Die erste Abfuhr vom App-Store-Prüfprozess für das großartige ‚The Binding of Isaac‘ im Februar fiel unzweideutig in die Kategorie ‚Bullsh*t. Inzwischen trat der Lerneffekt ein. Die MFi-Controller dürfen vorgewärmt werden.
TL;DR It’s coming to iOS VERY SOON!!!The game has been approved by Apple and we’re working on getting all the features we want into the game. Obligatory bulletpoint list: – It’s a universal binary so you buy it once for iPhone, you can download for free on iPad (and eventually Apple TV–eventually, we don’t have timing on the Apple TV version)- iCloud save support for uploading/downloading save data between those devices- Bluetooth controller support
In einer einkaufsfreudigen Minute shoppte ich mir im Sommer eine DJI Osmo. Ein Fehler: Der Osmo Mobile ist (für mich) der mit Abstand passendere Gimbal (und im direkten Vergleich wesentlich praktischer als der Feiyu Tech G4 Pro).
Der Osmo Mobile dient in erster Linie der Videostabilisierung für Smartphones, die man dort einklemmt. Das Highlight: Durch einen Balance-Regler passt nicht nur ein bestimmtes Smartphone-Modell in das Zubehör, sondern gleich eine große Auswahl. Solange das Telefon die Breite von 58.6 – 84.8mm einhält, und die maximale Gehäusedicke von 8.4mm nicht überschreitet, passt das. Alle aktuellen iPhones, zurück bis zum iPhone 5s, funktionieren1.
Neben dem reinen Ausgleich von holprigen Handbewegungen, der ein wackelfreies Videobild sicherstellt, beispielsweise wenn man seinen Kids durch den Garten hinterherrennt, bietet der intelligente Selfie-Stick eine ganze Reihe an Zusatzfunktionen – von Motion Timelapse bis ActiveTrack.
Alle Zusatzfunktionen startet ihr über die DJI-App (universal; Laden). Der Gimbal funktioniert jedoch auch in Apples Kamera-App oder in App-Store-Programmen wie FiLMiC Pro (universal; 9.99€).
DJIs Software hat ihre Qualität und Stabilität im Laufe der Zeit zunehmend gesteigert, tritt euch manchmal aber mit den (nicht ausdrücklich abschaltbaren) Einblendung von Eigenwerbung auf die Nerven. „Hey, ich bin auch echt gespannt auf eure Drohne. Trotzdem brauche ich kein Werbe-Pop-up beim App-Start, der meine Aufnahme verzögert.“
Einmal eingerichtet, ist der Verbindungsaufbau über Bluetooth rasant. Kennt euer Telefon den Gimbal, verbindet er sich beim Starten der App automatisch und tatsächlich augenblicklich. Ein Umweg über die iOS-Systemeinstellung ist nie notwendig. Stellt man die Stoppuhr, dauert es maximal 20 Sekunden bis ich das iPhone eingeschraubt habe, die App gestartet ist und eine Aufnahme läuft – ein wirklich flotter Kaltstart.
Die Verarbeitungsqualität der Hardware ist hervorragend. Der Justierbügel, der Joystick, die Smartphone-Halterung und der Fixierknopf fühlen sich unverwüstlich an. Auch der Handgriff (über-)erfüllt meine gehobenen Ansprüche an ein 340-Euro-Zubehör. Leider erinnert mich der Schaft sehr an eine Handfeuerwaffe. Im tiefen Schwarzton wirkt er fast einschüchternd. Ich wünschte, der Griff wäre ein bisschen bunter und könnte seine Seriosität abschütteln. Kreative Ideen zur DIY-Bemalung oder Beklebung werft ihr mir bitte gerne zu.
Die Akkus sind austauschbar und es empfiehlt sich ein paar mehr davon dabeizuhaben. Die durchschnittliche Laufzeit von 4h ist zwar ausreichend, die Ladezeit beträgt jedoch vergleichbare 3h. Damit man zum Aufladen nicht das außergewöhnliche ‚USB-auf-Klinke‘-Kabel verwenden muss, und der Osmo Mobile in dieser Zeit nutzlos rumliegt, empfehle ich ein externes Ladegerät.
