Weiterhin gilt: 10 Stunden Batterielaufzeit; zwei Hardware-Varianten mit WiFi sowie 3G; gleiche Speicherkapazität (16, 32 und 64GB) und eine identische Bildschirmgröße mit 1024 x 768 Pixeln bei 132 ppi.
Als neu darf betrachtet werden: 33-Prozent dünner (8.8 Millimeter) und 15-Prozent leichter (600 Gramm); Dual-Core-A5-Prozessor; zwei Kameras (Front: VGA / Back: 720p) und ein 3-Achsen-Gyrosensor.
10 Farben, zwei Ausführungen und zwei Preise. Smart Cover lehrt dem Zubehör-Markt das Fürchten. Zwei magnetische Scharniere kleben sich an die Außenseite des Tablets und bedecken die Glasoberfläche. Hebt man die Lasche auf der rechten Seite an, schaltet sich der iPad-Bildschirm automatisch ein.
Die Innenseite entfernt durch ihre Beschichtung Fingerabdrücke vom Bildschirm. Die wahlweise aus Kunststoff (Polyurethan) oder Leder bestehenden Schutzhüllen dienen außerdem als (FaceTime-)Aufsteller oder leicht angehobener Texteingabe-Ständer.
Auf einen Live-Videostream scheint Apple bei diesem Event zu verzichten. Bis kurz vor dem Start trudelte keine Pressemitteilung darüber ein. Im Moment nehmen die Gäste bereits ihre Plätze im Yerba Buena Center ein. Dieser Beitrag wird mit Updates, voraussichtlich über die nächste Stunde, immer wieder aktualisiert.
20:16 Uhr – Unter großem Applaus endet die Veranstaltung. Der Apple Online Store (Affiliate-Link) ist mittlerweile zurück. Das iPad lässt sich jedoch noch nicht vorbestellen. Danke fürs Mitlesen. Weitere Artikel folgen.
20:11 Uhr – Steve scheint die Veranstaltung zu beenden.
20:06 Uhr – Garage Band ist ebenfalls am 11. März 2011 für $5 US-Dollar im App Store verfügbar.
19:56 Uhr – Der Bildschirm scheint die identische Auflösung beizubehalten. Weitere Technik-Specs finden sich hier: http://www.apple.com/ipad/specs/
19:54 Uhr – Apple.de verweist bereits auf das iPad 2.
19:51 Uhr – ‚Garage Band for iPad‘ – ist zwar nicht extrem spannend, aber sinnvoll.
19:50 Uhr – iMovie gesellt sich zum iPad-2-Verkaufsstart am 11. März für $5 US-Dollar in den App Store.
19:43 Uhr – Auch der Video-Editor iMovie bekommt seinen Auftritt am iPad 2. Darin enthalten sind Funktionen wie die Verarbeitung von mehrere Audio-Spuren oder eine Ausgabe über AirPlay an den AppleTV. Apples Film-Spezialist Randy Ubillos stellt die Software in einem Demo vor.
19:42 Uhr – Die neue iOS-Betriebssystemversion erreicht uns am 11. März 2011.
19:39 Uhr – Auch die Videotelefonie FaceTime erreicht durch die Kameras selbstverständlich das iPad. Apple sagt, dies wäre ideal für Konferenz-Schaltungen…
19:37 Uhr – Photo Booth. Stand ebenfalls bereits in der relativ gesicherten Gerüchte-Küche.
19:35 Uhr – Die iOS 4.3-Ankündigungen sind weitgehend bekannt. Der seitliche Hardware-Knopf kann wahlweise zur Stummschaltung oder Bildschirm-Rotation dienen. Außerdem finden der ‚persönliche Hotspot‘ (übrigens ausschließlich für das iPhone 4), AirPlay oder die verbesserte Safari-Performance Erwähnung.
19:33 Uhr – Scott Forstall präsentiert iOS 4.3.
19:32 Uhr – Zwei Hüllenvarianten in diversen Farben stehen mit $39 und $69 US-Dollar zur Auswahl.
19:29 Uhr – Apple überarbeitet sein iPad Case. Eine magnetische Lasche löst aus, das sich beim Öffnen der Hülle der Bildschirm einschaltet.
19:28 Uhr – HDMI-Videoausgang mit 1080p-Kapazität über ein Adapter-Kabel. Darüber sollen sich alle Apps auf dem Fernseher darstellen lassen. Kostenpunkt $39 US-Dollar.
