Time to Walk: Stephen Fry

Fitness+ beinhaltet „Zeit fürs Gehen“ – kurze Audio-Erzählungen prominenter Leute. Die Geschichten sind direkt von der Apple Watch während einem Gehen-Training abzuspielen.

Als das Feature zum Jahresbeginn in den USA mit Dolly Parton und Shawn Mendes startete, steckte ich die „lebensprägenden Erfahrungen und bedeutungsvollen Erinnerungen“ in eine kitschige Gedankenschublade – ohne reingehört zu haben. Und wahrscheinlich stimmt diese Zuordnung auch, aber die 40-minütige „Gehen-Folge“ mit Stephen Fry hat mich auf meinem Nachtspaziergang durch den Regen auf dem genau richtigen Fuß erwischt.

Wahrscheinlich liegt’s an Fry, dem ich stundenlang zuhören könnte. Aber auch die technische Umsetzung gelingt. Auf die Einblendung von Bildern wird man durch ein Rütteln am Handgelenk hingewiesen. Die Playlisten mit der Musik der Erzähler:innen lassen sich direkt übernehmen. Es wurde sogar berücksichtigt, dass alle Siri-Ansagen zum Workout die gesprochenen Stories pausieren, bei spielender Musik aber drüber gesprochen werden.

Die AirPods 3. Generation

Der folgende Artikel ist über 8.000 Zeichen lang. Um ihn zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one habe ich die Audiodatei zusätzlich in den persönlichen RSS-Feed eingestellt.

Nach zwei Jahren mit den AirPods Pro weckte die neue (dritte) Generation bei mir alte Erinnerungen. AirPods ohne Silikonaufsätze fühlen sich augenblicklich vertraut an. Träger:innen der ersten oder zweiten Generation werden garantiert nicht überrascht, obwohl sich alles geändert hat.

Form und Bedienung orientieren sich nun an den Pros; das Tragegefühl bleibt aber unverwechselbar. Die dritte Generation hat mehr Hautkontakt als die ersten zwei AirPods-Modelle, sie hängen aber vergleichbar schwerelos in der Ohrmuschel. Die Pros tragen sich zwar genauso federleicht, verschließen aber den Ohrkanal. Das fühlt sich ernsthaft anders an.

Nach einer Woche mit der dritten Generation kann ich den (vergessenen) Reiz wieder nachvollziehen. Man hängt die „Non-Noice-Cancelling“-AirPods mühelos ins Ohr, anstelle dabei bewusst auf den Ohrstöpsel zu achten. Mir ist das besonders aufgefallen, weil ich Symbio Eartips respektive Comply Foam-Ohrpassstücke benutze, die man vor dem Einsetzen zusammendrückt.

Das deutlich kleinere Case ist ganz entzückend. Es ist fast exakt so groß wie die Hülle der ersten und zweiten AirPods-Generation, öffnet sich aber seitlich und ist deshalb kein Fidget-Spielzeug. Die Scharniere werden euch die ausbleibenden Fingerspielereien aber auf Dauer danken.

Um AirPods aus dem Ladecase zu entnehmen, orientiert man sich jetzt auch an den AirPods Pro. Ihr drückt mit dem Zeigefinger von hinten gegen den Kopfhörer. Ihr legt euren Finger quasi in den aufgeklappten Deckel und drückt den Stöpsel nach vorne. Dort fängt dann der Daumen den Kopfhörer ab.

Hülle und Kopfhörer sind jetzt schweiß- und wasserbeständig. Allein fürs gute Gefühl ist das ein wichtiges Feature. Die Gitter vor den Lautsprechern fallen großflächiger aus – richtig groß. Egal, wie penibel man seine Kopfhörer sauber hält: Eine Packung Klebeknete zur mühelosen Reinigung darf man sich bereits bestellen.

Ich trage meine AirPods Pro täglich – täglich für mehrere Stunden. Ich habe in den letzten 7 Tagen meine Pros gegen die 3. Generation getauscht und ihnen die gleichen Aufgaben anvertraut: Joggen, Musikhören, Artikel vorlesen, Podcasts abspielen und Filme schauen. In allen Situationen, in denen keine Geräuschunterdrückung und kein Transparenzmode notwendig waren, klingen sie für mich identisch.

Der Sound ist damit ein echtes Upgrade für Besitzer und Besitzerinnen der ersten und zweiten Generation. Podcasts nuscheln euch nicht mehr in die Ohren; Musik besitzt mehr Bass und klingt trotzdem dynamisch und deutlich.

