Siri Remote (2. Generation): So aktiviert ihr die „präzisere Steuerung”.

Apple has also come up with a clever jogwheel function that lets you circle a finger around the outer ring to scrub through videos at faster or slower speeds depending on how quickly you’re thumbing around the circle. It’s a direct callback to the days of the iPod clickwheel and does a great job helping you land on an exact moment in a video.

But I must confess something: I had an embarrassing few hours where I couldn’t figure out how to make this work. Eventually, I learned the trick: after pausing a video, you’ve got to rest your finger on the D-pad momentarily before you start circling around it. An animation will pop up in the progress bar (with a little dot that indicates where your finger is) to let you know you’re in jogwheel mode. If you just pause the video and immediately start the circular movement, it doesn’t do the right thing. Don’t be like me and unnecessarily factory reset your Apple TV 4K because of this.

Chris Welch | The Verge

So erging es auch mir.

Tolle Funktion, aber wer soll die finden? Wo ist die kurze Videoeinführung bei der Ersteinrichtung? Auch ein Hinweis auf die „präzisere Steuerung” in der Papieranleitung fehlt. Gefunden habe ich die Funktionsbeschreibung lediglich im Online-Benutzerhandbuch:

Halte das Video an, indem du die Taste „Wiedergabe/Pause“ drückst oder indem du die Klickpad-Mitte (Siri Remote 2. Generation) drückst.

Siri Remote (2. Generation): Streiche nach links oder rechts, um in der Zeit rückwärts oder vorwärts zu navigieren. Für eine präzisere Steuerung lege den Finger auf den äußeren Rand des Klickpad-Rings, bis ein Ringsymbol auf dem Bildschirm angezeigt wird. Drehe den Finger dann gegen den Uhrzeigersinn oder mit dem Uhrzeigersinn um den Klickpad-Ring.

Die Funktion sucht man übrigens vergeblich, wenn man unter „Klicken und Berühren” (➝ Einstellungen ➝ Fernbedienungen und Geräte ➝ Klickpad) das Touch-Tracking komplett deaktiviert.

Lossless Audio: Apple verspricht Software-Update für HomePod + HomePod mini

HomePod and HomePod mini currently use AAC to ensure excellent audio quality. Support for lossless is coming in a future software update.

Support.Apple.com

Mehr neue Features für abgekündigte Lautsprecher.

Aber mal ernsthaft: Warum stand dieses Support-Dokument nicht bereits am Montag online? Es liefert zentrale Antworten zur unterstützten Hardware und wir hätten die wirklich wichtigen Fragen diskutieren können. Beispielsweise: „Wie wichtig ist ein Lossless Audioformat für Apple-Music-Abonnent:innen?”

Spoiler: Es ist nicht sehr wichtig.

Neue Funktion für ein abgekündigtes Produkt: Neuer Apple TV routet alle Soundeingänge an große HomePods.

With HDMI ARC or eARC turned on, your Apple TV 4K (2nd generation) can receive high-quality audio from a supported TV and then play that audio through your HomePod speakers.

Support.Apple.com

Xbox- und PlayStation-Spieler:innen freut das. Aber warum ist der HomePod gleich nochmal eingestellt worden?

Nein, nicht der HomePod mini, sondern der große HomePod. Der, der für dieses Feature vorausgesetzt wird.

via Benjamin Mayo

Update: Klappt!

Ad: „Privacy on iPhone”

Der Spot ist GIF-worthy. Die Visualisierung stimmt, die Nachricht wird transportiert und obendrein ist die Musikwahl grandios. Mehr muss das einminütige Werbevideo nicht leisten.

Trotzdem stößt die Abstraktion an Grenzen. „App-Tracking ablehnen” beschreibt das Werbetracking durch die Weitergabe respektive die Anreicherung von/mit Drittdaten – nicht das Sammeln von Informationen über die eigene App („first-party data”).

Deutlich wird’s durch den Barista, der sich mit ins Taxi quetscht und dem Fahrer die Informationen des Fahrgastes sagt. Oder die Bankangestellte, die freizügig Finanzinfos (ver-)teilt.