Zubehör ist überhaupt ein gutes Stichwort: DJIs 60-Euro-Stativ – oder mindestens der 10-Euro-Plastik-Schuh – ist eine fantastische Idee. Eure Motion-Timelapse-Aufnahmen werden es euch danken.
Für wen? Für was?
Machen wir uns nichts vor: Ein Gimbal bedeutet Aufwand. Zuerst muss man die zusätzlichen 300 Gramm im Gepäck akzeptieren; dann muss man gewillt sein die besagten 20 Sekunden in den Aufbau zu investieren. Das mag nicht nach viel klingen, für eine simple „Oh, mein Kind macht gerade etwas lustiges“-Aufnahme ist es jedoch enorm viel Zeit.
Den Zwischenweg muss jeder für sich selbst finden, aber ich kann euch nach rund sechs Wochen mit dem Osmo Mobile nur begeistert berichten, wie viel besser stabilisierte Smartphone-Filmaufnahmen sind. Teilweise muss man fast aufpassen, dass die Kameraschwenks nicht deplatziert im privaten Familienvideo wirken. Der Videoschnipsel, der nämlich unbearbeitet am Ende einer Kamerafahrt mit dem Osmo Mobile aus dem iPhone fällt, wirkt beinahe zu professionell.
Nicht zu unterschätzen ist dabei die bessere Griffigkeit, die das iPhone automatisch bekommt, wenn man es einklemmt und an einem bequemen Handgriff durch die Gegend trägt.
Da sich der Osmo Mobile via Bluetooth verbindet, bleibt die WiFi-Leitung frei – unverzichtbar fürs Livestreaming. Direkt integriert ist YouTube. Da das Accessoire aber auch außerhalb der Anwendung funktioniert, lässt sich damit auch periskopen. Und wer stabile Videobilder für seine Snapchat-Stories sucht, dreht den Osmo einfach seitwärts und filmt hochkant.
Wer regelmäßig videobloggt, findet viele Gründe für einen Kauf. Ich würde die Investition dafür sogar als ‚no-brainer‘ deklarieren. Allerdings lässt sich kein Mikrofon anbringen, da der Lightning-Anschluss durch die seitliche Gummi-Polsterung blockiert wird. Entweder euch genügt die Audioqualität des iPhones oder ihr zeichnet den Ton über ein zusätzliches Ansteckmikrofon, beispielsweise an einem zweiten iPod touch, separat auf.
Interessant ist das Feature ‚ActiveTrack‘, bei dem ihr eine Person im Videoausschnitt markiert und im Anschluss dem Osmo Mobile die Kameraführung übergebt. Für eine typische Kochshow oder die Uni-Vorlesung bleibt der Küchenchef beziehungsweise der Professor und die Professorin perfekt im Bild.
Portrait, Flashlight und Underslung
Die rückseitige Trigger-Taste ist mit vier Funktionen belegt (‚Lock Mode‘, das Zentrieren der Kamera, der Wechsel zwischen vorder- und rückseitiger Kamera sowie ein Zoom); die Auswahl der Zusatzfunktionen in der DJI-App ist selbsterklärend und die Ausrichtung (Portrait, Flashlight und Underslung) lässt sich durch eine entsprechende Handbewegung erreichen. Der Osmo Mobile zeigt sich insgesamt extrem verständlich und trotzdem gehört eine Portion Übung dazu ihn einzusetzen.
Videodateien landen nicht automatisch in die Fotobibliothek, sondern werden zuerst in der DJI-App abgelegt. Der Export ist unnötig umständlich. Ich verzichte aufs Rausspeichern am iPhone und ziehe mir meine Videos über iMazing auf den Mac.
One Gimbal to rule them all
Yes. Das Paket stimmt. Das iPhone habt ihr ohnehin dabei und der Osmo Mobile bietet neben der reinen Stabilisierung von Videoaufnahmen eine Handvoll hübscher Zusatzfunktionen mit denen er seinen Platz im (Reise-)Gepäck (für mich) rechtfertigt.
Er ist robust, schnell aufgebaut und simple zu bedienen. Trotzdem hat die Länge meines Unterarms. Das ist sehr kompakt für einen Gimbal, aber definitiv ungewohnt für alle, die bislang ausschließlich mit dem blanken Telefon in der Hand gefilmt haben. Wer das Zubehör jedoch in seinen Workflow einarbeiten kann und will, wird mit traumhaft stabilisierten Bildern belohnt.
