‚iOS first‘. Auch bei Spielen?

Android is a terrible platform for gaming if you’re interested in new releases, and I’m done with it. […] I don’t want to wait for the upcoming Android version of The Room 3 the way I waited for the Android release of Prune. I’m tired of companies like Bethesda announcing games like Fallout Shelter and watching everyone take out their iPhones to download it during E3 while I wait for the Android release.

Ben Kuchera | „I’m leaving Android for iOS, and I blame late games

Lesenswerter Artikel mit einem Argument, das ich so noch nicht auf dem Schirm hatte. Durch den zeitigeren Erscheinungstermin der iOS-Version, bei der es selten die (einheitliche) Apple-Hardware ist, die Fehler produziert, finden Entwickler Bugs in ihrer eigenen Software.

Da sich Ben Kuchera in seinem Text aber lediglich auf eine Handvoll Spiele mit spätem Android-Erscheinungsdatum beschränkt, bin ich heute mal ein paar mehr Games aus dem App Store und dem Google Play Store durchgegangen.

Damit ich mir nicht komplett beliebig Titel herauspicke, begrenze ich mich auf zwei (festgeschriebene) Listen mit jeweils 15 Games. Aus Apples App Store wählte ich „15 wunderschöne Spiele“; im Play Store habe ich mich für die „Bestselling Games“ entschieden.

Diese Auswahl ist keinesfalls repräsentativ. Insbesondere Free-2-Play-Titel sind dabei nicht berücksichtigt, die gefühlt eigentlich immer gleichzeitig – oder mindestens sehr zeitnah – auf beiden Plattformen erscheinen.

Ich habe speziell diese beiden Listen ausgesucht, weil sie meinen Geschmack von Smartphone-Spielen am ehesten abdecken. Deshalb fällt meine Aussage auch sehr eingeschränkt aus: „Smartphone-Spiele, die mich interessieren, erscheinen ungefähr ein halbes Jahr früher im App Store als bei Google.“

IPhoneBlog de AppStore Google Store

Apple Watch vs. Fitbit

Apple continues to dominate the smart watch market, holding onto its sizeable lead through the second quarter of Apple Watch shipments. The company has now shipped nearly 7 million smart watches since launch, a figure in excess of all other vendors’ combined shipments over the previous five quarters. In Q3 Apple was the only smart watch vendor to ship more than 300,000 units. The quarter also saw the release of the Pebble Time Steel, which helped the company ship more than 200,000 total smart watches, while Samsung’s Gear shipments declined ahead of the Q4 release of the Gear S2.

Almost 7 million Apple Watches were shipped in two quarters of availability

Wearables sind eine derart junge Technologie, dass man gegenwärtig nicht auf die mögliche Konkurrenz schaut, sondern erst einmal generelles Interesse erschließt. Zwingt man aber den Blick auf potenzielle Mitbewerber, ist für mich Fitbit aktuell der interessanteste Gegenspieler, weil viele seiner Tracker ums Handgelenk wetteifern.

Fitbit legte zu Beginn der Woche seine Quartalszahlen vor. In den letzten drei Monaten verkaufte das Unternehmen mit Sitz in San Francisco 4.8 Millionen „connected health and fitness devices“, die einen Durchschnittspreis von rund 80 US-Dollar erzielten. Konservative Schätzungen für Apples Uhr bewegen sich zwischen 400 und 500 US-Dollar. Fitbit-Armbänder sind in weltweit 55 Ländern zu kaufen; Apple Watch ist in 39 Ländern zu beziehen.

IPhoneBlog de FitWatch

Es ist wie betont früh, aber auf langfristige Sicht wette ich auf ein ‚Mehrzweck‘-Gerät am Arm. So wie das Smartphone die ‚Dumbphones‘ verdrängte, scheint es schwierig vorstellbar einem Gerät mit primär nur einer Funktion die Position am Handgelenk zu überlassen.

Dazu passend, Designer Marc Newson, derzeit mit 60-Prozent-Anstellung für Apple, gegenüber Financial Review:

When asked about the relatively muted reaction to Apple’s timepieces, Newson momentarily appears frustrated. „I think people will make their own judgments,“ he replies carefully. „As far as I’m aware, it’s been enormously successful however you gauge it. The point is, it’s the beginning of something. I think people, consumers or analysts, whoever, are so impatient. Everyone wants immediate, instant recognition, instant understanding.