19:26 Uhr – Veröffentlichungstag 11. März 2011 in den USA / 26. Länder folgen am 26. März 2011 (Australien, Kanada, USA, Frankreich, Deutschland und Japan) / Preisspanne: $499 bis $829 US-Dollar.
19:25 Uhr – Die Geräte funken im CDMA- sowie GSM-Netz.
19:23 Uhr – Das iPad 2 kommt in zwei Ausführungen weiß und schwarz.
19:22 Uhr – 0.2 pounds leichter; 8.8 Millimeter ist das iPad 2 schlank. Zum Vergleich: Das iPhone 4 ist 9.3 Millimeter hoch.
19:20 Uhr – A5-Dual-CoreProzessor / 2x schnellere CPU / 9x schnellere GPU; zwei Kameras; 33-Prozent dünner.
19:19 Uhr – Neue Hardware: Sie nennen es (wer hätte es nicht gedacht) „iPad 2“.
19:18 Uhr – 2011: Year of the copycats? – sehr schöner Spruch mit Zielrichtung HP, BlackBerry, Motorola und Samsung.
19:14 Uhr – Es folgt eine ausschweifende Video-Präsentation über das iPad in seinem ersten Jahr.
19:10 Uhr – Die Software-Auswahl für das iPad erreichte nach nur einem Jahr die Anzahl von 65.000 Apps.
19:09 Uhr – Von April bis Dezember 2010 konnten 15 Millionen iPads abgesetzt werden – mehr als jedes andere Tablet zuvor.
19:08 Uhr – Cupertino verzeichnet über 100 Millionen verkaufte iPhones.
19:07 Uhr – Apple zahlte bereits über 2.000.000.000 US-Dollar an Entwickler aus.
19:05 Uhr – Mittlerweile existieren 200 Millionen iTunes-Account, für die eine Kreditkarte hinterlegt wurde.
Die Verlagsgruppe Random House, welche sich seit 1998 im Besitz der Bertelsmann AG befindet, gibt am gestrigen Dienstag den Umstieg auf das ‚Agency-Modell‘ beim eBook-Verkauf bekannt. Dabei bestimmt der Publisher den Preis und zahlt eine Provision an den Verkäufer. Für elektronische Druckwerke ist ein solcher Händler beispielsweise Apple mit seinem iBookstore.
Random House war der letztevon den sechs weltweit größten Verlagshäusern, der sein Preismodell umstellte. Damit bereitete der Buchgigant, ein Jahr nach der iBook(-store)-Einführung, seinen Weg in Apples Lese-App. Zu der Riege von offiziellen Erstlieferanten nannte Steve Jobs vergangenen Februar die Penguin-Gruppe, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie die Hachette-Gruppe.
Vor wenigen Minuten tauchten die ersten ‚Random-House‘-Werke wie Dan Browns ‚The Da Vinci Code‚ im englischsprachigen US-Store auf.
Machen wir uns nichts vor: Apple hat es einmal mehr geschafft, der heutigen Ankündigung mit iPad-Bezug, jegliche Hardware-Leaks vorzuenthalten. „Suck this Internetz!“
Nachdem die Vorstellung des iPhone 4 von einer ‚Crime-Action-Soap-Opera‘ begleitet wurde, verweilt diesmal, wenige Stunden vor dem Event, noch alles hinter zugezogenen Vorhängen. Das sich damit die Gerüchte-Gazetten nicht zufrieden gaben, belegen die unzähligen Analyse-Versuche kleinster Möchtegern-Hinweis-Schippsel. Ich selbst, nehme mich davon nicht aus. Manchmal verlockt es, ein Fragezeichen in die (Blog-)Überschrift zu setzen. Teilweise ist es jedoch einfach nur lächerlich, was als ‚Meldung‘ im Eintopf von Analysten–Meinungen, chinesischenPlastikteilen und Warensystemen von Elektronik–Ketten vermischt wird.
