An anderer Stelle wird mir vorgeworfen, „kein Fan der ‚Meine-Hardware-gehört-mir‘-Idee“ zu sein. Der missachtete Unterschied für diese kleine aber feine Unterstellung ist, dass sich die Gründe für (m)einen Jailbreak innerhalb des letzten Jahres extrem dezimiert haben.
Selbst der (immer noch sehr sympathische) Cydia-Entwickler Jay Freeman kann auf eine Scoble-Rückfrage, ‚Warum man sein Dateisystem freischalten sollte‚, nur ein paar Schnellstart-Menüs und Icon-Animationen vorführen.
Der derzeit geringe Mehrwert wiegt (für mich) jedoch nicht die Nachteile auf. Abstürzende Programme sind bereits im oben eingebundenen Interview festgehalten. Gibt Apple ein Software-Update frei, kann es Wochen wenn nicht Monate dauern, bis man mit Jailbreak auch auf die neue Firmware darf. Und selbst dann kann man an Kleinigkeiten anecken, wie nicht aufzurufenden iBooks und fiesen Software-Schädlingen.
Nochmal: Ich finde es toll wenn man die Lust mitbringt, sich in die tiefen Bits & Bytes des Betriebssystems zu schrauben, ein paar von diesen umzukippen und dann noch einmal von vorn anzufangen. Von meinem ‚Produktiv-System‘, und nichts anderes ist mein iPhone in seiner täglichen Verwendung, halte ich solche Späße jedoch fern.
Ich trau mich mal: Das weiße iPhone 4 steht vor der Tür. Die Beweislast ist erdrückend. Hier ein gestauchter Abriss der Entwicklungen aus den letzten Tagen.
22.04. – eine Vodafone-UK-Verpackung macht die Runde.
22.04. – BelCompany aus den Niederlanden verspricht das Telefon.
23.04. – Vermutung über Veröffentlichungstermin aus dem Best-Buy-Warensystem.
25.04. – Best-Buy-Warensystem ist sich nun sicher: 27. April / Verizon- und AT&T-Ausführung.
25.04. – weißer Prototyp steht für Unsummen (immer noch) auf Ebay.
26.04. – auch italienische Mobilfunkanbieter tragen fleißig Gerätenummern in ihren Datenbanken ein.
In diesen Minuten verbreiten sich im MacRumors-Forum Fotos von allerlei original verpackten Geräten, die (höchstwahrscheinlich) ab Morgen in den Läden stehen.
Ob Apple eine entsprechende Ankündigung plant, ist nicht bekannt. Ebenso ist unklar, ob das weiße iPhone 4 außer seiner Farbe anderweitige Änderungen bereithält.
Apple kündigte das Telefon in seiner weißer Ausführung im letzten Sommer an und verschob der Termin mehrfach. Seit Ende letzten Jahres steht „Frühling 2011“ als unkonkreter Veröffentlichungszeitpunkt im Raum.
In Belgien und Italien werden erste Geräte bereits ausgepackt. Für Deutschland verriet ein Screenshot auf T-Mobile.de kurzfristig den 28. April als mögliches Bestelldatum. Von einer offiziellen Verkaufsankündigung, die für dieses Produkt ohne Zweifel doppelt notwendig wäre, fehlt weiterhin jede Spur.
Apropos doppelt: Der zweite Streifen oberhalb der Hörmuschel soll die neue Position des Annäherungssensors (‚Proximity Sensor‘) sein. Dieser war bereits zuvor im Gespräch, als es um Gründe für die Verzögerung der weißen Geräte ging.
Das hier ist kein Streaming, ’nur‘ eine nahtlose Song-Übergabe. Die Titel müssen sowohl am iPhone als auch dem (Mac-)Desktop vorliegen.
Die großartige Idee mit schicker Umsetzung funktioniert wie angepriesen. Die Sinnhaftigkeit ist für einen solch grandiosen Gedanken nicht in Zweifel zu ziehen.
Um im ‚Flow‘ zu bleiben benötigt man: Seamless (MAS, kostenlos; Link) + Seamless (0.79€; App Store-Link)
Die iPad-App News.me (kostenlos; App Store-Link) ist aus zwei Gründen interessant: a) sie setzt aufs ‚In-App‘-Abosystem und b) ist der Verkäufer ein gewisser URL-Shortener namens Bit.ly.
