Technisch und ästhetisch bemerkenswert: Die Aussparung für das Stereo-Lautsprecher/Mikrofon-Set schrumpfte im iPhone 14 Pro signifikant. Von einem „Lautsprechergrill“ kann keine Rede mehr sein; die Öffnung quetscht sich hauchdünn an den Gehäuserahmen.
Man fühlt sie, wenn man aufmerksam mit dem Finger(-nagel) darüberstreicht. Visuell ist sie in der schwarzen Umrandung, die das Display einfasst, aber nur während bestimmten Lichteinfällen zu sehen – iPhone 13 (links), iPhone 14 (rechts).
Bereits das iPhone 13 versteckte die „Hörermuschel“. Es platzierte sie nicht mehr in der „Notch“-Mitte – so wie zuvor beim iPhone X, XS, 11 und 12.
Die deutliche Minimierung erfolgt jedoch erst in dieser iPhone-Generation. In der Gegenüberstellung mit dem iPhone 13 fällt sie zwar länger aus, reduziert aber auffällig stark ihre Breite.
Bereits die allererste iPhone-Verpackung rollte über eine Stanze, die das Bild des Gehäuserahmens auf der Vorderseite anhob (und den Homebutton absenkte).
Mit dem iPhone 14 veredelt Apple nun erstmals den rückseitigen Text (und Barcode) auf den Pappschubern seiner Telefonverpackungen. Ich tippe auf eine Art Reliefdruck, der den Text minimal aber fühlbar anhebt.
Und ja, mir ist auch absolut schleierhaft, warum darüber niemand spricht!
Wisst ihr, was sich alt anfühlt? Die Anpassung des neuen Sperrbildschirms in iOS 16 auf iPhones mit Touch ID.
Meine Kids haben richtig viel Spaß mit seiner Gestaltung – von Lieblingsfotos über Widgets bis zu Schriftstilen. Die vorangestellte Entsperrung ist auf ihren Telefonen – einem iPhone 8 Plus und iPhone SE (2020) – jedoch umständlich.
Face ID entsperrt im Hintergrund; Touch ID erfordert drei aufeinanderfolgende Berührungen – einen längeren Druck aufs Display, einen kurzen Druck aufs Display sowie den Unlock über ihren Fingerabdruck. Scheitert die Registrierung des Fingerabdrucks, ist der Pin-Code einzutippen.
Natürlich ist die Authentifizierung notwendig; sie lässt sich zurecht nicht überspringen. Apple verkompliziert hier für ältere Telefone nicht absichtlich dessen Bedienung. Sie orientieren sich für dieses Software-Feature vielmehr an den modernen iPhones – mit einer (signifikanten) Ausnahme.
Aber gilt das auch für die Dynamic Island? Ist es eine mutwillige Software-Limitierung auf die Pro-Modelle?
More interestingly — super interestingly, even — the Dynamic Island now introduces a software user experience differentiator. Because Live Activity views are only available on the Lock Screen of notched iPhones (and as fleeting non-user-invokable notifications, like Apple Maps’s turn-by-turn directions have been for years), Apple has now introduced major new software features that are only available on the iPhones Pro. There is a hardware component — the smaller sensor array and behind-the-display proximity sensor — but all of the Dynamic Island functionality could be exposed to notched iPhones, just in less cool-looking ways. That’s a design choice Apple has (apparently) made, not a function of production costs. It’s not just that the Dynamic Island looks better than the notch. It provides utility that just about any iPhone user would enjoy. At least any iPhone user who ever listens to music or podcasts, makes phone calls, hails rides with Uber or Lyft, or follows live sports. And the only way to get it is with a new iPhone 14 Pro.
„Just in less cool-looking ways“? A) So agiert Apple grundsätzlich nicht und B) die Dynamic Island erfordert den A16-Chip.
A big choice that works is Apple overdoing things in classic Apple fashion: the island is meant to feel more like hardware than software — almost like a secondary display that can get bigger or smaller. To get this to feel right, Apple’s built a new dynamic subpixel antialiasing system that makes the edges of the island up to three times crisper than all the other animations in iOS, which antialias at the pixel level.
Apple erwähnt diese Hardware-Voraussetzung sogar selbst in ihrer Keynote. Oder wie Sebastiaan de With richtig fragt: „Which other company does this?“
There’s also an entirely new display engine in A16. This engine enables the 1Hz refresh rate, Always-On capability, higher peak brightness, and the advanced anti-aliasing that makes Dynamic Island animations so incredibly smooth.
Also ja: Es ist ein „software user experience differentiator“, aber er bedingt sich durch Hardware. Hardware, die derzeit nur im Pro-Modell des iPhone 14 sitzt.