Wer undifferenziert seine News-Munition im Streuschuss-Stil auf jeden Sprücheklopfer-Report verballert, verliert an Glaubwürdigkeit. Viel zu selten lese ich kritische Meinungen über Fundstücke, die das Netz durch ihre schiere Masse an Berichten für signifikant erachtet. Doch der Spaß tut keinem weh, richtig? Nee. Als Mitte Februar die Investmentbank ‚FBR Capital Market‚ und die Analysten von ‚Yuanta Securities‚ behaupteten, dass sich iPhone 5 (!) und iPad 2 verspäten, knickte der Aktienkurs merklich ein. Geschenkt, oder?
Klar kann man behaupten, dass Apple für seine verschlossene Firmenpolitik auf die Finger gehauen gehört. Dieser Umstand erhöht ohne Frage den Anreiz der Spekulationen. Trotzdem sollte man sich den Adrenalinstoß nicht verderben lassen. Ernsthaft: Wer allen Schrotschuss-Gerüchten gefolgt ist, kann heute Abend eigentlich nur enttäuscht werden.
Darauf habe ich keine Lust, obwohl meine Erwartungen ohnehin eher gemäßigt ausfallen. Hardware-Revision II führt die Tablet-Evolution fort. Revolutionen heben wir uns für später auf. Die eigentliche Spannung liegt für mich daher auf möglichen iOS-5-Ankündigungen sowie Cloud-Services.
Ab 19 Uhr deutscher Zeit geht es los. Bislang ist kein Video-Stream angekündigt. Sollte sich dies ändern, erfahrt ihr es hier.
Das Online-Notizbuch Evernote (kostenlos; App Store-Link) erhält mit Version 4 eine weitreichende Layout-Überarbeitung. Das oben eingebundene Video gibt einen kurzen Überblick der iPhone-Version. Als iPad-Nutzer muss man sich derzeit noch gedulden. Die Neuerungen sollen erst später auf dem Tablet einziehen.
Ohne an dieser Stelle mit einer drögen Funktions-Beschreibung zu langweilen, lieber ein kurzer Praxis-Ausflug. Ich sichere mir über den Browser-Clip interessante Webseiten (in ihrer kompletten Form), die ich später noch einmal im Blog verarbeiten möchte. Dazu gehören beispielsweise Infos, die sich nicht als gehaltvoll genug für eine eigene Meldung erweisen, aber in zukünftigen Artikeln noch einmal auftauchen könnten. Gleiches gilt für Projektarbeiten, bei denen sich über mehrere Tage Bild-, Text- und Webverweise ansammeln, die ich dort in einem eigenen ‚Notizbuch‘ zusammenführe. Von unterwegs vermerke ich vom iPhone aus Notizen, Tweets- oder Online-Fundstücke über eine individuelle E-Mail-Adresse. Über die Nutzungsdauer von mehreren Monaten oder gar Jahren entsteht damit ein durchaus gebräuchliches Stichwort-(Nachschlage-)Werk.
Das führte schon mehrmals zur einer Situation, bei der mir ein Name des Analysten XY bekannt vorkam, der Kontext jedoch fehlte. Dieser tauchte nach einer kurze Schlagwort-Suche dann im abgespeicherten Artikel XY wieder auf.
Als Premium-Mitglied erhöht sich das monatliche Upload-Limit auf einen Gigabyte. Foto- oder PDF-Archive verschiebe ich nicht in die Evernote-Wolke. Doch die Erfassung von einigen hundert Artikeln pro Monat rechtfertig für mich (manchmal) die Bezahl-Mitgliedschaft. Diese ist mit $5 US-Dollar extrem überschaubar. Für Schulen, Universitäten oder andere Bildungseinrichtungen gibt es spezielle Konditionen.
Egal ob kostenfreies Konto oder Premium-Account, alle Daten verbleiben ohne Einschränkung auf den Cloud-Servern. Das ‚Freemium‚-Geschäftsmodell fixt die Leute (anscheinend) an, um eine finanziell ausreichende Balance zu erzeugen. Trotzdem gabs im letzten Oktober noch einmal $20 US-Millionen an Risikokapital.
Das Beispiel ‚Evernote‘ könnte damit auch als sehr anschauliches Praxis-Beispiel für die Entwicklung des neuen Apple-Abomodells dienen. Abzuwarten bleibt, ob Evernote zukünftig einen ‚In-App‘-Kauf der Premium-Mitgliedschaft anbieten muss. Bislang lässt sich innerhalb der Anwendung ’nur‘ ein einfaches Konto erzeugen.
