Pager: Alerts for Reddit

Pager trommelt den (Push‑)Alarm für individuelle Suchbegriffe in euren Subreddits.

You can create monitors to match post titles or post flairs, match usernames or submitted domains, query the number of upvotes or comments, as well as the position on the subreddit.

Define the frequency of the alerts, set a custom Reddit application to allow you to open new links in your favorite 3rd party app.

Joshua Turner

Zehn Überwachungen sind in der kostenlosen Anwendung erlaubt. Eine kostenpflichtige Version, die dieses Limit aufhebt, gibt es (bislang) nicht.

Die unkomplizierte Einrichtung der Suchbegriffe ist das beste Argument für Pager (und gegen Web‑Monitoring‑Dienste oder IFTTT ‑Rezepte). Obendrein lassen sich die eingerichteten Suchen teilen und ein empfangener Push öffnet direkt in eurer Lieblings-Reddit-App1 — beispielsweise Apollo.


  1. Randnotiz: Wenn euch das „Ask to Open In App“-Pop-up im mobilen Safari-Browser nervt, schaltet es aus

Den Download von (YouTube-)Videos auf macOS via Shortcuts anstoßen

YouTube-dl (via Shortcuts) kennt ihr. Dieser iOS-Kurzbefehl startet den Download von beliebigen Web-Videos auf einem Mac.

Voraussetzung ist Downie – der mit Abstand beste YouTube-Downloader für macOS. Er nimmt den Befehl und die (YouTube‑)URL („Shortcut Input“) über „Run Script Over SSH“ vom iPhone oder iPad aus entgegen.

Das funktioniert im lokalen Netzwerk oder via Tailscale von überall aus – solange der Mac läuft. Downie muss nicht einmal geöffnet sein, sondern startet von selbst.

Für die SSH-Verbindung aktiviert ihr „Remote Login“ auf macOS. In euren Kurzbefehl tragt ihr den Namen vom Mac (XY.local) sowie euren Benutzernamen und das Passwort ein.

Den Kurzbefehl testet ihr beispielsweise über das Teilen-Menü aus der YouTube-App – mit hoffentlich diesem Ergebnis.

Downie kann man in seinen Einstellungen zum „Force MP4 Format“ und einen „Run in Automated Mode“ zwingen. Damit lädt man direkt iOS-kompatible Dateien und unterbindet Nachfragen, die das automatische Herunterladen eventuell stoppen.

(via Club MacStories #267)

Warum „Streaming Wars“?

Sony Pictures lizenziert für die nächsten fünf Jahre an Netflix. WarnerMedia wirft (fast) alles hinter HBO Max und Apple TV+ ist für Tim Cook „kein Hobby“.

For the same reason that we’re in products, we’re about making the best, not the most. And so in the TV Plus area, we’re about originals only on Apple. […]

It is not a hobby. It is not a dip your toe in. Because it’s an original focus, we don’t instantly have a catalog with 500 things in it. We’re going to build over time. We’ve gotten over 300 nominations now for awards and have won 80.

Tim Cook

Jason Kilar (WarnerMedia) zeigt sich im Interview mit Peter Kafka vergleichbar der Kunstform verpflichtet.

Peter Kafka: ”The thing you see on Twitter all the time, someone saying it’s so complicated to figure out where all this stuff is these days. And you have to subscribe to all these services. I wish this was all one big service that I could subscribe to.”

Jason Kilar: I’ll absolutely validate that. It would be fun as a consumer to have one service and only one service where everything in the world existed. […]

However, I would argue that the path towards having a much more diverse storytelling landscape — where people’s voices can be invested in — and a plethora of different stories can actually get produced. And that there’s a business model that makes sense, so that you can confidently invest billions and billions of dollars in those storytellers.

That doesn’t happen if you have one service, that is doing it.

Machen wir uns aber nichts vor: Eine bunte Vielfalt von „Geschichtenerzähler:innen“ bekommt man durch Autonomie. Und für Autonomie schreiben nur Amazon, Apple, Disney, Netflix und YouTube einen Blankoscheck.

