Vor genau einer Woche präsentierten wir an dieser Stelle eine Videodemonstration der digitalen WiiMote auf dem iPhone. Das Demo erreichte bislang über 80.000 YouTube-Abrufe und huschte auf seinem Rundgang einmal durch die technikbegeisterte Internet-Landschaft.
Dank seines Entwicklers Dr. Matthias Ringwald durften wir mittlerweile in Eigenregie eine Wii-Fernbedienung mit dem iPhone verbinden, und sein digitales OpenGL-ES-Abbild bewundern. Ringwald kennt sich mit dem Blauzahn aus: er präsentierte vor zirka drei Monaten bereits den Zeemote-Joystick am Apple Telefon.
Das nun benötigte Equipment ist nicht umfangreich. Neben einem Jailbreak-iPhone und dem Wii Remote-Zubehör, bedarf es softwareseitig einem eigenen Bluetooth Stack und ein wenig Signatur-Software (LDID) über Cydia.
Ist die WiiMoteOpenGL-Anwendung und der BTdaemon auf das iPhone transferiert, initiiert man per SSH den Verbindungsaufbau und bestätigt diesen auf der Wii-Fernbedienung mit den Tasten 1+2. Da Matthias bislang kein iPhone 3GS-Gerät zum Test vorlag, konnten wir in einer kurzen Skype-Sitzung sogar ein bisschen zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Projektes beitragen…
Die Bewegungen des Nintendo-Zubehörs werden erstaunlich präzise auf dem iPhone-Bildschirm wiedergegeben und dienen hoffentlich als Auftakt für weitere ‚inoffizielle‘ Projekte. Matthias selbst schraubt gerade an einem Bluetooth Tastatur-Treiber und wird „falls der BTstack halbwegs benutzbar ist“, diesen über Cydia veröffentlichen.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
T-Mobile wird am 15. August die Gerätepreise in den Complete XS- sowie Complete 60-Tarifen anheben. Die Verträge bleiben in ihrer jetzigen Form und den zugeordneten Preiskonditionen bestehen.
Die ab kommendem Samstag gültigen Geräte-Konditionen für die ‚kleinsten‘ iPhone-Tarife, staffeln sich dann folgendermaßen:
T-Mobile Pressesprecher Alexander von Schmettow bestätigte gegenüber dem iPhoneBlog die geplante Erhöhung.
Wer noch vorab zuschlagen möchte, spart beim Abschluss eines Complete XS- oder Complete 60-Tarif durchschnittlich 100€. Die Lieferzeiten für ein iPhone 3GS können sich derzeit auf bis zu vier Wochen belaufen.
Populäre PC-Klassiker aus den 90er-Jahren feiern ihr Comeback auf dem iPhone. Heute ‚Duke Nukem 3D‘ (2.39€; App Store-Link), vielleicht schon Morgen ‚Rise of the Triad‚. Vor einigen Monaten erreichte ein Spiel den App Store, das Videospielzeitschriften aus dieser Zeit gerne ‚verfälscht‘ als ‚Wolf 3D‚ betitelten.
Warum der Umstand? Alle, der genannten Titel wurden in Deutschland von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien – kurz BPjM – (ehemals BPjS) indiziert. Der zuletzt diskutierte Titel ist noch einmal extra zu betrachten, da dieser ‚volksverhetzendes Material‘ beinhaltete und bundesweit beschlagnahmt wurde.
Mir ist vollkommen klar, dass dies im Netz seine Interessenten herzlich wenig interessiert. Damals wie heute. Der global-agierende App Store treibt die Durchsetzbarkeit des medialen Jugendschutzes jedoch abermals an seine Grenzen.
Eine Indizierung kann bekanntlich ausschließlich nach seiner Veröffentlichung erfolgen, gilt für originalgetreue 1:1 Umsetzungen jedoch fortlaufend auch für Versionen auf anderen Systemen. Dies betrifft dann auch die Berichterstattung. Für den oben genannten id-Egoshooter fragte ich deshalb kürzlich bei der BPjM nach, wie ‚rechtmäßig‘ darüber zu berichten wäre.
Die BPjM-Antwort folgte auf den Fuß:
Die Berichterstattung über indizierte Medien ist zulässig; Werbung für indizierte Medien ist nicht zulässig. Sie haben also in Ihren Beiträgen darauf zu achten, dass diese nicht bereits eine Werbung darstellen. Die Nennung des Namens allein wird grundsätzlich nicht schon als Werbung ausgelegt, wenn es sich um einen objektiv gehaltenen Bericht handelt. Genauere Fragen zu diesem Thema bitte ich Sie an einen Rechtsanwalt zu richten.