„Look at the iPhone: it was a game-changing thing. And I believe that this product – for many, many reasons people are not aware of because they haven’t thought ahead or they just don’t know – will become a similarly game-changing thing. In five years time I have absolutely no doubt this will be right up there.“

Microsoft streicht OneDrive-Speicher zusammen

IPhoneBlog de OneDrive Fragezeichen

Juni 2014:

Our data tells us that 3 out of 4 people have less than 15 GB of files stored on their PC. Factoring in what they may also have stored on other devices, we believe providing 15 GB for free right out of the gate – with no hoops to jump through – will make it much easier for people to have their documents, videos, and photos available in one place.

Massive increase to OneDrive storage plans: 15 GB free for everyone, 1 TB for Office 365 subscribers

Oktober 2014

Today, storage limits just became a thing of the past with Office 365. Moving forward, all Office 365 customers will get unlimited OneDrive storage at no additional cost.

We’re thrilled to continue our quest of making OneDrive the world’s cloud storage leader – and, always a key part of the best productivity service with Office 365. We’re all in!

OneDrive delivers unlimited cloud storage to Office 365 subscribers

November 2015:

We’re no longer planning to offer unlimited storage to Office 365 Home, Personal, or University subscribers. Starting now, those subscriptions will include 1 TB of OneDrive storage.

Free OneDrive storage will decrease from 15 GB to 5 GB for all users, current and new. The 15 GB camera roll storage bonus will also be discontinued.

OneDrive storage plans change in pursuit of productivity and collaboration

So verspielt man Vertrauen. Entscheidend ist aber nicht primär das gebrochene Versprechen über unbegrenzten Speicherplatz, sondern das die „drei von vier Kunden“, die nach Microsofts eigener Statistik mit 15 Gigabyte auskommen, nun nur noch mit 5 Gigabyte dastehen.

Mir bleibt schleierhaft wie man dieses Downgrade ernsthaft mit ein paar Ausreißern versucht zu rechtfertigen („a small number of users backed up numerous PCs and stored entire movie collections and DVR recordings“).

Der Mac und das iPhone tauschen sich aus: ‚Copied‘ synchronisiert die Zwischenablage

Copied (universal; Laden) konkurriert unter iOS mit dem hervorragenden Clips, punktet gegenüber der langjährigen App-Store-Empfehlung jedoch mit einer eigenen Mac-App (3.99 ). Der ‚Clipboard Manager‘ tauscht so über iCloud die Text- und Bildinhalte eurer Zwischenablage nicht nur unter iPhones und iPads aus, sondern schiebt diese Informationen auch aufs MacBook.

So kommen wir dem Traum eines systemübergreifenden ‚Copy & Paste‘ einen gewaltigen Schritt näher.

IPhoneBlog de Copied

In der Praxis läuft das dann so: Eine Textstelle, die ich mir merken möchte, wird markiert und kopiert – so wie iOS es von Haus aus anbietet. Anschließend ziehe ich die Mitteilungszentrale vom oberen Bildschirmrand herunter und drücke den SAVE-Button, den mir das Copied-Widget vorschlägt. Alternativ lässt sich auch der ‚Copy and Save‘-Knopf über das Share Sheet benutzen. Sind alle Links, Textblöcke und Bilder gesammelt, öffne ich Copied einmal um alle Fundstücke in die iCloud zu laden und um sie danach direkt in der Mac-App wiederzufinden. Von dort aus kann ich einen Link direkt im Browser öffnen, die Schnipsel in Listen sortieren oder Textstellen in den Text-Editor meiner Wahl kopieren.

Umgekehrt funktioniert die Idee ähnlich: Die Mac-App kann auf alle ‚Copy & Paste‘-Einträge horchen und sie direkt ans iPhone übergeben. ‚Save Clipboard Automatically‘ lässt sich natürlich auch deaktivieren; sensible Inhalte – beispielsweise Kennwörter aus 1Password – kann man generell ausschließen.

Die Mac-App lebt ausschließlich in der Menüzeile. Die Software öffnet sich als eins dieser schwimmenden Fenstern, die sich (für mich) immer ein bisschen systemfremd anfühlen. Die Unterstützung von Tastaturkürzeln helfen jedoch der Bedienung, weil man sich so die Fenstereinblendung spart.