Das preiswerteste AirPods-Modell entleiht sich obendrein den „Adaptiven EQ“ aus den AirPods Pro und den AirPods Max. Ein nach innen gerichtetes Mikrofon lauscht mit und nimmt konstant Klangkorrekturen vor.

Diese Anpassungen sind absolut intransparent. Ich kann sie weder messen noch beschreiben. Und trotzdem gilt: AirPods bleiben für ihre Größe, in der vermeintlich wichtigsten Disziplin – dem Musikhören – verdammt hervorragende Kopfhörer.

Ein Bereich, in dem die dritte Generation sogar die AirPods Pro abhängt, ist das „spezielle Akustikgewebe“. Es minimiert Windgeräusche. Die Funktion findet auf Apples Webseite zwar ihre Erwähnung, ist meiner Outdoor-Erfahrung nach aber ein Understatement.

Während ein Windstoß gelegentlich in den AirPods Pros zischt, ist davon nichts in der dritten Generation zu hören. Ich habe über mehrere Kilometer hinweg auf dem Onewheel die Ohrstöpsel gewechselt – genauer gesagt jeweils einen Ohrstöpsel aus einem Modell in ein Ohr gesteckt.

Diese Gegenüberstellung hat beeindruckt. Wenn euch ein gelegentlich pfeifender Wind in euren Kopfhörern stört, haben die AirPods 3. Generation hier viel zu bieten.

Vergleichbar spannend ist der neue Hauterkennungssensor – zumindest in der Theorie. Während die AirPods Pro mit zwei optischen Sensoren erkennen ob sie noch in den Ohren sitzen, fühlen die neuen Stöpsel nach Haut. Die Pros kann man überlisten, indem man sie in eine enge Hosentasche steckt; bei den neuen AirPods kann man so kein Weiterspielen über den zweiten Ohrstöpsel erzwingen.

Das könnte in Zukunft noch sehr vielversprechend werden, ist in der Praxis derzeit aber zu vernachlässigen. Man kann ohne Frage die Hauterkennung erzwingen, es verhindert im Alltag jedoch nur in wenigen Situationen ein unerwünschtes Weiterspielen.

Software-Features schränkt Apple nicht künstlich ein, obwohl es Unterschiede zwischen den Modellen gibt. Die „Konversationsverstärkung“1 bleibt beispielsweise den AirPods Pro vorbehalten, weil die Funktion den Transparenzmode voraussetzt. Die Stimmisolation ist dagegen auf allen aktuellen AirPods verfügbar.

Und genau mit diesen Software-Features heben sich die AirPods von anderen Kopfhörern ab. AirPods sind aber nicht nur besser integriert, sondern sie lernen seit Jahren hinzu. Es sind Kopfhörer, die sich nicht nur leichter mit Apples Smartphone, Tablet, Computer und Set-Top-Box verbinden, sondern ständig neue Funktionen bekommen.

Das am kräftigsten beworbene Feature ist 3D-Audio. Sein zusätzliches „Head Tracking“ empfinde ich für Musik als verwirrend; den generellen Raumklang möchte ich jedoch weder für Musik noch für Filme missen.

Die neuen AirPods stehen im aktuellen Line-up hier den anderen Modellen nicht nach. Mich hätte es auch arg gewundert, wenn 3D-Audio in der 3. Generation gefehlt hätte. Trotzdem ist die Integration des Raumklangs in das (wahrscheinlich!?) am meisten verkaufte AirPods-Modell ein Bekenntnis zu dieser Technik.

Was fehlt?

Ich wünschte, AirPods würden in Farbtöpfe fallen – so wie dort auch die HomePod minis reingeschubst wurden. Ich mag den Stormtrooper-Look, würde mir zur Abwechslung aber auch andere Farben wünschen.

Apple erklärt solche Entscheidungen nicht, und äußert sich erst dann, bis Farben in eine Produktlinie zurückkehren. Auch nach fünf Jahren müssen wir für AirPods darauf weiter warten.

Was fehlt noch?

„Reverse Wireless Charging“. Warum kann das nur Apples Akku-Pack? Warum wird das Ladekästchen MagSafe-magnetisch, nimmt aber keinen Strom des Telefons an?

Immerhin bekommt man mit 5 Minuten an der Steckdose ungefähr eine Stunde Audiowieder­gabe in den kleinen Puck.

AirPods 3 erinnern mich an die Faszination, die das erste (und zweite) Modell auslöste. Trotzdem sollte heute wirklich niemand mehr die 2. Generation der AirPods kaufen – obwohl Apple sie (für einen obendrein viel zu hohen Preis) im Verkauf lässt.

