Paintball-Pinball: INKS.

INKS. (universal; 1.99 ), aus der ‚Lumino City‘-Schmiede (universal; 4.99 ), ist wunderschön und obendrein wunderschön simpel.

Video

Die Kunst ist1 – so interpretiere ich das Werk rund um die Farbkleckse und Linien von den Programmcode-Maler aus London – sich zurückzulehnen und mit Genuss auf 72 Tischen2 ein paar Farbeimer umzustoßen.

Bei INKS. dudelt keine Hintergrundmusik. Die perfekte Untermalung neben den (tollen) Soundeffekten ist ein eigener Podcast oder ein langes Audiobook (wenn den Fingern beim Zuhören langweilig ist).

Ich gebe vier von fünf möglichen Farbtöpfen.


  1. Und ja, dieses Wortspiel ist klar beabsichtigt… 
  2. 2 x 24 Tische lassen sich für jeweils 99 Cent zusätzlich nachkaufen. 

Quik und Splice – GoPro kauft sich Software-Support aus dem App Store

Smartphones ersetzten Kompaktkameras; jetzt stehen GoPros auf der Abschussliste.

Chief Executive Nick Woodman went on home-shopping network QVC Inc. in December to boost the Session’s sluggish sales. He pitched the camera at its new price and threw in a tripod and other accessories free. During the 20-minute segment, GoPro sold about 5,000 units, according to company spokesman Jeff Brown. GoPro sold more cameras on QVC than it had during the three days of the Black Friday shopping period, he noted.

GoPro’s Big Tech Problem: Smartphones

In puncto Bildqualität halten Smartphones inzwischen mit. Damit kann (und sollte) GoPro nicht konkurrieren. Es ist nämlich das Smartphone, das die Prozessorpower und die Simkarte mitbringt um Videos sofort vor Ort zu schneiden, augenblicklich zu teilen oder gar live zu streamen.

GoPro hängt weiter nur in der (Extrem-)Sport-Nische ab und hat es obendrein verpasst mit attraktiver Software oder Services die rückläufigen Hardware-Verkäufe aufzufangen.

Mein Eindruck ist: GoPro-Kunden lieben ihre Kameras – so geht’s mir. Die Hero4 Session ist ein bezaubernder kleiner Kamera-Würfel, den ich grundsätzlich immer dabei habe. Aber empfehlen würde ich diesen Action-Camcorder niemandem, der nicht gleich auch knietief in Final Cut steht oder die Geduld mitbringt um aus Hunderten von Einzelbildern eine Zeitrafferaufnahme im fürchterlichen GoPro Studio zu basteln.

Dass GoPro seine Schwächen zumindest erkennt, zeigen die kürzlichen Firmenübernahmen von Replay und Splice (universal; kostenlos) – beides sind App-Store-Apps zur Videobearbeitung. Aus Replay – einer App, die es bereits in eine Apple-Keynote schaffte, wurde nun Quik (universal; kostenlos).

Mit Quik habe ich heute Abend tatsächlich mehrere Stunden verbracht. Man wirft dem Editor kurze Videoschnipsel oder (Live-)Fotos vor, die er dann einigermaßen clever mit Musikuntermalung zusammenschneidet. Im Idealfall stellt man nur die Laufzeit eines solchen Super-Cuts ein und hat innerhalb von wenigen Sekunden ein vorzeigbares Video.

Jamit Labs [Sponsor]

Jamit Labs ist für die nächsten 7 Tage mein ‚Sponsor der Woche‘.

iPhoneBlog.de_JamitLabs

Jamit Labs baut Apps – tatsächlich native Apps, für jede Plattform. Software sollte sich nämlich auf unterschiedlichen Betriebssystemen nicht nur wie zu Hause fühlen, sondern es (technisch) auch sein. Nur maßgeschneiderte Programme nutzen das ganze Potenzial.

Das Team aus Karlsruhe sieht seine Fähigkeiten darin die Vorstellungen ihrer Kunden stimmig zu verpacken. Manchmal heißt das die wichtigsten Produkteigenheiten herauszuarbeiten; ein anderes Mal dient eine App dazu interne Prozesse für Unternehmen zu verbessern.

Jamit Labs ist es wichtig das komplette Team unter einem Dach zu haben. So arbeiten sie am effektivsten; so sind sie für ihre Kunden, die überwiegend aus dem B2B- und B2B2C-Bereich kommen, am besten erreichbar.

