[iPad-Game] Spider: Bryce Manor HD

Tiger-Style-Games hat sich mit Spider: The Secret of Bryce Manor im letzten Herbst ein Denkmal gewebt. IGN, Slide To Play, TouchArcade, das Independent Games Festival und die Game Developers Choice Awards gaben Bestnoten. Jetzt verzaubert die kleine Spinne im großen Haus in ihren düsteren Aquarellfarben auch auf dem iPad.

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Insgesamt 38 ‚Locations‘ stehen zur Erkundung im Portrait- und Breitbild-Mode auf dem großen iOS-Display bereit. Dabei wird der zusätzliche Darstellungsplatz genutzt, einen zweiten Weberknecht mitstricken zu lassen. Eure Erfolgen können über Facebook Connect öffentlich gemacht werden.

DirektSpider*

Eine ‚Universal‘-Anwendung hätten Besitzer des ersten Teils sicherlich bevorzugt. Trotz identischem Level-Bau haben die Abenteuer der kleinen Spinne jedoch in keiner Weise an Faszination eingebüßt und verzücken erneut durch tolle Optik sowie begleitendem Sound- und Musik-Design.

Kurze Rede, kurzer Sinn: Das sind einmal mehr, vier leicht ausgegebene Euro.

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-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

[KlimBim] „Antennagate“-Berichterstattung, Slingbox-FaceTime, GorillaPod-Ständer, iRig und Retro-Hintergrundbilder

Es schient der Zeitpunkt gekommen, an dem sich die technik-orientierte Presse aus der „Antennagate“-Diskussion zurückziehen kann. Man hat hinlänglich dokumentiert, dass Mobilfunksignale abgeschwächt werden können. Sowohl beim iPhone 4, als auch seinen Konkurrenten Nexus One, Droid, Palm Pré oder BlackBerry Bold.

Das sich sowohl Nokia („we prioritize antenna performance over physical design if they are ever in conflict“) als auch RIM („One thing is for certain, RIM’s customers don’t need to use a case for their BlackBerry smartphone to maintain proper connectivity.“) mit einer entsprechenden Gegendarstellung nach der Apple-Pressekonferenz am Freitag, an der sie mit ihren Geräten unfreiwillig teilnahmen, äußerten, ist kein Wunder.

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via Etsy

Sonderbar ist es im „iPhone-Zeitalter“ anscheinend ebenfalls nicht mehr, dass jedes noch so kleine Tagesblatt auf „the neat little story“ (nach John Gruber) anspringt und über den Siedepunkt hinaus schmoren lässt – selbst wenn dies ein proletenhaft auftretender Michael Arrington nicht wahr haben möchte. Spätestens wenn eine alternde Whoopi Goldberg die ZerstörungErmordung“ ihres iPhone vor einem grölenden Talkshow-Publikum erzählen darf, sollte man wissen, das man den Kampf um die Realität verloren hat.

Mich persönlich würde der zeitliche Beschwerdeverlauf interessieren, mit denen die 0.55-Prozent AppleCare-Anfragen eingetrudelt sind, und ob dieser eventuell mit der entsprechenden (Presse-)Verbreitung ‚des Problems‘ korreliert. Aber wie bereits in den Kommentaren erwähnt: Ich habe mir einen Kalender-Termin in drei Monaten vermerkt, um noch einmal zu zurückzublicken, wie viele der bislang drei Millionen Käufer ihr iPhone 4 dann zurückgegeben haben.


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FaceTime ermöglicht alle Arten von Videogesprächen: Plauderstunde aus dem Flugzeug oder ein Monolog mit der Slingbox.

via twitter@johncabell


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Erkenntnis des heutigen Morgens: Ein GorillaPod (Affiliate-Link) gibt einen recht soliden iPad-Ständer ab.

via Wired


DirektRig

Die Software kostet 15.99 € (App Store-Link), die Hardware 29.99 € (IK Multimedia).

(Danke, Daniel!)


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Pacman oder Donkey Kong?

