Size does matter. Das 9,7” iPad Pro.

Wow, was für ein Größenunterschied. Nach sechs Monaten auf dem 12,9″ iPad Pro traf mich der Sprung zurück aufs neue 9,7″ iPad Pro unvorbereitet – positiv wie negativ. Hier ein kurzer Erfahrungsbericht nach meiner ersten Woche mit dem ‚Baby-Pro‘.

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Lasst uns für einen Moment persönlich werden. Lasst uns über eigene Arbeitsweisen sprechen, über tägliche Gewohnheiten und individuelle Vorlieben. So kommen wir dem neuen iPad eventuell näher; so kann ich mir vielleicht selbst das neue Tablet besser erklären.

Weil…wer hier mitliest, hat sicherlich schon die Unterschiede auf dem Datenblatt studiert, die weit über den Display-Umfang hinausreichen. Eine Erkenntnis: Das meiste Geld kauft nicht automatisch auch das beste iPad. Selbst wenn Geld keine Rolle spielt: Man kann im Moment nicht das beste iPad kaufen. Das Line-up der Apple-Tablets ähnelt mittlerweile mehr denen der MacBooks, die sich mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen in die Produktsegmente MacBook, MacBook Air und MacBook Pro aufteilen.

Die Frage also, die Robert Lembke so perfekt für seine Quizshow-Gäste in den 70-Jahren formulierte, lautet damals wie heute: „Welches Schweinderl hätten Sie denn gern?“

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Beginnen wir beim Preis. Ab 397 Euro gibts ein iPad mini 4; das neue 9,7″ Pro ist ab 689 Euro erhältlich und ein 12,9″ Pro legt man für 907 Euro in den Warenkorb. Das iPad Air 2 (ab 439 Euro) und iPad mini 2 (ab 297 Euro) passen zwar preislich für Apple in zwei Schubladen, für mich, der in erster Linie auf Technik und Zukunft schaut, aber nicht. Selbst der verlockende Preisunterschied von knapp 250 Euro, das ein iPad Air 2 gegenüber einem 9,7″ Pro spart (ignorieren wir für den Moment den Speicherunterschied der zwei Modelle von 16- zu 32-Gigabyte), ist eine Versuchung, der man heute besser widersteht. Der Aufpreis, der beim Bildschirm anfängt (40-Prozent weniger reflektierend, 25-Prozent heller, ‚True Tone‘-Display), sich über den Prozessor zieht (A9X vs. A8) und beim Zubehör und den neuen Anschlüssen aufhört (Pencil, Smart Connector, Keyboard), ist die Mehrkosten schlicht wert.

Ich argumentiere ich hier nicht absolut, und für Apple macht es durchaus Sinn diese Preispunkte zu treffen. Aus meiner Sicht und mit meinen Präferenzen steht der Preis und die Leistung beim Baby-Pro aber in einem beträchtlich besseren Verhältnis als zum Air 2.

Aber wir wollten persönlich werden…

Mein Tag beginnt auf dem iPhone (6s Plus) mit Twitter, RSS und einer stark begrenzten Auswahl an Apps, denen ich Push-Benachrichtigungen erlaube. Mittlerweile habe ich meine Mitteilungen so kräftig zusammengestrichen, dass ich in ein bis zwei Minuten alle wesentlichen (für mich wichtigen) Ereignisse überblicke, die während der Nachtzeit passiert sind.

Nach diesem ersten Push in den Tag nehme ich die meisten Benachrichtigungen ab dann nur noch auf der Uhr entgegen. iPads bleiben grundsätzlich Push-frei.

Mein Schreibtisch-Computer ist seit letztem Jahr das 12,9″ iPad Pro sowie ein MacBook Pro (2015), das manchmal an einem externen Apple-Bildschirm hängt. Will ich mich konzentrieren, verkrieche ich mich am iPad Pro im Texteditor Ulysses, der sich häufig den Bildschirm im Split-Screen mit Safari teilt. Dort tippe ich auf der iPad-Hardware-Tastatur. Twitter, RSS, Instapaper, Slack und ab und zu einen Blick ins (Airmail‑)Postfach werfe ich grundsätzlich über das iPhone. Zum Kleinrechnen von Artikelfotos (Acorn, JPEGmini), für Videoschnitt (Final Cut), Downloads und Podcasts (Skype, Mumble) läuft das MacBook.