Der Avengers-Fingerschnipp, mit dem sich die Tracker dagegen am Ende in Luft auflösen, ist nett anzuschauen, aber nichts das Apples Tracking-Transparenz-Initiative (ATT) leistet. Durch das Unterbinden der Datenweitergabe gewinnen „First-Party”-Daten sogar an Wert.

Aber wie gesagt: So präzise muss ein Werbespot nicht sein. Werbetracking ist gruselig genug, und darf sich wirklich nicht über eine vereinfachte Darstellung beschweren.

#255 – Apple Music Reloaded

Im letzten Sommer drehte sich mein Video um Soor, Marvis Pro, Listen, Miximum, NEXT, MusicSmart und einer Handvoll anderer App-Store-Apps.

Daran knüpfe ich in dieser Woche an, und blicke auf zusätzliche Software für Apple-Music-Abonnenten.

Hier das Intro zur sechsminütigen Episode:


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal.

iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

„Folgemodus” im neuen iPad Pro

My favorite example [of Center Stage], however, is the last one, which is also tricky to explain. The video begins with an empty shot of my wall. Nobody has entered Center Stage’s “capture zone” yet and the camera is doing nothing. But here’s where another key Center Stage feature comes in: Center Stage can “see” subjects before they’re displayed onscreen and immediately zoom and pan the image to focus on them. […]

I thought about why I find this aspect of Center Stage so fascinating. Here’s what I came up with: traditionally, cameras show us exactly what they see – their viewfinder is a close match of what our eyes can see in front us. There’s no hidden truth. The lines have gotten blurry in recent years thanks to AI and features like Night Mode and Smart HDR, but Center Stage takes this to a different level: now, the computer is acting on data the camera is seeing but which is intentionally hidden from us since the image onscreen is cropped to a different aspect ratio. The iPad’s camera is aware of its surroundings beyond what is displayed onscreen.

Federico Viticci | MacStories.net

Face ID (inklusive Aufmerksamkeitsprüfung), Fotoaufnahmen außerhalb des Kamerarahmens  oder die „FaceTime Attention Correction” sind drei Beispiele, die mir spontan einfallen. Die letzten beiden Funktionen strich Apple wieder, weil sie als unverständlich respektive gruselig empfunden wurden.

(Korrektur: Das Feature „Augenkontakt“ kam mit iOS 14 zurück, zeigt sich aber so subtil, dass man vermuten könnte, es würde nicht funktionieren. Danke, @koios_ + @SpatenGlobus9)

Mit negativen Überraschungen für den Folgemodus der Ultraweitwinkel-Kamera im neuen iPad Pro rechne ich nicht. Wahrscheinlich ist eher das Gegenteil der Fall: In Erwartung einer Videokonferenz empfindet man die automatische Anpassung für den Bildausschnitt als zuvorkommend.

Trotzdem: Unsere Kameras verstehen schon sehr viel länger mehr, als sie uns tatsächlich zeigen. „Center Stage” ist ein weiteres Beispiel.

„Assembled in China“

Censorship, Surveillance and Profits: A Hard Bargain for Apple in China“ — der New-York-Times-Artikel von Jack Nicas, Raymond Zhong und Daisuke Wakabayashi — kratzt mehrere Wundstellen auf. Im Fokus sollten allerdings die iCloud-Daten von chinesischen Nutzer:innen stehen.

Apple’s China team warned Mr. Cook that China could shut down iCloud in the country if it did not comply with the new cybersecurity law. So Mr. Cook agreed to move the personal data of his Chinese customers to the servers of a Chinese state-owned company. That led to a project known inside Apple as “Golden Gate.”

Apple encrypts customers’ private data in its iCloud service. But for most of that information, Apple also has the digital keys to unlock that encryption.

The location of the keys to the data of Chinese customers was a sticking point in talks between Apple and Chinese officials, two people close to the deliberations said. Apple wanted to keep them in the United States; the Chinese officials wanted them in China. […]

But eight months later, the encryption keys were headed to China. That surprised at least two Apple executives who worked on the initial negotiations and who said the move could jeopardize customers’ data. It is unclear what led to the change.

