Werbung, die sich weniger mit dem eigenen Produkt sondern mehr mit der Konkurrenz beschäftigt, scheint aktuell voll im Trend zu liegen. Neuster iPad-Mitbewerber ist das G-Slate von LG, das als ‚Optimus Pad‘ mit Android 3.0 nach Deutschland kommt. Spannende Fakten wie Preis und Verfügbarkeit fehlen natürlich – der Mobile World Congress in Barcelona dürfte in der nächsten Woche dazu aufklären. Hardwareseitig gibt dieses Video einen guten Eindruck vom Gerät.
Ob man sich bei LG allerdings einen Gefallen damit tut, sein Dual-Core-Tablet im Zusammenhang mit Spielzeug-Action-Figuren zu stellen, die sich regelmäßig durch schlechte Filme bolzen, bleibt zumindest fragwürdig.
Für den einen oder anderen immer wieder überraschend: Smartphones enthalten mehr private Daten, als sich das die meisten Benutzer vorstellen können. Von einer vollständigen Verschlüsselung des mobilen Systems sind wir noch weit entfernt.
Das Frauenhofer-Institut zeigt wie aus Angreiferperspektive mit vollem Dateizugriff (Jailbreak) bestimmte Datenbereiche (Wlan-Passwort oder VPN-Zugänge) zugänglich sind. Andere Daten (Kennwörter für E-Mail-Konten oder den Safari-Browser) ließen sich unter iOS 4 dagegen nicht bespitzeln.
Das iPhone ist im umfassenden IT-Kontext eine beliebte Beispiel-Hardware. Für Laptops oder andere Smartphones mit anderem Betriebssystem sieht der Zugriff mit Root-Rechten ähnlich verbesserungswürdig aus.
Verdammt clever: Populäre Anime-Charaktere hinter Sets von Programm-Puzzle-Icons zu verstecken, und damit sammelwütigen Fans auf einen Schlag 16 Apps gleichzeitig zu verkaufen.
Hotelwahl einmal anders: Das Plaza in New York legt auf jedes Zimmer ein iPad mit eigener Hotel-App. Angekündigt wurde dieses Vorhaben übrigens schon im Juni 2010.
Musik-Service Last.fm stellt ab dem 15. Februar 2011 auf eine werbefreies Bezahl-Abomodell um. Auf dem iPhone war das Internetradio eines der ersten Musikangebote mit nativer App überhaupt. Zukünftig werden für den Streaming-Genuss am Mobilfunktelefon drei Euro pro Monat fällig.
Die Diskussion um Vor- und Nachteile dieser relativ simplen Neuausrichtung (sowie einer Abwägung der Mitbewerber MOG, Rdio, Rhapsody, Spotify oder Pandora), erstreckt sich in den Kommentaren des Last.fm-Blogbeitrags mittlerweile über 640 Meinungen.
Die Luft wird rauer. Googles Vice-Präsident Vic Gundotra adressiert in seinem Tweet „Two turkeys do not make an Eagle“ eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Nokia und Microsoft. Der Hashtag ‚#feb11‘ verrät dies. Nokias CEO Stephen Elop kündigte für die morgige Pressekonferenz in London nicht weniger als „den Sprung von einer brennenden Plattform ins kalte Wasser“ an.
Die exakte Wortwahl aus dem Android-Lager ist von spezieller Brisanz, weil der vormalige Nokia-Vizepräsident Anssi Vanjoki im Jahr 2005 den Verkauf der Telekommunikationssparte von Siemens Mobile an das taiwanesische Unternehmen BenQ mit genau diesem Ausspruch kommentierte. Wie die Geschichte ausging, ist hinlänglich bekannt.
Doch damit nicht genug: Die ehemalige Nokia-Führungsspitze in Person von Anssi Vanjoki legte sich mit ähnlich geflügelten Worten im vergangenen Herbst mit dem Suchmaschinenbetreiber aus Mountain View an als die Frage aufkam, warum Nokia nicht auf das Google Betriebssystem zurückgreift. Der gute Mann bezeichnete eine „temporäre Erleichterung“ von finnischen Jungen „who pee in their pants for warmth in the winter“ als keine zufriedenstellende Lösung. Dafür kassiert der finnische Mobilfunk-Konstrukteur nun die Retourkutsche.