Die Kundenmappe ihrer bisherigen Projekte ist dick und detailliert aufbereitet. Es lohnt ein Blick auf die Referenz-Seite.

Kurzum: Jamit Labs baut native Apps, arbeitet immer den Kerngedanken für Kunden und Partner bei einer individuellen App-Entwicklung heraus und tut all das direkt aus Karlsruhe.

Vielen Dank an das Team für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche!

Apple Music: 13 Millionen zahlen

Apropos Quartalszahlen: Apple Music scheint nach seinem spätsommerlichen Start in einem mit Spotify vergleichbaren Tempo zahlende Abonnenten zu gewinnen.

We feel really great about the early success of Apple’s first subscription business and our music revenue has now hit an inflection point after many quarters of decline.

Tim Cook, Q2/2016

„Apples erstes Abogeschäft“ – eine interessante Wortwahl. Insbesondere für einen Firmenchef, der auf diese Details achtet. Vielleicht nehmen die Verhandlungen über einen TV- und Film-Streaming-Dienst ja wieder Fahrt auf.

Unabhängig davon macht die Aussage aber deutlich, dass Apple sein Geschäft mit Musik-Streaming als unabhängiges Produkt sieht. Es fällt zwar zusammen mit allen ihren anderen Diensten in einen (mittlerweile sechs Milliarden US-Dollar schweren) Topf, doch dieser Service funktioniert entkoppelt von Apples Hardware.

Q2/2016. „What goes up must come down.“

Nach Google und Microsoft legt nun auch Apple schlechte Quartalszahlen vor – mit dem ersten Umsatzrückgang seit 2003, mit 16-Prozent weniger iPhones und mit dem erwarteten Kommentar-Popcorn!

iPhoneBlog.de_Pro_Display

Jason Snell klebte die wichtigsten Notizen in sein Blog, die die Geschäftszahlen zusammenfassen:

So in other words, if you like profits and strong sales, Apple has that. They’re not not what they were last year—and that’s not a great sign for Wall Street. But don’t let someone tell you that Apple’s in trouble, or that it lost money, or that iPhone sales are cratering, because none of that is true. What is true is that after many years of growth, some of it staggeringly inflationary growth, Apple didn’t grow this quarter. If you’re an investor, that may be quite painful. If you’re a user of Apple’s products, it probably won’t affect you much at all.

Amen.

(Nicht falsch verstehen: So ein „Pleite-Quartal“ darf man zerpflücken und sich in allen Details verlieren, die in den letzten drei Monaten zu diesem Ergebnis führten. Ich persönlich bin aber mehr an dem Trend interessiert, der Apples vergangenes Jahresviertel in Perspektive setzt.)

If you pretend 2015 didn’t happen at all, this quarterly result looks entirely boring. During the call with analysts, Apple executives pointed out that the iPhone 6S upgrade cycle is actually a little bit better than the one for the iPhone 5S. The iPhone 6, however, was a spectacularly huge upgrade cycle. Perhaps Apple finally embracing a larger phone drove a massive amount of sales all at once? Regardless, if I delete 2015 from my spreadsheets and look at the numbers, nothing crashes to earth—it just shows the continued cooling off of the iPhone’s previously rapid growth.

Picking apart Apple’s Q2 2016 numbers

Natürlich kann man das Geschäftsjahr 2015 nicht einfach ausblenden. Das wäre albern. Trotzdem ist es ein Gedankenexperiment („The iPhone 6 blip“), das direkte Auswirkungen auf die nächsten Apple-Telefone haben wird – glaube ich.

Das iPhone 6 und 6 Plus schaukelten im Herbst 2014 unfassbare Umsatzzahlen auf. Bis zu 46-Prozent wuchsen die iPhone-Verkäufe im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr. Ausreißer oder neue Normalität? Seit Q1/2016 ist klar: iPhone 6s und 6s Plus überspringt diese Höhe nicht (wie Apple zuvor auch präzise angekündigt hatte).

Damit rangiert das zweite Quartal im Apple Geschäftsjahr 2016 nur an zehnter Position aller ihrer profitabelsten Jahresviertel. Ganz ohne Ironie: Das ist ein Problem für Wall Street und so auch für Tim Cook.