Und weiter …

The documents show that GCBD employees would have physical control over the servers, while Apple employees would largely monitor the operation from outside the country. The security experts said that arrangement alone represented a threat that no engineer could solve.

“Chinese intelligence has physical control over your hardware — that’s basically a threat level you can’t let it get to,” said Matthew D. Green, a cryptography professor at Johns Hopkins University.

Apple widerspricht1.

Aber auch der Artikel räumt ein, dass die chinesischen Behörden diese Daten selten heranziehen, weil ihnen bereits zig andere Arten der Überwachung zur Verfügung stehen.

Aber das ist natürlich „besides the point“ und steht allem voran im starken Kontrast zu Tim Cooks Leitspruch: „Security is the foundation to privacy“.

Aber ist es fair, einer profitorientierten Firma die Rolle eines Sittenwächters aufzudrücken?

Ich finde, ja.

Im Unterschied zu anderen Firmen – die alle der chinesischen Gesetzgebung folgen müssen – schlüpfte Apple selbst in diese aktivistische Rolle. Sie haben eigenständig die Messlatte höher gelegt. Und während sie sich in anderen Ländern für ihre „harte Linie“ (zurecht) auf die Schulter klopfen lassen, muss man in China einige gravierende Kompromisse eingehen.

Der Artikel arbeitet das Kräfteverhältnis jedoch nicht deutlich heraus. Wir beobachten keine einseitige Repression, sondern zweifellos ein Armdrücken.

In der Vergangenheit nahm die chinesische Führung Apples elektronische Stores offline. Mittlerweile sind Gesetze einführt, die RSS-Reader, VPNs und Spiele verbannen sowie ein Mitspracherecht von App-Store-Veröffentlichungen diktieren. iCloud-Daten empfinde ich in diesem Kontext als die nächste Treppenstufe der Eskalation.

Und trotzdem bleibt es ein Kräftemessen: Apples Produkte sind in China extrem populär; Apple selbst ist ein großer Arbeitgeber und dient China als Musterbeispiel für die Zusammenarbeit mit westlichen Unternehmen. Was mit Firmen passiert, die keinen entsprechenden Einfluss ausüben, war erst Anfang dieses Jahres zu beobachten, als China das schwedische Kleidungsunternehmen H&M aus dem Land fegte. Es warf für China die kritische Frage auf: Warum sollten sich kleinere Firmen überhaupt in diesen Markt wagen?

Mir scheint, dass keiner der beiden Handelspartner bereit für eine Trennung ist. Es fühlt sich aber so an, als ob China mittlerweile sehr strategisch ihre „Choke points“ setzt. Apple versucht durch die Auslagerung ihrer Produktion in Länder wie Vietnam und Indien seine Verhandlungsposition zu stärken.


  1. „An Apple spokesman said that the company still controlled the keys that protect the data of its Chinese customers and that Apple used its most advanced encryption technology in China — more advanced than what it used in other countries.“

    PDF 

Apple Music mit 3D-Audio und dem gesamten Katalog in Lossless zum unveränderten Preis

Apple Music setzt sich von den anderen Streamingdiensten ab – nicht nur über Funktionen, sondern auch seinem Preis.

Kurz zusammengefasst:

  • 3D-Audio über Dolby Atmos gibt es auf allen AirPods mit H1- respektive W1-Chip (AirPods + AirPods 2. Gen + AirPods Pro + AirPods Max) sowie auf den eingebauten Lautsprechern in den neuesten iPhones, iPads und Macs.
  • „Tausende Songs in 3D-Audio” sollen laut Apple zum Start vorliegen – Abo-exklusiv.
  • Apple Music Abonnent:innen bekommen zudem den gesamten Musikkatalog in Lossless Audio (ALAC / bis zu 24 Bit bei 192 kHz für die Verwendung mit externen Geräten so wie einem USB-DAC).

Alle neuen Funktionen sind für Apple Music Abonnent:innen ab nächsten Monat ohne zusätzliche Kosten verfügbar.

3D-Audio („Spatial Audio”) ist zwar nur ein wachsender Katalog von Musik, (für mich) aber weitaus bedeutender als Lossless Audio.