[app] Hulu Plus – Videostreaming am iPhone und iPad

In den USA ging vor wenigen Tagen der kostenpflichtige Plus-Videoservice von Hulu an den Start. Die amerikanische Videoplattform ist ein Zusammenschluss von mehreren Filmstudios, die werbefinanziert ihre TV-Serien ins Netz stellen. Neben der Ausstrahlung im Pay-TV sind aktuelle Episoden von beliebten Shows so innerhalb weniger Stunden auch über den Browser abrufbar.

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Die jetzt gestartete Beta-Version von Hulu Plus, die auf Anmeldung per E-Mail im Zusammenspiel mit einer US-Kreditkarte funktioniert, lässt das Streaming der Sendungen über die iOS-Plattform sowie PlayStation 3, Xbox 360 und diverse TV-Geräte zu. Außerdem bekommen zahlende Kunden komplette Serienstaffeln von aktuellen Hits wie Modern Family, House oder The Office geliefert. Aber auch blühende Klassiker wie Ally McBeal, Akte X oder The A-Team sind verfügbar.

Hulu bleibt, genau wie seine Web-Präsenz, aufgrund der komplexen Lizenzrechte, nur in den USA abrufbar. So hat diese Veröffentlichung im ersten Schritt wenig Auswirkung auf die internationale Kundschaft, ist jedoch als wichtiges Stimmungsbarometer für die iOS-Plattform (Stichwort: Flash) sowie die Akzeptanz für Bezahlinhalte im Web zu werten.

Diese kurze Vorstellung orientiert sich daher nicht in eine praxistaugliche Richtung, sondern kümmert sich um das kulturelle und technische Phänomen, dem Hulu aufgrund seiner Popularität folgt.

DirektHulu*

Über die Aussage der Streaming-Qualität möchte ich keine Angaben machen, da unklar ist wieviel Anteil mein derzeitiger VPN-Dienstleister daran hat.

Hulu Plus funktioniert über WiFi und UMTS und gestattet eine sehr minimalistische Bedienung, die dem Benutzer einzig einen Zeitstrahl zum Auswählen der Abspielposition liefert. Pausiert man das Video und beendet die Applikation, merkt sich der Player diese Stelle. Schießt man das Programm über den Home-Button regelrecht ab, funktioniert der ‚Wiedereinstieg‘ zum beendeten Zeitpunkt nicht.

Hulu hält eine Wartelisten-Funktion bereit, um sich Episoden vorzumerken, die noch auf der ‚ToDo-Liste‘ stehen. Da sich diese Konto-Informationen systemübergreifend abgleichen, kann man so beispielsweise bereits von der Arbeit seinen Serienabend planen. Die Werbeunterbrechungen treten in unterschiedlicher Häufigkeit auf, sind über ihren angegebenen Zeitrahmen jedoch erträglich. Der Mensch toleriert viel, wenn er nur darüber informiert wird, wie lange es dauert.

Insgesamt ist das Konzept, sich die verschiedensten Serien ohne Download, Synchronisation oder Konvertierungsarbeiten auf den Bildschirm zu holen, unglaublich befreiend. Kein Datenschwarm, der geschaufelt, kopiert oder umgewandelt werden will. Es gefällt der ‚Flatrate-Pass‘, ohne sich speziell einzelne Episoden (käuflich) zuzulegen.

Aus dieser Perspektive bleibt es sehr interessant zu beobachten, was Apple in Zukunft mit seinem iTunes Store oder dem kürzlich erworbenen LaLa-Musikservice in Konkurrenz dazu auffahren wird.

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-> US-Link

(Danke, Fabian!)

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

Portrait-Zeichnungen über FaceTime

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David Lanham arbeitet als Zeichner für die Iconfactory, welche sich in der Vergangenheit für die (graphische) Ausarbeitung von iPhone-Titeln wie Ramp Champ (1.59 €; App Store-Link), Twitterrific for Twitter (kostenlos; universal; App Store-Link) oder Carcassonne (3.99 €; App Store-Link) verantwortlich zeigte.

Seit einigen Tage stellt der Designer seine Dienste für comichafte Selbstportraits zum globalen Verkauf, die er über ein FaceTime-Videogespräch vom iPhone 4 aufs digitale Papier bringt. Für $50 US-Dollar kann man sich, in einem zirka zehnminütigen Gespräch, ein handgezeichnetes Konterfei illustrieren lassen.

