[update] iPhone-4-Verkauf ab Morgen in 17 weiteren Ländern

Am 30. Juli, dem morgigen Freitag, startet der iPhone-4-Verkauf in 17 weiteren Ländern. Inklusive der Startländer USA, Frankreich, Großbritannien, Japan und Deutschland ist die neuste Apple-Telefongeneration damit in insgesamt 22 Ländern verfügbar. Die erste Welle an frischem ‚Staatenblut‘ zeigt, dass Deutschland neben Japan und den USA zu einigen der letzten großen Nationen gehört, in denen das Gerät exklusiv auf einen Anbieter festgelegt ist.

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via setteB.it

Die Tabelle der italienischen Webseite setteB.it liefert eine gute, jedoch unvollständig und teils fehlerhafte Preis-Übersicht. In diversen Ländern unterscheiden mehrere Anbieter zwischen monatlichen Tarifgebühren und (subventionierten) Hardware-Kosten. Da selbst die Provider mit ihren undurchsichtigen (Preis-)Auflistungen vermehrt in Schwierigkeiten geraten, gilt es bei Interesse die Webseiten der dortigen Lieferanten individuell abzuklappern.

Apple liefert dafür unter -> http://support.apple.com/kb/ht1937 ein offizielles Support-Dokument, dass auch die Sim- und Netlock-Situation berücksichtigt. Nach Frankreich und Großbritannien, die bereits jetzt den komplett ungebundenen iPhone-(4)-Verkauf anbieten, waren in europäischer Umgebung Italien, Tschechien oder Griechenland zu 3GS-Zeiten immer eine vielversprechende Anlaufstelle.

Unser Nachbarland Österreich startet bei ‚T-Mobile Austria‘ in wenigen Stunden einen Mitternachtsverkauf, für den sich bereits erste Warteschlangen bildeten. Ähnliche Bilder zeigen Singapur, Schweden, Australien, Hong Kong, und so weiter.

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(Danke, TamsIJungle!)

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Vertragsfreie iPhones ohne Netlock scheinen die drei offiziellen Apple Stores der Schweiz (Genf, Glattzentrum und Zürich) sowie der Online-Store anzubieten.

via fscklog

[iPad-App] Flipboard

Für großes Aufsehen sorgte in der letzten Woche die iPad-Anwendung ‚Flipboard‚. Perfekt abgestimmt, spülten die vorbereiteten Artikel einiger Internet-Mammuts, angeführt von All Things Digital und Robert Scoble die Lesergemeinde wie eine Viehherde zum App-Store-Trog. Nicht verwunderlich, dass die kostenfreie Medientankstelle innerhalb der ersten Stunden komplett austrocknete. Die Einwahl über das eigene Facebook- und Twitter-Profil verzögerte sich und ließ nach einem schnell durchgewunkenen Update erst peu à peu die Nutzer ins Netzwerk. Mein Zugang zur „revolutionary social app“ folgte am gestrigen Mittwoch.

Wie angekündigt, hier meine ersten Impressionen und Aussichten für Flipboard (kostenlos; App Store-Link).

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Als das „individuelle, digitale Magazin“ propagiert sich die Anwendung des Startups aus San Francisco. Einen seiner Mitgründer Evan Doll, der zuvor mehrere Jahre als Objective-C-Entwickler im Apple-Hauptquartier arbeitete, habe ich letztes Jahr auf den ‚Making Apps Developer Days‚ getroffen. Was damals noch unter hoher Geheimhaltung stand, wurde in den ersten Tagen mit der abgedroschenen Phrase „killer app“ versehen. Nachdem sich die Aufregung ein wenig gelegt hat, fragt Joshua Topolsky von Engadget zurecht:

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Das ‚Flipboard-Prinzip‘ ist schnell erklärt: Die Anwendung presst Auszüge von RSS-Feeds in ein Design-Konzept, das unserer Vorstellung im Jahr 2010 von einem elektronischen Journal entspricht. Dabei dient es als ‚Nachrichten-Aggregat‘ aus vorgegebenen sowie eigenen Facebook-, Twitter- und Flickr-Quellen.