Version 1.0 der iOS-App ist ein vielversprechender Start. Es lassen sich bereits jetzt Einträge zusammenlegen und Texte unterschiedlich formatieren. So kickt man Formatierungen wie Unterstriche oder wandelt eine URL in Markdown um. Apropos URL: Die App merkt sich automatisch die Webadresse zu jeder Textstelle, die man aus dem Browser zieht.

Copied für iOS ist ein kostenloser Download. Für den iCloud-Sync wirft man einen Euro als In-App-Kauf nach. Die Mac-Version kostet einmalig 4 Euro.

Das iPhone 6s und 6s Plus

Ein iPhone ist teuer. Irrsinnig teuer. Mein Modell, das iPhone 6s Plus mit 128 GB – natürlich in Roségold – kostet 1069 Euro. Es ist das teuerste iPhone, das Apple in diesem Jahr anbietet.

Mit diesem Preisschild gehört es zu den größten einzelnen Investitionen, die ich pro Jahr tätige. Gleichzeitig ist es eine meiner jährlichen Ausgaben, die mir am leichtesten fällt. Nach fünf Wochen, die ich nun bereits mit dem neuen Modell verbracht habe, bestätigt sich diese Erfahrung abermals.

IPhoneBlog de iPhone 6s 1

Beginnen wir beim Preis – ein Einstiegspunkt, so gut wie jeder andere.

Mit Ausnahme des iPhone Classic folgte jedes iPhone einer zweijährigen Design-Schleife: Auf das iPhone 3G folgte das iPhone 3GS; ein 4s sah aus wie sein Vorgänger, das iPhone 4. Das 5s trat in die optisch identischen Fußstapfen des iPhone 5. Und natürlich reiht sich das iPhone 6s – von Außen unverändert – neben das letztjährige iPhone 6 ein.

Der Rhythmus kommt nicht von ungefähr: Eine zweijährige Laufzeit räumt Ressourcen frei um sich auf clevere Features zu konzentrieren (anstelle das Gehäuse neu zu denken) und gönnt obendrein dem Zubehörmarkt mit Hüllen und Autohalterungen eine Pause.

Darüber hinaus passt der Hardware-Zyklus zur üblichen Vertragsbindung für Mobilfunkkunden. Verträge über 24 Monate mit Hardware-Subventionen sind zwar eine aussterbende Idee, derzeit aber schlicht noch Realität.

Es verwundert nicht, das Apples iPhone Upgrade Program (in den USA) auf großen Anklang stößt. Das „iPhone im (jährlichen) Abo“ – als Leasing sozusagen – ist ein zeitgemäßes Konzept.

Zwei Gründe:

  • iPhones werden mit jedem neuen Jahr so viel besser. Nicht als Telefon und nicht als Taschencomputer, sondern als unser persönlichster Rechner.
  • Mit iPhones verbringen wir den Bärenanteil unserer täglichen Computerzeit.

Um mich zu wiederholen: iPhones sind teuer. Irrsinnig teuer. Doch das ist nur die Hälfte der Aussage. Es fehlt eine Frage, die der Bezeichnung „teuer“ einen Bezugsrahmen, eine Art Einordnung, spendiert.

So lässt sich beispielsweise fragen: Was ist dir dein zentraler Computer täglich wert? Zwei Euro pro Tag? Das wäre dann ein iPhone 6s. Für 2 Euro und 32 Cent steigt man mit dem iPhone 6s Plus ein.

Eine Milchmädchenrechnung? Natürlich!

Niemand kauft ein iPhone 6s oder 6s Plus mit nur 16 Gigabyte. Um das neue Apple-Telefon mit einer vernünftigen Kapazität von mindestens 64 GB innerhalb von einem Jahr komplett abzubezahlen, bedarf es täglich einer finanziellen Aufwendung von 2.32 Euro bzw. 2.62 Euro. Mögliche Zuschüsse (von Mobilfunkprovidern) oder den Werterhalt nach 12 Monaten ignorieren wir für den Moment.

IPhoneBlog de iPhone 6s 2

Was ich sagen will: Natürlich ist es absolut legitim dem iPhone-Turnus für ein, zwei oder drei Jahre zu entschwinden. Apples iOS-Updates erreichen mittlerweile Geräte, die bereits fünf Jahre alt sind. Ein iPhone 5s ist heute nicht langsamer als es vor zwei Jahren war. Für mich steht aber der Preis, den ich mir bei einem Upgrade spare, weil ich nicht aufs neue Gerät wechsle, in keinem sinnvollen Verhältnis zur Häufigkeit und der Intensität meiner (ganz persönlichen) Nutzung und was ich dafür vom Gerät bekomme.