Nach der Berichterstattung von Wired und Mashable kann sich diese geniale Idee nicht mehr von Anfragen retten. Wer eine Runde ‚Gesichtszeit‘ mit dem Grafiker wünscht, findet derzeit rund 200 Leute vor sich in der Warteschlange.

Über David Lanhams Arbeiten informiert man sich auf seiner Homepage oder in dieser Portrait-zugehörigen Flickr-Galerie.

via twitter@timpritlove

[app] Egretlist – ToDos für Evernote

Am vergangenen Mittwoch veranstaltete der Online-Service Evernote seine erste, öffentliche Pressekonferenz. Zum Anlass nahm das zirka vier Jahre alte Unternehmen, welches bereits 3.5 Millionen Nutzer an sich binden konnte, die Eröffnung seiner ‚virtuellen Galerie‘.

Die im Englischen als ‚Trunk‘ bezeichnete Vitrine dient dazu, „Anwendern eine Sammlung an Produkten, Inhalten und Applikationen [zugänglich zu machen], die ihre Arbeit mit Evernote ergänzen und bereichern [wollen]“. Aus diesem Fundus habe ich mit Egretlist (2.39 €; App Store-Link) eine iPhone-Anwendung gefischt, die eine ToDo-Funktionalität mit Online-Synchronisation ’nachrüstet‘.

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Kurze Vorgeschichte: Als langjähriger Things-Benutzer (7.99 €; App Store-Link) halte ich eine Handvoll Aufgaben für (m)einen halbwegs strukturierten Tag in dieser Software fest. Ich bin weit davon entfernt, ein kompletter ToDo-Junkie zu sein, verachte jedoch nicht das bequeme Auslagern von ein oder zwei Denkansätzen.

Leider hat es das deutsche Entwickler-Team bis heute nicht geschafft, sich von der ausschließlich lokalen Synchronisation zu verabschieden. Das führt bei mir dazu, dass ich an meinem stationären Rechner etwas vermerkte, dieses von Unterwegs jedoch nicht abrufen kann. Da ich nicht tagtäglich in Things arbeite und dadurch auch nicht regelmäßig auf die mobilen Geräte synchronisiere, kommen diese Situationen, in denen ich ohne aktuelle Einträge dastehe, häufiger vor – auch der ‚Dropbox-Hack‚ hilft mir persönlich nicht weiter.

Das ärgerte (mich) zunehmend mehr, und führt jetzt dazu sich anderweitig umzusehen. Stichwort: Evernote.

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Auch hier ein kurzer Prolog: Evernote arbeitet nach dem Geschäftsmodell ‚Freemium‚. Grundsätzlich ist die Verwendung kostenfrei; für Zusatzleistungen können überschaubare $5 US-Dollar monatlich auf den Tisch gelegt werden. Diese bezahlten Erweiterungen sind nicht sehr umfangreich. Das spricht vornehmlich für den ersten, hervorragenden Gratis-Fix der kostenfreien Version. Nach eigenen Angaben arbeitet Evernote durch diese strategische Aufstellung gewinnbringend. Wer länger Evernote in der kostenfreien Variante benutzt, wird mit durchschnittlicher Nutzungszeit zum zahlenden Kunden.

Das Evernote-Programm, hier im Blog bereits vorgestellt, ist für unzählige Betriebssysteme erhältlich. Die iOS-Plattform dominiert dabei den mobilen Markt. Bereits 18-Prozent der Nutzer greifen vom iPad (kostenlos; universal; App Store-Link) aus zu. 62-Prozent sind iPhone-Kunden.

Ich nutze überwiegend die Webclip-Funktion, mit der ich Tweets, Artikel oder Links festhalte, die ich irgendwann einmal im Blog verarbeiten möchte. Die Webseiten-Ausschnitte lassen sich über die Browserfunktion am Mac oder PC kinderleicht auf die Online-Festplatten kopieren. Diese sind lediglich im monatlichen Upload-Volumen begrenzten. Über die gesamte Nutzungszeit gibt es keine Speicherplatz-Limitierung.

Von Unterwegs lässt sich der Inhalt an eine individuelle Mail-Adresse schicken. Die Auswahl unterschiedlicher ‚Notizbücher‘ wird mit dem ‚@name-vom-notizbuch‘ im Mail-Betreff gewählt. Über Suchbegriffe und Stichworte lassen sich die Beiträge, die wie Notizzettel in einer großen Schublade übereinander liegen, wiederfinden.