Einen ähnlichen Hype traf bereits die iPad-App Pulse (2.99 €; App Store-Link), die auch mit exakten Adressen von RSS-Feeds zu füttern ist. Diese ‚Entwendung‘ der eigenen Inhalte passte bekanntlich der ‚New York Times‘ nicht, die den RSS-Reader kurzfristig aus dem App Store kegelten. Flipboard hat nach ‚Expertenmeinung‚ ein noch größeres Problem, da Sie die ‚fremden Inhalte‘ selbstständig zusammentragen und über ihre eigenen Server ‚veredelt‘ ausliefern.

„Copyright ick hör dir trapsen…“

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Fernab der Frage, „Who Owns User Experience?“ sieht Erik Schwartz eine viel größere Gefahr darin, dass Apple das ‚Flipboard-Konzept‘ kopiert.

Apple could offer to buy Flipboard, but as Apple is the only distributor, they would have a ton of leverage in the price negotiations (and if you raise 10.5 million, your investors are expecting a grand slam). Say Apple offers to buy Flipboard for $10 million. Flipboard would naturally say no that offer (they probably raised money at a $40 million post-funding valuation). Apple says fine, clones Flipboard, rolls it into iOS and then pulls Flipboard from the app store because it duplicates iOS functionality. At the end of the day the content scraping issues may be the least of their problems.

via „Flipboard, Apple, and why a single channel distribution is a scary place to live

DirektFlip *

Ungeachtet dessen: Ich finde den Trend, über das vermutete Bedürfnis zu unstrukturierter Informationsaufnahme, durchaus interessant. Während wir uns lange Jahre mit dem starren Gerüst des Verlagswesens und dem Aufbau der Zeitung beschäftigt haben, zerstreute sich durch Blogs und Kurzmitteilungsdienste dieser eingefahrene Medienkonsum. Ich denke nicht, das die unbeschränkten Auswahlmöglichkeiten von ‚Nachrichten‘ mit persönlichem Fokus, für dessen Interessenten ein Problem darstellt. Die Präsentation dieser gefilterten News-Strömung ist jedoch weiterhin eine Herausforderung.

Dazu liefert Flipboard erste Lösungsansätze – nicht mehr und nicht weniger.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

[KlimBim] iPhone 3G unter iOS 4, Wikipedia als iPad-Magazin, Condé-Nast-Verkäufe, CAD-Pläne und Shining Force

DirektComparison

Das Digits-Weblog vom ‚Wall Street Journal‘ berichtet, dass Apple sich dem (teilweise unerträglichem) Geschwindigkeitsverlust am iPhone 3G unter iOS 4 widmet. „The most common criticism is that the phone is slow after an upgrade“.

Altersschwäche? Die ersten 3G-Geräte kippen durch den zweijährigen Vertrags-Rhythmus gerade einmal aus ihren Simlock-Schuhen. Wer seine Betriebssystem-Software auf die neuste Version aktualisiert hat, schließt a) alle Safari-Webseiten, macht b) einen „Hard Reset“, setzt c) die Netzwerk- und Systemeinstellungen zurück oder erleichtert d) den Index seiner Spotlight-Suche.


DirektCooliris

Die im kalifornischen Palo Alto ansässige Entwicklerbude Cooliris, vor wenigen Jahren erstmals mit einem Browser-Plugin in Erscheinung getreten, arbeitet Wikipedia zum iPad-Magazin um.

(Danke, piercyHA!)


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Der Condé-Nast-Verlag stellt neben dem Wired Magazine (In-App: 2.99 €; App Store-Link) auch noch Vanity Fair (3.99 €; App Store-Link) und GQ (3.99 €; App Store-Link) im App Store zum Verkauf. Der bezahlte Löwenanteil sollte jedoch auf die zweite Ausgabe des US-Technologie-Magazins von Chris Anderson entfallen.

Die erste Edition verkaufte sich vom 26.05. bis 22.06. über 90.000 Mal.


