In der letzten Nacht schaltete Apple die Version 1.0 für das iPhone frei. Durch aufgemotzte Grafiken spielt sich das Karten-Legespiel, das 2001 den Deutschen Spielepreis absahnen konnte, jedoch auch auf dem iPad bereits sehr anschaulich. Der jetzige Einführungspreis von 3.99€ wird im Laufe des Jahres für die ‚universal‘ Version, die angepasst auf beiden (und zukünftigen) Apple-Geräten läuft, auf 7.99€ angehoben.
In Carcassonne bildet sich durch das Legen von digitalen Kärtchen eine Landkarte aus Städten, Klöstern und Wiesen, die mit eigenen ‚Gefolgsleuten‘ zu besetzten sind und dadurch das Punktekonto füllen. Im Sattel des Garten- und Landschaftsbaumeisters besteht der Kniff in einer vorausschauenden Planung, wie und in welche Richtung man die ländlichen Gefilde weiter ausbaut. Dabei tritt man gegen den Computer oder menschliche Hobby-Architekten an, die sich über ein lokales Netzwerk (Bluetooth / WiFi) duellieren, oder in Mehrspieler-Internet-Partien (per Push-Benachrichtigung) ihre Züge absolvieren.
Ich werfe bereits seit mehreren Beta-Versionen meine Brettspielkarten und Spielfiguren ins Geschehen. Carcassonne hat sich in den vergangenen Monaten zu einer sehr liebevollen Umsetzung des Brettspielklassikers entwickelt, der technisch, optisch und spielerisch für dieses strategische Genre an der oberen App-Store-Messlatte kratzt.
8-Bit-Pixelhaufen und minimalistische Soundeffekte befördern dieses ‚elektronische Geduldspuzzle‘ schnurstracks in die alternative App-Store-Ecke. eBoy, die „Godfathers of Pixel“, sind jedoch mehr als ein zusammengewürfelter Klumpen von Bildelementen sondern seit 1997 eine eigene Kunstform.
Die farbenfrohen, komplexen und durchweg abgedrehten Suchbildern der deutschen Vektorgrafiker fanden ihren Weg schon auf Poster, T-Shirts und in Kunstgalerien. Die eBoys haben dabei ohne Fragen einen kleinen Teil moderner (Pop-)Kultur geprägt und bringen jetzt 100 Level der isometrischen 3D-Effekte auf das iPhone.
Dabei müssen die unterschiedlich geschichteten Kompositionen durch Neigen des Bildschirms zusammengestückelt werden. Das ist sehr, sehr eigentümlich und bekommt von mir trotzdem eine sehr, sehr große Empfehlung!
Randall Stevenson, Chef des US-Mobilfunkkonzerns AT&T, ist ein lustiger Typ. Wie es mit seinen Apple-Verhandlungen um die Aufrechterhaltung der exklusiven Provider-Bindung in den USA steht, ist weiterhin offen beziehungsweise nicht öffentlich. Bereits geklärt ist hingegen, dass er für seinen Konzern – zeitlich passend zur WWDC und einer (möglichen) Ankündigung zur nächsten iPhone-(Videochat-)Generation – die Mobilfunktarife ändert.
Dabei entfällt die unbegrenzte iPad-Datenflat für $29.99 US-Dollar und wird durch einen $25 US-Dollar 2GB-DataPro-Tarif ersetzt. Überschreitet der Nutzer diese Volumengrenze, fallen pro verbrauchtem Gigabyte nochmals $10 US-Dollar an. Aus dem $14.99 US-Dollar-Tarif für 250MB wird ein DataPlus-Tarif für $15 US-Dollar, der einen Datenverbrauch von 200 MB deckt. Wer diese ‚virtuelle‘ Grenze mit dem iPad überschreitet, bekommt für erneute $15 US-Dollar nochmals 200MB ’spendiert‘.
AT&T selbst gibt an, das 65% ihrer (Smartphone-)Nutzer weniger als diese 200 Megabyte im Monat verbrauchen. 98% dieser Gruppe der (Smartphone-)Nutzer sollen weniger als 2GB an Transferdaten umsetzten. Die ‚obskuren‘ Rechnungen, wie viele E-Mails und Webseiten sich mit dem angebotenen Datenvolumen aufrufen beziehungsweise empfangen lassen, fallen hier zugunsten des Mobilfunkanbieters einmal unter den Tisch – sonst wird es nicht nur ungenau sondern vor allem peinlich. Wer seinen Datenverbrauch in den USA unter die Lupe nehmen möchte, surft zu ‚The Mac Observer‚.