Das Werbeverbot für indizierte Medien ist eine Rechtsfolge, über die jedoch Uneinigkeit herrscht:
Strittig ist, ob eine (kritische) Rezension solcher Publikationen in Jugendlichen zugänglichen Medien zulässig ist. Die Staatsanwaltschaften haben sich in dieser Hinsicht nicht einhellig festgelegt.
In die komplexe Struktur aus freiwilliger Selbstkontrolle (Küchenradio-Podcastepisode 83 – USK), staatlichem Jugendschutz und PEGI-Rating für aktuelle Titel möchte ich mich gar nicht einmischen. Die Problematik, das Indizierungen in der Regel erst nach 25 Jahren auslaufen und dann gegebenenfalls neu verhandelt werden müssen, machen es jedoch nicht leichter, sich mit einer Berichterstattung nicht auf dünnes Eis zu begeben. Man erwähne an dieser Stelle die Kommentarfunktion in Weblogs, die ein 13 Jahre altes Computerspiel in Bedrängnis bringen kann.
Erschwerend kommt hinzu, das ein App Store-Länderwechsel ausreicht, um beispielsweise in den USA das digitale Download-Angebot wahrzunehmen. Im Fall von ‚Duke Nukem 3D‘ ist dies nicht einmal notwendig, da das Spiel von 1996 mit einer Altersfreigabe von 12+ im deutschen App Store erhältlich ist.
Manchmal sagen ein paar bewegte Bilder mehr als tausend Worte. Und manchmal bedarf es einiger Klänge…
Snowtape nimmt sich dem unerfüllten Radioauftrag an, den iTunes selbst bis Version 8 nicht erfüllen konnte. Zumindest nicht zufriedenstellend. Mit schlichter OS X-Benutzerführung, übertrumpft die $30-Software bereits in Sachen Optik seine Apple-Konkurrenz.
Die eigentlichen Stärken finden sich jedoch ganz woanders. Beim ersten Start wird man überflutet von einer Vielzahl von internationalen Radiostation. Seine ganz persönlichen StreamURLs, die sich nicht im Verzeichnis finden, verarbeitet das Programm natürlich auch. Die integrierte Aufnahme-Funktion ermöglicht den Mitschnitt und iTunes-Export der gesprochenen und gesungenen Audio-Werke.
Snowtape findet sogar die passende Cover-Bilder und Meta-Informationen (Last.fm-Datenbank), damit nach dem iPhone-Sync die Bibliothek nicht von photolosen Daten-Monstern regiert wird.
Die für dieses Weblog spannende Angelegenheit findet sich seit kurzem im App Store. Die SnowRemote (0.79€; App Store-Link) steuert das Mac-Programm fern. Zusätzlich lässt sich durch die Sender-Vielfalt navigieren, die Lautstärke regulieren und Audio-Aufnahmen einleiten bzw. beenden.
Wer aktuell SnowRemote erwirbt, spart 20-Prozent beim Snowtape-Kauf. Jedem Radio-Enthusiaten, der digitale Andenken genieren möchte, sei diese kleine Software samt Fernsteuerung ans Herz gelegt.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Relativ unvorbereitet trifft am heutigen Montagmorgen Sid Meier’s Civilization Revolution auf den App Store. Sein Entwickler Firaxis – veröffentlicht über 2K Games – schicken nach der Xbox 360-, PS3- und Nintendo DS-Version das iPhone in den Kolonisierungs-Kampf.
Das Spiel gleicht seinen Konsolen-Revisionen, in denen ihr das Schicksal eines Volkes von der Steinzeit bis zur Gegenwart lenkt, und erweitert es um die Gesten-Steuerung für das iPhone. Der populäre Strategietitel erfuhr innerhalb der letzten 18 Jahre einen beeindruckenden Grafikwandel, blieb seinem Brettspiel-Charakter jedoch bis heute treu.
Mit dem kostenfreien Demo (App Store-Link) lassen sich die ersten Gründungen einer Hochkultur üben. Die aktuelle Version ist ausschließlich in englischer Sprache verfügbar, ein Update zur ‚Nachrüstung‘ jedoch bereits in Planung. Auf einen Mehrspielermodus ist ebenfalls zu hoffen, obwohl dieser noch keine Ankündigung erfuhr.
