[kopfhörer] Beyerdynamic MMX 101 iE

Einige Produkttests schiebe ich in News-Stoßzeiten auf die lange Bank. Mit dem heutigen Tag beende ich einen meiner persönlichen Negativ-Rekorde. Die MMX 101 iE von Beyerdynamic probiere ich seit März diesen Jahres aus. Die Schizophrenie liegt jedoch nur bedingt im ‚ausgedehnten‘ Testzeitraum: Die In-Ear-Kopfhörer, im Preissegment bis 100 Euro, sind nämlich richtig gut. So gut, dass ich seit Frühjahr kaum auf andere Modelle gewechselt bin.

IPhoneBlog de MMX101 iE

Beyerdynamic unterscheidet – wie bereits im Vorjahr – zwischen zwei Modellen: Die DTX 101 iE (Affiliate-Link) treten als Kopfhörer auf; die MMX 101 iE (Affiliate-Link) sind bis auf ihre Headset-Erweiterung identisch.

Im Vergleich zum Vorgängermodell weisen die kabelgebundenen Klanggeber in gleicher Größe mehr Bass auf. Das kommt zu gleichen Teilen Podcasts und der Musikwiedergabe zugute. Auch die Kabellänge von 120 Zentimetern oder der abgeknickte (4-polige) Klinkenstecker sind unverändert. Dagegen überarbeitet: Das Freisprechmikrofon und dessen Plastikbehausung am linken Ohrstöpsel. In diesem Jahr besitzt der Knopf einen richtigen Druckpunkt, der den Fingerklick mit einem verhältnismäßig kräftigen Feedback quittiert.

Das dreiteilige Set an Ohrpassstücken, bei denen ich die kleinste Größe verwende, hat in den vergangenen sechs Monaten für stabile Beschallung gesorgt – egal ob auf der Couch oder beim Joggen (für diese Einschätzung zahlt sich der lange ‚Testlauf‘ aus). Einen Bärenanteil daran hat das Federgewicht von 11 Gramm.

Wer trotzdem sein Ohr komplett zustöpseln möchte, lässt sich Otoplastiken anfertigen. Die individuell gegossenen Passstücke für die eigenen Ohrmuscheln erstellt ein professioneller Hörgeräteakustiker. Beyerdynamic kooperiert hierfür mit KIND. Der 120-Euro-Gutschein für die deutschlandweit 460 Filialen lässt sich direkt beim Headset-Kauf erwerben (Affiliate-Link).

IPhoneBlog de Otoplastik

Die komplett schmerzfreie Prozedur (Ausmessen des Gehörgangs und Erstellung der Ohrform) dauert keine 20 Minuten. Sieben Tage später konnte ich im letzten Jahr meine Acrylharz-Abdrücke aufgabeln, die sich bis heute perfekt tragen – auch auf den neuen MMX 101 iE.

Lustige Beilage: Zum Silikonpärchen bekommt man zwei Filter, die Umgebungsgeräusche klanglich nicht verändern aber um ein paar Dezibel herunterregeln. Damit lassen sich die Ohreinsätze (ohne Kopfhörer) auf Konzerten ‚einsetzen‘, wenn diese mal wieder zu laut aufs Trommelfell ballern. Mir wurde gesagt, manche Menschen schlafen damit auch geruhsamer… (siehe Update)

Pflicht ist diese Zusatzanschaffung natürlich nicht. Einen Großteil des letzten Halbjahres habe ich tatsächlich ohne die Aufsätze zugebracht und kann daher dieses In-Ear-Modell im Federgewicht bis 100 Euro (aus ganz viel praktischer Erfahrung!) sehr empfehlen.

Update:

Die Lärmschutzfilter, das sogenannte ‚Silentpack‘, sind zusätzlich zu erwerben liegen nicht kostenlos bei. Sie schlagen laut Herstellerangaben mit je 80 Euro zu Buche und sind in drei Ausführungen erhältlich: Sie dämpfen Umgebungsgeräusche wahlweise um 9, 15 oder 25 Dezibel.