Das Re-Design kickt die Steuerung über Antipp-Gesten zugunsten des Drucksensors im (deutlich kürzeren) Stängel. Für mich ist das ein klarer Gewinn.

Die Quetsch-Gesten lassen sich im Gegensatz zu den AirPods Pro nicht in den Einstellungen ändern – weil die 3. Generation keinen Transparenzmode und keine aktive Geräuschunterdrückung mitbringt. Ein langer Druck auf den weißen Stummel aktiviert also immer Siri.

Euch fällt meine häufige Erwähnung der zwei Modi auf? Der Vergleich zwischen AirPods 3. Generation und AirPods Pro lässt sich auf die Silikontips sowie den Transparenzmode und die aktive Geräuschunterdrückung reduzieren. Audio-Sharing, die „Find My“-Integration, der automatische Verbindungswechsel und „Mitteilungen ankündigen“ funktionieren nämlich identisch.

Apple verlangt für die Pros rund 80 Euro mehr. Im Handel kosten beide Modell aber die gleichen 200 Euro. Das erschwert meine Empfehlung, stellt euch aber vor eine Auswahl.

Mir persönlich ist der Filter für die Umgebungsgeräusche wichtig. Ich schätze, dass ich in den nächsten Wochen und Monaten deshalb häufig zu den Pros greife.

Die 3. Generation legt aber nicht nur die Messlatte für AirPods deutlich höher: Sie sind eine Herausforderung für die In-Ears anderer Hersteller. Sennheiser, Sony und Co. halten zwar bei der Soundqualität mit; können aber viele von Apples Betriebssystemfunktionen für Kopfhörer nicht bieten.

Ein besseres AirPods-Modell auf der untersten Preisstufe ist für Kunden und Kundinnen mit iPhones und iPads deshalb oft die erste Wahl. Die AirPods 3. Generation macht diese Wahl noch einmal deutlich leichter.


  1. Einstellungen ➝ Bedienungshilfen ➝ Audio/Visuell ➝ Kopfhörer-Anpassungen ➝ Anwenden mit Transparenzmodus 

(Werbe-)Tracking: Opt-in führt zu Einbußen im Werbegeschäft

Apple’s decision to change the privacy settings of iPhones caused an estimated $9.85bn of revenues to evaporate in the second half of this year at Snap, Facebook, Twitter and YouTube, as their advertising businesses were shaken by the new rules.

Apple introduced its App Tracking Transparency policy in April, which forced apps to ask for permission before they tracked the behaviour of users to serve them personalised ads.

Patrick McGee | Financial Times

Zur Erinnerung: Diese „iPhone privacy changes“ sind eine simple Frage an Nutzer und Nutzerinnen, ob sie (Werbe-)Tracking zustimmen. Der (einmalige) Hinweisdialog ist für App-Anbieter verpflichtend, aber die Zustimmung respektive Ablehnung liegt allein beim Nutzer.

Obendrein existiert die Möglichkeit diese Einwilligung generell zurückzuziehen (➝ Einstellungen ➝ Datenschutz ➝ Tracking).

Apples Tracking-Transparenz-Initiative zeigt, dass viele Personen widersprechen, wenn sie lediglich gefragt werden (Opt-in vs Opt-out). Die (relativ einfache) Rückfrage entblößt deshalb auch, wie viel (Werbe-)Tracking komplett ohne Zustimmung erfolgt.

Readly – inklusive Spezialangebot für „1 Monat kostenlos“ [Sponsor]

Informationen und Unterhaltung suche ich mir selbst aus – das überlasse ich keinem Algorithmus! Readly bietet mir dafür jeden Monat unbegrenzten Zugriff auf 5000+ Magazine und Tageszeitungen. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Magazin-Flatrate in den nächsten 7 Tagen hier erneut mein „Sponsor der Woche“ ist.

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Das Spezialangebot gleich vorweg: Über diesen Link testet ihr Readly für 30 Tage unlimitiert und komplett kostenlos. Nach dem ersten Gratis-Monat könnt ihr unverbindlich und ohne Tricks kündigen. Fairer geht’s nicht!

Der Zugang zu Qualitätsjournalismus und cleverer Unterhaltung, die eure Zeit nicht vertrödelt, ist ein Muss. Aus eigener Mitarbeit weiß ich, dass jeder Artikel über Videospiele der „M!Games“ sowohl Hand wie auch Fuß hat. Gleichmaßen recherchieren meine ehemaligen Kollegen der „Mac Life“ und „Game Pro“ akribisch alle ihre Ratgeber und Tests.