Bei Aufsteck-Objektiven spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle. Mit einigen Optiken hält der Osmo Mobile sein Gleichgewicht, größere Linsen funktionieren nicht. Spezielle Anforderungen muss man ausprobieren. ↩
F-Secure ist in dieser Woche abermals mein ‚Sponsor der Woche‘. Und das gibt mir die Möglichkeit genauer auf ihr Internet-Sicherheitspaket Safe einzugehen.
Ich verwende die Software-Suite einerseits für meine zwei (Bootcamp- )Windows-Installationen (Virenschutz, etc.) sowie auf meinem Nexus 7, das sich die Kids ab und an zum Spielen schnappen.
Dazu sei gesagt: Meine zwei Kids nehmen bereits genauso am digitalen Leben teil wie du und ich. Mir ist das sehr wichtig. Technologie ist in unser aller Alltag etabliert und ich fände es unnatürlich Kinder von dem was wir tun, auszuklammern. Bei der digitalen Erziehung trennen wir bei uns im Haus nicht zwischen „Bildschirmzeit“ und „Offline-Spielzeugen“, sondern unterscheiden nach der Qualität von Unterhaltung.
Ich meine: Keine Software kann die persönliche Beteiligung der Eltern ersetzen – sie kann aber dabei unterstützen. Dazu gehört ein grundlegender Altersfilter für Webseiten, ein Zähler um die Nutzungszeit im Auge zu behalten sowie die Möglichkeit App-Installationen vorher abzunicken.
F-Secure Safe bietet all das und ist dank großzügiger Testzeit innerhalb weniger Minuten zur Probe eingerichtet. Eine Kreditkarte oder andere Bankdaten sind dafür nicht notwendig.
Vielen Dank ans gesamte Team von F-Secure für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.
Plex-tastisch: Für eine bodenständige Offline-Medienverwaltung von Filmen, TV-Shows, Musik und Fotos führt kein Weg an der etablierten Media-Server-Software und seine schnieken Apps (universal; Laden) vorbei. Ab einer Handvoll digitaler Kinofilme und gerippten DVD-Serien auf der eigenen Festplatte will man dafür auf eine hübsche Benutzeroberfläche schauen und den nächsten Blockbuster-Abend nicht im drögen Dateibaum beginnen.
Und obwohl die Streaming-Angebote von Netflix, Amazon und HBO die lokalen Bibliotheken zunehmend schrumpfen, finden sich in meiner Plex-Mediathek noch genügend Videostreifen, die dort mit Cover, Trailer und Intro-Musik ansprechend aufbereitet sind.
Mit dem zusätzlichen (kostenpflichtigen) Plex Pass landen einzelne Episoden obendrein auf Dropbox und Co. oder ändern auf Wunsch automatisch das Videoformat – passend fürs jeweilige Abspielgerät.
Wie, wo und wann ich Plex nutze, ist in dieser Woche mein Thema.
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Jedes Jahr fällt es mir schwer, diesen Artikel hier, der ein paar fundierte Gedanken zum neuen iPhone festhält, nicht gleich wenige Tage nach dem Verkaufsstart zu schreiben. Jedes Jahr rumort der Drang nach einem längeren Blogpost in mir. Jedes Jahr halte ich das iPhone direkt am Release in den Händen, und jedes Mal muss ich mich beherrschen, weil ich weiß, dass ein Ersteindruck nie an die Erfahrung von ein paar Wochen heranreicht.
In diesem Jahr war mein Verlangen, nicht sofort an Tag eins mit einem Artikel dabeizusein, nicht ganz so groß. Mit Ausnahme der US-Presse und einer Handvoll deutscher Medienhäuser, die ein Vorabexemplar bekamen, war ich am 16. September – Freitagmorgen, zur Frühstückszeit – mit einem ‚Hands on‘-Video dabei. Ein ‚Hands on‘ mit Liebe zum Detail, wie ich auch rückblickend noch finde.