Selbstgestrickter Push: Prowl springt auf Version 1.3

IPhoneBlog de Prowl

Boxcar beherrscht die Push-Welt – zumindest für alle App-Store-Apps, die keinen eigenen Nachrichtenticker anbieten. Den Trend startete jedoch Zachary West mit Prowl (2.39 €; Universal; App Store-Link), das seit sieben Monaten mal wieder ein Update zugesprochen bekam.

Version 1.3 läuft jetzt auch angepasst auf dem iPad und feilte an seiner Listen-Darstellung der eingehenden Growl-Benachrichtigungen.

Beide Programme teilen sich einen gemeinsamen (Push-)Ansatz, entwickelten sich jedoch im Laufe der Zeit in komplett unterschiedliche Richtungen. Prowl strebte dabei freie Konfigurationslösung an – das Linux unter den Push-Diensten, wenn man so möchte.

Ich persönlich mag die Safari-Extension 2Prowl und die Weiterleitung von privaten Twitter-Listen.

[update] Neue iPad-Ad: „Learn“

DirektLearn

In den Bildungsbereich investierte Apple schon immer gerne. In der gestrigen Nacht bekam das iPad zu diesem Thema seinen expliziten 30-Sekunden-Spot.

Diesmal im Rampenlicht: TED (kostenlos; Universal; App Store-Link), Skeleton System Pro II (15.99 €; App Store-Link), Star Walk (3.99 €; App Store-Link), GarageBand (3.99 €; App Store-Link) und iBooks (kostenlos; Universal; App Store-Link).

Bislang konnte mir niemand sagen, wie das gezeigte Sprachprogramm (00:05), die gespielte Schach-App (00:18) und die Mathe-Rechentafel (00:24) heißen…

11:26 Uhr: Kommentare sind toll!

Die mir unbekannten Apps lauten: Chinagram (3.99 €; App Store-Link), t Chess Pro (5.99 €; Universal; App Store-Link) und MathBoard (3.99 €; App Store-Link).

iOS 5 beta 7 erreicht Entwickler

IPhoneBlog de iOS5 beta7 1

12 Tage nach Beta 6, dem Freitag-Release nach der komischen Samstagsveröffentlichung, folgt Beta Nummer 7.

Auch dieser Delta-Bruder (9a5313e) ist, wie seine Update-Geschwister zuvor, ‚Over-the-Air‘ zu installieren. Den kompletten Download für iPad 1 + 2, das iPhone 3GS + 4 sowie die iPod touches der dritten und vierten Generation, gibt es im Dev-Center. Dort finden sich auch überarbeitete Software-Versionen von iTunes, dem Apple TV und Xcode.

[update] Diesmal ohne Finderlohn … aber auch ohne Fundstück.

IPhoneBlog de Cava22

In a bizarre repeat of a high-profile incident last year, an Apple employee once again appears to have lost an unreleased iPhone in a bar, CNET has learned.

A day or two after the phone was lost at San Francisco’s Cava 22, which describes itself as a „tequila lounge“ that also serves lime-marinated shrimp ceviche, Apple representatives contacted San Francisco police, saying the device was priceless and the company was desperate to secure its safe return, the source said. Still unclear are details about the device, what version of the iOS operating system it was running, and what it looks like.

via Cnet

Wenn’s keine Ente ist, bleibt es eine lustige, wenn auch komplett informationslose, Randnotiz in der iPhone-Geschichte.

Außerdem: Alles was es dazu zu sagen gab, ist bereits letztes Jahr gesagt worden.

DirektD8

You know, when this whole thing with Gizmodo happened, I got advice from people who said ‚you gotta just let it slide, you shouldn’t go after a journalist just because they bought stolen property and tried to extort you.‘ And I thought deeply about this, and I concluded the worst thing that could happen is if we change our core values and let it slide. I can’t do that. I’d rather quit.

via Engadget.com

Update

02.09.2011: PCMag und die SF Weekly melden Zweifel an der Geschichte von Cnet an.