Dies bringt mich nach langen Ausführungen der Einleitung zu Egretlist. Die iPhone-Anwendung greift auf den Speicherplatz von Evernote zurück, formatiert jedoch, die als ‚Aufgaben‘ deklarierten Notizen, in einem ‚ToDo-Format‘. Egretlist-Einträge unterscheiden sich daher nicht von den restlichen Notizzetteln in der großen Evernote-Schublade. Die Kombination aus einem eigenen Notizbuch, dem Online-Sync-Service und der iPhone-App, lassen jedoch ein sehr mächtiges Werkzeug entstehen.

Dieses Paket ist für „Getting-Things-Done“-Profis sicherlich ungeeignet. Wer jedoch eine kostengünstige ToDo-Liste; über diverse Plattformen hinweg; mit Online-Synchronisation und Verwaltung von Sprach- sowie Bildnotizen in einem wieder exportierbaren Format sucht, findet hier einen sehr guten Ansatz.

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-> App Store-Link

Apples Pressekonferenz zur iPhone-Signalanzeige: Ein Event von den Medien, für die Medien

Spannender Abend soweit.

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-> July 16 / Press Conference

Apple äußerte sich am heutigen Freitag, drei Wochen nach dem Verkaufsstart des iPhone 4, zur hinreichend dokumentierten Empfangsproblematik. Unter dem Strich steht dabei: Andere Telefone besitzen diese Schwäche auch; unsere Beschwerdequoten sind niedrig und trotzdem gibt es für alle iPhones ein kostenfreies ‚Case‘.

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Im Kleingedruckten steht zusätzlich: Für bereits erworbene Bumper wird das Geld zurückerstattet; unzufriedene Kunden können (AT&T-)Verträge auflösen und den vollen Geräte-Kaufpreis innerhalb der ersten 30-Tage erstattet bekommen; eine Rückrufaktion oder Design-Veränderungen sind (vorerst) nicht geplant; ‚Cases‘ von Drittherstellern bekommen keine Erstattung und eine Korrektur der Signalanzeige ist mit dem bereits gestern ausgerollten 4.0.1 geschehen.

Soweit, so erwartbar.

Spannend dagegen waren die eigenen Angaben zur Rücklaufquote von iPhone-4-Besitzern, die explizit zu diesem Thema vorgenommen wurden. 0.55-Prozent (unter einem Prozent) der iPhone-Kunden sollen AppleCare bezüglich dieses Themas kontaktiert haben. Aus den Angaben geht nicht hervor, ob diese über die Telefon-Hotline oder einen Apple Store verliefen und ob sich dies nur auf Kunden der bezahlten Extra-Garantie bezieht (Update: Jobs erklärt im Video, dass es sich um generell alle AppleCare-Anfragen handelt). Im Vergleich zum 3GS-Start, für dessen Angabe ich die gleichen ‚Kundenkriterien‘ wie beim jetzigen iPhone-4-Kauf erwarte, belief sich die Quote auf 6-Prozent. Diese statistische Angabe soll bereit unter dem gängigen Industrie-Standard gelegen haben.

Nach AT&T-Zahlen unterbricht das iPhone 4 mehr Gespräche als das iPhone 3GS. Im Durchschnitt ist dies jedoch nur weniger als ein Gespräch aus 100 im Vergleich mit dem 3GS.

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In den ersten drei Verkaufswochen gingen drei Millionen iPhones in fünf Ländern über die Tresen. Apple kommt mit seiner Produktion der Nachfrage nicht hinterher. Die Telekom erhöhte vor zwei Tagen die Hardware-Verfügbarkeit auf neun Wochen. Nichtsdestotrotz fand die Signalschwankung in den Medien eine mehr als dominante Abbildung, weshalb Apple zu dieser Pressekonferenz laden musste.