Doch der Wunsch, meine Gedanken auch zeitnah auf Papier zu bringen, bleibt. Obwohl mir vollkommen bewusst ist, dass ihr hier a) ohnehin wohlinformiert seid und b) das iPhone ein ganzjähriger Verkaufsschlager wird. Das bedeutet: Auch im anstehenden Winter und im nächsten Frühling geht das iPhone 7 (Plus) noch über die Verkaufstresen – millionenfach.
Wer dann, im Sommer 2017, über diesen Artikel hier stolpert, sei gegrüsst. Diese Eindrücke zum iPhone 7 und 7 Plus entstanden nach den ersten fünf (intensiven) Wochen mit beiden neuen Telefonen, die sich mittlerweile einen Platz in meinem Alltag gesucht haben.
Having said that…los geht’s.
Jedes Jahr erstaunt es mich erneut, wie vornehmlich zurückhaltend Apple mit den Ankündigungen seiner Telefone umgeht. Apple veröffentlicht keine Teaser, keine mysteriösen Plakate und keine geheimnisvollen Bilder, die markante Gehäuse-Umrisse zeigen.
Apple kündigt auch seine Events, auf denen das nächste (weltweit meistverkaufte) Smartphone vorgestellt wird, nicht mit viel Tamtam an, sondern zuerst nur über eine Handvoll Pressevertreter. Auch wenn das Datum bekannt ist: Es folgt keine Rundmail an die Medien, die offiziell über den Termin informiert. Obendrein verstecken sie kaum Hinweise von neuen Funktionen oder hinterlegen die digitale Flyer-Einladung mit aussagekräftigen Motiven1.
Die Chefetage spricht in Interviews (natürlich) nie über zukünftige Produkte, klammert aber auch eigene Veranstaltungen aus. Clevere Journalisten sparen sich die Fragen danach.
Das alles bedeutet jedoch nicht, dass Apple die Erwartungen and die Veranstaltung und seine Produkte, ignoriert. Ganz im Gegenteil: Apple spielt mit den Annahmen und Aussichten der Kunden sehr genau. Speziell im letzten Jahr mehrten sich die bewusst platzierten Leaks bei Bloomberg oder im Wall Street Journal. „According to people familiar with the situation“ versuchten in den letzten zehn Monaten unübersehbar auf das Thema ‚fehlender Kopfhöreranschluss‘ vorzubereiten.
Apple stand es in diesem Fall gut zu Gesicht diese Information vorab zu veröffentlichen – niemand sollte davon überrascht werden. Getreu dem Motto: „under-promise and over-deliver.”
Wenn die Prototypen finalisiert sind und die tatsächliche Fertigung anläuft, sind Fotos von der Produktionsstrasse ohnehin nicht zu vermeiden – dafür ist die schiere Anzahl an bestellten Telefonen mittlerweile einfach zu hoch. In diesem Jahr war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits allen klar: Der 3.5-Millimeter-Klinkenanschluss fliegt raus. Es war kein Gerücht, es war ein Fakt. Und jeder, der am 9. September in der Keynote saß, sowie alle Zuschauer, die per Stream eingeschaltet hatten, wusste das.
Trotzdem verstolperte Phil Schiller seinen Monolog über „Courage“. Obwohl niemand überrascht war, dass der alte Anschluss im neuen iPhone fehlt, perlte die leicht überhebliche Präsentation über Mut und Tapferkeit ab. Sie war ein gefundenes Fressen für alle, die ohnehin keine Erklärung hätten gelten lassen warum das iPhone 7 auf den alten Klinkenanschluss verzichtet. Trotzdem hätte er dieses Thema graziöser schaukeln können.
Klinke raus, Lightning rein
Die ruppige Keynote-Präsentation verwunderte, weil Apple das Thema ansonsten mit Samthandschuhen anfasst. Sie legen einen Adapter in jede iPhone-Kiste. Ich hätte das nie für möglich gehalten und hatte dagegen sogar Wetten laufen (und alle verloren, wie sich jetzt herausstellt).