Mit Ausnahme von Disney und Netflix ist das Geschäft mit Videostreaming für die Silicon-Valley-Giganten obendrein ein Nebenjob. Und das ist eine echte Gefahr für die Qualität der Produktionen (wie man bei Videospielen sieht), aber mit absoluter Sicherheit eine grundlegende Veränderung wie TV-Shows und Filme in den nächsten Jahrzehnten entstehen.

Für Kinos mit Filmvorführungen und Hollywood läuft der Abspann, aber das Verlangen nach Unterhaltung wächst. Die Technikkonzerne kämpfen mit ihren „Originals“ deshalb um die Geräte, Services und Plattformen, auf denen die nächste Generation zuschaut.

Ob man mit Film und Fernsehen auch Geld verdient, ist für sie eine zweitrangige Frage. Hauptsache man zahlt sein Prime-Abo, surft für den (Live‑)Stream auf YouTube, bucht auch nächsten Sommer den Disneyland-Urlaub oder kauft dafür das nächste iPad.

Das ist nicht zwangsläufig schlecht, es ist jedoch anders. Die Zeit, in der einflussreiche Filmproduzenten ganze Projekte (oder Schauspielerinnen) stoppten, ist vorbei. Wenn Apple deine Show nicht kauft, läuft sie vielleicht bei Netflix? Und dann schaut man diese Filme nicht nur in einzelnen Lichtspielhäusern, sondern am ersten Tag weltweit – in 4K, mit 3D-Sound und demnächst vielleicht über ein Headset.

Auf unsere Nostalgie für Kinos werden wir in ein paar Jahren amüsiert zurückschauen. Während einer Pandemie die Kinoveröffentlichung von „Black Widow“ zu diskutieren und den neuen James-Bond-Film immer wieder zu verzögern, ist schon ein bisschen lustig.

Kinos bleiben im besten Fall ein Ort um sich mit Freunden und Freundinnnen zu treffen. Vielleicht schaut man dann auch einen Blockbuster.

Kinos sind jedoch nicht mehr der Ort um neue Filme zu entdecken. Auf diesem Plätzchen sitzen die Streamingdienste der großen Technikkonzerne. Sie haben nicht nur für die Produktionen bezahlt, sondern sie haben explizit dafür bezahlt um sie auf ihrer eigenen Plattform oder ihrer eigenen Hardware auszuspielen.

Für Apple Music und die lokale Musikbibliothek: Albums 4

Albums 4.0 is out today, but rather than wax poetic about its great new features, like Apple Music integration or the Release Feed, I’m going to talk about… myself. You can only weather so many pandemic-induced existential crises before you reluctantly learn something about yourself. I came to a hard-won conclusion this year: instead of cynically dismissing the earnest and joyful parts of myself, the only sustainable path forward is to embrace them. I come to you today in renewed kinship with my 14-year-old self, tirelessly dragging full albums into a specific sort order in Winamp then accidentally overwriting the save file and having to build it all back up again, checking Soulseek and WinMX every day to see if the new Rancid album leaked.

Adam Linder

Wholesome. Und obendrein ist es ein kreativer Blogpost um als Entwickler ein großes App-Update anzukündigen.

Version 4 von Albums fühlt sich toll an. Eine einzige Bildschirmberührung in der Plattencover-Übersicht startet den ersten Song eines Albums. Eine Zeitleiste visualisiert wie sich die Musiktitel der CD über ihre Gesamtlaufzeit verteilen.

Die „Playcounts“ aller Musiktitel – egal ob aus Apple Music oder eurer lokalen Bibliothek – synchronisiert es zurück.

Ohnehin verlinkt Albums an mehreren Stellen zu Apples Musik-App. Das ist ideal für Features, die die App-Store-Software nicht bedient – beispielsweise eine Vergabe von „Herzchen“-Bewertungen.

Auch die von Apple Musik zusammengestellten Wiedergabelisten zeigt euch Albums nicht. Warum auch? Albums widmet sich kompletten Alben – abgeschlossenen Werken. Mit (vermeintlich cleveren) Algorithmen will man hier nichts zu tun haben.