Die Bezahlung, im Stil der iPad-Zeitung ‚The Daily‚, ist schnell umrissen. Nach sieben kostenfreien Testtagen werden 79 Cent pro Woche oder 27.99€ im Jahr fällig. Mit automatischer Verlängerung; 100-prozentig übereinstimmend mit den Apple-Vorstellungen.
Doch wofür? Der News-Aggregator bedient sich ähnlich wie Flipboard den Twitter-(Lese-)Empfehlungen. Dabei kann man den eigenen Account entsprechend aufbereiten oder sich die Web-Verweise seiner Twitter-Freunde anzeigen lassen. Angereichert mit populären Bit.ly-Links entsteht daraus ein personalisiertes Nachrichtenblatt fürs Tablet.
Der gefragte Kurz-URL-Dienst, mit krisensicherer Top-Level-Domain in Libyen, gilt als einer der größten Dienstleister für Webadressen. Internet-Größen wie Amazon, die NYTimes, Huffington Post oder CNN setzten auf dessen (Pro-) Links. Wenn also einer weiß, was im Netz abgeht, dann ist es Bit.ly.
Ob dessen zusammengetragene Artikel-Empfehlungen über News.me ihr Geld wert sind, darf jeder selbst ausprobieren. Genau davon dürfte auch abhängen, ob dieser Monetarisierungs-Ansatz Erfolg hat.
Apropos Twitter + Lese-Empfehlungen. Die in Instapaper seit Version 3.0 integrierten ‚Friends‘- und ‚Editors‘-Picks dürfen nicht oft genug gelobt werden.
Welch‘ großartige Banalität: Ein AppleScript, das sich pfeilschnell in ein iTunes-Konto einwählt. Klick.
Die Gründe für mehrere iTunes-Accounts sind hinlänglich dokumentiert. Wer beispielsweise zum US-Start der ersten iPad-Generation Software aus dem amerikanischen Store laden wollte (weil die Apps in Deutschland noch nicht verfügbar waren), besitzt so ein Dollar-Konto. Auch Promocodes sind erst seit Dezember 2010 in den internationalen Download-Oasen einzulösen. Teilweise finden sich die Gründe aber auch schlicht und ergreifend im unterschiedlichen iOS-Katalog, der hierzulande einige Apps beispielsweise nicht erhält oder nicht enthalten darf.
Ein zweiter Account – beispielsweise in den USA – lässt sich kinderleicht anlegen. Die Software-Updates sind jedoch das Problem. Aktualisierungen erscheinen jeweils nur in den länderspezifischen Geschäften, in denen der Ursprungs-Download angestossen wurde. Wer seine Bibliothek bereits auf mehrere hundert Apps aufgestockt hat, findet damit fast täglich neue Updates. Um diese zu laden, muss der Store gewechselt werden.
Der ständige Umstieg zwischen zwei Konten ist dabei so penetrant nervtötend, weil das Prozedere ein übler Sekunden-Vielfrass ist. Die Nutzer hängen zwischen zwei Eingaben gerne wenige Bruchteile tatenlos in der Luft. Die Zeiträume fallen zu kurz aus, um in ein anderes Programm zu wechseln aber irgendwie auch zu lang, um nicht verzweifelt eine Handvoll Beschimpfungen in Richtung iTunes loszulassen.
Die simple Script-Programmroutine bedarf einer Anpassung mit euren Login- und Passwort-Daten (im Klartext!) und wird anschließend vorzugsweise als ‚Applikation‘ für den ‚One-Click‘-Start abgespeichert.
Osterwochenende. Endlich Zeit, sich ein paar Videospielen zu widmen.
Sowohl für Konsole als auch PC sollte dabei aktuell Portal 2 auf der Prioritätenliste sehr hoch rangieren. Falls dem nicht so ist, überdenkt eure Aufstellung! Ein paar Worte zu dem heiß erwarteten Titel haben wir in der neusten Podcast-Folge ‚Games und so‚ verloren. Diese sollte sich noch an diesem Wochenende im iTunes-Audio-Verzeichnis einfinden. Es spricht jedoch nichts dagegen, sich bereits schon jetzt an Steams Download-Tropf zu hängen oder eine Amazon-Bestellung (PC/Xbox/PS3) aufzugeben.