Die kompletten Apple-Zeichenvorlagen für ihre mobilen Geräte gibt es an dieser Stelle.

via Core77


Der Mega-Drive-Klassiker Shining Force (2.39 €; App Store-Link) erreicht den App Store. Nach den eher blamablen Emulator-Gehversuchen aus dem Hause Sega, scheint dieser Rollenspielausflug technisch gelungen.

„Surprisingly enough, this is the first emulated Genesis game on the App Store I can recommend without issue.“

via Touch Arcade

DirektShining

Inhaltlich gibt es (natürlich) nichts zu meckern. Eine Bewertung der iPhone-Umsetzung liegt mir derzeit jedoch noch fern. Als kleinen Einblick hier die ersten acht Spielminuten im ‚Schnelldurchlauf‘.

Apple öffnet iAd-Werbeschaltungen für App-Store-Entwickler

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Apple überarbeitet seinen iAd-Internetauftritt unter http://developer.apple.com/iad/ und lädt App-Store-Entwickler dazu ein, im neuen Reklamenetzwerk für ihr iOS-Anwendungen die Werbetrommel zu rühren. Das am 01. Juli in Nordamerika gestartete Programm bot bislang nur sehr finanzstarken Unternehmen eine Möglichkeit, die ‚interaktiven‘ Banner zu platzieren. Als Einstiegspreis warf das ‚Wall Street Journal‚ Kampagnen-Budgets von $1 US-Million in die Gesprächsrunde.

Mit welcher Brieftaschengröße die unabhängigen Entwicklerstudios für ihren Programmcode vorsprechen dürfen, ist bislang nicht bekannt. Apple scheint zur Zeit eine individuelle Beantwortung der Kontaktanfragen in dieser Richtung vorzunehmen. Unter dem Aspekt, die eigene (Software-)Plattform voranzutreiben, gelten geringe Einstiegshürden jedoch als wahrscheinlich. Vorstellbar wäre, dass für jeden App-Store-Verkauf ein geringer Prozentsatz nach Cupertino fließt. Statt der üblichen 70/30-Aufteilung könnte auf Provisionsbasis die Bezahlung in einem Abwasch verrechnet werden. Doch das bleibt zum aktuellen Informationsstand reine Spekulation.

Fest steht, das sich Apple der kreativen Kraft aus der App-Store-Kommune bedienen möchte. Aus dieser Perspektive darf mit Spannung verfolgt werden, was die Designer und Programmierer des iOS-Erfolgs an ‚rich media‘-Anzeigen in den nächsten Monaten produzieren.

via twitter@ejacqui + fscklog

iPhone-Jailbreak keine Urheberrechtsverletzung mehr

Seit Beginn dieser Woche ist ein iPhone-Jailbreak in den USA keine Urheberrechtsverletzung mehr. Der amerikanische ‚Library of Congress‚ stellte den vollständigen Dateizugriff sowie Mobilfunkanbieter-Unlock für die private, nichtkommerzielle Nutzung auf dem Apple-Telefon unter die „Fair-Use“-Klausel des Digital Millennium Copyright Act.

Unter die periodisch überprüfte Regelung des 1998 beschlossenen Gesetzes fällt in diesem Jahr, neben dem Umgehen der digitalen Rechteverwaltung für DVDs, Videospiele und E-Books, auch das iPhone. Die US-Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation bemühen sich seit mehreren Jahren um diese Gesetzes-Erweiterungen. Wie bereits in der Vergangenheit praktiziert, verharrt Apple weiter auf dem Standpunkt, dass die Aufhebung der Zugriffsbeschränkung das Gerät „instabil und unzuverlässig machen“ und „zu einem Garantieverlust führen können„. Zu bemerken bleibt: Von einer uneingeschränkten Legalisierung kann keine Rede sein.

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Gravierende Änderungen für die alltägliche Praxis sind jedoch ohnehin nicht zu erwarten. Cupertino hat keinerlei Verpflichtung, die Jailbreak-Methoden zu unterstützen. Ganz im Gegenteil: Im ‚Katz-und-Maus‘-Spiel, wie es Steve Jobs einmal so schön betitelte, wird sich Apple weiterhin kontinuierlich darum bemühen, die für den Jailbreak ausgenutzten Schwachstellen, auszubessern.