Neben den oben beschriebenen ‚Lösungsansätzen‘ diente die Veranstaltung hauptsächlich dazu, einen Strich unter die jammernde Presselandschaft zu machen. Wie groß der Druck auf den Aktienkurs, der für kurze Zeit nach dem ComsumerReports-Beitrag absackte, war, zeigt die Herangehensweise in der Vergangenheit. Steve Jobs wollte mit seiner „Just-avoid-holding-it-in-that-way„-E-Mail einen viel zu schnellen Schlussstrich unter die Beschwerden setzten, kippte an dessen Stelle jedoch nur Benzin in die lodernde Glut.

Das schriftliche Statement zum Algorithmus für die falsch berechneten Empfangsbalken half auch nicht weiter. Ein nett animiertes YouTube-Video macht dann doch eher die Runde als detaillierte Angaben über Dezibel-Bereiche.

Und so fiel diese Presseveranstaltung als Lehrstunde vom großen Zampano gegenüber der Presse aus. Tabellen zeigen, das auch Konkurrenzgeräte an „Antennen-Performance“ einbüssen (können). Die extra eingerichtet Apple-Webseite http://www.apple.com/antenna/ erläutert (mit Videos), warum Signalbalken abfallen. Ein $100 Millionen (!) teurer Testraum wurde gezeigt, um zu veranschaulichen, wie ‚ernst‘ man das Problem nimmt.

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Alles eine große Show, die von den Medien initiiert wurde und Apple nun mit den eigenen Waffen zurückgeschlagen wird. Die Berichterstattung des Bloomberg– und Wall-Street-Journal-Artikels, die darüber erfahren haben wollten, das „ein Problem“ schon länger bekannt sei und geflissentlich ignoriert wurde, nannte Jobs übrigens „total bullshit“. Auch Gizmodo wurde mit einem Seitenhieb erneut gestreift.

You know, sometimes web sites buy stolen prototypes and put them on the web. And we don’t like that.

Während die bereits als Stream erhältliche Presseveranstaltung viele Phrasen von „We love our users“ erhält, bleibt eine Aussage der Q&A-Session (nicht im Video) markant für mich:

We’ve been around for 34 years… haven’t we earned the credibility and the trust of the press? I think we have that from our users. I didn’t see it exhibited by some of the press as this was blown so far out of proportion.

Jobs hat diese Veranstaltung, die nur aufgrund der umfangreichen Presseberichterstattung zustande kam, gestunken. Und irgendwie kann ich seinen Ärger verstehen. Auch wenn es eine Fanboy-Perspektive ist: Wer unzufrieden mit seinem iPhone 4 ist, gibt es zurück. So einfach ist das. Für wen die – sehr unterschiedliche wahrgenommenen – Signalschwankungen ein ‚Killer-Kriterium‘ sind, gibt das Gerät zurück. Was nicht geht, hat ConsumerReports.org gezeigt: Das iPhone als bestens Smartphone wählen aber keine Kaufempfehlung aussprechen, ist inkonsequent.

Bis zum 30. September will Apple weiter eruieren. Nächsten Dienstag folgen die Geschäftszahlen für das Quartal 3. Ich bin sehr gespannt darauf, wie viele von dem Angebot der Rückgabe Gebrauch machen. Dies wäre nämlich ein praxisnaher Wert zu bestimmen, wie schwer das Problem wirklich wiegt.

[update] Berichterstattung zur Apple-Pressekonferenz über das iPhone 4

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via Engadget

Die Signalstärke eines Mobilfunktelefons hält die Welt in Atem. Um 19 Uhr startet die kurzfristig einberufene Apple-Pressekonferenz zum iPhone 4. Die von unseren amerikanischen Kollegen dokumentieren Aussagen gibt es zusammengefasst an dieser Stelle.

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20:04 Uhr: Jobs: „Apple’s been around for 34 years. Haven’t we earned the credibility and trust from some of the press to give us a little bit of the benefit of the doubt, of our motivations, the fact that we’re confident and will solve these problems. I think we have that trust from our users, but I didn’t see that in the press. This thing was blown so far out of proportion.“

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20:00 Uhr: John Gruber fragt: „Wer von euch benutzt die Bumper?“ Jobs zumindest nicht.

19:57 Uhr: Keine Preisrückerstattung für Cases von Drittherstellern und auch keine Belieferung vorab mit Informationen, damit die Produktion anlaufen kann:

You know, sometimes web sites buy stolen prototypes and put them on the web. And we don’t like that. But if we give things to case vendors, they have a history of putting them on the web too. So that’s what we run up against.

