Sonos (universal; kostenlos) schleust nach 57 Tagen, und einer Wartezeit von insgesamt acht Monaten nach der ersten Bestätigung über die Zusammenarbeit, ab heute (theoretisch) 10 Millionen Apple-Music-Abonnenten durch ihr Lautsprecher-Netzwerk (Affiliate-Link). Die Integration ist elegant, vermisst aber die Möglichkeit Musiktitel als Favoriten zu markieren oder Songs einer Apple-Music-Wiedergabeliste hinzuzufügen.
Trotzdem, ein geglückter Auftakt. Schulnote: B-, befriedigend.
Die Aktualisierung führt erneut den Wert von Software-Updates vor Augen. Entgegen den meisten anderen Lautsprechersystemen versteht es Sonos seine Boxen damit auf der Höhe der Zeit zu halten. Meine allererste PLAY:5 – damals noch ‚Sonos S5‘ genannt – ist mittlerweile sechs Jahre alt. Sie funktioniert heute nicht mehr wie am ersten Tag, sondern bietet unzählige Funktionen mehr. Alleine im letzten Jahr kam mit der Trueplay Raumkalibrierung eine gewichtige (und kostenlose) Neuerung dazu.
Die mit Abstand häufigste Frage im Zusammenhang mit Sonos, die mir gestellt wird, betrifft Podcasts und wie es diese Audio-Aufzeichnungen in den Lautsprecher-Kreislauf schaffen. Darauf gibt es inzwischen mehrere Antworten – ich rate durchweg zu einfachsten Methode. Unter dem Menüpunkt ‚On this iPhone‘1, in der Kategorie ➞ Podcasts, finden sich alle heruntergeladenen Abos aus Apples eigener Podcasts-Anwendung zum direkten Abspielen. Easy…wenn man Apples-App benutzt.
Wer sein Podcast-Archiv über Overcast oder Castro pflegt, hat das Nachsehen. Von dort lassen sich keine Episoden an die Sonos-Software und ihre Lautsprecher übergeben. Nun zeigen uns Statistiken: Vergleichbar wenige Hörerinnen und Hörer lauschen ihren Hörgeschichten über Drittanbieter-Apps aus dem App Store. Warum also die Nische bedienen?
Zwei Gründe:
Jemand der Geld und (Recherche‑)Zeit in Podcast-Apps investiert, sollte eine Firma wie Sonos, die eine höherpreisige und ambitionierte Zielgruppe anspricht, für sich gewinnen wollen.
In Zeiten von App extensions mit iOS 9 kann es technisch nicht schwierig sein eine elegante Lösung auszuarbeiten, die eine Podcast-Episode von Overcast oder Castro über die Sonos-App auf alle angeschlossenen Lautsprecher wirft.
Sollte der Menüpunkt ‚On this iPhone‘ fehlen, liegt das wahrscheinlich daran, dass ihr keinen einzigen (DRM-freien) Musiktitel lokal auf dem Gerät habt. Meine Lösung, der ich heute knapp zwei (verzweifelte) Stunden hinterhergerannt bin: Ladet irgendeinen Song aus dem iOS-iTunes-Store. ↩
Amazon has unveiled two new products aimed squarely at the professional game-developer fraternity: Lumberyard, a free 3D game engine; and GameLift, a service for quickly building backends for deploying session-based multiplayer games. Products of Amazon’s Web Services (AWS) division, Lumberyard and GameLift are aimed at developers building cloud-connected games that can work across multiple platforms.
Lumberyard basiert auf der CryEngine, die sich auch schon für einige App-Store-Titel verantwortlich zeigte, bevor Crytek finanziell abrutschte und nur durch eine heftige Investition von Amazon überlebte. Auch wenn die Spieleentwicklung für Xbox, PlayStation und den PC im Vordergrund der heutigen Ankündigung stehen: „Mobile support is coming down the road“ und für Amazon nicht weniger wichtig, weil die eigentliche Geschichte hinter Amazons Mühen sich alleine um AWS drehen.
Monetization for Lumberyard will come strictly through the use of Amazon Web Services’ cloud computing. If you use the engine for your game, you’re permitted to roll your own server tech, but if you’re using a third-party provider, it has to be Amazon.
Die Amazon Web Services, mittlerweile ein 10 Milliarden US-Dollar-Geschäft, zeigen sich als konstanter und profitabler Wachstumsmarkt. Damit das auch so bleibt, pumpt Amazon weiter Geld in diesen Geschäftsbereich, der in Zukunft gleichbedeutend (wenn nicht sogar bedeutender) als ihre Shopping-Webseite werden könnte.