Über die Performance auf iPhone Classic und 3G herrschen unterschiedliche Meinungen. Meinen 3GS-Test absolvierte das rundenbasierte Civilization bravourös.
Gameloft veröffentlicht Guitar Rock Tour 2 mit 18 neuen Songs. Von ‚Born to be Wild‘ bis ‚Sweet Home Alabama‘ ist vieles dabei, was der Gehörgang bereits kennt. Menüführung und Grafikstil fühlen sich bei Gameloft bereits ganz heimisch auf dem iPhone.
‚Point & Click‘-Abenteuer stehen derzeit groß in Mode. Nachdem Ende Juli ‚The Secret of Monkey Island‚ vorlegte, zieht jetzt ein Fantasy-Klassiker nach: ‚Simon the Sorcerer‘, ursprünglich aus dem Jahre 1993 als Disketten-Spiel für den Amiga, schafft eine Umsetzung auf das iPhone.
Damals wurde der Adventure Soft-Titel als LucasArts-Konkurrent hoch gelobt, und ist uns auch im letzten Jahrzehnt durch seine populäre ScummVM-Adaption erhalten geblieben.
Nun startet Simon sein mobiles Comeback als Zauberer-Lehrling im App Store.
Twitter kämpft, nach dem am vergangenen Donnerstag durchgeführten Denial-of-Service Angriff, (bei mir) immer noch mit ‚gefühlten‘ Performance-Problemen. Daher kommt diese App Store-Empfehlung zu einem der ungünstigsten Zeitpunkte, muss aber jetzt einfach mal raus.
In einem wahnsinnig hübschen Design, bei dem sich der eine oder andere Entwickler gerne kreativ bedienen sollte, liefert Birdbrain (1.59€; App Store-Link) eine Übersicht des eigenen Zwitscher-Netzwerks. Dabei lassen sich in einer übersichtlichen Statistik die Anzahl, der von euch beobachteten Accounts sowie der eigenen Verfolger einsehen. Zusätzlich wird nach einzelnen Benutzern geforscht und alle blockierten Kontakte in einer Aufstellung angezeigt. Vielleicht ist euch ja der eine oder andere Account versehentlich in die Sperrliste gerutscht.
Pro Tag aufgeschlüsselt ist ersichtlich, wieviel Verfolger sich euch zu- bzw. abgewendet haben. Mit einem Fingerzeig auf den jeweiligen ‚Follower‘ erhält man seinen persönlichen Steckbrief. Angefangen vom Twitter-Beitrittsdatum, der Update-Höhe und natürlich den zuletzt abgesendeten Tweet. Mit einem weiteren Klick – ohne die Anwendung zu verlassen – springt man in den Zeitstrahl vom jeweiligen Benutzer.
Birdbrain ist, wie das hier bereits vorgestellte Ego, vordergründig zum Erhalt des Online-Selbstwertgefühls. Gräbt man sich jedoch tiefer in die 1.59€-Anwendung, offenbart diese einen guten Überblick seines sozialen Netzwerks. Die Anwendung verwaltet mehrere Accounts, scheint ein kleiner API-Fresser und verabschiedete sich an der einen oder anderen Stelle mit einem Absturz.
Den positiven Gesamteindruck verändert dies jedoch für eine bessere Übersicht der Kurzmitteilungs-Gemeinschaft jedoch nicht.
Von unzähligen Radio-Sendern über Song-Erkennungsprogramme bis hin zu rhythmischen Beatbox-Anwendungen hüpft das experimentelle Musiker-Herz. Wer hier schon länger mitliest, weiß um meine Leidenschaft für Retro-Videospieltitel und dessen 8-Bit-Töne.
Ganz aktuell hört man in dieser Kategorie natürlich Weezer, Prodigy und Daft Punk – in allem stecken nicht mehr als 8-Bit. Zumindest fast.
Ein wahres Wühlfest für aneinandergereihte Computerklänge aus meiner Jugend finden sich im Netz unter 8bitpeoples, 8bitcollective oder die 8bit-Kategorie der Audiofarm. Für das iPhone haben wir uns bereits mit dem Sid Player (1.59€; App Store-Link) alle C64-Klänge gesichert. Der 8Bitone Micro Composer (3.99€; App Store-Link) – ebenfalls schon hier in den News – generiert als Synthesizer und Sequenzer (in meinen Ohren) klangvolle Tonabfolgen.
