‚Jet Set Radio‘ skatet in den iOS-Sommer

IPhoneBlog de Jet Set Radio

Jet Set Radio, Segas Dreamcast-Graffiti-Klassiker aus dem Jahr 2000, sprüht als HD-Remake noch diesen Sommer seine Schriftzüge in den japanischen Stadtbezirk Shibuya.

Jet Set Radio for iOS and Android includes the same slick gameplay, genre-blending soundtrack, and pioneering art style as the other versions alongside new features like OpenFeint and Retina display support and the awesome ability to use pictures taken with your phone or tablet’s camera as in-game graffiti!

Richtig ‚aufgelegt‘ könnte die ‚Smartphone‘-Fassung für Sega finanziell erfolgreicher ausfallen als die ebenfalls anstehenden Editionen für PC, XBLA, PSN und PlayStation Vita. Jet Set Radio zählt jedoch zu den traditionellen Special-Interest-Titeln mit einer sehr spezifischen Zielgruppe. Obendrein ignoriert die alteingesessene Videospielpresse weiterhin beharrlich Touch-Konsolen.

Start-up-Shopping: Google und Facebook kaufen iOS-Studios

IPhoneBlog de Sparrow Pulp

Talent-Akquise: Google kauft die fünf französischen Sparrow-Entwickler und Facebook verleibt sich das Team von Acrylic Software, dessen App-Store-Angebot die Programme Pulp und Wallet umfasst, ein.

Dazu zwei Anmerkungen:

  • Die Entwickler eines (zugegeben sehr guten) E-Mail-Clients sowie eines (zugegeben optisch ansprechenden) RSS-Readers sind lediglich die Spitze eines Eisberges an uns noch bevorstehenden Übernahmen durch große Technologie-Konzerne. Der riesige Gletscher an unentdeckter Begabung und cleveren Start-up-Ideen schwimmt weiterhin unter der Wasseroberfläche. Mac OS und iOS sind im Jahr 2012 die mit Abstand lebendigsten Software-Plattformen. Kein Wunder also, dass hier das nächste App-Store-Superstar-Casting stattfindet.
  • Wer (stark) nachgefragte iPhone- und iPad-Apps schreibt, hat ein (Luxus-)Problem beim Geldverdienen. Risikokapital und Werbefinanzierung ändern ein Produkt, zwangsläufig. Seinen Nutzern direkt ein paar (Abo-)Dollar abzuknöpfen, gilt (leider) als uncool. Es ist verträumt anzunehmen, dass der einmalige Kauf einer 4-Euro-App die jahrelangen Updates, den technischen Support und die Entwicklung von neuen Funktionen bezahlt. Langfristige Geschäftsmodelle fehlen für eine bestimmte Art von App-Store-Software, was die Akquisition selbst zu einer Business-Perspektive macht.

FaceTime über UMTS: das sagen T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus

IPhoneBlog de FaceTime UMTS

Ich habe vier deutsche Mobilfunkanbieter gefragt ob sie Apples Videotelefonie FaceTime, das mit iOS 6 erstmals offiziell auch über UMTS funkt(-ioniert), gratis anbieten oder (auf bestimmte Tarife) einschränken.

Eine Fußnote auf Apple.com/ios6 verrät, dass FaceTime über UMTS ein iPhone 4S oder ein iPad der dritten Generation voraussetzt und Apple den Telefon-Gesellschaften die technische Möglichkeit einräumt, dafür eine bezahlte Zusatzoption anzubieten.

AT&T-Chef Randall Stephenson zeigte sich auf Rückfrage in dieser Woche zurückhaltend: “it’s too early to talk about pricing”. T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus schließen sich zum jetzigen Zeitpunkt mehr oder weniger an.

Vodafone

[…] alle Tarife von Vodafone, die VoIP und Tethering zulassen, bieten Kunden auch die Möglichkeit, Facetime zu nutzen.