Abends, insofern ich nicht arbeite, ist es überwiegend das iPhone, das mich vom Abendessen auf die Couch und von der Couch ins Bett begleitet. Summa summarum sind es also drei Screens, die das tägliche Internetrauschen zu mir bringen. Ist in dieser Aufstellung noch Platz für ein viertes Display? Lässt sich einer der Mitspieler vielleicht auswechseln? Wo würde bei mir das 9,7″ iPad Pro reinpassen?

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Die Frage klingt dekadent, ist aber nicht so gemeint. Mir ist bewusst, das wir noch nicht in einer Zukunft leben, in der Computer als Glasscheiben überall herumliegen, die wir uns jeweils passend zur Situation schnappen. Die Überlegung ist aber spannend, weil es die Stärken und Schwächen des neuen 9,7″-Tablets aufzeigt. Wie bereis eingangs erwähnt: Es ist mehr als nur die Bildschirmgröße, die das 9,7″ auszeichnet.

Mit kleinem iPad Pro im Hinterkopf rollen wir meinen Tag noch einmal rückwärts auf.

Das Baby-Pro ist allem voran das bessere Lesegerät. Es bietet mehr Platz als ein iPhone für Text, Comics und Webseiten, jongliert sich aber außerdem leichter auf den Oberschenkeln als ein 12,9″ Pro. Es bringt außerdem ein breiteres Farbspektrum und eine überlegene Farbsättigung mit, die selbst ein MacBook in den Schatten stellt (im iPad-Pro-Screen steckt die Technik vom iMac 5K). Kein Apple-Laptop kann außerdem mit den vier iPad-Lautsprechern für Filme, Serien und Musik mithalten. Ernsthaft: Die Qualität der Lautsprecher-Boxen ist derart überlegen, dass ich Filme vom MacBook – das neben mir liegt – aufs iPad streame anstelle die Wiedergabe unter macOS zu starten.

Die Vorteile bei meiner abendlichen Nutzung sind teilweise die Nachteile am Schreibtisch. Zwei Apps im Split-Screen-Mode schrumpfen auf einem 9,7″-Display. Kennt man das 12,9″ Pro und die Darstellung von zwei iPad-Apps in voller Größe nebeneinander, ist das ein klarer Rückschritt. Auch die detailliertere Bildschirmtastatur, die das 12,9″ eingeführt hat, ist weitaus bequemer als das alte Tastatur-Layout.

Auf die Schnellladefunktion über einen USB-C-Netzstecker, so wie sie das 12,9″ besitzt, wurde zu meinem Unverständnis verzichtet.

Und damit die Entscheidung kompliziert bleibt: Nur das 9,7” Pro gibt es in einer (günstigeren) 32 GB-Variante mit Mobilfunk. Das 12,9” startet erst mit 128 Gigabyte internem Speicher.

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Und es geht weiter…

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir über Leute geschmunzelt haben, die mit iPads fotografieren? Yep, diesen Trend nicht früher erkannt zu haben, ist auch mir ein bisschen peinlich. Die rückseitige Kamera im 9,7″ entspricht der Kamera im iPhone 6s – Apples bester Hardware (die trotz Kamerahügel flach auf dem Tisch aufliegt und nicht kippelt).

Wer viel reist, lernt die eingebaute Simkarte zu schätzen. Das 9,7″ hat in seiner LTE-Ausführung neben dem Simkarteneinschub außerdem noch eine fest verlötete Mobilfunkkarte. Apple hat bereits eine Auswahl an Partnerländern, bei denen sich die dort gängigen Datentarife direkt nachdem man seinen Flieger verlassen hat, aufs iPad bucht. Kein Gang zum nächsten Mobilfunker, keine falsche Tarifwahl und vor allem kein Simkartenwechsel. Hält man sich länger in einem Land auf, ist es sicherlich preiswerter nach lokalen Tarifen zu forschen. Für Geschäftsreisende und jeden, der es bequem und unkompliziert wünscht (ich habe gelernt niemals den Faktor Bequemlichkeit zu unterschätzen), ist das eine Option online zu gehen, die an Komfort kein Laptop erreicht.

Mit allen diesen Unterschieden ist das 9,7″ gegenüber seinem größeren Bruder nicht per se ein schlechterer Computer. Wer aber das 12,9″ schätzt und liebt, sieht das 9,7” für sich vielleicht eher als eine ergänzende Rechenmaschine1 – so geht’s zumindest mir.

Fazit

Ich mag es nicht, wie oft üblich, im Fazit die oben genannten Argumente noch einmal zusammenzufassen. Deshalb im folgenden Abschnitt noch zwei ergänzende Gedanken.

