M! Games-Kolumne / Juli 2010

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Das Drehmoment

Die Apple-Entwicklerkonferenz WWDC drängelte sich in diesem Jahr sicherlich nur zufällig auf den 7. Juni – einen Termin, der exakt sieben Tage vor dem Beginn der altehrwürdigen Spielemesse E3 lag. Die Ankündigungen aus San Francisco dürften auf dem Pilgerweg ins Los Angeles Convention Center von dessen Teilnehmern mit Interesse aufgenommen worden sein. Apple nennt sein diesjähriges Hardware-Update „iPhone 4“ und bestückt dessen Innenleben mit ausgetüftelten Bausteinen. Unter dem Aluminiumrahmen schuftet der gleiche A4-Prozessor wie im iPad. Seite an Seite kämpft er dort mit dem PowerVR SGX-Grafikchip und treibt die Pferdestärken in ein Dutzend Rennboliden, die in ,Real Racing HD‘ gleichzeitig auf den Rundkursen beschleunigen. Mit 960 x 640 Bildpunkten auf 3.5-Zoll lässt er seine mobilen Konkurrenten Nintendo DS (256 x 192 Pixel) und Sony PSP (480 x 272 Pixel) wie klobiges Kinderspielzeug dastehen. Bleibt die Frage: „Spielst du noch oder lebst du schon?“

Die reine Bildschirmauflösung ist nicht einmal der beeindruckendste Fakt: Die Pixeldichte, des als ,Retina-Display‘ bezeichneten Bildschirms übertrumpft mit 326 ppi (Punktdichte pro Zoll) die Darstellungskraft von menschlichen Augen. In der Qualität eines Laserausdrucks schmiegen sich in Zukunft Texte von Point’n’Click-Abenteuern an meine Netzhaut – Vorfreude ist angebracht! Konkurrenz-Pluspunkt aus Entwicklersicht: Für hochauflösende Menü-Optionen und Schrifteinblendungen muss keine Codezeile neu verbogen werden. Die über 225.000 erhältlichen Apps bekommen auf dem neuen Gerät eine unaufgeforderte Frischzellenkur. Lediglich viermal höher aufgelöste HD-Zeichnungen sollte die jeweilige Entwicklerschmiede noch einmal aus Photoshop exportieren.

Alles in Bewegung

Im iPhone 4 dreht sich ein Gyroskop, ein Kreiselkompass für die drei räumlichen Achsen, der eine exakte Positionsbestimmung im Raum ermöglicht. Demonstriert wurde das 3D-Klötzchenspiel ‘Jenga’, bei dem der Spieler um sein iPhone tanzt und so einen Blick auf die verschiedenen Turmseiten erhascht. Die Technikdemo läuft seitdem in meinem Oberstübchen; ich grüble über das Potenzial. Surrende Laserschwert-Duelle und isometrische ,Marble Madness‘-Kopien brauen sich als Gedankenspiele zusammen. Wie das Gehüpfe des Anwenders um sein Telefon herum zu interpretieren ist, muss mathematisch nicht verstanden werden: Das Framework ,CoreMotion‘ liefert simple Positionsdaten an den Programmcode. Nintendo rüstete im letzten Jahr mit mit dem Aufsteck-Dübel Wii Motion Plus zwar die Wii für eine genauere Lagebestimmung nach, lässt seine Entwickler jetzt jedoch ohne einheitliche Schnittstelle durch die unterschiedlich beschleunigten Dimensionen straucheln. Das Ergebnis zeigt sich in einer höchst wechselhaften Präzision der Bewegungserkennung. An das iPhone 4 stelle ich da höhere Ansprüche.

Und sonst? Fast nur Randbemerkung ist der bevorstehende Start des Apple-eigenen Reklamenetzwerks ‘iAd’, das zukünftigen Spielentwicklungen unter die Arme greift. Die Videotelefonie ,FaceTime‘ mit Frontkamera basiert auf offenen Standards, die in Zukunft auch von Third-Party-Anwendungen reichlich Verwendung finden dürfte. Apropos Reichtum: Aus der Facebook-Scheune trottet eine ,Farmville‘-Portierung mit potenziell 70 Millionen aktiven Spielern in Richtung App-Store-Universum.

Die für mich eindrucksvollste Ankündigung bleibt jedoch, das diese ,Spielereien‘ alle keine abgedrehten Zukunftsvisionen mehr sind, sondern ab dem 24. Juni im Handel stehen.

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Für die M! Games, das dienstälteste deutschsprachige Videospiel-Magazin, verfasse ich eine monatliche Kolumne zum Thema iPhone. Die Ausgabe 202 befindet sich ab heute am Kiosk. Über Feedback zum aktuellen Artikel würde ich mich sehr freuen.

Apple äußert sich zur schwankenden iPhone-4-Signalstärke

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In einer öffentlichen (Presse-)Mitteilung wendet sich Apple an seine iPhone-4-Käufer bezüglich der Thematik um die schwankende Signalstärke. Darin heißt es:

Upon investigation, we were stunned to find that the formula we use to calculate how many bars of signal strength to display is totally wrong. Our formula, in many instances, mistakenly displays 2 more bars than it should for a given signal strength.

Der dargestellte Signalverlust fällt entsprechend der tatsächlichen Mobilfunkstärke zu hoch aus: „Their big drop in bars is because their high bars were never real in the first place.“.