Meine Vermutung war, dass ein Adapter die falsche Message transportiert. Die Beilage eines Klinkenadapters sagt: Kopfhörer mit Kabeln sind zukünftig noch relevant. Für Apple sind sie das nicht mehr. Ein beigelegter Dongle verwässert das Statement. Was ich jedoch nicht auf der Rechnung hatte, waren die verzögerten AirPods…
Die AirPods erscheinen offiziell erst „Ende Oktober“ – eineinhalb Monate nach dem iPhone-Start. Und so ungewöhnlich dieser verschleppte Verkaufsstart ist, so sehr bin ich davon überzeugt, dass der Hype um die neuen komplett kabellosen Ohrstecker das Vakuum, dass der fehlende Kopfhöreranschluss hätte einnehmen wollen, galant vermeidet (und damit viel Wind aus den Segeln der Kritiker nimmt).
Ich unterstelle Apple keine Absicht, aber es spielt ihnen gewiss nicht unglücklich in die Karten, wenn eine der finalen Komponente der tollen neuen kabellosen Zukunft erst noch kommt. Heute, fünf Wochen nach dem Release, ist das Thema ‚Klinkenanschluss‘ gefühlt ad acta gelegt.
Und obendrein ist klar: Es sind die AirPods, die Apple in ein paar Jahren dem iPhone als Kopfhörer beilegen möchte. Noch lässt sich der Einzelpreis der Ohrstecker nicht sinnvoll in den Anschaffungspreis des Telefons einmassieren, aber ich wette, wir sind davon nur ein paar iPhone-Generationen entfernt.
Abschließend sei dazu gesagt: Der Dongle ist kein hingeschludertes Produkt, sondern bekam das gleiche Maß an hoher Aufmerksamkeit. Klinkenkopfhörer schmettern nachweislich keinen Deut schlechter über den Adapter. Außerdem lässt er sich für nur 9Euro nachkaufen – ein Schnäppchen im Apple (Online) Store.
Das Display
Wenn man sich in ein solches Verkaufsgeschäft begibt, fallen zuerst die neuen Farben Schwarztöne der Rückseite auf. Ich hatte gleich in der ersten Woche die Möglichkeit ein paar Minuten mit allen Farbvarianten zu verbringen – inklusive Diamantschwarz. Materialtechnisch ist das beeindruckend; ich tendiere in diesem Jahr aber zum matten Schwarz. Nicht weil es (eventuell) weniger verkratzt und nicht weil es weniger Fingerabdrücke annimmt, sondern weil es für mich besser (vielleicht vertrauter) in der Hand liegt.
Die wesentlich wichtigere Diskussion um die Farben findet jedoch auf der anderen Seite des Telefons statt – auf dem Bildschirm. Der größere Farbumfang ist nicht nur ein Vermerk auf dem technischen Datenblatt, sondern ein Qualitätsmerkmal, das man jeden Tag bemerkt.
Nein, stopp! So stimmt das nicht. Beim direkten Wechseln von einem älteren iPhone auf ein neues iPhone 7 sticht der Unterschied ins Auge registriert man den realistischen DCI-P3-Farbraum sofort. Mit der Zeit gewöhnt sich das Auge aber an die gehobene Qualität und stolpert nur noch dann darüber wenn man mal wieder ein iPhone 6(s) in die Hand nimmt.
Ja, die Messwerte bestätigen den Qualitätssprung. Um ihn jedoch bewusst wahrzunehmen, reicht keine Beschreibung. Das bessere (und zudem 25% hellere) Display alleine rechtfertigt für mich das Upgrade aufs iPhone 7 (Plus).
Die Kamera(s)
Es ist nicht nur der Bildschirm, der Fotos mit dieser Qualität anzeigt. Es ist natürlich auch die Kamera, die Fotos in dieser besseren Qualität aufnimmt.
In puncto Kameras ist der Vergleich zwischen den beiden iPhone-Modellen interessant, weil die ‚iSight Duo‘ – die rückseitige Doppel-Kamera im Plus-Modell, den Anschein erweckt bedeutend leistungsstärker zu sein. In der Praxis gilt das aber nur begrenzt.
Ich hole ein wenig aus…
Das iPhone 6s musste im letzten Jahr auf die optische Bildstabilisierung verzichten. Für mich kam aus diesem Grund deshalb nur das iPhone 6s Plus – als mein persönliches Telefon – in Betracht. Egal ob bei Fotos oder Videos: Auf eine Bildstabilisierung wollte ich nicht verzichten. Alleine der Gedanke, die bestmögliche Kamera zugunsten der Gehäusegröße aufzugeben, war für mich absurd.