Die „Why would you buy a PC anymore?“-Diskussion habe ich hier bislang bewusst ausgeklammert. Viel ist dazu bereits gesagt und geschrieben. Niemand würde obendrein auf die Idee kommen, die Existenz eines MacBook mit jedem neuen Modell neu zu hinterfragen.

Nur ganz kurz…

Auffällig aber ist (abermals) wie viel Computerzeit uns ein iPad heutzutage bereits abknapst. Eine exakte Messung ist schwer (Apple hat darüber bestimmt gute Daten), aber das sich unsere PC-Nutzung generell ändert, ist wohl nicht abzustreiten. Im Bett, auf der Couch, im Zug oder im Flugzeug: Das iPad übernimmt nach und nach Aufgaben, für die wir vorher Laptops gekauft haben. Instant on, immer mit dem Netz verbunden, handlicher, leichter zu bedienen und mit einer größeren Softwareauswahl. Kein Wunder also, das der PC-Markt im letzten Vierteljahr erneut um fast 10-Prozent einbrach.

Zweiter (abschließender) Gedanke: Erstkäufer_innen_ oder Kunden und Kundinnen, die schon ein betagtes iPad besitzen und es lieben (gemeint sind iPad Airs und ältere Tablets), findet mit dem neuen 9,7″ Pro ein fantastisches Update. Der Sprung für jemanden der regelmäßig zu seinem Tablet greift, ist groß genug. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass sich dieses Modell aus der mittlerweile großen iPad-Auswahl auf absehbare Zeit am besten verkauft.

Das neue 9,7” hat nicht ein einzelnes dominantes Feature, mit dem es wirbt. Es ist eher die Zusammenstellung vieler kleiner Neuerungen, die das Paket schnüren.

Nehmen wir beispielsweise das ‚True Tone‘-Display, das über Sensoren in der iPad-Stirn automatisch die Farbe und die Intensität des Bildschirms auf die jeweilige Beleuchtung im Raum anpasst. Unter grellem Bürolicht mischt sich beispielsweise ein dezenter Blauton ins Bild; in sonnendurchfluteten Zimmern justiert das iPad unauffällig die Farbtemperatur nach oben.

Der Effekt ist sichtbar, wenn man explizit darauf achtet. Im Alltag vergisst man das genau solange, bis man wieder ein iPad in die Hand nimmt, das diese kontinuierliche Feinjustierung nicht hat.

Es ist kein Feature, dass das Baby-Pro direkt verkauft, aber es prägt den Gesamteindruck nachhaltig – so wie der Apple Pencil, das Smart Keyboard oder die Verfügbarkeit von Microsoft Office, das im Gegensatz zu seiner Desktop-Version (oder der Installation auf einem 12,9” iPad Pro) für alle Geräte unter 10” komplett kostenlos ist.

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Teil meiner Faszination mit dem iPad bleibt die Geschwindigkeit, mit der sich die Plattform entwickelt. Heute ist es eine neue Display-Technik, neue Eingabegeräte und Schnittstellen, in diesem Sommer schauen wir bereits auf ein neues Betriebssystem-Update und in der täglichen Benutzung ist es die Software, die sich andauernd weiterentwickelt.

Ich bleibe ein Fan dieser Computer.


  1. Das 9,7” iPad Pro hat im Gegensatz zum 12,9” iPad Pro nicht vier, sondern nur zwei Gigabyte an Arbeitsspeicher. Ich sehe durchaus einen möglichen Nachteil, der sich daraus in einigen Jahren ergeben könnte. Im hier und heute merke ich den Unterschied in meiner Nutzung aber nicht. 

Vodafone [Sponsor]

Auch in dieser Woche unterstützt Vodafone das iPhoneBlog.de als Sponsor. Auch in dieser Woche möchte ich mich weiter an meinen Erlebnissen und Erkenntnissen der SXSW abarbeiten, die ich im März für Featured.de vor Ort eingesammelt und festgehalten habe.

Wenn es ein dominantes Thema auf dem Festival gab, um das wirklich niemand einen Bogen schlagen konnte, war es in diesem Jahr Virtual Reality. Keine Übertreibung: Fast an jeder Straßenkreuzung präsentierten sich VR-taugliche Apps, Filme oder Spiele.

