„Amazon Alexa transcripts live on, even after you delete voice records”

Amazon lets you delete those voice recordings, giving you a false sense of privacy. But the company still has that data, just not as a sound bite. It keeps the text logs of the transcribed audio on its cloud servers, with no option for you to delete them.

Amazon said it erases the text transcripts from Alexa’s „main system,“ but is working on removing them from other areas where the data can travel.

„When a customer deletes a voice recording, we also delete the corresponding text transcript associated with their account from our main Alexa systems and many subsystems, and have work underway to delete it from remaining subsystems,“ an Amazon spokesperson said in an email.

CNET

Sprich: Man kann seine transkribierten Sprachaufnahmen nicht löschen lassen – oder konnte es jemals.

„I Want to Believe“

Absichtserklärungen für „mehr Privatsphäre” haben wir in den vergangenen Wochen sowohl von Facebook als auch Google gehört. Aber erst die tatsächliche Umsetzung wird zeigen, wie ernst es die Firmen damit meinen.

Für Facebook habe ich diesbezüglich jegliche Hoffnung aufgegeben; bei Google lohnt es sich jedoch weiter den Finger in die Wunde zu legen – so wie Lauren Goode dies für Wired tat:

But as Google increases the number of privacy features—part of an attempt to scrub its reputation clean of data-tracking dirt—the setup of the settings, toggles, and dashboards within its apps seems to put more responsibility on the individual user rather than the platform. As Pichai himself said, Google aims to give people “choices.” So it’s your choice if you want to take the time to adjust, monitor, take out, or toggle something off. Just like it’s Google’s choice to not change its fundamental approach to gathering data to help better target advertising and thus make heaps of money.

Google’s new privacy features put the responsibility on users

Google zeigte sich auf seiner Entwickler-Keynote nicht schüchtern und demonstrierte wie viele Daten das Unternehmen bereits über uns zusammenführt. Man könnte sogar behaupten, sie haben damit ein wenig angegeben.

The implicit message was clear: “Yes, we have all of your data, but the fact we have all of your data is a good thing, because it allows us to make your life easier.”

Ben Thompson

Trotz wiederholten Versprechungen glaubte nach der zweistündigen Präsentation jedoch niemand, dass Google seine Datensammelwut aufgeben würde. Google stellt uns jedoch auf die Probe, wie viel Unbequemlichkeit wir selbst gewillt sind in Kauf zu nehmen, wenn wir uns entscheiden sollten unsere Datenweitergabe regelmäßig einzuschränken. Und mein Gefühl sagt mir, dass die Datenströme keinesfalls abrupt abreißen.

Warum auch? Maps, YouTube, Search und Gmail sind fantastische Produkte. Und jeder der erwägt seine persönlichen Daten zukünftig zurückzuhalten, wird auch darüber nachgedacht haben das viele dieser Dienstleistungen dann unpersönlicher und schlicht schlechter werden. Und wer bislang komplett die Privatsphäre-Einstellungen von seinem Google Account umschifft hat, wird durch eine Umsortierung nun auch nicht dort reinschauen.

Klar ist: Niemand ändert die Standardeinstellungen. Hätte Google tatsächlich ein Interesse daran, dass diese Schalter umgelegt werden, würden sie diese Einstellungen selbst vornehmen.

Trotzdem: „I want to believe” das hinter Googles Initiative mehr steckt als Druck von außen. Der Gastartikel von Sundar Pichai in der New Work Times ist zumindest ein Statement – obwohl der Beitrag die entscheidende Frage ausklammert: Wie verdient Google sein Geld wenn „privacy” tatsächlich „personal” ist?

#153 – Tipps im Umgang mit Screenshots

Bevor es Smartphones gab, waren Screenshots etwas für GrafikerInnen, RedakteurInnen und (Web-)EntwicklerInnen. Heute macht dagegen wirklich jeder Bildschirmfotos – um sich Dinge zu merken, sich an etwas zu erinnern oder eine Information schnell weiterzugeben.

Ich habe in dieser Woche einige Tipps, Apps und Shortcuts zusammengetragen, die unseren täglichen Umgang mit Screenshots vereinfachen.


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

Zukünftig für iOS: Dead Cells + The Gardens Between

Video

Dead Cells is an award-winning roguelike metroidvania action platformer. Explore a sprawling, ever-changing castle… That is, assuming you’re able to fight your way past its keepers. To beat the game, you’ll have to master frantic 2D combat, with the ever-present threat of permadeath looming.

Playdigious

Die Anzahl an Stunden, die mich Dead Cells auf der Nintendo Switch bereits gekostet hat, möchte ich lieber nicht verraten.

Obendrein hat sich auch das bezaubernde ‚The Gardens Between‘ für iPhone und iPad angekündigt. Eine Vorbestellung ist im App Store bereits möglich (universal; 5,49 €).

Wenn es diese Qualität an Spielen auch ins Programm von Apple Arcade schafft, dann plane ich das Gaming-Abo finanziell ein.

„Intel’s Mobile Problem”

Qualcomm strich für die Einigung im Patentstreit mit Apple als Einmalzahlung rund 4,7 Milliarden US-Dollar ein. Dieser Betrag entspricht ungefähr der Hälfte aller ausstehenden Lizenzzahlungen, die Apple seit April 2017 nicht mehr an Qualcomm gezahlt hatte.

Details zu den neu ausgehandelten Lizenzgebühren, die Apple pro Gerät zukünftig an Qualcomm zahlt, sind dagegen nicht bekannt.