Wall Street liebt Erwartbarkeit. So ein Ausreißer wie das iPhone 6 freut flüchtig, läuft aber der Vorausschaubarkeit entgegnen. Es ist kein Geheimnis, dass Analysten Apples Geheimniskrämerei für zukünftige Produkte, die solche Quartalsschwankungen auslösen, gehörig auf den Senkel geht.

Dass sich daran aber etwas ändert, das Apple seinen so geliebten Überraschungsmoment nicht aufgibt, sollte ebenso klar sein. Mittlerweile glaube ich sogar, dass sie noch weitaus mehr Unberechenbarkeit anstreben. Das iPhone 6s dürfte beispielsweise das letzte ‚S-Klasse‘-Telefon im jährlichen Rhythmus sein; auf ein potenzielles iPhone 7 wird kein iPhone 7s folgen.

Die Nummern werden über kurz oder lang verschwinden (müssen); die Features unterscheiden die iPhone-Jahrgänge („Late 2015“) bereits hinreichend. Schon die letzten zwei iPhone-S-Modelle (iPhone 6s + iPhone 5s) haben gezeigt, dass Apple keine Features mehr für große Versionssprünge zurückhält (Touch ID, 3D Touch, 7000er Aluminium, etc.). Das S-Anhängsel im Namen wird den Telefonen nicht mehr gerecht.

Kurzum: Ich denke, wir sehen im jährlichen Zyklus häufiger auch neue Gehäuse (oder Änderungen an vorherigen Designs) sowie eine breitere Auswahl an Geräten. Das iPhone SE scheint dafür ein erster Versuch. Das neue 4-Zoll-Telefon fiel nicht in diese Quartalszahlen, soll aber „very strong“ nachgefragt sein.

Klar ist aber: Erfolg versteckt Probleme. Nur weil sich etwas gut verkauft, ist es nicht auch kritikfrei. Das iPhone 6 verzeichnete im letzten Jahr diesen unglaublichen Verkaufsschub von 46-Prozent, lief seinerzeit aber mit iOS 8…

Diese Faustregel lässt sich natürlich auch umdrehen: Nur weil sich etwas (noch) nicht verkauft, ist es ein schlechtes oder gescheitertes Produkt.

Entschuldigt dieses ‚Captain Obvious‘-Statement, aber wer nur von Quartal zu Quartal wandert und einzig und allein durch die Wall-Street-Brille auf Produkte schaut, sollte wissen, dass er nicht das komplette Bild im Blick hat.

Apple Watch, ein Jahr später.

The Wall Street Journal titelte gestern: „Apple Watch with sizeable sales can’t shake it’s critics“ (siehe URL) und änderte ihre Überschrift anschließend in „Apple’s Watch Outpaced the iPhone in First Year“.

Alles eine Frage der Perspektive, schätze ich.

iPhoneBlog.de_Apple_Watch_Zahlen

So far, the numbers appear solid. Apple doesn’t disclose sales, but analysts estimate about 12 million Watches were sold in year one. At an estimated average price of $500, that is a $6 billion business—three times the annual revenue of activity tracker Fitbit Inc.

Nicht eingerechnet: Die verkauften Armbänder. Mich würde es nicht wundern, wenn im Durchschnitt jede verkaufte Apple-Uhr auf mindestens zwei Armbänder blickt. Immerhin wechseln ein Drittel aller Käufer und Käuferinnen ihr Armband regelmäßig.

CloudApp mit günstiger Einmalzahlung hochrüsten

CloudApp haut über StackSocial ein ”Pro Lite Lifetime“-Abo für 25 US-Dollar raus (Referral-Link). Das Angebot ist auf den ersten Blick schwierig einzuordnen, weil sich ein solcher Tarif nicht in ihrer Standard-Gebührentabelle wiederfindet.

Ich habe mir das Angebot für den Zwei-Klick-Dateitausch-Service daher mal geshoppt und kann die folgenden Änderungen feststellen:

iPhoneBlog.de_CloudApp_Lifetime

Im Prinzip ist die Einmalzahlung also ein Upgrade für den Gratis-Account. Das monatliche Upload-Limit fällt weg und die maximale Dateigröße pro einzelner Datei wächst von 25 auf 100 Megabyte. Das ist ordentlich. Damit lässt sich arbeiten.

Laut Angebotsbeschreibung soll der „Lifetime“-Tarif1 nur für Neuanmeldungen gelten. Ich konnte den Rubbelcode jedoch direkt für mein (seit 2010 bestehendes) Konto einlösen. Dazu war ich lediglich auf CloudApp.com eingeloggt als ich dem ‚Redemption-Link‘ von StackSocial gefolgt bin.