Der Nimbus von SteelSeries bleibt meine Controller-Empfehlung für den neuen Apple TV. Mit der ‚Smart Clip‘-Halterung von Nyko für zirka 15Euro (Webseite / Affiliate-Link) spielt das Bluetooth-Gamepad nicht nur Games auf dem entfernt stehenden Fernseher, sondern auch iPhone-Spiele in Game-Boy-Position.
Kompatibel ist der MFi-zertifizierte Joystick ja ohnehin mit allen App-Store-Spielen, die eine Controller-Steuerung unterstützen. Während der Apple TV aber gut einsehbar an der Wand hängt, und man ein iPad geschwind über das Smart Case aufstellt, ist der kleinere iPhone-Bildschirm immer ein Problem – ausziehbare Controller, so wie der MOGA ACE Power, haben sich nicht durchgesetzt. Diese Plastik-Kralle, die sich über zwei Gummibänder ans SteelSeries-Pad klammert, löst dieses Problem. Das Zubehör holt euch euer Telefon direkt vor die Nase.
Die Klapp-Konstruktion, die sich in 20 Sekunden aufsatteln lässt, besitzt drei verstellbare Neigungswinkel, nimmt Geräte bis zu einer Breite von 15 (!) Zentimetern auf (ja, auch das iPad mini passt dort rein) und verdeckt beim Nimbus-Controller lediglich den eher selten benutzten Menü-Button. Denn eigentlich, ja eigentlich verkauft Nyko seinen ‚Smart Clip‘ für das Xbox-One-Pad. Dass dieses Accessoire auch auf den Nimbus-Controller passt, ist ein kleiner Geheimtipp.
Mein iPhone 6s Plus (+ Case) klemmt angenehm stabil zwischen den zwei Plastik-Kanten. Trotzdem würde ich eine überfüllte U-Bahn in Tokio damit meiden. Für die eigene Couch aber, die eine Armlänge an Spielraum zulässt, eignet sich die Handheld-Konsole ausgezeichnet.
Einziges ernsthaftes Problem: Der Smart Clip ist wirklich schwierig zu bekommen. Nur alle paar Tage taucht ein Anbieter dafür auf Amazon.de auf.
Apple shouldn’t make an adaptor, but if they did, I wondered, what would it look like? Our end-goal shouldn’t be pushing music into a metal hole until the end of time, so focusing on a Lightning convertor seemed silly. What made sense to me was instead turning standard headphones into Bluetooth headphones, and thus this little design exercise was born.
Sean Nelson hatte nicht nur eine clevere Adapter-Idee für die Übergangsphase von kabelgebundenen zu kabellosen Kopfhörern, sondern schrieb dazu auch einen guten (und kompakten) Blog-Post.
Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern: Früher™ verteilten Software-Entwickler sogenannte Upgrades – ‚bezahlte Updates‘ für bestehende Apps. In den alten Tagen™ hielt man für neue Funktionen oder ein Bündle von Fehlerbehebungen tatsächlich noch einmal die Hand auf. Doch, wirklich! Einmal gekauft und kein lebenslanger Support.
Klingt verrückt, aber einige Firmen strickten daraus so etwas wie einen festen Upgrade-Zyklus. Sie planten regelrecht feste Veröffentlichungstermine für neue Versionen und stellten entsprechend Leute ein. Jedes neue Jahr oder jede weitere Release-Nummer wurde man so als Bestandskunde erneut zum Käufer. Get this: Selbst für neue Betriebssysteme musste man bezahlen – mit echten Euros!
Doch bevor ihr weiter aus allen Wolken™ fallt: Damals gab es einen Trick, der uns alle vor dem persönlichen Bankrott beschützte und trotzdem die Software-Entwicklung florieren ließ. Das Zauberwort lautete: Upgrade-Preise. Die Idee ist simpel: Wer die ausgemusterte Version einer Software besitzt, bezahlt für das Upgrade auf die aktuelle Version weniger als den Vollpreis. Klar, das war kompliziert (weil es Wissen über Seriennummern und Lizenzen abverlangte), umständlich (weil man das ursprüngliche Kaufdatum nachschlagen musste oder an eine Upgrade-Frist gebunden war) und oft unverständlich (weil der Kauf über einen dubiosen Webshop erfolgte, der sich außerhalb der App befand). Aber hey, es sparte Geld und im besten Fall musste man keine neue App installieren, sondern war in der Lage seine bereits installierte Anwendung direkt aufzuleveln.
Schnitt. Warum die längliche – unter Umständen nicht ganz bierernste – Einleitung? Und was hat das alles überhaupt mit Day One 2 zu tun?
Day One 2, ab heute neu für iOS (4.99€) und den Mac (19.99€), wäre geradezu prädestiniert für ein bezahltes Upgrade. Die heute veröffentlichte Version 2 befindet sich seit 24 Monaten in der Entwicklung und richtet sich in erster Linie an Kunden, die diese Tagebuch-App schätzen (und seine Entwicklung weiter unterstützen wollen).