Offizielle API: der Spotify-Player jetzt auch in deiner App!

IPhoneBlog de libspotify

Spotify lockt iOS-Entwickler mit einer offiziellen Programmierschnittstelle, die den Musikstreaming-Service in jedem Drittanbieter-Programm unterbringt. Damit steht den App-Store-Produzenten ein Songkatalog von rund 15 Millionen Stücken zur Verfügung. Einziger Nachteil: ‚libspotify‚ darf nur in nichtkommerziellen Projekten Verwendung finden. Details sind mit dem schwedischen Start-up zu klären.

Bleiben lediglich zwei Fragen: Wer baut mir damit jetzt einen Chat-Client und von wem kommt (endlich) eine angepasste Spotify-Version für das iPad?

We hope this will enable a new category of iPhone, iPad and iPod Touch applications with Spotify inside and allow for more immersive music experiences within iOS apps.

via developer.spotify.com

Zwei rückblickende Gamescom-Gedanken

IPhoneBlog de AngryBirds

Die britische EDGE widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe auf sechs Seiten Jaakko Iisalo, „the man behind Angry Birds„. Nach über 300 Millionen Downloads ist ein Portrait des finnischen Exportschlagers durchaus angemessen, obwohl der Beitrag keine grundlegend neuen Informationen enthält.

Die aktuelle Ausgabe lässt sich über die Kiosk-App Zinio für 3.99 Euro herunterladen.

IPhoneBlog de Gamescom

Daran anschließend, weil’s so schön passt, zwei oder drei lose (und verspätete) Gedanken zur Gamescom.

Gegenüber dem letzten Jahr habe ich mir diesmal den Terminkalender vollgeknallt. Alle halbe Stunde wartete ein neues Spiel auf mich – auf den ‚Showfloor‘ habe ich es daher nur kurz geschafft. Während der drei Messetage standen jedoch bei keiner Publisher-Präsentation die iOS-Spiele im Vordergrund. Randerwähnungen waren die Ausnahme.

Das hat mich verwundert, da man sich anhand der vermuteten Downloadzahlen in den App-Store-Charts sehr leicht ausrechnen kann, dass die mobile Plattform (teilweise) erheblich mehr Umsätze einfährt, als die klassischen Silberlinge im Verkaufsregal.

Ich möchte nicht behaupten, die Industrie würde dies unter den Teppich kehren, doch das Publikum bestimmt hier eindeutig die Präferenzen. In diesem Fall geht’s nicht um die Besucher sondern das Fach-Publikum mit seinen Vertretern der Videospiel-Magazine, freien (Special-Interest-)Redakteuren und Online-Portalen.

Das EDGE-Spezial über Angry Birds zeigt vorbildlich dieses Ungleichgewicht. Für ein Feature reicht’s, aber für keinen einzigen iPhone- oder iPad-Spieletest. Kein einziges Review auf immerhin über 160 Heft-Seiten. Ausreden gelten nicht: Im Entstehungszeitraum des Magazins erschienen Final Fantasy Tactics, iBlast Moki 2, Rogue Sky, The Last Rocket, NyxQuest, Let’s Golf 3, Defender of the Crown, Mega Mall Story, Shift 2: Unleashed, EmberWind, Kickin Momma oder Cut the Rope – um nur einige der August-Überflieger zu nennen.

Auch meine sehr geschätzten Kollegen der deutschen Fachpresse sind hier angesprochen. Außer der einen oder anderen Mini-Rezension findet sich wenig greifbares aus der florierenden Smartphone- und Tablet-Welt in deren Publikation. ‚Viertelseiter‘ zählen nicht!

Das hängt mitunter daran, dass mittlerweile die Werbebuchungen für Titel in direkter Abhängigkeit zum Umfang einer Berichterstattung stehen. Natürlich bestätigen positive Ausnahmen die Regel, die hoffentlich für niemanden mehr eine Überraschung sind. Ausdrücklich eingeschoben sei trotzdem, dass sich der Spagat zwischen Publisher-Beziehung und Redaktion durchaus meistern lässt.