In einem solchen Zusammenhang ist immer auch wieder ‚der Klassiker‘ mit und von Steve Ballmer aus dem Microsoft-Lager zu erwähnen, der prominent im Fernsehen platziert, dass iPhone kurz nach dessen Vorstellung im Januar 2007, auslachte. Das sich Redmond lediglich vier Jahre später wieder aus einer Nobody-Position in den Markt zurückkämpfen muss, hatte damals niemand zu denken gewagt.
Midways NBA Jam zelebrierte seine ‚Prime Time‘ Anfang der 90er-Jahre, als Scottie Pippen, Reggie Miller und Detlef Schrempf noch die US-Basketball-Liga beherrschten. Ohne Frage: ‚Boomshakalaka!‘ und ‚He’s on fire‘ waren damals Teil der Popkultur.
Nach diversen Umsetzungen dribbelt sich jetzt dieser, nicht ganz so ernst gemeinte Sportklassiker, auf das iPhone. Und ich muss sagen, das er richtig gut geworden ist. Das ‚2-gegen-2‘-Spielprinzip ohne größeres Regelwerk führt immer noch zu einem pfeilschnellen Hin-und-Her beziehungsweise Vor-und-Zurück. Einzig den 24-sekündigen Angriffszeitraum gilt es zu beachten. Ansonsten kann gestoßen, gepasst und gesprungen werden, wie es euren zwei Protagonisten beliebt.
Die riesigen fotorealistischen Köpfe, die auf den schlanken 3D-Polygon-Körpern wackeln, lassen schmunzeln. Die Hip-Hop-Beats schütteln euer eigenes Haupt gleich mit. Die Retina-Auflösung und die flüssigen Animationen gefallen insbesondere auf einem iPhone 4 oder iPod touch der vierten Generation. Eine HD-Variante für das iPad wird bislang vermisst.
NBA Jam profitierte bislang in jeder Version durch ein einfaches Steuerungskonzept, das Würfe abwehrt, Bälle den Gegenspielern entwendet und euch kinderleicht zum ‚Dunking‘ durch die Luft fliegen lässt. Das ist auch hier nicht anders, obwohl optional eine Gesten-Steuerung zur Auswahl steht. Trainings-Einheiten am Controller sind daher absolut unwichtig. Trotzdem bieten die drei Knöpfe und ein Turbo-Meter genügend Potenzial, um sich auch langfristig zu Verbessern und Partien nicht nur zu gewinnen sondern zu meistern.
30 Teams, versteckte Spieler, ‚In-App‘-Zusatzpacks sowie unzählige Challenges mit Achievements unterhalten den Solo-Spieler. Leider fehlt bislang jegliche Art von Mehrspielermodus, der wie ein Ball ins Körbchen gepasst hätte.
Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
HP begräbt die Marke Palm. Zumindest scheint dies so, wenn man der heutigen Präsentation folgte und dort nach der letztjährigen Akquisition lediglich den Brand ‚webOS‘ wiederfindet.
Die Ankündigungen vom ‚Think Beyond‚-Event fallen deshalb jedoch nicht minder vielversprechend aus. Drei Geräte mit einem identischen OS will der Elektronik-Konzern diesen Sommer auf den Markt werfen. Eine Kopie vom Apple Erfolgsrezept? Es sieht danach aus.
Das HP Veer ist ein Smartphone in Kreditkartengröße – von den Abmessungen ist das keine Übertreibung. Der ‚Slider‘ weist lediglich ein 2.6-Zoll-Display auf, bietet 8GB für Datenkapazitäten und tickt mit einem 800-Mhz-Snapdragon-Prozessor.