Die neuen Regelungen sind unzweideutig begrüßenswert, schon alleine um die rechtliche Grauzone zwischen Praxis und Theorie zu definieren. Nichtsdestotrotz: Mit den neuen iOS-4-Hintergrundprozessen und der Anpassbarkeit des Designs inklusive Programm-Ordnern, fliehen die guten Argumente für einen Jailbreak wie Fliegen vor der Fliegenklatsche. Zumindest ist dies meine ganz persönliche Erfahrung. Mit der Einsparung von ‚Backgrounder‘ oder ‚Winterboard‘ bleibt (für mich) lediglich die Cydia-Software ‚DisplayOut‚ von Interesse, welche ich für die Erstellung von Anwendungs-Videos (am iPad) benutze. Das direkte Abgreifen der bewegten Bildschirminhalte vermittelte zum Teil einen besseren Eindruck des Programms, als das reine Abfilmen des Bildschirms.

Bedauerlicherweise rückt immer wieder die Diskussion sowie dessen praktische Anwendung – in unbekanntem Ausmaß – um das immaterielle Erschleichen von Software – in den Jailbreak-Zusammenhang. Unrühmlich schmückte sich ‚Cult of Mac‚ am gestrigen Dienstag mit einer entsprechenden Anleitungen, wie man App-Store-Entwicklern ihre Einkünfte mopst.

Welche Entwicklungsrichtung die Jailbreak-Szene in den nächsten Jahren einschlägt, wenn das Apple-Telefon auch in den USA und Deutschland bei mehreren Mobilfunk-Anbietern verfügbar wäre, bleibt abzuwarten. Die ‚Sim-Sperre‘ ist sicherlich ein häufiger Grund für die Dateisystem-Frickelei sowie Motivations-Antrieb zum Aufspüren von digitalen Schlupflöchern.

Ungeachtet dessen sei auch an dieser Stelle noch einmal angemerkt, dass das Apple-Telefon ohne die fleißigen Bemühungen der inoffiziellen Entwicklerteams sicherlich nicht dort wäre, wo es heutzutage ist. Kleine Softwarekonzepte zu „Copy-and-Paste„, „Ordnern“ oder „Multitasking„, die über Cydia und Co. Verbreitung erlangten, beeinflussten die daran anschließende Apple-Integration.

[iOS-Game] Chopper 2

Mit der Helikopter-Simulation Chopper (0.79 €; App Store-Link) setzte sich der Neuseeländer David Frampton 2008 ein App-Store-Denkmal. In den damaligen Zeiten, in denen das iPhone-Shopping-Paradies noch lange nicht so berühmt war wie heute, verkaufte er bis zu 500 Versionen seiner Hubschrauber-Aktion pro Tag. Das Sequel ließ sich eine gehörige Portion Zeit, landet jetzt jedoch mit einem irrsinnigen Lärm auf der Apple-Verkaufsplattform.

Ohne eine unnötigen Spannungsbogen aufzubauen: Chopper 2 funktioniert als Universal-Anwendung sowohl auf dem iPhone als auch iPad. Das Kabinettstückchen liegt in der Fernbedienungsfunktion über Bluetooth, die das iPhone zum Controller am iPad umrüstet. Wem der iPad-Bildschirm zu klein ist, verbindet über den VGA-Adapter (29 €; Affiliate-Link) sein 10-Zoll-Display mit einem Computermonitor oder Flachbildfernseher.

DirektChopper*

Das die 2D-Flugstunden mit eingestreuten 3D-Elementen auch auf dieser Bildschirmgröße noch exzellent aussehen, spricht für die neue Grafik- und Game-Engine. Vor zwölf unterschiedlichen Hintergründen, in insgesamt 36 Missionen, beweist ihr militärisches als auch rettungstechnisches Geschick. Majic Jungle Software speichert Erfolge im OpenFeint-Netzwerk, greift am iPhone 4 auf das Kreiselinstrument zur präziseren Neigungssteuerung zurück und bietet einen siebzehnminütigen Soundtrack.