IPhoneBlog de Popcap

(Danke, Fabian!)

Nichtsdestotrotz ist anzuprangern, dass hier, in den Kernmedien zum Thema Videospiele, eine große Gruppe von Menschen, Spielern, einfach nicht abgeholt wird. Klar mag man sagen, dass ‚Casual-Gamer‘ (noch?) keine Fachzeitschriften lesen und das klassische ‚Ein-Mann-Studio‘ keine Printanzeigen bucht. Beide Argumente greifen jedoch zu kurz. Mittlerweile sind Hardcore-Titel für iPhone und iPad von renommierten Entwicklerbuden verfügbar (und verkaufen sich millionenfach). Ich glaube daher nicht, dass es aus Überlebens-Wachstumsperspektive klassischer Magazine clever ist, diesen unbestreitbaren (Aufmerksamkeits-)Sog zu übersehen.

Die ‚Branche‘ sollte genau dies überdenken, wenn das nächste Cover für ein Spiel verkauft wird, das sich läppische 50.000 Mal verkauft. Angry Birds findet so viele neue Spieler an einem gewöhnlichen Samstagvormittag.

Financial Times setzt seine Karten auf das Web

DirektFT

Die Financial Times fliegt aus dem App Store. Eine offizielle Bestätigung, das dies aufgrund der Verweigerung von In-App-Abos geschah, steht aus, liegt aber nah. Ein FT-Sprecher sagte:

„The FT iPad and iPhone apps will no longer be available to new users through iTunes,” […] “We are directing readers to the FT‘s new web app available at app.ft.com.“

via paidContent

Damit verlässt sich die Wirtschaftszeitung auf ihr neu eröffnetes Basislager im Web und verzichtet auf eine App-Store-Werbefläche. Die Financial Times Deutschland (im G+J Verlag) bleibt als iPad-Download unverändert erhalten.

PaidContent errechnet, dass die Financial Times rund 10.000 iPad-Abonnenten im letzten Jahr gewann. Wie dicht diese Zahl an der Realität liegt, lässt sich schwer abschätzen. Die Financial Times bot für die ersten zwei Monate ihre Publikation auf dem Apple Tablet komplett kostenfrei an.

Zeitlich nicht unpassend kommentiert FT-Chefredakteur Jason Ponton am gestrigen Dienstag den Rücktritt von Steve Jobs. Ein Schelm, wer böses bei diesen Zeilen (zu diesem Zeitpunkt) denkt.

This arrogance is ingrained at Apple and will persist, as will its culture of perfectionism, at least until people start buying other devices. In technology, we deplore monopolies such as the one Microsoft once possessed and seek to regulate them, not because they exert monopolistic pricing (they do not), but for suppressing innovation in everything they touch. We forgave Apple’s near-monopolies because of the things Mr Jobs made; we loved his Apple because his ambition was justified by the wonder of his innovations. But Apple without Mr Jobs, inevitably less innovative, will not be lovable.

via FT.com

Die Web-App macht Gebrauch von der ausdrücklich kommunizierten Apple-Unterstützung für Online-Anwendungen und funktioniert derzeit nicht auf anderen Smartphones.

IPhoneBlog de FT

Zu den Unterschieden zwischen (App-Store-)Apps und dem Web verfasste Matt Gemmell bereits im Juli ein paar clevere Sätze.

Instead, people want an experience that’s delightful, and tailored to what they want to do. Something dedicated, and designed. Something specific, and something special – and something that works with what they already have, without effort or aggravation. They want to hit a button and be subscribed, and wake up to a new issue waiting for them while the coffee machine is bubbling away.

via Matt Legend Gemmell

Gleicher Tag, andere Baustelle aber ein nicht weniger lustiger Zufall: Wie vermutet kauft CNN das iPad-Magazin ‚Zite‚ – für (angeblich) über 20 Millionen US-Dollar. So unterschiedlich können (Verleger-)Strategien aussehen…