Und so wählt jeder sein Lieblingsmagazin. Die Zeitschriften-Flatrate richtet sich nämlich nicht nur an alle Hobbys und jede Leidenschaft, sondern auch an die ganze Familie. Der Familienaccount trennt bis zu 5 Profile. Eltern und Geschwister lesen also mit!

Alle Hefte zeigt die App natürlich direkt zum Erscheinungstermin. Aber auch ältere Ausgaben bleiben im Katalog – ohne dabei einen Stapel aus Altpapier zu erzeugen. Über die Textsuche findet ihr Themen wieder; alle Ausgaben kann man herunterladen, um sie offline zu lesen. Dank der App hat man sie immer dabei.

Wie gesagt: Über diesem Link bekommt ihr den ersten Monat komplett kostenlos!

Vielen Dank an das gesamte Team von Readly für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

„It’s here.“ #Procreate5_2

Video

Procreate feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges App-Store-Jubiläum: Die Software erschien zum Start des zweiten iPads im Mai 2011. Es kostet weiterhin 9,99 Euro – als Einmalkauf.

Wichtige Randnotiz, die auch in den Release Notes eine Erwähnung fand: Apple erlaubt es iPad-Apps sich jetzt für ein spezielles Entitlement zu bewerben, um auf den neuen iPad Pros mehr Arbeitsspeicher abzurufen.

iPadOS 15 memory updates: iPad Pros with 6 GB of RAM or more can now take advantage of the extra memory and create even more layers and even bigger resolutions. Compatible iPads can now create canvas sizes up to 16k by 8k, and make hundreds more layers for animation.

iOS 15.1 teilt euren iPhone-Bildschirm über FaceTime

Die Bildschirmfreigabe ist aus dem Allerlei der SharePlay-Funktionen die (mit großem Abstand) spannendste Neuerung. iOS + iPadOS 15.1 ermöglichen nun … Kaffeebestellungen.

Aber ernsthaft: Ich hatte allein in dieser Woche drei Technikhilfe-Anrufe, die Dank der Bildschirmfreigabe in wenigen Minuten erledigt waren. Wie ging es jemals1 ohne diese Funktion?


  1. Alle bisherigen Lösungen sind mir bekannt.

    Trotzdem hat’s gedauert: Apple bot bereits vor neun Jahren „Screensharing-Support zur iOS-Ersteinrichtung“ über OS X an. 

#278 – die Software-Tricks der AirPods

AirPods erhalten im Schulterschluss mit iOS, iPadOS und macOS regelmäßig neue Software-Features. Das ist für niemanden eine neue Information; mir in der Zusammenstellung dieses Videos jedoch noch einmal deutlich vor Augen geführt worden.

Hier das Intro zur sechsminütigen Episode:


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Ein „Up Next“-Widget für die Trakt.tv-App

Seit seiner Veröffentlichung im Mai füllt sich regelmäßig das Changelog der Trakt.tv-App. Eine kleine und erfreuliche Neuerung kam in dieser Woche hinzu: das „Up Next“-Widget.

Innerhalb der App findet sich natürlich weiterhin eure (lange) Liste aus allen einmal gestarteten Shows. Für mich ist das kein „Pile of shame“, sondern die erste Anlaufstelle um eine bestimmte Show für eine bestimmte Stimmung zu finden1.

Es ist ein radikaler Gegenentwurf zu Netflix. Der Streamingdienst versteckt TV-Serien, die ihr einmal begonnen habt, jedoch länger pausiert.

Und das ist aus Sicht von Netflix absolut nachvollziehbar: Zu viele Entscheidungsalternativen führen zu keiner Entscheidung. Und wenn man sich nicht innerhalb der ersten Minute für einen Film oder eine Serie auf Netflix entscheiden, schaltet man ab.

Zugegeben: Ein Empfehlungsalgorithmus für stimmungsabhängige Fernsehunterhaltung ist schwierig. Deshalb funktioniert er für mich wahrscheinlich auch nicht. In Trakt.tv sehe ich dagegen Serien, die tatsächlich von Personen angeschaut werden, sowie alle Shows, die meine Freund:innen (mit ausgezeichnetem Seriengeschmack) wählen.

Es ermöglicht mir eine bewusstere Auswahl an Fernsehunterhaltung, und ist für mich mittlerweile der Mehrwert von dem Webservice.


  1. Natürlich lässt sich auch diese Liste bereinigen: Durch eine lange Fingerberührung signalisiert ihr dem Webdienst euren Ausstieg aus einer Show.