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Die Idee, das iPhone als Joypad für eine iPad-App zu gebrauchen, ist nicht neu. Bereits Scrabble (7.99 €; App Store-Link) schnipste Buchstabensteine auf das Spielbrett. Beim Vergleich mit einem Helikopter-Steuerknüppel kann die Brett-Schieberei jedoch einpacken.

Chopper 2 lässt sich mit einer einzigen Kaufversion auf allen aktivierten iOS-Geräten installieren und hebt derzeit zum 40-Prozent-vergünstigten Einführungspreis von 2.39 € ab. Einsteigen und festhalten.

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-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

Apple veröffentlicht iOS 4.1 beta 2

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Vor exakt 14 Tagen veröffentlichte Apple die erste Vorab-Version der kommenden iOS-Aktualisierung für Entwickler. Seit wenigen Minuten steht der zweite Beta-Download im iPhone Dev Center bereit.

Vor zwei Wochen hinterließ die erweiterte Bluetooth-Unterstützung mit AVRCP-Profil, zur Benutzung der Vor- und Zurück-Tasten an kabellosen Kopfhörern, den sicherlich interessantesten Ausblick.

Erwähnenswerte Neuerungen des iOS SDK 4.1 beta 2 (Build: 10M2305a) sowie dem iOS 4.1 beta 2 (Build 8B5091b) – die innerhalb der nächsten Stunden ins Netz tropfen – werden in diesem Artikel ergänzt.

Sega-Klassiker: Ecco the Dolphin / Space Harrier II

Zu einer absolut allgemeingültigen Weisheit zählt, dass man von Kindesbeinen an, dem Säugetier Delfin eine ganz besondere Wertschätzung zukommen lässt. Nicht zuletzt seit Flipper haben Generationen das gleichermaßen fröhlich wie intelligent wirkende Meerestier in ihr Herz geschlossen. Doch Dank der Videospielschmiede Sega findet dies nun ein jähes Ende.

Der Grund zerstörter Kindheitsträume? Ein pixeliger Delfin namens Ecco auf dem iPhone. Spieleveteranen erinnern sich vermutlich noch mit einem Lächeln im Gesicht an Ecco The Dolphin auf dem Sega Mega Drive oder der späteren 3D-Fortsetzung auf der Totgeburt Dreamcast. Ach, was war das Unterwasser-Abenteuer schön! Aber dass ein Unternehmen, welches seit Jahren auf schamlose Weise einen einst ebenfalls sympathischen Igel ausbeutet und quält, auch vor Delfinen keinen Halt macht, hätte man sich denken können: Eine derart schlechte Portierung hat Ecco definitiv nicht verdient.

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Auf den ersten Blick scheint Ecco the Dolphin eine 1:1-Portierung des Mega-Drive-Klassikers zu sein. Eigentlich gut, oder? Von wegen: Denn Segas Software-Emulator bietet zwar eine auf Standbildern identische Darstellung des Originals, in Bewegung geraten die rasanten Schwimmmanöver aber schnell ins Ruckeln. Wieso man sich einer ‚aufgehübschten‘ Adaption des Klassikers verwehrt, lässt sich nur durch den ungemein praktikablen Sega-Emulator erklären: Vermutlich ließe sich jedes beliebige Spiel mit nur einem Tastendruck in den iPhone-Emulator „spielbar“ portieren und in den App Store hochladen – Retro-Freunde des japanischen Studios fürchten um eine Demontage ihre schönen Erinnerungen.

Spiele wie Monkey Island haben eigentlich mehr als deutlich gezeigt, was man heutzutage erwarten darf. Doch die mangelhafte technische Anpassung ist noch nicht Schwäche genug: Das Steuerkreuz und die drei Aktionstasten auf dem Touchscreen erlauben nur schwammige Flossenbewegungen des Meeressäugers, welche einen allzu oft direkt in die feindlichen Raubtiere manövriert.