Im selben Atemzug verkündet man eine ‚Tethering‘-Option, die nur für DataPro-Kunden zu buchen ist und mit monatlich $20 US-Dollar extra zu Buche schlägt. „iPhone-Tethering soll verfügbar sein, wenn Apple sein OS 4.0 auf den Markt bringt„. Das ist nicht nur extrem spät (Tethering funktioniert seit Firmware 3.0), sondern preislich auch extrem unattraktiv weil kein separates Datenvolumen im Angebot mit enthalten ist.
Nach derzeitigen (unbestätigten) Aussagen gelten die ‚überarbeiteten‘ Tarife erst einmal nur für ’neue‘ Kunden. Das bisherige AT&T-Klientel darf natürlich jederzeit auf einen neuen Tarif umsteigen. Sowie es im Moment aussieht, kann die bisherige AT&T-Kundschaft (auch bei einem Upgrade auf ein neues Gerät) bei den alten Tarifstrukturen verbleiben. Wer jedoch die Tethering-Option buchen möchte, muss auf den DataPro-Tarif wechseln.
Insgesamt handelt es sich, aus meiner entfernten Perspektive, um eine regelrechte Ohrfeige von AT&T gegenüber Apple. Die iPad-Tarife sind seit der Geräteeinführung Anfang April erhältlich und lassen besonders die Cupertino-Ankündigung vom Januar 2010 schlecht aussehen. Jobs bezeichnete die Tarife damals als „breakthrough prices“. Eine so rasante Änderung dieser Tarifstruktur, die John Gruber von Daring Fireball mit „the good outweighs the bad“ bewertet, kann Apple jedoch nicht schmecken.
Mit nur einem exklusiven Mobilfunkanbieter in den USA, sieht sich das iPhone weiterhin ‚externer‘ Kritik ausgesetzt. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, das Apple (trotz konstanter Gerüchtelage) damit beginnt CDMA-Telefone zu fertigen, dürfte Cupertino mit dieser Pattsituation sehr unzufrieden sein.
Apropos unzufrieden: Unser ‚lustiger‘ Randall Stevenson bekam auf seine gestrige Tarif-Ankündigung zwei ‚freundliche‘ Kunden-E-Mails von einem gewissen Giorgio Galante. Diese elektronischen Briefe gingen an seine ‚private‘ Postbox.
Thanks for making the switch to a Sprint HTC Evo an even easier decision. I don’t think even Steve Jobs can spin 2GB for $25/month as a good thing for the consumer. […]
Ein AT&T-Mitarbeiter meldete sich daraufhin bei Galante und drohte bei weiteren Zuschriften mit rechtlichen Konsequenzen. Gesprächsauszüge liegen als Audiodatei vor…
Vor (fast) genau 12 Monaten warfen wir einen detaillierten Blick auf die iPhone-Fingerfarbenmalerei Color Splash (1.59€; App Store-Link). Auf dem größeren iPad-Bildschirm macht das Einfärber der eigenen Lichtbilder noch einmal mehr Freude.
Eure Schnappschüsse lassen sich aus der Bibliothek in das Programm laden und werden dann mit einem Grauschleier überzogen. Mit euren Finger lässt sich die ursprüngliche Farbe zurückbringen, womit sich Teile der Fotografie hervorheben lassen. Nicht jedes Foto eignet sich für eine solche ‚Aufwertung‘; für viele Bilder lässt sich jedoch genau durch diesen Effekt eine Aufnahme erst perfektionieren.
Durch einen Doppel-Tap kann zwischen farbigen und grauen Pinselstrichen hin- und hergeschaltet werden. Das Verstellen der unterschiedlichen Strichgröße kann man sich durch eine tiefe Zoomstufe fast sparen und (er-)wischt jede graue Ecke im Bild. Wer sich nicht sicher ist wie ‚vollständig‘ man übermalt hat, verwendet die Maskenfunktion, die alle bisherigen Fingergesten rot einfärbt. Bei Bedarf lässt sich auch in einen Modus wechseln, der die Position des Malstiftes anzeigt.