Aber wo ist der iOS-Bezug?
Mit ‚The Final Hours of Portal 2‚ (1.59€; App Store-Link) wirft Journalist Geoff Keighley einen ausschweifenden Blick hinter die Kulissen von Spieleentwickler Valve. Aus den letzten drei Jahren ist dabei eine multimediale Zusammenstellung an Eindrücken und Erfahrung in Form einer iPad-App entstanden. Mit Videos, Interviews und exklusiven Fotos ist dies für Fans sicherlich nur schwer zu verschmähen…
Apropos Spiele: Auch Final Fantasy III erreicht als iPad-Version den App Store. Diese Fassung fällt nahezu identisch zur bereits vor drei Wochen veröffentlichten iPhone-Edition aus. Jene ist wiederum ein annähernder 1:1-Klon der Nintendo-DS-Adaption aus dem Jahr 2006. Ein paar meiner Gedanken zu dem Titel hatte ich bereits in diesem Review zusammengefasst.
Einziger Wermutstropfen: Square Enix verkauft die iPad-Ausgabe noch einmal extra. Wer bereits für das iPhone zugeschlagen hat, muss erneut saftige 14Euro (App Store-Link) in die App-Store-Kasse werfen.
Das sowas auch fairer geht, zeigte in jüngster Vergangenheit World of Goo. Mit Veröffentlichung der iPhone-Anpassung transformierte sich die iPad-Ausgabe zum Universal-Download. Wer nur auf dem Mobilfunktelefon spielt, kommt mit 2.39€ (App Store-Link) günstiger davon. Wer den Titel bereits auf dem iPad besitzt (3.99€; universal; App Store-Link), darf kostenlos auch die iPhone-Variante nachladen.
Im gleichen Stil macht sich auch das grandioseSuperbrothers: Sword & Sworcery EP seine Freunde, das seit gestern auch auf dem kleinen iPhone-Bildschirm läuft (3.99€; App Store-Link).
Ausverkauf an diesem Wochenende auch bei EA. Der Publisher-Titan muss sich durch zeitige sowie regelmäßige Rabatt-Aktionen jedoch mittlerweile ernsthaft Sorgen machen, dass man zu einem neuen Produkt-Release nicht mehr den Sofortkauf empfiehlt. Zu schnell und zu drastisch sinken die Preise ihrer Titel.
Eine solche Neuerscheinung ist beispielsweise NBA Jam für das iPad zum Preis von 7.99€ (App Store-Link). Dessen (euch bereits nahegelegter) iPhone-Bruder startete im Februar für 3.99€ und ist derzeit für 0.79€ (App Store-Link) zu erstehen.
. Außerdem einen Ausflug wert: Max and the Magic Marker – 0.79€ (iPhone + iPad).
Wer darüber hinaus noch Zeit zwischen den familiären Tagen findet, darf sich mit Episode 2 von ‚Back to the Future‚ (5.49€; App Store-Link) dem tollen ersten Teil (hier im iPhoneBlog-Review) anschließen.
Das im japanischen Tokio stationierte soziale Netzwerk GREE kauft sich für $104 US-Millionen die OpenFeint-Plattform. Diese startete auf dem iPhone (mehr oder weniger auf den Tag genau) vor zwei Jahren ihr iOS-Netzwerk. Zu den ersten Partnern zählten App-Store-Titel wie Pocket God oder Radio Flare. Mittlerweile legte sich die soziale Framework-Schicht auf über 5.000 Spiele und erreicht sowohl für iOS als auch Android über 75 Millionen Spieler und 19.000 Entwickler. Damit konkurriert das OpenFeint-Ökosystem als stärkster Rivale mit Apples Game Center.
GREE dagegen ist das führende soziale Netzwerk in Japan, welches sich auf Verkäufe von digitalen Gütern, virtuellen Avataren und mobilen Spielen konzentriert. GREE-Häuptling Yoshikazu Tanaka gilt als jüngster ‚Self-made‘-Milliardär in Asien, der das Freundesnetzwerk im Alter von 32 Jahren gründete. Forbes.com widmete dem Entrepreneur im letzten Januar einen Biographie-Abriss.