Aktuell also ab einem ‚SuperFlat Internet Plus‚-Tarif (und höher), der für Neukunden bei monatlich 44.95 Euro startet. ‚SuperFlat Internet Wochenende & SMS‚ und ‚Vodafone Allnet 100 Internet Spezial‚ (jeweils 19.95 Euro) schließen Voice-over-IP, Tethering und Peer-to-Peer explizit aus. Ein bezahltes Paket für ‚Internet-Dienste‚ lässt sich separat dazubuchen.

E-Plus

[…] wir werden „FaceTime“ nicht blockieren und auch nicht mit einer Option bepreisen. Wenn der Kunde diesen Dienst nutzen möchte, dann kann er dies tun. Eine weitere Voraussetzung ist natürlich, dass Apple diesen Dienst für alle Carrier freischaltet.

Eine klare Ansage.

T-Mobile

[…] derzeit können wir noch nichts konkretes zu FaceTime sagen, da wir leider noch nicht genau wissen, wie der Apple Dienst technisch aussieht.

Die Telekom bietet in ihrer Tariflinie Complete Mobil die Möglichkeit der Internet-Telefonie. Diese ist in den Tarifen Complete Mobil L und XL bereits enthalten und kann in den Tarifen Complete Mobil S und M zugebucht werden.

Complete Mobil L‚ beginnt bei 44.95 Euro. Die Extra-Option für kleinere Tarife kostet 9.95 Euro pro Monat.

O2

Facetime nutzt den SIP-Standard. Es funktioniert also als VoIP mit Bild. In unseren aktuellen Tarifen fürs iPhone ist das erst ab o2 Blue L über das Mobilfunknetz möglich. Sie fragen aber nach iOS 6 und unserer Tarifgestaltung ab Herbst.

Dazu kann ich leider nur sagen, dass es noch zu früh für diese Frage ist. iOS 6 muss erst offiziell veröffentlicht werden […]. Wir halten uns noch alle Optionen offen.

Blue L‚ kostet 53.99 Euro. Für die günstigeren Vertragstarife existiert ein ‚Surf Upgrade‚, das monatlich 9.99 Euro verlangt und damit die bisherigen VoIP-Dienste zulässt.

Noch drei kurze Schlussbemerkungen zu diesem Beitrag, der nicht wertend zu verstehen ist sondern lediglich den Status quo im Vorfeld der iOS-6-Veröffentlichung abbildet.

a) Fehlt eine entsprechende VoIP-Tarif-Option, drosseln einige Anbieter die Verbindungsqualität. b) Ein iPad, das über einen persönlichen Hotspot eines iPhones angebunden ist (oder umgekehrt), nutzt schon jetzt FaceTime über die Mobilfunkleitung. c) Die FaceTime-Gesprächsminute ‚kostet‘ (grob überschlagen) zwischen zwei und drei Megabyte an Verbindungsdaten.

Fieldrunners 2 marschiert aufs iPhone (+ Video)

Zwischen Fieldrunners und Fieldrunners 2 (2.39 €; App Store-Link) liegen drei Jahre, neun Monate und vierzehn Tage. Dem Subatomic Studio rechne ich hoch an, ihren Tower-Defense-Klassiker nie als Gratis-Download in der App-Store-Wühlkiste verramscht zu haben – genau wie das separate iPad-Spiel (5.99 €; App Store-Link). Die unzähligen Strategiestunden kosteten (und kosten noch immer) für beide Versionen 8.39 Euro – ausgesprochen fair.

Fieldrunners 2 startet genau wie sein Vorgänger als iPhone-Titel mit festem Verkaufspreis ohne zusätzliches In-App-Angebot. Ein Zeitfenster für die (eigenständige) iPad-Ausgabe existiert nicht. Schade, weil ich dieses Genre auf dem großen iOS-Bildschirm bevorzuge. Obwohl die Pixelverdopplung überraschend ansehnlich auf einem neuen iPad aussieht, hat mir der Tablet-Testlauf nur erneut den Wunsch nach einer angepassten Version unter die Nase gehalten. Nun gut.