Doch Upgrade-Preise gibt es im App Store bekanntlich nicht und das führt zu…Unbequemlichkeiten.
Diese Unbequemlichkeiten beginnen bereits beim Namen: Day One 2 klingt…nun ja, widersprüchlich. Doch zwei App-Store-Apps dürfen nun einmal nicht die gleiche Bezeichnung tragen. Deshalb blicken wir ab heute auf ein Day One Classic und ein Day One 2 Journal + Notes.
Doch so geht’s erst los. Durch die Abspaltung einer neuen App steht der Entwickler plötzlich vor der Frage wie er bequem eine bestehende Datenbank umsiedelt. Day One löst das Problem zwar elegant wenn beide Anwendungen installiert sind, investierte dort aber ganz gewiss einige Tage an Arbeit (die niemand wertschätzt oder für die niemand bereit ist zu zahlen).
Und so geht’s weiter. Nutzer sind vorrangig an (komplett) neuen Funktionen interessiert. Day One 2 ist aber mehr ein Verfeinern als das Umwerfen eines bestehenden Produkts. Der Unterbau ist neu geschrieben und stellt die App zukunftsfähig auf. Diese Arbeiten hinter der Bühne sind zwar notwendig um langfristig Software zu entwicklen, sie lassen sich aber nur schwer verkaufen.
Um einen finanziellen Upgrade-Anreiz zu schaffen, ohne die Möglichkeit zu besitzen einen Upgrade-Preis für Bestandskunden im App Store anzubieten, veräußert Bloom Build seine beiden neuen Apps in der nächsten Woche zum halben Preis. Eine gängige aber weiterhin unbefriedigende Lösung.
Genug der langen Vorrede, die keinesfalls als Rechtfertigung in Bezug auf Day One verstanden werden soll. Ich fand es jedoch wichtig den aktuellen Status quo einmal festzuhalten und die Schwierigkeiten zu nennen mit denen Entwickler ein großes App-Update veröffentlichen.
Lange auf der Wunschliste: Day One 2 jongliert mit mehreren Journalen – eins für die Arbeit, eins für die Kinder und eins für die privaten Filmkritiken. Bislang habe ich Einträge, die ich ab heute in verschiedene Logbücher sortieren würde, über Schlagwörter getrennt. Wenn ich will, könnte damit jetzt Schluss sein. Über Schlagworte und Filter kann ich mit der neuen Version sogar mehrere Beitrag gleichzeitig verschieben.
Apropos Tagebucheinträge: Ein Beitrag kann jetzt bis zu 10 Fotos umfassen. Daneben bereitet die Anwendung euer Buch nun auch in Form einer Fotowand ansprechend auf und verortet alle Einträge nach ihrer Geo-Position auf einer Weltkarte.
Unverkennbar: Die Mac-Version rückt näher an seine iOS-Schwester-Software. Beide Apps ähneln sich mehr als zuvor. Das mag man positiv aufnehmen, ja. Für mich persönlich ist es aber ein weiterer Grund den iOS-Apps meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe in der mehrjährigen Nutzung festgestellt, dass ich die Mac-App so gut wie nie starte. Das hat sich in den kurzen Test-Tagen mit Day One 2 auch nicht geändert. Ich schreibe meine persönlichen Geschichten bevorzugt mit dem iPhone und iPad auf. Deshalb lautet meine Empfehlung: Startet mit dieser Version.
Sync – oder die Geister, die ich rief.
Day One 2 synct über sein eigenes Backend – Dropbox und iCloud fallen mit der neuen Version raus. Das Feature ist nicht neu, ab sofort aber verpflichtend. Ich habe bereits im Sommer meinen Account umgestellt und empfand es technisch – insbesondere in puncto Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit – als einen angenehmen Unterschied (zu Dropbox).
Nichtsdestotrotz bleibt es ein problematischer Schritt, der weniger etwas mit der Technik zu tun hat, als mit der Wahrnehmung. Dropbox und iCloud genießen Vertrauen – für die einen mehr als für die anderen. Der Sync-Dienst einer kleinen Tagebuch-App (mit 11 Leuten), egal wie zuverlässig, verschlüsselt und jederzeit verfügbar er ist, bleibt immer der Sync-Dienst einer…kleinen Tagebuch-App.
Nochmal: Meine Erfahrungen sind uneingeschränkt positiv – auch beim Umzug von Day One Classic auf Day One 2 in dieser Woche. Und trotzdem kann ich es nachvollziehen wenn jemand seinen Datensatz gerne in seiner iCloud hätte.