Zwei Worte zu CloudApp selbst.

Ich benutze bekanntlich Konkurrent Droplr und finde ein solcher ‚Schick mir mal eben einen Screenshot‘-Dienst gehört auf jeden Rechner. Damit lassen sich nicht nur schnell Dateien verteilt, sondern sie liegen im Gegensatz zu iCloud Drive oder Dropbox nicht anschließend in Ordnern herum, die man aufräumen muss.

Sollte sich der Link auf eine Datei einmal außergewöhnlich häufig verteilen (weil sie sich in einem sozialen Netzwerk verheddert hat), muss ich mir (im Gegensatz zum eigenen Server) keine Gedanken um die Performance machen.

CloudApp hat in seiner Webapp natürlich auch Basiswerkzeuge zum Bemalen von Bildern und ist damit ein sehr brauchbarer Ersatz für Apps wie Skitch.

Eine Handvoll Kritik als Rausschmeißer: Die iPhone-App (ja, wo ist die iPad-Anpassung?) von CloudApp (kostenlos) ist kräftig in die Jahre gekommen. Immerhin bietet sich das App-Store-Programm als iOS-Share-Extension an und empfängt direkt aus verschiedenen Apps neue Upload-Befehle.


  1. Beim Wort „Lifetime“ schrillen bei mir gewöhnlich alle Alarmglocken. Keine Software und kein Service kann eine Update-Garantie auf Lebenszeit versprechen. In diesem Fall würde ich aber entwarnen: CloudApp verdient sein Geld mit den teuren Pro-Accounts. Dieses 25-Dollar-Angebot richtet sich an Leute, die a) ohnehin nur den Gratis-Account nutzen oder b) den Service noch gar nicht kennen. 

Verpflichtend ab Juni: native Apple-Watch-Apps

iPhoneBlog.de_Apple_Watch

Jede neu eingereichte (und wahrscheinlich auch jede zukünftig aktualisierte) Watch-App muss ab Juni direkt auf der Uhr laufen.

Starting June 1, 2016, all new watchOS apps submitted to the App Store must be native apps built with the watchOS 2 SDK or later.

Upcoming Requirement for watchOS Apps

Wir erinnern uns: Erst mit watchOS 2 wanderte die eigentliche App-Logik auf die Uhr. Apple Watch startete mit App-Store-Software, die nahezu komplett auf dem iPhone lief und den Watch-Bildschirm am Handgelenk lediglich zur Darstellung nutzte.

Zwischen watchOS 1 (September 2014) und watchOS 2 (September 15) verstrichen zwölf Monate. Zwischen dem tatsächlichen Release der Uhr (April 2015) und watchOS 2 lagen aber nur fünf Monate. Durch die angespannte Liefersituation verzögerten sich viele Bestellungen der Apple Watch obendrein bis in den Sommer.

Schon im letzten Jahr stand daher die Frage im Raum, ob es sinnvoll war Entwicklern mit ihren Apps unter watchOS 1 nicht sofort auf die Uhr zu lassen. Oder anders gefragt: Hätte Apple sein watchOS 2 SDK, das es erlaubt Programme direkt auf der Uhr auszuführen, erst zur WWDC 2015 herausgeben sollen?

Ich hatte damals argumentiert, dass es hilfreich ist Entwicklern frühzeitig ein Gefühl für das kleine Display zu geben. Was funktioniert, was funktioniert nicht? Einige Apps zeigten komplette 180-Grad-Drehungen für Funktion und Design, rückblickend lag ich aber schlicht falsch.

Watch-Apps entsprechen derzeit nicht Apples hohen Standards.“ (und tun es heute immer noch nicht). Apps sind ein typisches Beispiel für „overpromised, underdelivered“. Das färbt ab auf alles andere, das Apple Watch richtig macht.

Native Apps sind besser, aber mit dem aktuellen Stand der Hardware und dem Betriebssystem der Uhr nicht so viel besser, das es in der Wahrnehmung seinen Kunden und Kundinnen auffällt.

Im Oktober 2015 standen laut Apple 13.000 Watch-Anwendungen im App Store – nur 10-Prozent davon liefen nativ auf der Uhr. Apple hätte gut daran getan Apple-Watch-Apps bis zur zweiten Uhr zurückzuhalten.