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Natürlich war der ‚South by Southwest‘-Termin ideal: Samsungs Gear VR ist gerade erst ein paar Monate auf dem Markt; die Oculus Rift und die HTC Vive stehen kurz vor der Auslieferung. Und auch PlayStation VR rührt für seine geplante Herbstveröffentlichung schon die Werbetrommel.

Meine Einschätzung zu Virtual Reality: Der Einstiegspreis ist so hoch wie der Hype. Neben der Brille treibt der notwendige PC die Kosten nach oben. Außerdem müssen sich die beteiligten Firmen eine Vermarktungsstrategie überlegen. Ohne einen Selbsttest ist das Erlebnis nämlich schwierig zu beschreiben.

Trotzdem: Mit Blick zurück auf das SXSW und das überwältigende Interesse, das mir dort für Virtual Reality entgegenschlug, bin ich zuversichtlich. Der Preis für neue Technik ist grundsätzlich hoch und Videospiele waren bislang immer ein starkes Zugpferd für Technologie.

Apropos Spiele: Nicht nur eine konstante Bildwiederholungsrate ist absolut notwendig damit der Magen stabil bleibt. Für gemeinsame Onlinespiele ist es ebenso wichtig eine schnelle und stabile Anbindung ans Internet zu haben – zukünftig sicherlich mit dem LTE-Nachfolger 5G.

Vielen Dank an Vodafone, die mir ermöglicht haben texanische Luft auf der SXSW zu schnuppern und für die Unterstützung in dieser Woche.

„This is not a case about one isolated iPhone.“

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The head of the FBI said Wednesday that the government had „purchased a tool“ enabling investigators to access an iPhone belonging to San Bernardino gunman Syed Farook.

The disclosure by James Comey in a speech at Ohio’s Kenyon College was a departure from previous official statements, which had been vague in explaining the details of how the government broke into the phone last month.

FBI director says government ‚purchased a tool‘ to access San Bernardino gunman’s phone

Die Zusammenfassung der letzten Woche: Das FBI hat sich also einen Exploit fürs 5c geshoppt, bietet das neue Tool wenige Stunden nach dem Erwerb flächendeckend anderen Behörden an und zeigt die Schwachstelle nun im US-Kongress herum.

Such an exploit has numerous uses within the intelligence community and poses a threat to not only the hundreds of millions of older devices out there, but if it can be ported to a 64-bit platform, every single one of us – either directly as a threat from the government, a nation state the exploit developer also sold it to, or another hacker who finds the same hole because FBI didn’t report the vulnerability to Apple. FBI has left us all potentially exposed by choosing to keep their technique secret.

Jonathan Zdziarski | „Why a Software Exploit Would be a Threat to Secure Enclave Devices

Ich schätze also, so eine Unbequemlichkeit wie ein Boot-Passwort, steht derzeit Apple intern zur Diskussion.

Erneut, Jonathan Zdziarski:

Unlike the device’s operating system – which has proven to be vulnerable to dozens of attacks every release cycle, the device’s boot loader has such a stripped down code base that it’s attack surface is the head of a pin compared to the operating system.

Apple has always been highly protective of the user experience, but having been out for almost ten years, we’re no longer school children with iOS. With adversaries including nation state actors, the balance between a simplistic and pretty user interface must slightly shift toward protecting user data. Especially on devices with such a large footprint of forensic artifacts.

How Apple Can Make Their FBI Problems Go Away

Auf Fashion folgt Funktion: Smarte Apple-Watch-Armbänder sind nur eine Frage der Zeit

Die Armbänder der Hermès Apple-Watch-Edition stehen ab dem 19. April auch separat zum Verkauf. Bislang kann man das Single Tour Band (350 Euro), das Double Tour Band (500 Euro) und das Cuff (750 Euro) nur zusammen mit der Uhr shoppen.

Das alleine ist mir keine Meldung wert, aber das Thema ‚Apple Watch Armbänder‘ ist insgesamt überraschend lebhaft. Nach knapp 12 Monaten hat Apple sein initiales Start-Angebot bereits kräftig erweitert. Alle Armbänder – mit Ausnahme des Gliederarmbands – gibt es mittlerweile in (wesentlich) mehr Farben; das klassische Armband wurde einmal runderneuert und das Nylonarmband in sieben Farbkombinationen frisch in den Bestand aufgenommen. Mittlerweile braucht es eine interaktive Galerie um die unterschiedlichen Kombinationen der Uhren und Bänder zu präsentieren.