Trotzdem gibt es diverse Anpassungsmöglichkeiten. Möchtet ihr euch beispielsweise nur an vollständigen Alben abarbeiten, oder auch in alle Alben reinhören, aus denen ihr nur einzelne Songs in eure Bibliothek aufgenommen habt? Allein diese Option hat mir interessante Einblicke in meinen Musikkatalog gegeben.

Eure Musik lässt sich nach Jahrgängen aufschlüsseln – auch das war für mich ein neuer Blick auf meinen digitalen Musikbestand. Laut der integrierten Statistik führe ich 959 Alben in meinem Account.

Albums versteckt unzählige Filter- und Sortieroptionen. Beispiel gefällig? In den „Insights“ teilt man mit der App sein Geburtsdatum. Daraufhin kategorisiert euch die Anwendung eure Musikbibliothek nach „Alben, die während meiner Abizeit erschienen“ oder „CDs, die in meinen 20ern“ veröffentlicht wurden. „A trip down memory lane“ – das Feature hat mich kurz in Erinnerungen schwelgen lassen.

Der „Release Feed“ ist nett aufbereitet; Music Harbor bleibt jedoch umfangreicher, auch wenn der Veröffentlichungskalender dann außerhalb vom Musikplayer existiert.

Die „Listening History“ und ihre Unterteilung nach Tagen bekommt von mir einen Daumen nach oben. Ich hoffe, Apple schaut sich das ab! Leider gleichen sich diese Listen nicht vollumfänglich ab, wenn ihr Albums abwechselnd auf mehreren Geräten benutzt. Ich drücke deshalb beide Daumen für einen iCloud-Sync.

Albums lässt sich mit einem Abo ohne Verpflichtung ausprobieren; aber auch ein Einmalkauf schaltet den kompletten Funktionsumfang frei. Beim Einzelkauf veranschlagt Albums in etwa den Preis von einem dreimonatigen Musikstreaming-Abo.

Ohne algorithmisch erzeugte Wiedergabelisten wird Albums vielen Hörgewohnheiten heutzutage nicht mehr zusagen. Wer hört schon ein Album in fester Reihenfolge; in einer Chronologie, so wie sie vom Musiker oder der Musikerin zusammengestellt wurde …

„Wo ist?“ – Apples Ortungsnetzwerk öffnet sich Drittanbietern

Apple hat heute die aktualisierte „Wo ist?“ App vorgestellt, die es Produkten von Drittanbietern ermöglicht, die sicheren und mit höchstem Datenschutz ausgestatteten Suchfunktionen des „Wo ist?“ Netzwerks von Apple zu nutzen, das hunderte Millionen Apple Geräte umfasst. Das Zubehörprogramm für das „Wo ist?“ Netzwerk öffnet das große und globale „Wo ist?“ Netzwerk für andere Gerätehersteller. Diese können Produkte entwickeln, die den Service unterstützen, sodass ihre Kunden:innen die „Wo ist?“ App nutzen können, um die für sie wichtigen Gegenstände zu lokalisieren und im Auge zu behalten. Ab nächster Woche werden neue Produkte von Belkin, Chipolo und VanMoof erhältlich sein, die mit der „Wo ist?“ App funktionieren.

Apple.com/de/Newsroom

Das entscheidende Wort lautet: „Zubehörprogramm”.

Apple wirft sich mit dem Gewicht von allen seinen Computern hinter dieses Software-Feature, für das Drittanbieter nun auch Hardware anbieten können. Als ein solcher Anbieter reduziert man sich aufs physische Produkt, bekommt im Gegenzug aber eine First-Party-Betreuung in puncto Software.

Ob es den Preis für das MFi Program allerdings wert ist, kann man bei drei Startpartnern noch nicht sagen. Ich bin jedenfalls wenig überrascht, dass Tile mit seinen Schlüsselanhängern initial nicht an Bord ist, und es sicherlich bevorzugt sein eigenes „Fundbüro-Netzwerk” weiter auszubauen.

Apples Zubehörprogramm senkt die Zugangsbeschränkungen für kleinere (NoName-)Hersteller, die keine eigene (Tracking-)Software entwicklen (wollen).

Zugegeben, auf iOS hat ohnehin Apple einen Finger drauf: App-Store-Apps werfen Tracking-Pop-ups, sind nicht vorinstalliert, müssen ihre Hintergrundaktivitäten im Griff behalten und haben keinen Zugang zum U1-Chip.