Schneller, höher, stärker

Die Geschwindigkeit des Prozessors, um damit ein Smartphone zu bewerben, ist eine nahezu abstrakte Zeugnisnote. Knüpft man diese Leistung nicht an Funktionen, mit denen Leute tatsächlich etwas anfangen können, sind solche Specs für viele Kunden nur unverständliches Gibberisch.

Nicht umsonst rangiert der Prozessor auf Apples ‚Tech Specs‘-Webseite, eine mittlerweile perfektionierte Marketing-Maschine, erst an fünfter Position. Zuerst sind dort a) die Gehäusefarbe, b) die Kapazität, c) die Abmessungen und d) alle Einzelheiten zum Display genannt. Erst dann findet der A9 überhaupt Erwähnung.

Aus technischer Perspektive bleibt das iPhone-Herzstück natürlich der Prozessor, der dieses Jahr beeindruckend auf Augenhöhe mit den neuen MacBooks (!) springt.

The new iPhone 6S beats the new MacBook in single-core performance on Geekbench, and is within spitting distance in multi-core. That’s astounding. I can’t wait to see the scores for the iPad Pro later this year.

John Gruber

Der A9 ermöglicht Features wie die neuen Live Photos. Ist die Kamera-App geöffnet, wird konstant Video aufgezeichnet. Wird dann der Auslöser gedrückt, schneidet euch das Telefon ein paar Videosekunden rund um das hochauflösende Bild zurecht.

Nach den ersten Testwochen damit wünsche ich mir a) eine höhere Auflösung dieser bewegten Fotos und b) eine simple Möglichkeit den ‚Live-Teil‘ der Bilder nach der Aufnahme wieder auszusortieren.

Warum?

Natürlich gibt mir der zusätzliche Speicherbedarf zu denken. Die Preise für iCloud-Speicher hat Apple kürzlich stark reduziert, könnte sich insgesamt aber noch konkurrenzfähiger positionieren. Purzeln die Preise, könnte man Live Photos als eine Art Metadaten behandeln, die einfach dazugehören. Solange das aber noch nicht der Fall ist, bleibt zumindest das Gefühl hier regelmäßig ausmisten zu müssen.

In exakt diesem Punkt ist der Burst-Mode so fantastisch, weil ich weiß, die überschüssigen Bilder unkompliziert wieder abstoßen zu können. Diese Eingriffsmöglichkeit ist trotz der Exzellenz dieser Funktion, die bereits grandiose Erinnerungen für mich festgehalten hat, ein zentraler Aspekt. Live Photos will ich ähnlich übersichtlich bearbeiten können wie die iOS-Serienbilder.

Und warum gibt es eigentlich kein eignes Fotoalbum für Live Photos?

IPhoneBlog de iPhone 6s 3

Unter die Überschrift Geschwindigkeit gehört in diesem Jahr auch der Touch-ID-Sensor, der den iOS-Bildschirm freigibt.

Apple behauptet: Generation 2 dieser Technik entsperrt das iPhone doppelt so schnell. Ich glaube, sie untertreiben. Ich habe Probleme mir vorzustellen wie dieser Prozess irgendwie noch zu topen sein soll. Touch ID erkennt in diesem Jahrgang auch feuchte und nur halb aufgelegte Finger. Das ist schlicht beeindruckend.

Die Erkennung ist so flott, das es tatsächlich einer Verhaltensänderung bedarf, wenn man zuvor den Standby-Screen für (verpasste) Benachrichtigungen verwendet hat. Das iPhone ist einfach zu schnell entsperrt; die Benachrichtigungen sind zu schnell verschwunden.

Ein 3D Touch aufs ausgeschaltete Display, das den Screen aufleuchten lässt und die Informationen über verpasste Anrufe, Push-Benachrichtigungen oder die Uhrzeit freigibt, erscheint mir als das nächste sinnvolle Feature.

Apropos 3D Touch…

3D Touch

Im April des Jahres äußerte sich Analyst Ming-Chi Kuo, neben Mark Gurman derzeit die einzige respektable Quelle für Gerüchte, zum ‚Force-Touch‘-Feature.