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Mit Blick auf die Auswahl fällt auf, dass alle diese Armbänder sich in der Kategorie Fashion einordnen. Kein Apple-Armband erweitert die Uhr um eine technische Komponente. Ich bin mir sicher, das ist ein bewusst gewählter Schritt um die Uhr im ersten Jahr als Uhr zu erklären (genauso wie das iPhone im Jahr 2007 als Telefon und nicht Computer vorgestellt wurde).

Dass aber die Armbänder der Apple Watch zukünftig nicht nur ein modisches Zubehör bleiben, sondern auch technische Funktionen übernehmen, steht für mich außer Frage.

Neil Cybart:

Apple Watch will likely take the hybrid approach. Watch cases will retain much of their familiarity and see more evolutionary changes while Watch bands will become much smarter over time and capable of eventually replacing even Watch cases. While the Apple Watch continues to be underestimated, Watch bands rather than Watch cases will prove to possess the larger amount of surprise.

Apple Watch’s Future Will Include Smart Watch Bands

Ideen sehen wir bereits in ersten Patentschriften oder in Start-ups wie dem von Ex-Google+-Chef Vic Gundotra, der aktuell auf die Zulassung seines EKG-Armbands wartet.

Laut Tim Cook wechseln ein Drittel aller Apple-Watch-Besitzer regelmäßig ihr Armband. Möglich ist das nur durch den mühelosen Mechanismus. Bei mir dauert so ein Armbandwechsel nie länger als 20 Sekunden. Selbst für eine Stunde Sport ist das keine Anstrengung. Und so wird’s auch smarten Armbändern ergehen, die man nur für einen ganz bestimmten Zweck anlegt.

Die Libratone ZIPP und ZIPP MINI

Ich empfand die alten Libratone-Lautsprecher-Modelle als eher mäßig hübsch. Die zwei neuen Versionen dagegen, der ZIPP (Affiliate-Link) und der ZIPP MINI (Affiliate-Link), sind in meinen Augen richtig attraktiv.

Ich konnte beide neuen Lautsprecher über die Osterferien ausprobieren und ein paar Erfahrungen damit sammeln.

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Zur Einordnung: Die Libratone sortieren sich technisch zwischen tragbaren Bluetooth ‚Allerwelts‘-Lautsprechern und stationären Multiroom-Systemen à la Sonos ein. Das gilt auch für ihren Preis: Der MINI kostet um die 200 Euro und liegt damit oberhalb der Gruppe von typischen ‚Unterwegs‘-Boomboxen. Der ZIPP findet sich mit 270 Euro in einem Preissegment, das auch Sonos mit seinen PLAY:1 und PLAY3 besetzt.

Aus dieser Einstufung lassen sich leicht meine persönlichen Vor- und Nachteile ableiten. Die Libratone empfangen Musik und Podcasts über AirPlay – eine drahtlose Verbindung, die Sonos weiterhin schmerzlich vermissen lässt. Gleichzeitig konfiguriert die Libratone-App (kostenlos) nicht unabhängig Musikquelle (Napster, Amazon Music, Soundcloud, etc.), die dann ohne Umwege mit den Boxen kommunizieren – Spotify Connect, das direkt eine Verbindung zwischen den Libratone und den Spotify-Servern aufbaut, einmal ausgenommen. Das bedeutet: Streamt mein iPhone von Apple Music an die Boxen, unterbrechen andere Soundausgaben des Telefons – Tastaturklicks, YouTube-Videos, Netflix, etc. – die Musik auf dem Lautsprecher.

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Für mich ist neben dem Klang (huch, wo kommt dieser Bass her?!) die Optik das entscheidende Verkaufsargument. Das gilt insbesondere für einen Lautsprecher, der mit 360-Grad-Sound um eine zentrale Platzierung – beispielsweise die Tischmitte – wirbt (und deshalb auch über mehrere Stunden auf Akkubetrieb läuft).

Die wechselbaren Überzüge, die sich mittels Reißverschluss tauschen lassen, verzücken (mich). Die Touch-Knöpfe an der Stirnseite sehen stilvoll aus, erschließen sich mir aber ohne Blick in die Anleitung nicht. Clever ist dagegen die Idee, seine Hand einige Zentimeter über eine der Lautsprecherboxen zu halten, um diese damit temporär verstummen zu lassen.

Die App, die mehrere Libratone-Boxen zu einem ‚SoundSpace‘ zusammenschnürt, ist dagegen schlicht und intuitiv. Leider booten die Boxen, die sich im Akkubetrieb ohne Musikwiedergabe von alleine abschalten, schnarchend langsam.