19:51 Uhr: AT&T sowie Apple geben eine volle Rückerstattung auf den Kaufpreis und Kunden des Mobilfunkanbieters können ihre Verträge verlassen.

19:48 Uhr: Are you willing to make an apology to investors? Steve: You know, you invest in the company we are, so if the stock goes down $5… I don’t think I owe them an apology.

19:46 Uhr: In Bezug auf den Bloomberg-Artikel, der am heutigen Morgen angab, das Apple von dem Problem bereit vorher wusste: „That’s a crock, and we’ve challenged them to show proof that that.“

Update: Die Bezeichnung „total bullshit“ fiel.

19:45 Uhr I can’t get my Bold to drop right now, maybe you can show me how to do it? Steve: You may not see it in certain areas.

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19:42 Uhr: Wir darüber nachgedacht, die Hardware zu wechseln? Jobs: Das 3GS hat das gleiche Problem und wir bekommen Kundenrückmeldungen, das sich beim Wechsel auf das iPhone 4 der Empfang verbessert hat. Ich weiß nicht, wie unser nächstes Antennen-Design aussehen wird.

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19:39 Uhr: Ende der Durchsage. „Bumper nehmen, oder nach Hause gehen“. Zeit für Fragen und Antworten.

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19:36 Uhr: Die Auslieferung der weißen iPhone-4-Geräte bleibt weiterhin auf „Ende Juli“. Am 30. Juli startet das Gerät in weiteren 17 Ländern.

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19:35 Uhr: Die Sensor-Probleme, das sich der Bildschirm aktiviert, obwohl er ans Ohr gehalten wird, werden mit dem nächsten Software-Update berichtigt.

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19:31 Uhr: ‚Freie Bumper‘ für jeden. Rückerstattung über den ‚Bumper-Kaufpreis für jeden Kunden. Rückgaberecht von iPhone-4-Geräten auf 30 Tage nach dessen Erwerb erhöht.

19:30 Uhr: Die bisherigen ‚Erkenntnisse‘: „Smartphones have weakspots, AppleCare has not been slammed with complaints, return rates are super low, and it only drops „less than 1″ call per 100 more than the 3GS.“

19:28 Uhr: Jobs (nicht überprüfbare) Theorie:

When the 3GS came out, we didn’t change the design from the 3G. So there were already lots of cases out there for the phone. And more than 80% of new buyers left the store with a case. Now the new phone doesn’t fit those cases, and we can’t make these bumpers fast enough, so only 20% leave the store with a case.

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19:25 Uhr: Im Abgleich mit den AT&T-Gesprächsabbrüchen („dropped calls“) wieder im Vergleich zum 3GS hält sich das iPhone 4 besser:

This is hard data… the iPhone 4 drops less than one additional call per 100 than the 3GS. Less than one.

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19:23 Uhr: Insgesamt wurden nach der ersten Auslieferung wesentlich mehr iPhone 3GS zurückgegeben als beim iPhone 4. Der Datenabgleich beinhaltet die AT&T-Statistik.

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19:21 Uhr: Nach den (internen) AppleCare-Daten zu urteilen, haben sich über Empfangsschwächen ein halbes Prozent der Benutzer beschwert.

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19:18 Uhr: Apple investierte über $100 US-Millionen in einen Raum, in dem sich die Signalschwankungen messen lassen sollen.

We knew that you could see bars drop on the phone when you hold it in a certain way, it’s a fact, phones aren’t perfect.

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19:16 Uhr: Apple argumentiert, das Telefone nicht perfekt seien und man durch die (visuelle) Trennung der unterschiedlichen Funkantennen dem Benutzer den „schwachen Punkt“ vermittelt.

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19:13 Uhr: Das „Antennen-Problem“ ist nicht auf das iPhone 4 beschränkt, sondern findet sich auch in anderen Telefonen. Vielleicht keine glückliche Einleitung, aber dem (allgemeinen) Verständnis wohl zuträglich.

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19:12 Uhr: Apple arbeitet an dem Problem seit den ersten (Gizmodo-)Berichten. Diese Erfahrungen sollen heute geteilt werden. Jobs übernimmt den Job selbst.