Die OpenFeint-Gründer sind jedoch keinesfalls älter: Jason Citron, Jahrgang 1984 und Danielle Cassley, die die US-Universität von Berkeley im Jahr 2007 verließ, bleiben laut Presseankündigung vorerst eigenständig.
The entire OpenFeint team is staying on and will continue building the platform that we launched together two years ago.
Gemeinsam erreichen die beiden Netzwerke bereits über 100 Millionen User. OpenFeint plant noch in diesem Jahr seine Belegschaft zu verdoppeln.
Japanische Firmen scheinen sich dieser Tage bevorzugt iOS-Studios einzuverleiben. Ein Top-Trend? Zuletzt akquirierte DeNA für $400 Millionen US-Dollar den Silicon-Valley-Entwickler Ngmoco. In dessen Portfolio befand sich neben diversen populären iOS-Spielen wie Godfinger oder We Rule auch das soziale Netzwerk ‚Plus+‚.
Ihr unsäglichen Spielverderber. Die ‚iPhone-Bewegungsdaten‚ wären ein toller Ansatzpunkt, um über den Umgang mit persönlichen Informationen aufzuklären. Wenn man sich die Mühe für seine Leser, Zuschauer oder Hörer hätte machen wollen, wäre zumindest der Aufhänger einer Geschichte drin gewesen. So bleibt, zugunsten von einander abgeschriebener Brachial-Berichterstattung, aber auch diese Gelegenheit ungenutzt.
Was war passiert? Zwei O’Reilly-Forscher, Alasdair Allan und Pete Warden, veröffentlichten einen Artikel, einen Video-Talk sowie ein Mac-Programm über die Log-Datei ‚consolidated.db‘. Diese enthält Längen- und Breitengrade sowie Zeitstempeln von Mobilfunk-Sendemasten und WiFi-Netzwerken – keine GPS-Daten. Die Datenbank befindet sich auf dem iPhone und nach einer Synchronisation über iTunes auch auf dem Computer. Verschlüsselt man sein Backup nicht, ist die Datei zugänglich. Beispielsweise von der Visualisierungs-Software ‚iPhoneTracker‚, die im gleichen Schritt das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Kryptografiert man dagegen seine Daten (ein iTunes-Klick reicht aus), ist die Datei nicht auszulesen. Das gilt auch für die Daten auf dem mobilen Gerät, solange man keinen Jailbreak durchführt.
Dass diese Datei überhaupt existiert, ist nicht neu (1, 2 oder 3). Die beiden O’Reilly-Typen haben lediglich ihre Recherche vermasselt. Über die ‚versteckte, geheime und unbekannte‚ Datenbank, von der so gerne berichtet wird, ist bereits in gedruckten (!) Büchern (Affiliate-Link) geschrieben worden.
In the course of writing Chapter 10 – Network Forensics – I fully explain and detail the examination of consolidated.db and other network artifacts within the device!
Aber nur weil bereits diverse Aufzeichnungen bestehen, und vergleichbare Datenbanken bereits vor iOS 4.0 existierten (h-cells.plist), rechtfertig das natürlich noch lange nicht dessen Existenz. Daher die Frage: Wohin sendet diese ominöse Datenbank ihren Inhalt?
Soweit durch Netzwerk-Analysen bekannt: Nirgendwohin. Die Datei existiert lokal und im Backup. Übernimmt man das Backup auf ein anderes iOS-Gerät, wird auch die Datenbank überspielt. Doch das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit. Dass sich Apple generell Mobilfunk- und WLan-Daten einverleibt, ist seit letztem Sommer kein Geheimnis. Zugegeben: Zuerst war’s nie so richtig kommuniziert. Erst auf Nachfrage von zwei US-Kongressmitgliedern veröffentlichte Apple ein umfangreiches Schreiben über die Erfassung und Nutzung der Positionsdaten (PDF-Link).
Information about nearby cell towers and Wi-Fi access points is collected and sent to Apple with the GPS coordinates of the device, if available […]. This information is batched and then encrypted and transmitted to Apple over a Wi-Fi Internet connection every twelve hours […].