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Der Ausflug auf die Libratone hat mir einmal mehr gezeigt, das verkabelte Lautsprecher für mich keine Attraktivität mehr besitzen. Die Sonos brauchen Strom und funktionieren dann innerhalb der eigenen vier Wände. Die Libratone führen diese Idee noch einen Schritt weiter. Es sind Multiroom-Lautsprecher, die für acht Akku-Stunden komplett aufs Kabel verzichten.

Für mich persönlich sind die Abstriche, die diese Portabilität mit sich bringt, zu groß. Die unterschiedlichen Vorlieben sind aber klar erkennbar: Die Ostertage – mein Testzeitraum für die Libratone – verbrachte ich bei meinen Eltern. Und dort im Haus war es förmlich ein Genuss die beiden Lautsprecher-Modelle der dänischen Firma vom Esszimmer in den Garten, vom Garten in die Garage und zurück in die Küche zu tragen.

WhatsApp verschlüsselt

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Erstens: Ich ziehe meinen Hut vor Jan Koum, Brian Acton und Moxie Marlinspike, die WhatsApp (kostenlos), den weltgrößten Messenger, in den letzten zwei Jahren mit einer vollständigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bestückt haben.

Zweitens: Nun gibt es verschiedene Ziele um private Kommunikation zu schützen, beziehungsweise die grundlegende Idee, sich frei, unbelauscht und offen zu unterhalten, wieder ins digitale Zeitalter einzuführen (nachdem uns das jahrelang anscheinend größtenteils egal war). Eine komplette Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Gesprächsinhalte ist dafür eine von mehreren essentiellen Bausteinen (Open-Source-Programmcode und verschleierte Metadaten sind zwei häufig genannte Checkpunkte, die WhatsApp beispielsweise nicht für sich ankreuzt).

Auch wenn gegenüber allen WhatsApp-Nutzern klar kommuniziert sein sollte was diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für ihren Chat-Dienst bedeutet, schmälert dies nicht im geringsten den essentiellen Gewinn. Unterm Strich erhalten nämlich nicht nur über eine Milliarde Nutzer – ab sofort und ohne eigenes Zutun – einen verschlüsselten Kommunikationskanal, sondern auch alle diejenigen, die bislang schon verschlüsselt haben, begrüßen das neue Rauschen. Verschlüsselung als Standardfunktion, als neue Normalität – ein schöner Gedanke, ein schönes Signal.

GUS #198 mit 30 Minuten Miitomo

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Miitomo (universal; kostenlos), Nintendos verspieltes Social Network für Smartphones, ist mindestens interessant. Interessant genug für drei Millionen Leute, die sich die App in den ersten Stunden zogen, und interessant genug um darüber 30 Minuten in ‚Games und so‘ #198 zu sprechen.

TextExpander.com – ein Sync-Abo-Service für Snippets

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The biggest changes to TextExpander on the Mac and iOS are not the apps themselves, but the new service that ties them together. TextExpander.com is a subscription service from Smile that is required for the new versions of TextExpander to work. TextExpander.com serves the dual purpose of syncing your snippets across your Macs and iOS devices, and facilitating snippet group sharing and management among individuals and organizations. Prior versions of TextExpander relied on iCloud and Dropbox to sync snippet libraries. Today’s updates replace those syncing services with Smile’s own syncing solution.

TextExpander Updates Focus on New Service

Ich fürchte, die Umstellung auf das Abo-Modell fliegt ihnen um die Ohren (verlässlichen Sync gab es über Dropbox und iCloud bereits vorher). Ich hoffe, die verbleibenden Hardcore-User, die auf Javascript-Snippets, Fill-in-Snippets oder Snippet-Vorschläge vertrauen, tragen in Zukunft die Entwicklungskosten.

Ich habe nach siebenjähriger Nutzung heute meine insgesamt 22 unverzichtbarsten Textkürzel aus TextExpander rauskopiert und in Apples macOS- und iOS-Systemfunktion ‚Textersetzung‘ eingefügt (Einstellungen ➞ Tastaturen ➞ Textersetzung).

Mir werden die zusammengesetzten Textpassagen fehlen, die TextExpander mit zusätzlichen Informationen – beispielsweise aus der Zwischenablage – automatisch baut. Andererseits funktionieren die Textvervollständigung nun unter iOS systemweit – ohne einen App- oder Tastatur-Wechsel.