Schlichtes Fazit: Ausprobieren kostet nichts lediglich Zeit. Das Redesign der iPhone-App ist ein willkommener Grund, diese zu investieren.
Heute wird kollektiv das Handtuch geworfen: Die (deutsche) Financial Times stellt „wegen technischer Probleme“ ihr Podcast-Angebot ein. Glaubhaft ist das nicht.
Nichtsdestotrotz: Alternativen sind zahlreich vorhanden. Alternativen, die ein Informationsangebot als Download ohne ‚technische Probleme‘ bereitstellen können. Wer nicht auf den kabelgebundenen iTunes-Sync setzen will, mag oder kann, greift zu Podcast-Programmen aus dem App Store. Für die Audio- und Video-Downloads entfällt über das Drittprogramm außerdem die Bandbreiten-Begrenzung im Mobilfunknetz.
Drei, für mich empfehlenswerte Vertreter, sollen hier exemplarisch Erwähnung finden. Dessen Funktionsumfang ist weitgehend identisch. Alle Apps finden manuell oder über das Online-Verzeichnis die Unterhaltungs- und News-Angebote, laden nach Belieben auch im Hintergrund dessen Dateien und stellen Shownotes, Beschreibungen oder Web-Verknüpfungen dar.
Entgegen den Konkurrenten finden sich in der heute veröffentlichten Erstfassung keine Push-Benachrichtigungen und keine 2x-Wiedergabe der Audio-Abspielgeschwindigkeit – entsprechende Updates versprach man mir jedoch bereits. Dafür liegt Instacast mit einer lokalisierten Sprachfassung den beiden Mitstreitern voraus.
Pocket Casts (1.59€; App Store-Link) ist ebenfalls ein App-Store-Neuling, der insbesondere durch schlichtes und schickes Design glänzt. Die ‚kantige‘ Optik mit liebevollen (Miniatur-)Symbolen begeistert – von der kleinsten Laufzeit-Uhr bis zum sich füllenden Download-Balken. Drei farblich unterschiedliche Themes stehen zusätzlich zur Wahl.
Lustige Randbemerkung: ‚Bits und so‚ rangiert derzeit an Position 2 der internen ‚Pocket-Casts‘-Aufstellung. Grund genug, dass der australische Entwickler per E-Mail eine netten Anmerkung und zwei kostenlose Promocodes schickt. Diese gebe ich gegen einen Kommentar gerne weiter (bitte E-Mail-Adresse nicht vergessen!).
Podcaster (0.79€; App Store-Link) ist die ‚Arbeitsmaschine‘ unter den hier vorgestellten Programmen. Ohne Lokalisierung oder clevere Design-Kniffe rückt die App von Alex Sokirynsky eine schnörkellose Download-, Abspiel- und Entsorge-Routine in seinen Mittelpunkt. Stopp. Alex Sokirynsky? Genau! Das war derjenige, der vor langer Zeit einmal Adhoc-Lizenzen am App Store vorbei verschacherte.
Podcaster trägt im Gegensatz zu den zwei Jungspunden das ‚Alte-Hasen‘-Image. Trotz erheblichen Abzügen in puncto ‚Gestaltung‘ findet man hier jedoch ein bereits über lange Zeit gereiftes Software-Werk. Gegenüber seinen Konkurrenten lassen sich beispielsweise auch Feed-URLs mit Benutzer-Name und einem Passwort importieren.
Soweit die drei ‚Podcasts-ohne-iTunes‘-Empfehlungen. Keiner der hier bedachten Vertreter kann sich klar gegenüber den Mitbewerbern absetzen. Einige Besonderheiten fallen je nach Anwendung unterschiedlich aus. Wer sehr spezielle Bedürfnisse an seine Mediendateien stellt, findet diese durch einen der Kandidaten eventuell beachtet. Wer einfach nur Podcasts draht- und iTunes-los aufs mobile Geräte spielen möchte, macht mit keinem der drei Aspiranten etwas falsch.
Der Investitionsarm von Intel, Intel Capital, zeigt sich führend bei der vierten Finanzierungsrunde vom Spiele-Produzenten ‚Digital Chocolate‚, die $12 Millionen US-Dollar umfasst. Seit 2003 sicherte sich damit der Entwickler sowie Publisher von App Store-, Web-, Facebook- und Xbox Live-Spielen eine Risikokapital-Unterstützung von insgesamt $54 Millionen US-Dollar.