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19:08 Uhr: Apple verkauft 3 Millionen iPhone-4-Geräte innerhalb von drei Wochen.

It has the highest customer satisfaction rating of any iPhone and any smartphone out there.

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19:05 Uhr: Das „Fanboy-Video“, von uns oben bereits eingebunden, über die Antennen-Schwankungen wird gezeigt. Das nenne ich einen Auftakt!

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19 Uhr: Es handelt sich wohl um eine der kleinsten, öffentlichen Apple-Veranstaltungen.

[Kopfhörer] Phonak Audéo PFE 022 + Mikrofon

Unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliche Kopfhörer. Während ich außerhalb der heimischen vier Wände weiterhin den kabellosen Sennheiser MM400-Bügel um meinen Hals werfe, bevorzuge ich für die Couch ein IN-Ear-Hörset. Hier machen die Beyerdynamic MMX 100 auch nach 1.5 Jahren noch viel Freude. Diese Ohrstöpsel, mit denen ich gerne einen brausenden Tag beschließe, bekommen jetzt jedoch Konkurrenz.

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Hörsystemhersteller Phonak erweitert mit den Audéo PFE Perfect Bass 012 und 022 seine Produktserien für anspruchsvolle Ohrkanal-Beschallung. Der Unterschied zwischen beide Kopfhörern ist neben dem Preis von 20 Euro, das im höherpreisigen 022-Modell, ein Mikrofon. Zwecks der iPhone-Telefonie habe ich mir dieses Variante angeschaut.

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Was sticht als erstes ins Auge? Entgegen den Vertretern der gängigen Konkurrenz, fällt das Kabelstück zwischen Klinkenstecker und Weiche, die den linken vom rechten Klanggeber trennt, dicker aus. Der Kabelmantel besteht zwar aus dem üblichen Kautschuk-Material, wirkt jedoch verwindungssteifer. Dieser robuste Eindruck bestätigt sich auch beim Übergang zur Steckverbindung, die später im Kopfhöreranschluss des iPhones mündet.

Das Mikrofon, welches sich in der Größe eines halben Daumennagels am Kabelstrang des rechten Musikstöpsels breit macht, liefert eine sehr passable Sprachaufnahme. Es gehört im Vergleich zu seinen Gegenspielern nicht zur minimalistischsten Ausprägung, lässt sich jedoch gut ertasten und über den eingebauten Aktionsknopf bedienen. So lassen sich Sprachbefehle einsprechen oder die Musikwiedergabe kontrollieren.

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Zum Wesentlichen: Die in schwarz lackierten Kopfhörer rangieren im Frequenzbereich von 5Hz bis 17 kHz und behängen mit lediglich 14 Gramm nur sehr unwesentlich die eigenen Lauschlappen. Die ausgefallene Bauweise dient dazu, sich von hinten dem Hörorgan zu nähern. Das Kabel legt sich dabei über die Ohrspitze und dreht sich an seinen Bestimmungsort. Mit einem der drei unterschiedlichen Silikonaufsätzen lassen sich die Umgebungsgeräusche nach Herstellerangaben um bis zu 23 dB reduzieren.

Besonderen Fokus legte Phonak auf den Tieftöner, was der Namenszusatz „Perfect Bass“ bereits ausdruckt. Für Musikstücke mit ‚dicken‘ HipHop-Beats entfalten die ‚kleinen Dinger‘ einen ordentlichen Schalldruck. Für Podcasts, die hauptsächlich reine Sprachausgabe verarbeiten, war mir persönlich der Subwoofer zu dominant. Außerdem erstaunte, dass die absolute Maximallautstärke (von mir) als ’noch ertragbar‘ einzustufen ist.

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Einhundert Mark Euro kaufen insgesamt ein ausgezeichnetes Paar Ohrhörer, die mit einer klaren – wenn auch sehr basslastiger – Audioausgabe und guter Sprachqualität über das Mikrofon zu überzeugen wissen. Insbesondere das geringe Gewicht und der angenehme – weil unauffällige – Sitzkomfort überzeugen.

-> Audeo Perfect Bass PFE 022 In Ear Kopfhörer mit Mikrofon – schwarz (Affiliate-Link *)

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