KGI Securities analyst Ming-Chi Kuo, who has a respectable track record at reporting on Apple’s upcoming plans, issued a note to investors on Thursday that claims the next-generation iPhone will have a FPC-made capacitive Force Touch sensor under the backlight, laminated with metal shielding. Kuo adds that the change may be significant enough for Apple to call its next iPhone the „iPhone 7“ instead of the so-called „iPhone 6s.“

MacRumors

Ein „iPhone 7“ ist es nicht geworden. Das Gerücht zeigt aber recht eindrucksvoll welchen Fehlinterpretationen die S-Zyklus unterliegt. Apple wirbt für das 6s mit dem Spruch: „Alles, was sich geändert hat, ist alles.“ 3D Touch ist eine solche fundamentale Änderung, die man unterschätzt, weil das Telefon in dem sie steckt, genau wie das Modell aus dem letzten Jahr aussieht.

Die Funktion erweitert erstmals seit 2007, seit dem allerersten iPhone, Apples Telefon um eine komplett neue Interaktionsebene – nicht nur um eine neue Geste.

IPhoneBlog de iPhone 6s 4

‚Peek & Pop‘ ist vergleichbar mit QuickLook am Mac – schnelle Vorschaubilder für Webverweise oder Bilder. Die zweite Ausarbeitung von 3D Touch sind Shortcuts – Apple nennt sie Quick Actions. Bereits nach wenigen Wochen ziehen sich diese Abkürzungen durchs gesamte Betriebssystem. App-Store-App, die nicht mindestens die Basisfunktionen dieser Technik unterstützen, wirken ‚out-of-date‘.

Der 3D Touch in Tweetbot beispielsweise, der direkt aus der Timeline zum Profil des jeweiligen Nutzers springt, ist kaum noch wegzudenken. ‚Standort markieren‘, aufzurufen über einen 3D Touch aufs Icon in Apple Maps, erspart unzählige Fingerberührungen innerhalb der Kartenanwendung.

3D Touch glänzt wenn es mehr als nur ein Shortcut ist. Denken wir beispielsweise an den Import von Bildern in eine App. Das Betriebssystem bietet in dieser Ansicht eine Gitternetz-Übersicht, bei der man aus vielen kleinen Vorschaubildern das zu importierende Fotos sucht. Knipst man eine stattliche Anzahl ähnlicher Fotos, sind aus dieser Darstellung die Detailunterschiede nicht zu erkennen. Um nicht regelmäßig ungewollte Bilder zu importieren, löschte ich in der Vergangenheit die anderen Shoots vorab oder sortierte meinen Favoriten in einen eigenen Ordner – extrem umständlich.

Mit 3D Touch ist es nun möglich in der gleichen Übersichtsansicht stärker auf ein Bild zu drücken, so dass es aufspringt und seine Detailunterschiede preisgibt.

Über einen kräftigen Druck auf den Bildschirmbereich der Tastatur setzt man außerdem die Cursorposition in Textfeldern. Wie um alles in der Welt haben wir unsere Telefone vorher bedient?

Trotz all dem Lob: Die Integration von 3D Touch bleibt im Moment noch sehr simple, mit viel Luft nach oben, obwohl es weder an Fantasie noch an der Technik mangelt.

Eine breite Unterstützung von Apps, die sich zukünftig damit austoben, ist bis auf Weiteres dem iOS-Ökosystem vorbehalten.

Apples Taptic Engine

Achtung, clevere Überleitung: 3D Touch wird nur durch die Taptic Engine möglich. Das dezente Rütteln untermalt den kräftigen Druck aufs Display. Er ist entscheidend um ein Gefühl für die benötigte Kraftaufwendung zu geben.

Ich glaube es wird dauern, bis wir eine solche Technik, wie sie die Taptic Engine liefert, in einem anderen Smartphone sehen. Es ist eines der Alleinstellungsmerkmale, die nur durch die gleichzeitige Kontrolle von Hard- und Software möglich ist. Apples Chip vibriert nicht in der gleichen Liga wie die Rüttelmotoren seiner alten iPhones oder anderen Smartphones.

Man muss das selbst ausprobieren, selbst Hand auflegen, und dann hoffentlich nicht wieder zurück auf ein Vorgängermodell wechseln. So gut ist die Taptic Engine im neuen iPhone.