In diesem Jahr bekam auch das 4,7”-Modell eine optische Bildstabilisierung – identisch zum 5,5”-Telefon. Die zweite Kamera im 7 Plus muss auf die wackelfrei Technik verzichten, was sehr deutlich beim Wechsel auf das zweite Objektiv – das Teleobjektiv – auffällt. Nur bei gutem Tageslicht und einem zitterfreien Händchen ist der Zoom wirklich hilfreich.
Keine Frage: Die Spielchen, die Apple mit dem Porträt-Mode zeigt (und zukünftig noch zeigen wird), sind beeindruckend. Trotzdem lässt sich festhalten: Das iPhone 7 ist in diesem Jahr auf Augenhöhe mit seinem Plus-Bruder. Und da Fotos ein essentieller Bestandteil in der Nutzung von einem iPhone sind, ist das sehr erfreulich. Oder kürzer: Während ich mich schwer tat ein iPhone 6s gegenüber einem iPhone 6s Plus zu empfehlen, ist das aus Perspektive der Kamera in dieser Generation kein Problem mehr.
Kurze Randnotiz: Das Upgrade der vorderseitigen FaceTime HD Kamera auf 1080p wertet nicht nur Selbstporträts auf, sondern hilft auch beim Videobloggen. Speziell wer dafür einen Gimbal nutzt, bedankt sich.
Der Homebutton
Nach einer ersten Eingewöhnungszeit fühlt sich der neue (gefakte) Homebutton unter meinen beiden Daumen besser an als sein mechanischer Vorgänger. Bis es jedoch richtig klickt, dauerte es bei mir ein paar Wochen. Der Button reagiert schneller, fühlt sich besser an und macht schlicht mehr Spaß.
Verantwortlich ist dafür die neue Taptic Engine – mein geheimes iPhone-Lieblingsfeatures in diesem Jahr. Ich würde mir diese dezenten Rückmeldungen vom System an noch viel mehr Stellen wünschen – beispielsweise beim systemweiten Tippen auf der iOS-Tastatur.
Die Mikro-Vibrationen sind eine neue Ebene von Feedback, die man vorher so nicht kannte. Dreht man in der iOS-Kalender-App am Datums-Rad, rüttelt jeder Sprung auf einen neuen Tag ganz dezent und gibt damit eine Rückmeldung, die sich nicht nur sehen, sondern auch fühlen lässt.
Und das beste an der Geschichte: Diese Erweiterung hält Apple nicht verschlossen. Die Schnittstelle zur neuen Taptic Engine liegt offen und wir sehen bereits nach den ersten Wochen einige App-Updates, die mit dem Schüttel-Chip arbeiten.
Die Kritik
Meine Kritikpunkte am iPhone 7 (Plus) zeigen sich verstreut über unterschiedliche Kategorien. Aus diesem Grund fasse ich sie in diesem Jahr einmal gesammelt zusammen.
Die Batterielaufzeit wurde zwar (leicht) gesteigert; Quick- bzw. Fast-Charging fehlt aber immer noch schmerzlich. Googles Pixel, das in dieser Woche in den Verkauf startet, lädt das Telefon in nur 15 Minuten soweit auf, dass man damit die nächsten 7 Stunden verbringen kann. Das iPhone braucht ein solches Feature.
Fünf Wochen blicke ich erst auf iPhone-Fotos mit DCI-P3-Farbraum und lasse es mir trotzdem nicht nehmen zu bemängeln, das es kein True-Tone-Display ist, dass sich wie im 9,7″ iPad Pro ans Umgebungslicht anpasst.
Apropos Fotos: Mit dem Teleobjektiv im 7-Plus ändert sich die Benutzung der Kamera. Ich habe nie den digitalen Zoom der iPhone-Knipse bemüht, zoome mich mit dem 2x optischen Zoom des Plus-Modells nun aber überraschend häufig ans Geschehen heran. Dem Teleobjektiv fehlt allerdings die optische Bildstabilisierung, und das fällt deutlich auf.