Bemerkenswert bleibt jedoch Intels sang- und klangloser Ausstieg aus einem weiteren Technologiesektor:

Years later, Intel is just one more example of a company unable to confront the difficulties of change. It has allowed ARM to run away with the mobile billions. It has been unable to keep up with Qualcomm. And most importantly, it is still relying on personal computers and data centers to keep the home fires burning. It is not a matter of if but when others, such as Qualcomm and AMD, will catch up with them in the data center business — especially as we start to see a new kind of stratification emerge in the cloud.

Let this be a lesson for Apple and others: if you are in a trillion-dollar race to stay on top of the smartphone and hardware business, focus on being vertically integrated. Apple has typically done such a good job of obsessing over these details. Why risk it all on a known slacker like Intel?

Om Malik

Seitdem sich Qualcomm und Apple juristisch behakeln, hatte ich nie das Gefühl, dass Apple in Intel einen langjährigen Partner als Lieferant für ihre Modem-Chips sah. Intel erschien mir eher als Rebound-Romanze, die Apple dabei half eine Quasi-Monopolsituation aufzulockern, bis man mit eigenen Mobilfunkchips konkurrieren kann.

Weil, erinnern wir uns an Steve Jobs Leitspruch: „I’ve always wanted to own and control the primary technology in everything we do.”

Apple verheiratet Design und User Experience sowie Software und Hardware. Features wie Face ID sind weiterhin konkurrenzlos, weil Apple sie mit einem eigenen A-Chip, einer eigenen Secure Enclave und einer eigenen Neural Engine – in einem selbst entworfenen Gehäuse und mit ihrem eigenen Betriebssystem – zusammenführt.

Eine derart komplette Verzahnung erreicht Apple nicht bei den verbauten Modem-Chips und auch nicht für die eingekauften Bildschirme – zwei zweifellos zentrale Technologien für diverse Apple-Produkte. Und obwohl Cupertino diese Komponenten keinesfalls von der Stange kauft (Stichwort: Liquid Retina, OLED-Screens, etc.), kontrollieren sie deren Weiterentwicklung nur eingeschränkt. Deshalb arbeiten sie daran solche Abhängigkeiten aufzulösen – für Bildschirme, Modems und diverse andere Chips.

„Apple to Reveal New Home-Grown Apps, Software Features at WWDC”

Spoilerwarnung: Mark Gurman veröffentlicht (s-)einen (umfangreichen) Katalog an uns bevorstehenden Neuerungen für iOS 13 (Codename „Yukon”), macOS 10.15 sowie watchOS 6.

Aus allen dort genannten Features ließe sich schon jetzt problemlos eine ‚Top 10‘-Liste erstellen, die Apple auf der WWDC-Keynote dann als Highlights abarbeiten könnte.

Unterrepräsentiert erscheint mir in der aktuellen Medienberichterstattung über den Bloomberg-Artikel jedoch der explizit genannte Fokus auf „Leistungsverbesserungen und Stabilität“. Außerdem lesen sich viele der so bezeichneten „Software Features” als (logische) Weiterentwicklungen von bereits existierenden Apps.

So schreibt Gurman über iOS 13 gleich im ersten Aufzählungspunkt:

The software, for the second year in a row, will speed up the devices and reduce bugs. There will be user interface tweaks, including a new animation when launching multitasking and closing apps. The widgets that appear to the left of the home screen will also have a cleaner look.

Bloomberg

Anders als Gurman empfinde ich die Weiterentwicklung der iOS-Standard-Apps jedoch nicht als einen „delikaten Balanceakt” gegenüber Drittentwicklern, sondern als die Grundlage für ein konkurrenzfähiges Betriebssystem.

#152 – Reeder 4

Wer hier bereits länger mitliest, weiß um meine Liebe zu RSS-Feeds. Auch deshalb macht es mir wahnsinnig viel Freude selbst einen Full-Text-Feed für den iPhoneBlog anzubieten – eine der besten Möglichkeiten hier mitzulesen.

Meinen persönlichen Katalog an Feeds konsumierte ich in den letzten Jahren am häufigsten über Fiery Feeds (universal; Laden) sowie Reeder. Version 4 von Reeder schlägt für sich selbst nun ein neues Kapitel auf, das auf eine gemeinsame Codebasis zwischen iOS (universal; 5,49 Euro) und macOS (10,99 Euro) setzt.

„Ein Trend? Davon gehe ich in diesem Jahr stark aus!“


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

Intels 5G-Ausstieg erfolgte nach Apples Einigung mit Qualcomm

Intel’s statement on the 5G modem decision left unclear the precise reason. But in the interview Thursday, Mr. Swan said it was a direct result of the settlement between its customer and its rival.

“In light of the announcement of Apple and Qualcomm, we assessed the prospects for us to make money while delivering this technology for smartphones and concluded at the time that we just didn’t see a path,” Mr. Swan said.

The Wall Street Journal

Intel dürfte die Scheidung von Apple trotzdem nicht überrascht haben: Bereits ihre LTE-Chips enttäuschten im direkten Vergleich. Die Modem-Chips von Qualcomm waren grundsätzlich besser. Und spätestens wenn Apple seine eigenen Modem-Chips fertigen lässt, wäre Intel dieser Geschäftszweig weggebrochen.

Ob das geistige Eigentum und die Angestellten aus Intels eingestampften ‚5G Smartphone Geschäft‘ im eigenen Haus bleiben, ist aktuell noch nicht entschieden. Die Frage ist interessant, weil Apple sich händeringend um Fachkräfte für ihre eigenen Modem-Chips bemüht – beispielsweise auch aus den Reihen von Qualcomm.