HD-Fernsehbild, sondern auch kein Umschalten mehr zwischen zwei HDMI-Eingängen. Anders ausgedrückt: Zattoo bettet das (Live‑)TV-Programm in tvOS ein.
Durch diese (simple) Umstellung ist der Apple TV bei ihnen nun die primäre Benutzeroberfläche ihres Fernsehers. Wie es der freundliche Zufall will, versteht ihr Philips-Modell die Eingaben der Lautstärketasten auf der Siri Remote. Lediglich den Ein- und Ausschalter des Fernsehers muss man per Hand drücken. Apples TV-Box schafft es nämlich nicht, anders als bei meinem Samsung-Gerät, dieses Flachbildfernseher-Modell aufzuwecken. Meine Eltern schalten den Fernseher deshalb nun direkt am Gerät selbst ein, um im gleichen Atemzug die (ganz schlimme) Fernseher-Fernbedienung einzumotten.
Recently Filmic Pro sent out the beta version of what I consider the biggest update ever for this app. The interface is completely redesigned, but the best feature is that now we’re able to shoot with a Log/Flat picture profile. This is a huge deal, considering this is just a phone.
FiLMiCPro (universal; 9.99€) war exakt die App, die in den letzten zwei Jahren meine ‚Silicon Valley‘-Interviews eingefangen hat.
Wie viel besser die Farbstimmung eingefangen werden kann (Color Grading), wenn viel mehr Bildinformationen über ein flaches Farbprofil vorliegen (Log), muss sich erst noch zeigen. Ich bin sehr gespannt auf die Resultate.
Eins meiner ‚24-Tage-im-Dezember‘-Videos drehte sich um den SliderONE von edelkrone. Vorgestern veröffentlichte die Kamerazubehör-Company eine „owners online content compilation“ auf YouTube, die mich komplett unvorbereitet traf, weil dort auch mein Dezember-Video für einen Sekundenbruchteil zu sehen ist.
Ich wusste um diese Zusammenschnitte nicht. Niemand hatte mich vorab informiert. Ich bin durch puren Zufall, genau genommen über einen Link in ihrem E-Mail-Newsletter, über das Video gestolpert.
Doch damit enden die Zufälligkeiten nicht. Seit letzter Woche arbeite ich am heutigen Video, dass sich – ihr habt es an der Überschrift schon gesehen – erneut um den SliderONE dreht.
Besonderer Schwerpunkt ist das neue Motion Module, dass die Gleiterschiene für geschmeidige Kamerafahrten über eine iPhone-App (kostenlos) (fern‑)steuert.
The backlash was swift and brutal. Among other things, the privacy updates made it sound as if some Evernote employee would now have license to simply open and read a user’s notes. Which O’Neill says repeatedly was never the case. But as with so many things over the last year and change, the company didn’t communicate well. “How we explained it was really poor,” O’Neill says. He followed up the announcement with a sort of mea-culpa blog post, then another rolling the changes back, and a third trying to explain the company’s thinking. Ultimately, he says he screwed up on two fronts: not clarifying why the machine-learning upside is worth the privacy tradeoff, and not making it opt-in. “The specific mistake we made was assuming people want that by default,” he says. This stuff seems to bother him a lot more than people complaining about prices.
Einsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.
Trotzdem: Die zahlreichen Fehltritte von Evernote in den letzten zwei Jahren waren nur schmerzhaft mit anzusehen. Mein persönlich letzter Dokumenten-Upload stammt aus dem Frühling 2015. Ich bin aber schon von Bord als man mir Context verkaufen wollte – (irgendwelche) werbebanner-artigen Weblinks unter meinen privaten Notizen.
Der Rück- und Ausblick von David Pierce für Wired.com gibt Hoffnung, die ich dem Team wirklich wünsche. Ein weiterer, direkt bezahlter Anbieter für persönliche Dokumente im Wolkenspeicher ist grundsätzlich eine gute Sache.
Version 8.0 (universal; Laden) sieht vielversprechend aus, scheint derzeit aber hart auf älteren iPhones und iPads zu crashen.
Die Bezeichnung „Backdoor“, die der Guardian für seine initiale WhatsApp-Story gewählt hat, ist irreführend (und wahrscheinlich der Grund warum man nachträglich die Überschrift von „WhatsApp backdoor allows snooping on encrypted messages“ auf „WhatsApp vulnerability allows snooping on encrypted messages“ geändert hat).
Die Wortwahl „Hintertür“ suggeriert, dass damit automatisch ein Zugang zum kompletten Nachrichtenverlauf eines Gesprächs besteht. Laut Tobias Boelter, dem deutschen Informatiker, der das Thema mit seinem 33C3-Vortrag (PDF) ins Rollen brachte, lässt sich das technisch aber nicht demonstrieren und würde optisch auch bemerkbar sein.
The users would then only see one tick for all their messages, but many might not realise something isn’t right because the messages would get through and the conversation would carry on as normal. After days, weeks or maybe even months, the described attack can then be launched in order to get a copy of the whole conversation since that point in time.
Generell geht es um „In-Transit“-Nachrichten. Wie geht WhatsApp damit um wenn ein Empfänger sein Telefon verliert, die Simkarte tauscht oder die App neu installiert und so seinen öffentlichen Schlüssel wechselt?
Because a person’s encryption key is changed when WhatsApp is installed on a new phone or re-installed on an old device, we make sure those messages can eventually be read using the new key.
You can choose to be notified using the “Show Security Notifications” setting. When you have turned this setting on, WhatsApp will notify you every time the person you’re communicating with changes a key.
Of course, if you are concerned that you’re communicating with someone who isn’t who they say they are, there are things you can do. If you have “Show Security Notifications” enabled and receive a notification of a key change, send an initial message and wait for the blue checkmarks. You can then verify using a QR code or by comparing a 60-digit number.
Und daran hängt sich das Thema auf: WhatsApps Designentscheidung ist es eine Kommunikation nicht abzubrechen wenn ein Telefonwechsel stattfand oder eine Neuinstallation der App erfolgte. Der Open-Source-Messenger Signal, dessen Verschlüsselungsverfahren sich WhatsApp bedient, unterbricht das Gespräch und fordert zu einer erneuten Kontaktbestätigung auf.
The only question it might be reasonable to ask is whether these safety number change notifications should be „blocking“ or „non-blocking.“ In other words, when a contact’s key changes, should WhatsApp require the user to manually verify the new key before continuing, or should WhatsApp display an advisory notification and continue without blocking the user.
More specifically, we owe Steve Jobs an enormous debt of gratitude for breaking the carriers’ backs (to avoid a more colorful phrase).
Before the iPhone, handsets received the same treatment as containers of yogurt in a supermarket chain. The central purchasing office told the yogurt makers which flavors to ship, when, where, at what price, with payment at some point in the future after we’re sure there are no more returns. And don’t forget to send your people to make sure the labels line up on the shelves..
10 Jahre später ist die ehemals klare Tarifstruktur, mit der einst das iPhone in Deutschland startete, komplett zurückgerollt. Aus den drei „Complete“-Tarifen, die allesamt mit „unbegrenztem Datenverkehr“ beworben wurden, ist wenig (oder eher sehr viel?) übrig geblieben.
„Die klar strukturierten Complete-Tarife stehen damit ganz im Zeichen unseres Markenmottos einfach näher“, sagte damals Philipp Humm, Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland.
Als einen der ersten Hebel zur Abschaffung der „klar strukturierten Complete-Tarife“ setzte der ehemalige Exklusivanbieter T-Mobile bei der VoIP- und Tethering-Option an – mit ausdrücklicher Unterstützung von Apple.