Als Verleger tritt ‚Digital Chocolate‘ mit aktuell 135 iPhone- sowie 15 iPad-Titeln im App Store auf (iTunes-Link). Darunter finden sich einige ‚Cross-Plattform‚-Veröffentlichungen wie Tower Bloxx Deluxe, Rollercoaster oder Millionaire City.
Zuletzt wirbelte die Casual-Gaming-Firma mit einer Klage über den Markennamen ‚Mafia Wars‚ gegen Facebook-Mitbewerber Zyngadurch die Presse. ‚The Recorder‘ vermeldet Anfang Februar, dass sich die Streitigkeit außergerichtlich geklärt hätte.
Intel Capital, der führende Investor des jetzigen Kapitalzuschusses, investierte mit $3 Millionen US-Dollar bereits im vergangenen Herbst im Videospiel-Umfeld. Damals stand die Unterstützung der ‚Social-Gaming‘-Plattform ‚OpenFeint‚, Apples ‚Game-Center‘-Konkurrent, auf der Rechnung.
Apropos Rennspiele: ‚Real-Racing‚-Produzent Firemint verspricht mit ‚Agent Squeek‚ ein „episches“ iOS-Abenteuer, welches im Frühling 2011 erscheinen soll.
Apropos epochal: Der französische Herausgeber von Videospielen für Mobilgeräte Gameloft meldet vier (ungenannte) Titel auf Basis der Unreal Engine 3 von Epic Games an. Zwei dieser Veröffentlichungen sollen noch im Jahr 2011 über die Bühne gehen.
Das „neu entwickelte Daten-Roaming-Modell„, das die Deutsche Telekom zum Mobile World Congress Mitte Februar (stolz) vorstellte, entpuppt sich lediglich zwei Wochen später als Maskerade. Zumindest vorerst. Weitere Details, die sich heute von der CeBit in Hannover vernehmen ließen, versprechen für den am 01. März startenden Tarif, alles andere als eine „Kostenkontrolle„.
Ausschließlich für Vertragskunden stehen ab sofort in allen 27-EU-Ländern nur zwei Tagespässe zur Buchung. Der Gag: Sowohl das 10-Megabyte-Paket für 1.95Euro, als auch das 50-Megabyte-Bündel für 4.95Euro, kappen nach dem Volumenverbrauch nicht die Verbindung. Genau dies war allerdings großspurig in Barcelona angekündigt worden. „Herzstück des neuen Modells ist die Kostenkontrolle“ hieß es damals aus Vorstandskreisen in der Pressemitteilung.
Das PR-Statement verschwieg zwar nicht, dass nur „Teile des neuen Roaming Modells bereits ab dem 1. März 2011 in Deutschland buchbar“ sind, verschleierte jedoch durch geschickte Wortwahl, dass die elementaren Ankündigungen erst Anfang Juli starten. Ab diesem Zeitpunkt sollen die Nutzer auch vom annoncierten Wochentarif für 14.95Euro Gebrauch machen können. Die damalige “Speed Step Down“-Einschränkung, die als „technischen Gründen“ noch nicht spezifiziert werden konnte, findet jetzt ihre Bezifferung. Die ersten 100-Megabyte flutschen mit maximaler Geschwindigkeit durch die Leitung, danach senken sich die Online-Freuden auf GPRS-Niveau. Zumindest sollen keine weiteren 49 Cent pro Megabyte anfallen, wie dies ab dem morgigen 01. März der Fall für diese Tagestarife ist. Den Kostendeckel für Daten-Roaming im Ausland begrenzt hier lediglich die EU-Roaming-Verordnung des vergangenen Sommers.
Würden zwischen der ersten Ankündigung über die „neue Kostenschutz-Logik“ der Deutschen Telekom und den jetzigen (gravierenden) Einschränkung nicht lediglich 14 Tage liegen, hätte es von mir einen Vertrauensvorschuss gegeben. Nach der heute aufgedeckten (tölpelhaften) Gangart, steht das jedoch außer Frage. Ob die Barcelona-Ankündigung als Nebelkerze dem aufbäumenden Druck der EU-Regulatoren diente, oder lediglich keine anderen berichtenswerten Neuigkeiten vorlagen, werden (und müssen) wir eigentlich auch gar nicht erfahren.