Das ist doppelt schade, da Ecco the Dolphin grundsätzlich in hohen Wertungsbereichen mitschwimmt. Das Spiel(-prinzip) hebt sich auf erfrischende Art und Weise vom Jump‘n Run-Einheitsbrei bis zum heutigen Tag wohltuend ab. Vertrackte Levelkonstruktionen laden zum Erkunden des Meeresbodens ein und die etwas esoterische Geschichte sorgt immer wieder für ein Schmunzeln. Dennoch kann ich selbst bei 2,39 Euro keine Kaufempfehlung aussprechen, da die technischen Schwächen und eine verhunzte Steuerung der Umsetzung den Spielspaß verwehren.

So lässt sich als Fazit feststellen: Wer Ecco the Dolphin am iPhone liebt, findet auch Walfang ziemlich prima. Menschen bei gesundem Verstand lassen aber ihre Finger von der App-Store-Version und holen lieber das Mega Drive vom Dachboden.

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Wer dort über ein Modul von Space Harrier II stolpert, sollte sich selbiges ebenfalls gleich unter den Arm klemmen. Denn auch dem Space-Shooter hat Sega eine ‚One-Click-iPhone-Anpassung‘ verpasst. Schon der App-Store-Infotext lässt nichts Gutes vermuten: Im frisch veröffentlichten Remake soll man in ferner Zukunft gegen „zerstörerische, feindliche Kräfte kämpfen“. Zerstörerische Kräfte wie eine technisch-lahmende Umsetzung mit krankendem Spielspaß?

Ganz so schlimm wie befürchtet ist Space Harrier II dann doch nicht. Der Titel leidet zwar ebenfalls am verkorksten Sega-Emulator, läuft aber insgesamt doch einen Zacken flüssiger als Ecco. Verwunderlich, denn Space Harrier II versucht sich bekanntlich an einer ’spacigen‘ 3D-Darstellung, beweist dadurch aber eindrucksvoll, wie unausgegoren Segas Emulations-Software funktioniert.

Auch hier ist das digitale Steuerkreuz leidlich präzise mit den Tasten-Eingaben über den Touchscreen abgedeckt. Leider verdecken die dicken Patschhände viel zu oft gegnerische Projektile. Nichtsdestotrotz macht es Spielehistorikern Spaß, ein 3D-Spiel der Frühzeit anzuspielen. Die, mangels technischer Möglichkeiten der 16bit-Zeiten, karge Spielumgebung mit dem gerasterten Untergrund wirkt heutzutage fast gewollt stilvoll. Das Spielprinzip besteht dabei aus kurzweiligem ‚Ausweichen-und-Ballern‘ – auf App-Store-Niveau zwar wenig innovativ, aber doch grundsolide. Bei einem Preispunkt von 79 Cent kann man als Retro-Fetischist hier zumindest mit leichten Bauchschmerzen zugreifen und einige Minuten Nostalgie verleben. Insgesamt bleibt das Original natürlich besser und flüssiger spielbar und ist bei ernsthaften Absichten einer App-Store-Version vorzuziehen.

Ein insgesamt schaler Beigeschmack bleibt hängen: Segas iPhone-Emulator ist technisch völlig unzureichend, die Spiele ’nur‘ lieblos auf die Plattform ‚gehievt‘ und mehr schlecht als recht mit einer mäßigen Steuerung versehen. Den Nostalgie-Bonus bekommt ein Ecco the Dolphin bestimmt nicht, ein Space Harrier II bedingt. So sollten in letzterem Fall lediglich Fans des Originals für 79 Cent zugreifen.

Alle anderen investieren ihre Euro-Taler lieber in das Porto für einen Beschwerdebrief an Sega. Es wird Zeit, dass man dort die Apple-Spielergemeinde endlich ernsthaft betreut, anstelle mit lieblosen Portierungen die Portokasse aufwerten zu wollen.

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-> App Store-Link

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-> App Store-Link

(Danke für diesen Artikel: Matthias!)