RAM

iPhones und ihr Arbeitsspeicher, eine kleine (häufig diskutierte) Odyssee. Die Debatte findet nach mehreren Jahren mit dem iPhone 6s ihr Ende.

Mit 2 Gigabyte ist man nun auf Augenhöhe des iPad Air 2, das in den letzten 12 Monaten bereits zeigen konnte, dass nicht jeder Safari-Tab nicht nach einem App-Wechsel neu geladen werden muss. 1 Gigabyte im iPhone 6 waren rückblickend…nicht ideal.

Es ist eines dieser Features, an das man erst wieder denkt, wenn man es plötzlich nicht mehr hat.

Fazit

Das iPhone 6s ist kein inkrementelles Upgrade zum iPhone 6; das 6s legt mit vielen seiner Technologie eine kompletten Neustart hin, um sich den täglichen Anforderungen als meistbenutzter Computer in unserem Alltag zu stellen.

Die Taptic Engine, der erstmals im A9 integrierte M9-Coprozessor, das Gehäuse aus 7000er-Aluminium oder 3D Touch, das Apple nicht zufällig als „Multi-Touch der nächsten Generation‘ betitelt, kann man nicht nur als ‚kontinuierliche Verbesserungen‘ abstempeln. Für diese Technologien beginnt erst jetzt ihre Zeit.

IPhoneBlog de iPhone 6s 6

Aber klar, nicht jeder Baustein von Apples Mini-Computer ist zur Gänze neu gesetzt. Zur klassischen Weiterentwicklung zählt die vorderseitige (Selbstporträt‑)Kamera (inklusive ‚Retina Flash‘), der doppelt so schnelle Touch-ID-Sensor, „Hey Siri“ ohne angesteckten Strom oder die 4K-Auflösung für Videos.

Das iPhone bleibt mit der Kombi aus signifikanten Verbesserungen und vollständig neuen Technologie auch im Jahr 2015 eins von wenigen Telefonen, dessen gesamte Produktqualität sich Jahr für Jahr konstant steigert. Einer solchen Produktreife eifern auch die Flaggschiffe von LG, Samsung und Huawei nach – mit unterschiedlichem Erfolg. Apples Beständigkeit und ihre tatsächlichen Alleinstellungsmerkmale bleiben dabei aber unerreicht.

Beide Geräte, egal ob 4.7- oder 5.5-Zoll, sind eine uneingeschränkte Empfehlung. Bildstabilisierung und Akkulaufzeit sind ein Plus fürs Plus-Modell. Das iPhone 6s hat den kompakteren und leichteren Formfaktor auf seiner Habenseite.

IPhoneBlog de iPhone 6s 5

Doch das Telefon erzählt nicht die ganze Geschichte. Das Telefon ist nämlich schon heute für die meisten Menschen ihr primärer Computer und ihr einziger (aber auch präferierter) Weg ins Netz.

Denkt an WhatsApp, Instagram oder Gmail. Und denkt daran wie sich durch ein einziges App-Update nicht nur die Software, sondern augenblicklich auch der gesamte Zugang zum Internet verbessert.

Mobile is not a subset of the internet anymore, that you use only if you’re waiting for a coffee or don’t have a PC in front of you – it’s becoming the main way that people use the internet. It’s not mobile that’s limited to a certain set of locations and use cases – it’s the PC, that can only do the web (and yes, legacy desktop apps, if you care, and consumers don’t) and only be used sitting down. It’s time to invert that mental model – there is not the ‘mobile internet’ and the internet. Rather, if anything, it’s the internet and the ‘desktop internet’

Benedict Evans | „Forget about the mobile internet

Das iPhone 6s und 6s Plus in Teamwork mit iOS 9 sind für mich deshalb unangefochten die besten Geräte ihrer Klasse.

Ein Hingucker: die offizielle Plex-App für den neuen Apple TV

TNT lieferte meinen Apple TV vor zirka sechs Stunden. Vor zirka einer Stunde erschien – wie angekündigt – die offizielle Plex-App1 (universal; kostenlos) für Apples dralle Set-Top-Box.

IPhoneBlog de Apple TV Reign

Gutes Timing.

There truly isn’t any other platform we’ve wanted to be on for as long as we have the Apple TV. Today’s the day, and we’re celebrating. The app is free in the app store for everyone, and requires the latest media server.