Insgesamt bleibt Color Splash eine farbenfrohe App, die genau für einen Fotoeffekt geeignet ist, diesen aber besonders ‚prächtig‘ aufbereitet.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Neben unzähligen Fotografien von potenziellen Bauteilen der nächsten iPhone-Generation, tauchten in den letzten Wochen auch vermehrt ‚weiße‚ Gehäuserahmen auf.
MacRumors zieht zwei weitere Fotos aus der Trickkiste, deren Modell- und Identifikations-Nummern noch mit Platzhaltern versehen sind aber durchaus einer Produktionsserie von iPhone-Prototypen entstammen könnte. Obwohl ein Angebot von weißen und schwarzen Modellen für die nächste iPhone-Generation naheliegt, steht uns ein eindeutiger Beweis (wahrscheinlich) bis nächsten Montag aus.
Nachdem ich mir die, mittlerweile auszugsweise verfügbaren Videoausschnitte der D8-Konferenz mit Steve Jobs zu Gemüte geführt habe, gilt es doch noch einmal auf eine Nachricht von Gestern detaillierter einzugehen.
Wie an dieser Stelle bereits Erwähnung fand, warf Apple die Anwendung ‚My Frame‘ aus ihrem App Store, weil sie angeblich einen „eigenen Desktop erzeugt“. Diese Aussage stammt nicht von einem ungeschulten App-Store-Mitarbeiter, der das wankelmütige Regelwerk für Zugangsgenehmigungen versuchte eigenständig zu interpretieren, sondern von Jobs persönlich. Zumindest antwortete sein E-Mail-Account mit den Worten: „We are not allowing apps that create their own desktops. Sorry.“.
Der sympathische My-Frame-Entwickler Russell Ivanovic antwortete auf meine E-Mail um Mitternacht aus der australischen Zeitzone und ließ den Tipp springen, das die bemängelte Anwendung sich erst sukzessiv aus den länderspezifischen App Stores zurückzieht. Dadurch konnte ich die 1.59€ noch im deutschen Store loswerden und mir einen persönlichen Eindruck des Programms verschaffen.
Alles, was es zu der (durchaus netten) Bildschirmschoner-App zu sehen gibt, hier in einem formlosen Video (mit Country-Musik-Untermalung).
Ein bisschen ein- und abgetaucht in der Thematik, fällt ein Blog-Beitrag vom Shifty-Jelly-Entwicklerteam auf, dem unter anderem Ivanovic angehört, und der sich Mitte April schützend hinter den Apple-Genehmigungsprozess stellte.
Der Artikel Die öffentliche E-Mail „Sorry Media, But Apple Isn’t Evil“ beschäftigt sich mit „Spam-Apps“, bei denen hunderte von Bikini-Anwendungen nacheinander eingereicht werden. Apple schiebt diesem ‚Treiben‘ seiner Meinung nach zurecht einen Riegel vor.
Zu dieser Zeit lautet das Fazit des Beitrags:
I love the app store and the amazing hassle-free distribution it provides and I only really have a few niggling concerns with how Apple has dealt with us, as developers.
Ich empfinde das (zurecht) viel diskutierte App-Store-Thema ebenfalls als sehr ambivalent und je nach Gemütslage unterschiedlich (schlimm). Bei vielen (herausgearbeiteten) Einzelfällen fasst man sich an den Kopf und votiert ohne Nachzudenken für die App-Store-Revolution im ‚Che Guevara‘-Stil.
Im pragmatischen Alltag fällt es auf der anderen Seite jedoch nicht mehr wirklich auf, wie bedenkenlos und sorgenfrei man jede Software auf seinem Mobiltelefon installiert. Das Smartphone serviert, die ansonsten schon ausreichend komplizierte IT-Welt, ein kleines Häppchen leichter. Keine Lizenzschlüssel, keine Kompatibilitätseinschränkungen und keine Konfigurationshindernisse. Glücklich eingesperrt, aber mit weitem Auslauf.
Manchmal vergesse ich, dass dies früher (und heutzutage auf anderen Plattformen) alles ganz anders und grausamer war. Zumindest für diesen Ansatz in eine neue Richtung zolle ich Apple uneingeschränkten Respekt.