Etwas süßlichere Klänge produziert man mit dem kürzlich veröffentlichten Mujik (kostenlos; App Store-Link), das von vielen Seiten Empfehlungen erhielt.
Wer sich jedoch komplett auf die ‚achtbitigen‘ Videospiele einschießen möchte, findet mit dem Nintendo Famicom-Synthesizer (oben im Video), den richtigen Kick zurück in die 80-ziger. NESynth generiert nostalgische Gefühle, auch wenn sich diese (zumindest in der eigentlichen Anwendung) nicht permanent konservieren lassen.
T-Mobile spricht aktuell von ‚bis zu vier Wochen‘-Lieferzeit für ein 3GS-Neugerät. iPhoneBlog-Leser berichten sogar teils von längeren Wartezeiten. Damit zusammenhängend schreiben wir mit dem heutigen 09. August, den vorerst letzten der auf der WWDC angegebenen Veröffentlichungstermine, für einen 3GS-Produktstart in weiteren Ländern.
Update: Es handelt sich natürlich um den gesamten August ’09, indem weitere Länder für den 3GS-Produktstart vorgesehen sind. Danke an die Kommentare!
Obwohl es auch dabei zwischenzeitlich zu Verzögerungen kam, stehen auf der offiziellen Apple’s ‚iPhone around the World‚-Liste aktuell lediglich Äquatorialguinea, Guinea-Bissau, Israel und Katar aus.
Der Distimo-Bericht (Juli 2009 – PDF) zur App Store-Analyse beinhaltet in diesem Monat erstmals den Vergleich zum ‚Google Android Market‘.
Richtet man seinen Fokus ausschließlich auf das Preisgefüge für die Kategorie App Store-Spiele, fällt (weiter) eine starke Konzentration auf 0.79€-Artikel (bzw. $0.99) auf. Einen Blick auf die bezahlten und unbezahlten Download-Hits, aus denen Distimo (teils) seine Auswertungen zusammenstellt, sind partiell erschreckend.
Die Kategorie Spiele dominiert jedoch weiter: Im Monat Juli fallen 9 von 15 Anwendungen in die (bezahlte) Rubrik ‚Games‘.
Ich durfte bereits einen kurzen Blick auf die aktuelle Entwicklerversion von Google Wave werfen. Der kommende Web-Dienst des Suchmaschinenherstellers, der mit einem ambitionierten Konzept versucht die klassische E-Mail ablösen, befindet sich in einem extrem frühen Alpha-Stadium.
Die Webanwendung auf dem iPhone benutzt HTML 5-Fähigkeiten und beeindruckt durch seine augenblickliche – ‚Instant Messenger-ähnliche‘ – Übertragung.
Unter http://iphone.akamai.com/ demonstriert Apple das (Video-)Streaming mit dem aktuellen iPhone-Browser. Nach dem Space Shuttle-Start wurde dieses Wochenende das erste Live-Konzert aus Oakland übertragen. Die Qualität des Underworld-Konzerts stimmte – zumindest für die wenigen Minuten, die ich während unser frühen Morgenstunden zuschaltete.
Die ‚Vollversion‘ soll am 18.08. im App Store landen. iPhone 3GS-Neukunden bekommen 12 Monate kostenlosen Zugang. Für alle anderen Interessenten staffeln sich die monatlichen Abonnements von 4.95€ (LIGA total!) über das Basis-Paket mit 7.50€ bis zur Erotik mit 10€.
Die äußerst dünne Gerüchtelage, auf dem ein aktueller ‚Boy Genius Report‚ beruht, spricht von iTunes 9-Neuerungen. Dabei soll die visuelle Sortierung von Anwendungen in der Musikverwaltungs-Software möglich sein. Nach einem Jahr App Store, in dem auf jeden iPhone / iPod touch-Besitzer durchschnittlich über 30 Anwendungen entfallen, wäre dies dringend an der Zeit.
Die im Bericht angesprochene Blu-ray-Kompatibilität (erste Spuren seit Pre-Release 8.2) sowie eine Integration von ‚Sozialen Netzwerken‘ wie Twitter, Facebook oder Last.fm wirken… so ’na ja‘.
Blu-ray-Laufwerke halten sich derzeit bekanntlich von Apple-Hardware und seiner iTunes-Filmkonkurrenz fern. iPhoto ’09 integrierte zu Beginn des Jahres einen Bilder-Upload auf Facebook. Eine iTunes-Schnittstelle zum Übermitteln der aktuellen Lieblingstitel liegt daher nicht im Spektrum des Undenkbaren.