Plex on the new Apple TV!


  1. Ein (kostenloser) Plex-Account ist notwendig um die App zu starten; ein Plex Media Server muss bereitstehen um Filme, TV Shows, Bilder und Musik auf den Fernseher zu streamen. 

Nintendo kündigt ‚Miitomo‘ an

IPhoneBlog de Miitomo

Nintendo erstes Smartphone-Spiel, das im nächsten März die App Stores dieses Planeten erreicht, trägt den Titel Miitomo. Jeremy Parish schreibt einen der wenigen lesenswerten Artikel, der eine reflektierte Meinung zur Ankündigung hat.

Nintendo and mobile partner DeNA’s stocks fell sharply after the announcement, seemingly because the company didn’t create a more traditional video game for mobile. It’s almost as though no one has been paying attention to the past five years of terrible, ill-fitting mobile games. Or, more to the point, that investors have forgotten that non-traditional game formats have been such breakout hits for Nintendo in large part because they eschew standard video game design and reach a broader audience than merely core gamers. That casual audience has migrated away from Nintendo platforms since the rise of iPhone, and Miitomo, without question, is an attempt to wrangle those wandering masses back into the Nintendo fold.

While Nintendo hasn’t shared full details on the workings of Miitomo, it’s easy enough to make some educated guesses based on early screens. As the name suggests, Miitomo makes use of Mii avatars, seemingly with the ability to mingle with the avatars of other people and interact directly with the player. That sounds, not coincidentally, a great deal like Tomodachi Life, a connection alluded to in the app’s name. Tomodachi Life became a solid success upon its western release last summer, but it’s been a monster hit for years in Japan.

Nintendo Finally Makes the Jump to Mobile, Sticks the Landing

Wie groß war er also, dieser „monster hit“, der sich Tomodachi Life nennt und starke Parallelen zum zukünftigen App-Store-Spiel Miitomo vermuten lässt? Will jemand einen Tipp abgeben?

Tomodachi Life findet sich in den Top 10 der meistverkauften Spiele für das Nintendo 3DS. Mit 4.5 Millionen Exemplaren platziert sich das Spiel knapp hinter Luigi’s Mansion: Dark Moon und deutlich vor The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D.

Ich bin mir nicht sicher, aber die heute häufig im Netz benutzte Bezeichnung „Enttäuschung“, erscheint unüberlegt verfrüht.

Der Apple TV im Review-Roundup

IPhoneBlog de Mad Max

Apple verspricht: „Die Zukunft des Fernsehens.“ Keins der Reviews1, die ich heute morgen las, bestätigt dieses Versprechen. Fast alle sprechen aber von der derzeit „besten Set-Top-Box“.

Zwei Features stechen für mich aus dem Review-Roundup heraus: die übergreifende Sprachsuche mit Siri sowie das allem Anschein nach große App-Store-Angebot.

I’ve owned (and reviewed) every major (and most of the minor) set-top boxes on the market and most have their own attempt at universal search. The Apple TV experience is the best out of the box, hands-down.

Christina Warren | „Apple TV review: Channels are dead — the future of TV is apps

Zumindest für englischsprachige Eingaben scheint Siri die (zurecht hohen) Erwartungen zu erfüllen, auch wenn sie noch nicht im App Store oder in Apple Music sucht. Die Sprachsuche für das Musikangebot ist jedoch bereits versprochen, genau wie eine Schnittstelle für Entwickler mit App-Store-Software.

I don’t know when, if ever, Apple will reinvent TV. But this isn’t the moment. I can say that, if I were buying a streaming box right now, this is the one I’d buy, if only for the promise of lots of apps.

By making the set-top box a part of its giant app and services ecosystem, the company is moving Apple TV into a future that’s much broader and bigger than Roku’s or Amazon’s. And that makes the case. In effect, while it may not have reinvented all of TV, Apple has reinvented the streaming set-top box.

Walt Mossberg | „The Apple TV gets smart

Morgen startet die Box offiziell in den Verkauf. Meine Bestellung hat sich für nächste Woche angekündigt. Bis dato mache ich mir Gedanken welchen Bluetooth-Kopfhörer ich für die abendlichen Stunden verwende und wie ich meine Soundbar, die derzeit über einen optischen Audioanschluss verbunden ist, der auf dem neuen Gerät fehlt, zukünftig verkabele.