FieldrunnersDirekt*

Alle Landkarten, von denen ihr die Soldaten mit rotem Hemd und überdimensionalem Stahlhelm vertreibt, lassen sich anschließend in einer Endlosschleife spielen. Die gegnerische Intelligenz fordert, auf mehreren anwählbaren Schwierigkeitsstufen, heraus. Die Aufmerksamkeit für Animationen, Soundeffekte und Grafikdetails ist bemerkenswert.

Die Anbindung ans Game Center trägt in Version 1.0 einen Bug, der keine Leaderboard-Positionen und Achievements übermittelt. Die Entwickler versprechen jedoch, die lokal gespeicherten Erfolge nach der Fehlerbehebung unversehrt auf Apples Server zu schieben. Also, nichts wie ran!

* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als Podcast in iTunes. Wie oft lasst ihr mich hier eigentlich noch um eine (total ernst gemeinte) Bewertung betteln?

Plex oder Air Video: So schaut man Filme!

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Sechs Monate liegt das letzte ‚Air Video‚-Update zurück – eine kleine App-Store-Ewigkeit. Ab heute ist jedoch Schluss mit unappetitlichen Pixeln auf neuen iPads – Version 2.4.11 fordert zum Download (2.39 €; universal; App Store-Link). Mit ‚H.264 Passthrough‚ schwindet außerdem die CPU-Last für Film-Konvertierungen wenn das favorisierte Video ohnehin schon iOS-Streaming-kompatibel vorliegt – die aktuellste Server-Software vorausgesetzt.

Wer es farbenfroher mag, schaut auf die großen Sprünge von Plex. Das Media Center entwickelte seine iOS-Version (3.99 €; universal; App Store-Link) sowie den Desktop-Client in der ersten Jahreshälfte rasant weiter.

Im Gegensatz zu iTunes bilden sowohl Plex wie auch Air Video die persönlichen Filmarchive dort ab, wo sie erwünscht sind – ein simples ‚1-Click-Setup‘ erspart nervige Router- und DNS-Menüs.

Die Faszination, über das WiFi von Freunden einen Film von der eigenen (Home-Server-)Festplatte zu kratzen und per AirPlay auf den dortigen TV zu werfen, ist für mich auch im Jahr 2012 immer noch ungebrochen.

Abfotografiert: Ein iPad-Prototyp feiert seinen 10. Geburtstag.

IPhoneBlog de iPad Proto

And so there you have it, what may very well be the oldest known photos of early iPad prototypes from the early 2000s.

Die rechte Bildhälfte zeigt eine Grafik aus einem Apple-Patent des Jahres 2004. Die historische Bilderserie von iPad-Prototypen (Klick!), laut Jony Ive zwischen 2002 und 2004 fotografiert, entstammt aktuellen Rechtsstreitigkeiten mit Samsung.

Zur Schwarz-Weiß-Diashow empfehle ich die (kurze) historische Zusammenfassung der iPad-Gerüchte und Steve-Jobs-Dementis von Dave Caolo.

AllThingsD Conference on June 7, 2004: At one point, Jobs noted that he was proud of what Apple had shipped, as well as the products it decided not to ship. When asked about what Apple hadn’t shipped, Jobs said, “an Apple PDA.” During the Q&A, a Treo-brandishing audience member asked Jobs for a PDA/phone hybrid from Apple. Jobs told him to hang on to his Treo.

Top oder Flop? Für ‚The Guardian‘ auf dem iPad bezahlen 17.000 Leser monatlich 11 Euro.

IPhoneBlog de Guardian 1

The publisher said that with the help of its free newspaper websites, the number two on Fleet Street after Mail Online, Guardian News & Media reaches 5.8 million people a week via print and digital, 300,000 more than the Times titles. A further 17,000 people pay for the Guardian’s £9.99 a month iPad app, while an unspecified number pay for the Kindle equivalent.