Die präzise Standortbestimmung durch den Ultrabreitband-Chip zeigt sich erst in einigen Jahren, wenn selbst (ältere) iPhones in diesem Netzwerk noch mitspielen.

Apple beteiligt sich am Zusammenschluss für die zentrale Ortungsmöglichkeit bereits mit ihren Computern und Kopfhörern. Sie müssten sicherlich nicht auch eigene „AirTags“ vorstellen; das Netzwerk und die Bindung an iOS ist der weitaus wichtigere Aspekt.

Da ein solches Zubehör jedoch eine ganz fantastische Marge haben dürfte, erwarte ich eine zeitnahe Vorstellung.

#249 – Tipps für die Arbeit mit PDFs auf iOS und iPadOS

Über das lange Osterwochenende straffte ich einige meiner PDF-Workflows. Genius Scan bleibt mein Dokumentenscanner; die Apps und Kurzbefehle zur anschließenden Bearbeitung der Dateien habe ich dagegen überdacht.

Hier das Intro zur sechsminütigen Episode:


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Apple ProRAW + (Adobe) Super Resolution

Last evening, I took a handful of photos with the iPhone’s normal and short-tele lenses in ProRaw format. I applied the Adobe SuperResolution in CameraRaw, made some adjustments, and opened the files in Photoshop. I edited them using my normal editing workflow — one I reserve for my Leica SL photos.

I was editing them on the Apple’s M1 MacBook attached to the XDR Display, which is about 32 inches and has 6K resolution. And the results were nothing short of astonishing. Sure, the files lack the dimensionality of a Leica. But for a camera phone, they are stunning. I printed the files on paper sized 11 x 17 inches on my Epson P800 printer. The print quality from the file, which is about 7000 x 6000 after my preferred 7 x 6 crop, is highly satisfactory.

Om Malik

Ich habe sein Experiment mit Adobe Photoshop (macOS) wiederholt und es mit „ML Super Resolution” von Pixelmator Photo (iPadOS) verglichen. Das iPad Air war beim intelligenten Pixel-Upgrade genauso schnell wie mein Mac Pro (2013) und erzeugte ein ebenso beeindruckendes Resultat.

Welcher Algorithmus sich als „Digitaler Zoom” besser anstellt, kann man nur ausprobieren. Ich schaue weder in den Prozess, noch weiß ich worauf man beim Ergebnis achtet. Sowohl Adobe wie auch Pixelmator verbesserten jedoch nachvollziehbar das gesamte Foto. In einer direkten Gegenüberstellung sehen für mich beide Resultate vergleichbar aus.

In meinem persönlichen Arbeitsablauf gewinnt der Komfort einer Bildbearbeitung direkt am iPad. Es ist für mich ein K.O.-Kriterium. Hoffentlich baut Adobe die „Super Resolution” auch in seine iPadOS-Apps.

„ML Super Resolution” von Pixelmator Photo ist kein Bearbeitungsschritt, den ich auf jedes ProRaw-Foto werfe. Das Feature kommt jedoch gelegen, wenn man (stark) ins Bild zoomt oder mit niedrig aufgelösten Fotos arbeitet.

Der oben gezeigte Ausschnitt stammt aus diesem Foto:

„Tim Apple“

Kara Swisher: All right, so 10 years. Are you going to be at Apple 10 more years?

Tim Cook: 10 more years, I probably not. But I can tell you that I feel great right now. And the date’s not in sight. But 10 more years is a long time and probably not 10 more years.

The New York Times

Tim Cook entwuchs der klassischen Chefposition bereits seit einigen Jahren. Ähnlich dem halbstündigen Interview mit Kara Swisher scheint er seine Aufmerksamkeit und Zeit zwischen „Big Picture”-Produkt- und Personalentscheidungen sowie „policies” („not politics”) aufzuteilen.

Und obwohl es peinliche Ausreißer gab: Tim Cook fand in den letzten Jahren zu einer selbstsicheren Position. Er nimmt inzwischen eine Rolle ein, die Apple mit seiner Reichweite und seinem Einfluss dringend benötigt.