Der Pre 3 besetzt die direkte Konkurrenzposition zum iPhone. Ein 3.6-Zoll Bildschirm in der mageren Auflösung von 480 x 800 Pixeln strahlt hier dem Benutzer entgegen. Das Gerät orientiert sich mit zwei Kameras und einer Video-Telefonie ebenfalls offensichtlich am Cupertino-Vorbild.
Entgegen dem Apple-Smartphone beinhaltet es jedoch wie bisher eine Hardware-Tastatur und die bereits bekannten ‚Gesten‘ außerhalb des Touch-Bildschirms. Die Qualcomm-CPU tickt auf 1.4 GHz. Das Gerät kann mit den Speichergrößen 16 und 32GB 8 und 16GB diesen Sommer erworben werden. Genaue Daten und Preise rückte HP noch zu keiner Hardware raus.
Die größte Ankündigung dürfte das HP TouchPad sein. 9.7-Zoll mit der Auflösung von 1024 x 768 Pixeln, 700 Gramm und einer Dicke von 13.7 Millimetern orientiert es sich mehr oder minder an der aktuellen iPad-Ausführung. Der Snapdragon Dual-Core-Prozessor läuft mit 1.2 GHz sowie 1-Gigabyte-Arbeitsspeicher! Auch das TouchPad ist mit Kameras für die Videotelefonie vorbereitet.
In die Umsetzung des ‚webOS‘-Betriebssystems scheint HP die größte Mühe einfließen zu lassen. Optisch sehr aufgeräumt, mit einem scheinbar durchdachten Benachrichtigungssystem sowie dem bereits bekannten Sync-Service über mehrere Online-Webdienste hinweg, zuckt es dem geneigten Technik-Junkie in den Fingerspitzen. Apropos Finger: Die digitale Tastatur lässt sich individuell in ihrer Größe anpassen.
Clevere Kleinigkeiten: Stößt man das HP-Smartphone an das TouchPad, tauschen die Geräte Daten aus. Als Demo wurde eine geöffnete Webseite vom Pre auf das Tablet geschickt. Verschiedenste Möglichkeiten für eine solche Verwendung sprudeln damit in die eigene Vorstellungskraft.
Apropos Vorstellungskraft: HP möchte „später im Jahr“ sein ‚webOS‘ auch auf den PC und andere Geräte transformieren – Details bleiben unausgesprochen.
Ansonsten angerissen: Abo-Modelle für Magazine, Hotspot-Tethering, die bekannte drahtlose Stromübertragung via TouchStone, Flash-Video sowie eine Amazon-Kindle-App mit Kauf- und Leih-Angeboten.
Obwohl die Hardware-Kost technisch derzeit nicht vom Hocker haut und mit einem späteren Erscheinungstermin im Sommer nochmals an Reiz verlieren dürfte, verbleibt ein vielversprechender Eindruck vom Betriebssystem ‚webOS‘. Android, iOS (und Windows Phone 7) scheinen damit einen würdigen Mitstreiter zu bekommen.
2D Boy, Indie-Entwickler von World of Goo, analysiert seinen Erfolg in Apples App Store. Der Titel existiert auf der iOS-Plattform derzeit ausschließlich als iPad-Version und verkaufte innerhalb seines ersten Monats über 125.000 Einheiten.
Im Vergleich mit den jeweils besten Verkaufsmonaten des Geschicklichkeitsspiels auf Nintendos WiiWare (68.000) sowie Valves Downloadplattform Steam (97.000), übertrumpft die Tablet-Veröffentlichung eindeutig die anderen Vertriebskanäle.
Der Entwickler zeigt sich nicht nur von der Höhe des Umsatzes beeindruckt sondern betont die bereits zweijährigen Software-Lebenszeit des Titels.
World of Goo (3.99€; App Store-Link) erzeugte signifikat höhere Umsätze bei einer Preismarke von $5 US-Dollar als gegenüber dem Normalverkaufspreis von $10 US-Dollar. Die Mitte Januar durchgeführte Preishalbierung bewirkte einen Chartplatz-Positionswechsel von Nummer #51 auf #2. Die Initialzündung zur Veröffentlichung Mitte Dezember ’sponserte‘ Apple über die Weihnachtsfeiertage, indem sie das Spiel im App Store prominenten als Empfehlung herausstellten.