Pro Monat willigten seit letzten Herbst 17.000 Leser ein, dem Guardian für seine iPad-Aufbereitung mit Newsstand-Vorteilen (Link) elf Euro zuzustecken – jährlich zirka zwei Millionen Euro.

Fun Facts: Die iPhone-App (Link) verlangt 5.49 € für ein Abo über zwölf (!) Monate; die Android-Downloads der Apps ‚Guardian Anywhere‚ sowie ‚The Guardian‚ sind komplett kostenfrei und für mich (als Leser) macht der gratis werbefinanzierte Web-Auftritt die unbestritten beste Figur – auf allen Geräten.

Seite an Seite: Samsung und Google

Dieses Android, das läuft ganz super. Für Samsung. Für Samsung allein.

IPhoneBlog de Asymco Market Value Phones 1

Also noteworthy is that almost all the value from the Android ecosystem is concentrated in Samsung. I did not include Google in this analysis since its mobile is so small as to be not visible in its accounting. A separate analysis of Android economics shows that Google’s benefit from the platform is modest.

Asymco.com

Ja, ernsthaft: Der finanziellen (Firmen-)Bewertung stehen gigantische Zahlen von neu aktivierten Telefonen mit Google OS gegenüber. Zuletzt sprach das US-Unternehmen von einer Millionen Aktivierungen pro Tag! Und gleichzeitig ist Apple mittlerweile der einzige (signifikante) Mitbewerber, der tatsächliche Verkaufszahlen auf den Tisch legt. Das Ungleichgewicht, mit dem sich hier der Hersteller vom Android-Betriebssystem und die koreanische Hardware-Bude gegenüberstehen, ist mindestens brisant.

Eric Schmidt sagte am vergangenen Wochenende den bemerkenswerten Satz: “We always wanted to be in the hardware business”. Die Motorola-Akquisition und die Asus-Kooperation zum Nexus 7 zählen als Anzeichen. Das Galaxy Nexus darf weiterhin Samsung produzieren. Wann aber ist die Marktmacht der Südkoreaner so groß, nicht auch in andere Märkte schwimmen zu wollen? Mit Millionen und Abermillionen von ausgelieferten Telefonen, die einen eigenen Samsung Store führen und schon jetzt in individueller TouchWiz-Optik kommen, wäre das Geschäft, beispielsweise mit Online-Werbung, nicht ohne Reiz.

Im Zuge der Nexus 7-Vorstellung gab Googles Andy Rubin offiziell zu Protokoll, keinen Cent an der Hardware zu verdienen. Die Einnahmequelle für das Mini-Tablet findet ausschließlich über Werbekanäle statt. Schrumpft die Android-Verbreitung, fließen weniger Ad-Dollar. Im Moment ist das kein Problem, weil’s sowohl für Samsung als auch Google bergauf geht.

DirektActivations

Relevant für die Bruderschaft: „Android as a lawsuit magnet„. Seit vergangener Woche klagt Fujifilm mit. Noch ein Konzern, der seine Patente verletzt sieht. Samsung rüstet an Googles Seite weiter fleißig mit. Am heutigen Vormittag wurde bekannt, dass man 310 Millionen US-Dollar für 21 US-Patente investierte. Irgendein britischer Chiphersteller liegt dem Kauf gratis bei.

Das derzeitige Klima ist gefährlich. Google sieht, das Apples integrierter Ansatz die besseren Produkte erzeugt, darf durch eigenen Übermut aber nicht Samsung verschrecken – jedes verschickte Nexus 7 ist potenziell ein verkauftes Galaxy Tab weniger. Samsung dagegen muss sich als Hardware-Verkäufer von erfolgreichen Android-Bestsellern fragen, ob man seinen Geschäftsbereich erweitert. Noch ist man sehr rücksichtsvoll gegenüber den Android-Vätern.