[…] to help Apple update and maintain its database with know location information, Apple may also collect and transmit Cell Tower and Wi-Fi Access Point Information automatically. With one exception, Apple automatically collects this information only (1) if the device’s location-based service capabilities are toggled to „On“ and (2) the customer uses an application requiring location-based information.
Bislang bestehen jedoch keine Hinweise, dass die ‚consolidated.db‘ dafür genutzt wird, diese Informationen zu übertragen. Wie das PDF-Dokument bestätigt, bedient sich Apple auf explizite Nutzer-Genehmigung auch den der GPS-Daten. Da sich diese Infos nicht in der jetzt ‚aufgespürten‚ Log-Datei befinden, könnte man vermuten, dass sie nichts damit zu tun hat.
Schon damals, als das PDF öffentlich wurde, war die Aufregung groß. Zurecht, wenn man einzig und allein aus Perspektive des Datenschutzes argumentiert. Wer kein Interesse an der Evaluierung und Performance-Verbesserung seiner Verbindungen hat (unpersonalisiert auf Basis von Zufallsstichproben), darf so pseudo-autark gerne versuchen weiterleben.
Spätestens mit dem Abschluss eines Mobilfunkvertrags und Politik-Verpeiltheit kippt jedoch dieser durchaus ehrenhafte Datenschutz-Ansatz. Malte Spitz, Politiker beim Bündnis 90/Die Grünen, klagte im vorletzten Jahr gegen die Deutsche Telekom um Herausgabe seiner gespeicherten Vorratsdaten. Vor Gericht zeigte der Zeitraum von insgesamt sechs Monaten in 35.000 Fällen Anrufe, SMS und Geo-Postionen. Die Zeit.de hält davon eine interaktive Karte zum Abruf.
Um in meiner Wortwahl konsequent zu bleiben: Aber nur weil’s bereits ‚Andere‘ machen, muss es dadurch noch lange nicht ‚richtiger‘ werden. Korrekt. Daher gilt es weiterhin, jedem Anbieter auf die Finger zu schauen ohne jedoch kopflos nach dem nächsten ‚iDesaster‘ zu suchen.
Durch die jetzt veröffentlichte Software wird das Geo-Problem erstmals anschaulich. Die Daten, die jedoch dahinterstehen, sind nicht die geringste Aufregung wert, wenn im gleichen Atemzug Gowalla-Accounts befeuert, Latitude-Blümchen angezündet und eine ‚Find-my-iPhone‘-Ortung mit Begeisterung betreiieben wird. Mit dem bewussten Umgang von der Weitergabe genau dieser Informationen, sollte man anfangen.
Mir persönlich sind viele Software-Angebote im App Store – wie beispielsweise Viber (kostenlos; App Store-Link) – weitaus unheimlicher, weil sie einfach mal mein kompletten Adressbuch auf ihre Server laden und dies (nach persönlichem Empfinden) unzureichend innerhalb der App kommunizieren. Wer tief gräbt, findet auf deren Webseite diesen Verweis:
A copy of the phone numbers and names in your address book (but not emails, notes or any other personal information in your address book) will be stored on our servers […]
‚Datenschutzrichtlinie‘ – auch Apple besitzt ein ganzes Bündel davon – sind nie spannend oder mitreißend geschrieben. Wer jedoch niemals einen Blick darauf wirft und einfach blind abnickt, darf jetzt auch keine ‚offenen Briefe an Steve Jobs‚ schreiben.
In die gleiche Quatsch-Kategorie fällt es, einen Jailbreak zu empfehlen und zu behaupten, sich durch die App ‚untrackerd‚ dem ‚Logging-Problem‘ zu entledigen (und gleichzeitig womöglich seine SHSH Blobs hochzuladen). Durch den vollen Zugriff auf das Dateisystem nimmt man bei Verlust des iPhones dem Dieb lediglich die Arbeit ab.
Aber nochmal: Jede Firma, der wir Daten bewusst zustecken oder diese ohne Wissen abgenommen bekommen, gilt es zu beobachten. Dabei jedoch bei der Log-Datei ‚consolidated.db‘ anzufangen, ist schlicht und ergreifend unverhältnismäßig.
Apple is not storing the device’s location, it’s storing the location of the towers that the device is communicating with.