Ohne Wunder: Eine Top-10-Platzierung setzt sich bezüglich des erwirtschafteten Umsatzes klar von den hinteren Positionen ab. Doch auch mit einem Platz unter den Top-50 sollen sich nach Angabe des Entwicklers „täglich Einnahmen von mehreren tausend Dollar“ erzielen lassen.
Im letzten Quartal wuchs der Smartphone-Markt um 100 Millionen Einheiten. Das ist ungefähr eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise eine Verdreifachung im Verhältnis zu 2009. Nach der Statistik von IDC übertrumpfen die cleveren Mobilfunktelefone damit erstmals den klassischen PC.
Über die letzten drei Monate verkauften sich 100.9 Millionen Smartphones, die 92.1 Millionen ‚Personal Computern‘ gegenüberstehen. Der PC-Markt schwächelt jedoch nicht. Der Zählerstand von 92.1 Millionen Einheiten stellt eine neue Höchstmarke dar – wenn auch nur mit sehr kleinen Zuwächsen.
Im Jahresvergleich für 2010 liegt der PC jedoch weiterhin vorne – 346.2 Millionen Einheiten gegenüber 302.6 Millionen Smartphones. IDC zählt entgegen anderer Unternehmen jedoch Tablet-Computer nicht zum PC-Markt.
Unter den Top-5-Smartphone-Verkäufern für das gesamte Jahr findet sich Apple an Position drei. Nur auf das letzte Quartal geschaut, kämpft sich Cupertino mit dem iPhone an Position zwei.
Die Mitstreiter profitieren für die Statistik in fast allen Fällen durch ein breites Geräte-Portfolio. Laut ComScore-Erhebungübertrumpft Android in den USA dabei Apples iOS. Für Canalys sticht das Google OS im weltweiten Vergleich Nokias Symbian vom Thron.
Steve Jobs zeigte der Öffentlichkeit erstmals am 27. Januar 2010 das Apple iPad. Der Verkaufsstart des WiFi-Modells erfolgte in den USA am 03. April – zirka zwei Monate später. Laut eines aktuellen Berichts des Wall Street Journals soll sich die zweite Hardware-Generation ab sofort in der Produktion befinden.
Mit diesem Ablauf schlägt man exakten Kurs auf einen Aktualisierungs-Release im jährlichen Zyklus ein. Der Frühlingstermin macht aus Apples Perspektive in der derzeitigen Marktposition absolut Sinn. Solange das Tablet in der Kategorie ‚Gadget‘ einsortiert ist, verkauft man die ‚auslaufende‘ Revision noch zum Weihnachtsgeschäft, hält jedoch gleichzeitig genügend Abstand zur nächsten iPhone-Ankündigung.
Die zweite, mit Spannung gepaarte, Information des Artikels beschreibt eine gleichzeitige Verfügbarkeit bei den Mobilfunkanbietern Verizon Wireless und AT&T, womit sich der neue Qualcomm-Chipsatz für CDMA und GSM als relativ sichere Wette platziert.
Die sonstige News-Beilage von „den mit der Angelegenheiten vertrauten Personen“ ist bereits hinlänglich abgefrühstückt. „Dünner, leichter und mit mindestens einer Kamera“ sind keine gewagten Tipps. Auch eine identische Display-Auflösung gilt nach dem kurzfristigen Neujahrs-Hype mittlerweile als wahrscheinlich.
Das WSJ beschreibt Apples Bemühungen die Auflösung des iPads zu verbessern als „problematisch aufgrund dessen Größe“. In welchen Details der Bildschirm trotzdem Überarbeitungen erhält, bleibt für einen (nicht weit entfernt liegenden) Cupertino-Pressetermin abzuwarten.