Genau dieses Argument, über die „Bemühungen“ von Apple, stolpert Steve Jobs jedoch mit zahlreicher Häufigkeit. „We’re trying to make great products…“ wirft die Frage auf: Wo hört kontrollierte Anstrengung auf, und wo beginnt kontrollierende Überprüfung.
Das lässt sich in vielen Fällen nicht durch schwarz-weiße Brillengläser auseinander sortieren. Eine Publikumsnachfrage zum Statistikdienstleister Flurry und dem Reglement über auszuwertende (Benutzer-)Daten, fasst es ziemlich gut zusammen.
Flurry liefert ein Framework, das App-Store-Entwickler in ihre Anwendung schrauben können, um damit Nutzerdaten wie die Art des Gerätes, die (Geo-)Position und Software-Version auszuwerten. Über solche Drittanbieter-Apps tauchten am Anfang des Jahres entsprechende Hinweise auf neue Geräte-Generationen auf, die sich mit einer noch nicht veröffentlichten iPhoneOS-Version vom Cupertino-Campus meldeten.
Wie Jobs richtig zu hören bekam, ist es für Entwickler natürlich wichtig zu wissen mit welchen Versionen und auf welcher Hardware ihre Software verwendet wird. Das Gegenargument der unfreiwilligen (und unbewussten) Weitergabe von Benutzerinformationen zieht jedoch genauso.
Obwohl sich Jobs-Antwort im folgenden auf die Flash-Diskussion bezieht, finde ich sie auch für die App-Store-Thematik sehr treffend:
Things are packages. Of emphasis. Some things are emphasized in a product. Some things are not done as well in a product. Some things are chosen not to be done at all in a product. And so different people make different choices. And if the market tells us we are making the wrong choices, we listen to the market.
We are just people running this company. We are trying to make great products for people. We have at least the courage of our convictions to say we don’t think this is part of what makes
a great product. Were going to leave it out. That is what a lot of customers pay us to do. […] If we succeed they are buy them. And if we don’t, they won’t.
Zuvor sorgte das WiFi-gesteuerte Flugobjekt auf der diesjährigen ‚Consumer Electronics Show‘ für Aufsehen und machte den Mund für interessante Augmented-Reality-Spielkonzepte wässrig. Die am Luftfahrzeug verbauten Kameras übertragen ihr Bild auf einen großen Projektor-Bildschirm, der im Hintergrund des Videos zu sehen ist.
Straßenpreis und Verfügbarkeit der Drohne sollen auf der diesjährigen E3 am 15. Juni bekanntgegeben werden.
Vor wenigen Tagen erschien die iPad-Version vom Point-and-Click-Abenteuer Baphomets Fluch (5.99€; App Store-Link) im App Store, dessen iPhone-Umsetzung (3.99€; App Store-Link) sich bereits sehr erfolgreich gestaltete.
Der Director’s Cut HD fällt mit 566 Megabyte nicht gerade klein aus. Aus diesem Grund werden die Sprachpakete (Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch), die individuell noch einmal zirka 120 Megabyte umfassen, als separater Download von der Revolution-Webseite angeboten. Über die iTunes Dateifreigabe können diese Pakete dann ins Spiel eingebunden werden.
Als „Nebeneffekt“ dieser Funktion lässt sich über den selben Weg auch auf die abgespeicherten Spielstände zugreifen. Zitat des Entwicklers gegenüber iPhoneBlog.de: „But it’s a cool feature anyway – backup or swapping saves…“.
Falls eine solche Implementation mit Zugriff auf die Speicherstände konform der Apple-Richtlinien gehen sollte, wünsche ich mir das unbedingt für mehrere iPhone-OS-Spiele. Nicht nur als Backup-Funktion sondern insbesondere auch beim Wechsel eines heiß geliebten iPhone-Titels, der nicht als ‚universal‘ Version auf das iPad portiert wird.
Als separaten (Kauf-)Download muss ich im Fall von Plants vs. Zombies HD (7.99€; App Store-Link) mit dem Spiel noch einmal ganz von vorne beginnen, obwohl ich bereits auf der iPhone-Version (2.39€; App Store-Link) alle Level freigespielt habe.