Services. Auch in diesem Jahr muss man Apple auf die Finger hauen für seinen lächerlich 5GB-iCloud-Gratis-Speicher. Wenn Tim Cook 36Euro im Jahr von seinen Kunden für 200GB verlangt, müssen diese Kosten auch in den Verkaufspreis der 760-Euro-Hardware unterzubringen sein. Die meisten Kunden brauchen nicht viel Speicher – „unlimited“ schon gar nicht. Apple hält durch diese mickrige Bezahlschranke von 3Euro im Monat jedoch Kunden generell von iCloud-Backups fern und unterbindet das Ausprobieren der hervorragenden iCloud-Mediathek. Das muss sich ändern.
Ein Fazit
Schaut man auf die Details, bietet das iPhone 7 (Plus) selbst für Kunden mit iPhone 6(s) Plus eine Handvoll triftiger Upgrade-Gründe. Angefangen beim helleren Bildschirm mit einem größeren Farbumfang, dem Spritzwasserschutz, der optischen Bildstabilisierung, die in diesem Jahr auch im kleineren Modell die Aufnahmen wackelfrei zieht sowie den Stereo-Lautsprechern und der längeren Akkulaufzeit.
Realistischer ist natürlich ein Hardware-Vergleich mit Kunden und Kundinnen, die noch ein älteres iPhone benutzen und bei denen der Wechsel auf ein iPhone 7 (Plus) einen noch viel größeren Sprung darstellt.
Aber: „Mein (altes) iPhone ist doch noch gut genug?!”
Natürlich. Natürlich kann man für sich selbst in Anspruch nehmen, dass der Kompromiss zwischen Anschaffungspreis und Leistung nicht groß genug ausfällt um jedes Jahr auf das jeweils neue Modell zu wechseln. Natürlich.
Was jedoch nicht gilt sind Aussagen wie: „Dein (altes) iPhone ist doch noch gut genug?!“.
Die Techniksprünge, die wir jährlich verfolgen, sind groß. Der Fortschritt mag nicht mehr so allumfassend und für jeden zutreffend ausfallen wie in den letzten Generationen, aber er steigert sich zum Teil noch exponentiell – Jahr für Jahr.
Nehmen wir nur die Grafik- und Prozessor-Power der neuen iPhones, die eine wesentlich leistungsstärkere Software ermöglichen. Es ist eins von vielen Merkmalen, die die beeindruckende Beständigkeit aufzeigen, mit der sich iPhones gebetsmühlenartig alle 12 Monate verbessern um Generation für Generation noch ne’ Schippe draufzulegen.
Ich freue mich ungemein auf diesen Herbst, den anstehenden Winter, den kommenden Frühling und nächsten Sommer mit dem neuen iPhone 7 (Plus).
Obwohl dies natürlich nicht von wilden Spekulationen abhält. ↩
F-Secure ist in dieser Woche erneut mein ‚Sponsor der Woche‘.
Und weil das Thema VPN, die Möglichkeit sich verschlüsselt und anonymisiert auch in fremden WiFi-Hotspots zu bewegen, in der letzten Woche auf reges Interesse stieß, will ich heute noch einmal ausführlicher darauf eingehen.
Das Datenvolumen unserer Mobilfunkverträge wächst – von echten Flatrates sind wir dennoch ein paar Jahre entfernt. Deshalb sind kostenlose WiFi-Zugänge in Kaffeehäusern oder an Flughäfen beliebt. Zurecht, auch wenn man im Gratis-WLAN sein gesamtes Surfverhalten offenlegt.
Eine abgesicherte VPN-Verbindung schützt einerseits vor den Augen der anderen Teilnehmer, aber auch gegen Tracking und Malware aus dem Internet. Speziell in offenen Netzen, die man nicht selbst unter Kontrolle hat, ist eine abgeschirmte Kommunikation mit der Hilfe einer VPN-Verbindung nicht einfach nur sinnvoll, sondern ein notwendiger Selbstschutz.
Es geht nicht ausschließlich darum seine eigene IP-Adresse zu verschleiern, sondern ganz konkret seine Privatsphäre, sowie die Privatsphäre der Chat-, Telefon- und E-Mail-Partner, zu schützen.