Als professioneller Fotograf hat Austin Mann einige aufschlussreiche Anmerkungen zu den neuen iPhone-Kameras – so wie jedes Jahr.
I found the sharpness to be favorable on iPhone 14 Pro, but I do feel many of the images I’ve shot are a bit too processed and/or over-sharpened. When this happens, I’ve been bringing the ProRAW files into Lightroom CC and adjusting the “Apple ProRAW” profile slider to the left to reduce the HDR/sharp look if it’s too much for me.
Aber natürlich prägt auch ihn sein Job; die meisten Nutzer_innen von iPhones stehen nicht vor seinen Herausforderungen.
Offloading photos/videos via Lightning cable is another story. I’ve had some serious pains trying to transfer content from my iPhone to my MacBook Pro. […] Once I finally did get the files onto my Mac, viewing the 48 MP ProRAW files in Apple Photos was pretty slow (it takes a long time to preview or zoom to 100%), so I decided I would use Image Capture to import files to the Finder and then view them in Adobe Bridge. This process was simple and direct, but then when I get the DNG files in Bridge, they all looked super dark because the ProRAW profile wasn’t loading there. I had to abandon this method.
Die überwältigende Mehrheit aller Nutzer_innen stehen nicht vor einem solchen Arbeitsablauf; sie bearbeiten Fotos direkt auf dem Telefon. Die Übertragung und das Management von Dateien sind eine absolute Ausnahme.
Das ist keine Kritik am sehr lesenswerten Artikel, es ist vielmehr ein Hinweis an Apples eigene Ansprüche solche Pro-Arbeitsabläufe (voller Stolz) abzubilden.
Tim Cook drückte es auf dem „Far out“-Event so aus:
Products that are intuitive and easy-to-use, that have a unique integration of hardware and software, and that are incredibly personal. […] They’re always with you, whenever and wherever you need them, and are designed to work seamlessly together. On their own, each is industry-leading. Together, they provide a magical experience.
Eine schnellere Datenübertragung wäre dafür wünschenswert – insbesondere für die mächtigen ProRAW-Videos. USB-C wird hier mittelfristig helfen, aber selbst wuchtige DNG-Fotodateien von jeweils 80 Megabyte überspielt man inzwischen mühelos mit AirDrop.
Ich bin mir sicher: Austin Mann weiß das. Deshalb verstehe ich seine nuancierte Kritik am „Digital Workflow“ vielmehr als Frage nach einer Pro-Software für Fotos – einen Nachfolger für Aperture, neben Final Cut, Motion, Compressor, MainStage und Logic.
Vergessen wir nicht: Apple ist der weltweit größte Kamerahersteller mit einem jährlichen „Shot on iPhone“-Wettbewerb. In Cupertino sitzt ein Pro-Workflow-Team. Die pfeilschnellen A-Prozessoren feuern mittlerweile auch macOS an, und Apple beteiligt sich aktiv an der Erweiterung von verlustfreien Dateiformaten.
Ich empfinde daher die Frage nach einer Pro-Foto-App – die ich Austin Mann ganz unverschämt in den Mund gelegt habe – als sehr berechtigt.
Wenn ich euch hier mindestens eine Funktion aus iOS 16 zeige, die ihr vorher noch nicht kanntet, habe ich mein persönliches Ziel mit diesem Video erreicht. Um meine Chancen dafür zu erhöhen, habe ich gleich zwei Dutzend der nicht so prominenten Neuerungen ins Video gequetscht.
Hier das Intro zur knapp fünfminütigen Episode:
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Widgets auf dem Sperrbildschirm bieten laut Apple „hilfreiche Informationen auf einen Blick“ und dienen als Sprungbrett zu Apps. Deshalb verwundert es vielleicht nicht, dass Apple (noch?) keine Widgets für seine Kurzbefehle-App anbietet.
LockFlow is an iOS 16 iPhone app to add widgets that run shortcuts in the Lock Screen and Home Screen. Download it today and try it, it’s free!
Neben einer Abkürzung zur Kamera-App Obscura zeigt mein Screenshot Widgetsmith, das euch die kleinen Widget-Bildchen mit beliebigen URLs verknüpfen lässt.
Dieser Kurzbefehl ist das Äquivalent zum Sideloading-Feature von Castro, spart mit der Hilfe von Scriptable aber gegenüber dem Download von Hand ein paar Klicks.
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Nicht erschrecken: Die Wassersperre in watchOS 9 entriegelt ihr durch einen längeren Druck auf die Digital Crown – nicht mehr durch das Drehen der Krone.