„Dann bleibe ich doch einfach bei der alten Version, oder?“ Ja, nein. Die Classic-App bleibt zwar im App Store und soll weiterhin Bugfix-Updates erhalten, eine Langzeitlösung ist das aber nicht. Auf einer alten Version zu verweilen, sich darauf zu verlassen während der Entwickler bereits weitergezogen ist, endet selten glücklich.
Strich drunter
Day One 2 ist kein Homerun-Release. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen, aber nach fünf Jahren besteht diese neue Version aus ganz viel Grundlagenarbeit für die Zukunft und vermisst eine Handvoll detailverliebte Extras, die die App in der Gegenwart glänzen lassen.
Nichtsdestotrotz: Day One 2 bleibt für mich die beste Tagebuch-App, die ich jedes Mal mit Genuss öffne. Diese Software hat es geschafft, dass ich für meine Kids in unregelmäßigen Abständen festhalte, was wann und wo etwas passiert. Mein Tagebuch schreibe ich für sie. Ohne Day One hätte ich damit nicht begonnen, weil mir eine Vorlage, ein Rahmen für Gedanken und Erinnerungen, fehlen würde. Dafür hat die App bei mir ein Stein im Brett. Und deshalb trete ich informiert optimistisch den nächsten Updates und Versprechen über die bereits ausgeplauderten Neuerungen (Audio Recording, Places, Activity Feed, Night Mode, People Tags, Advanced Search, Publisher 2.0, etc.) entgegen.
Gewöhnlich gibt’s hier immer eigene Screenshots. Im Fall meiner ganz persönlichen Tagebucheinträge habe ich mich jedoch entschieden, diesen Beitrag mit neutralen Pressefotos zu untermalen. ↩
But the arrival of ad-blocking on mobile has also been encouraging people to adopt this approach across all of their devices and, as we’ll see in Monday’s Chart of the Day, it’s the numbers who are blocking ads on mobile which are perhaps the biggest cause for concern.
Schaut man (aus gleicher Quelle1) aufs „Mobile Ad-Blocking“, haben es 37-Prozent der Teilnehmer im letzten Monat (zumindest einmal) ausprobiert; 42-Prozent sind interessiert es zukünftig zu testen und 21-Prozent halten komplett Abstand.
Popcorn-eske Randnotiz: Anfang dieser Woche verteilte Samsung ein Software-Update für seine Mobiltelefone, das für den eigenen Android-Webbrowser eine Schnittstelle für Werbeblocker bereitstellt. Adblock Fast war neben Crystal for Samsung Internet einer der Release-Partner für Samsung, der aber schon heute wieder mit seiner App aus dem Google-Play-Store flog. Crystal wurde bislang übersehen ist dagegen noch erhältlich.
Zirka 51.000 Befragte in 34 Länder, die in eine Altersklasse von 16 bis 64 fallen. ↩
Acompli, Sunrise, Wunderlist und jetzt SwiftKey: Microsoft shoppte sich in den letzten zwei Jahren einige hochrangige App-Store-Apps.
In this cloud-first, mobile-first world, SwiftKey’s technology aligns with our vision for more personal computing experiences that anticipate our needs versus responding to our commands, and directly supports our ambition to reinvent productivity by leveraging the intelligent cloud. […]
We love SwiftKey’s technology and we love the team that Jon and Ben have formed. That’s why today I’m excited to welcome the company’s employees to Microsoft.
Microsoft kauft (für rund 250 Millionen US-Dollar1) natürlich keine Tastatur-App, sondern die ihr zugrundeliegende Technology sowie das Talent-Team.
A person close to the deal said: “There’s a war for talent in artificial intelligence — and companies like Google and Microsoft recognise the best talent is in the UK.”
Die Übernahme unterstreicht Satya Nadellas Fokus für Microsoft als Service-zentrierte Firma (Oktober, 2015, 1:38:40).
What matters most is the mobility of your experience, not the mobility of any single device. Because as devices come and go and evolve you persist. And the journey of personal computing has taught us this single lesson: no single device will be a hub of activity forever. The hub is you.
This means your content, your data, settings, apps, need to be mobile with you to whatever device makes the most sense at a given time at a given place.
SwiftKey ist lediglich die Eingabemaske zu der konstant lernenden Wörter-Vorschlagsmaschine, die Sprache, Sprachmuster und Zusammenhänge analysiert und an seine Nutzer wieder zurückspielt. Es ist einer dieser Dienste, die das Smartphone tatsächlich smart machen, weil sich die Intelligenz über einen Cloud-Service speist.
Jon Reynolds und Ben Medlock, die beiden SwiftKey-Gründer, akzeptierten lediglich 20 Millionen US-Dollar an Risikokapital über ihre achtjährige Firmenzeit. Sie treten ihre neuen Microsoft-Jobs jeweils mit zirka 30 Millionen US-Dollar an Taschengeld aus der Übernahme an. ↩