F-Secure ist knapp 30 Jahre im Geschäft. Die heutige Nachfrage nach einem einfach zu bedienenden VPN-Dienst – insbesondere für Smartphones und Tablets – war für sie absehbar. Freedome ist super-simple. Vom App-Store-Download bis zu einem funktionierenden Verbindungsschutz dauert es keine Minute.
Freedome zeichnet nie Logdateien mit. Ihre Kunden sind ihnen quasi unbekannt. Und auch der Firmensitz für F-Secure in Finnland ist für den VPN-Dienst wichtig: Das Land mit dem Grundrecht auf Breitbandzugang für alle sowie einer stets führenden Position auf dem Pressefreiheitsindex, hat obendrein strenge Datenschutzgesetze.
Freedome lässt sich komplett kostenlos ausprobieren: im ‚F-Secure Total Security und VPN‘-Paket oder über einen direkten Download aus dem App Store (universal; kostenlos).
Vielen Dank ans gesamte Team von F-Secure für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.
Seit Juni begleitet mich der Gibson Trainer (99Euro; Affiliate-Link) – ein On-Ear-Bügelkopfhörer – beim Sport. Die Bauform ist ungewöhnlich – auch ich hatte bislang exklusiv In-Ears beim Joggen.
Der positive Ersteindruck war mir im Sommer schon einen Teaser-Pick wert. Heute, fast ein halbes Jahres später, sind die Gibson unangefochten meine Kopfhörer für den Sport.
Kräftigstes Argument ist der Sitz. Mit zwei leicht versetzten Bügeln, die sich eng über den Kopf spannen, kann man sich beim Workout – egal ob Freeletics oder Yoga – quasi beliebig austoben. Dieser Bluetooth-Klanggeber ist mir ungewollt wirklich noch nie vom Kopf gerutscht.
Mit 160 Gramm sitzt er obendrein sehr leicht auf den Ohren und drückt auch für mich als Brillenträger nicht. Bei einem ‚Outdoor Run‘ verzichte ich gewöhnlich auf meine Gläser, aber im Fitnessstudio – jetzt wo es in Finnland wieder angefangen hat zu frösteln, lasse ich die Brille auf. Vorwiegend weil ich mich auf dem Laufband am iPhone mit The Daily Show oder meinen YouTube-Abos unterhalte.
Die Ohrenpolster der Trainer sitzen magnetisch über den Klanggebern und lassen sich leicht abnehmen und waschen. Den Bügel und die (richtigen!) Knöpfe zur Bedienung kann man einfach abwischen. Insgesamt strotzt der kabellose Kopfhörer, der sich irrsinnig schnell per NFC oder per Bluetooth verbindet, Regen und Nässe.
Ja, die Gibson telefonieren auch und rufen per Tastendruck Siri auf. Über die leicht zu ertastenden Knöpfe (keine Touch-Buttons!) lassen sich Musiktitel vor- und zurückspringen. In der Podcast-App meiner Wahl – Castro 2 – springe ich damit 60 Sekunden nach vorne.
Die Soundqualität ist für den reinen Sporteinsatz – so wie ich den Kopfhörer verwende – fast schon zu gut. Trotzdem würde ich den Gibson ausschließlich als Sportkopfhörer empfehlen und nicht fürs tägliche Musikhören in Bus und Bahn. Dafür gibt es Ohrstöpsel, die kleiner sind, eine bessere Polsterung mitbringen und mit richtigen Soundprofilen ausgestattet sind.
Am Samstag endete mein Familienurlaub in Bremen. 14 Tage war ich mit der Familie bei der Familie. Und ihr kennt das: Zuhause bei den Eltern hat eigentlich immer irgendjemand eine Technikfrage (für euch).
iMazing ist ein Dateimanager für iOS bei dem man von einem Mac oder Windows PC aus seine Finger ins iPhone oder iPad steckt – für ein schnelles Telefon-Backup, einen Adressbuch- und Musiktitel-Export oder einer Sicherheitskopie der Fotobibliothek.
Auf fremden Geräten und in fremder Umgebung herrschen jedoch nicht selten widrige Bedingungen – mäßiges WiFi und kuriose Setups. Hinzu kommen obskure Fragen und Ansprüche der Verwandten. iMazing erlaubt es tiefer ins Telefon zu blicken als iTunes.
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