Man streitet nicht ab, dass sich durch ein Abschirmen der linken unteren Gehäuseecke der Empfang minimiert: „This is true of iPhone 4, iPhone 3GS, as well as many Droid, Nokia and RIM phones.“. Als Lösung wird in den nächsten Wochen ein Software-Update für iPhone 3G, 3GS und iPhone 4 angeboten, welches die korrekte Berechnung der Signalstärke ausweisen soll:

„To fix this, we are adopting AT&T’s recently recommended formula for calculating how many bars to display for a given signal strength. The real signal strength remains the same […]“.

Die Aktualisierung wird zusätzlich die Signalbalken optisch überarbeiten, um eine bessere Darstellung über den tatsächlichen Empfang gegenüber seinem Benutzer zu kommunizieren.

Apple entschuldigt sich für diese ‚Problematik‘ und weist darauf hin, dass unzufriedene Käufer ihre (unbeschädigten) Geräte innerhalb der ersten 30 Tage gegen die Erstattung des vollen Kaufpreises zurückgeben können.

via ApplePR

‚iBracket‘ – Touratech-Zweiradhalterung

Endlich wieder „Zubehör-Freitag“! Seit der letzten Woche fahre ich mit einer Touratech-Zweiradhalterung namens „iBracket“ durch die Gegend und kann nach zahllosen Kilometern im Stadtverkehr eine Empfehlung aussprechen.

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Viel Stahl für viel Geld: Mit 99  lässt man sich den iPhone-Käfig bezahlen. Dieser klammert sich wahlweise mit einer 12mm- oder 22mm-Halteschelle an die Lenkerstange. Wer ‚Übergrößen‘ an seinem ‚Bike‘ zu verzeichnen hat oder die Vorrichtung an anderen Vehikel anbringen möchte, kauft extra Schellen.

Zwei UV-resistente Silikon-Ringe, die sich über einen daumengroßen Heben zusammenziehen, umspannen das Telefon. Während das iPhone 3G und 3GS einen wackelfreien Sitz einnehmen, benötigt das iPhone 4 für die optimale Positionierung einen Apple-Bumper. Komplett ’nackt‘ besitzt das iPhone 4 minimalen Spielraum zu den vier Ecken, der jedoch erst auf holprigen Gebirgsfahrten zum (Sorgen-)Thema wird.

Sowohl horizontal als auch vertikal lassen sich durch die gut einsehbare Anbringung am Lenker, Fahrrad- und Straßenkarten im Blick behalten. Der Klinkenstecker für Kopfhörer liegt bei kabelgebundenen Headsets zwischen den beiden gelben Halteriemen frei. Bluetooth-Sprechgarnituren sind jedoch zu bevorzugen.

DirektTouratech (HD-Videoaufnahmen entstammen dem iPhone 4)

Die Anbringung erfolgt wie beschrieben über eine Lenkerschelle. Diese lässt sich durch das Lösen von zwei Schrauben abnehmen. Das ist sowohl ein Vor- als auch Nachteil: Ohne Werkzeug ist die Halterung am Zweirad im Hof unter freiem Himmel gegen ’spontanes‘ Mitnehmen geschützt; mit einem passenden Schraubenzieher verschwindet der iPhone-Zwinger jedoch auch in wenigen Minuten in (möglicherweie fremden) Taschen.

Die Vibrationsentkoppelung über die massive Vorrichtung funktioniert selbst in unebenem Gelände sehr gut. Mir gefällt die Schlichtheit der Halterung, um das Telefon schnell ein- und auszuspannen sowie dessen ausgesprochen solide Verarbeitung.

Disney kauft ‚Tap-Tap‘-Tapulous

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Foto: iPhoneBlog.de

The Walt Disney Company‚ reißt sich das iPhone-Entwicklerstudio Tapulous vom Niederländer Bart Decrem unter den Nagel.

Die in Palo Alto ansässige iOS-(Spiele-)Schmiede zeichnet sich seit Februar 2008 insbesondere für Musiktitel der Tap-Tap-Serie verantwortlich – von Metallica über Lady Gaga bis Coldplay, Nickelback und Nirvana (App Store-Link). Alleine das rhythmische Flaggschiff Tap Tap Revenge ‚Classic‘ (1.59 €; App Store-Link) verzeichnet (nach eigenen Angaben) 35 Download-Millionen im App Store und wirkte ohne Frage als Ansporn für seine Konkurrenten Rock Band (5.49 €; App Store-Link) oder Guitar Hero (2.39 €; App Store-Link) sich überhaupt der iPhone-Plattform zu widmen.

Tapulous hielt sich und seine 18 Millionen Spieler (Stand: November 2009) bislang mit Finanzspritzen von Risikokapitalgebern über Wasser. Ab sofort übernimmt der Micky-Maus-Konzern die Rechnung für neue Entwicklungen. Die ‚Disney Interactive Media Group‚, der Decrem unter anderem von nun an vorsitzt, möchte Tapulous seine eigenständige Entwicklung belassen.

Bart Decrem bestätigte die Akquisition von Disney am gestrigen Donnerstag in einem Blogbeitrag.

[KlimBim] iPhone-Lieferverzug, Maus-Steuerung, Hintergrundbilder, Türstopper, Handbrake-Einstellungen und ‚The New Yorker‘-Ankündigung

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Am heutigen Vormittag starteten die iPhone-4-(Vor-)Bestellungen für Telekom-Bestandskunden. Am heutigen Mittag gibt der Mobilfunkkonzern einen Lieferverzug von zirka vier Wochen zu Protokoll. Die Beschreibung „bitter“ untertreibt…

Wer sechs Monate vor dem offiziellen Vertragsende steht, sollte den Weg in einen der drei deutschen Apple Stores suchen oder eine Borderlinx-Bestellung in Betracht ziehen.


DirektBT

Matthias Ringwald bereitet das Synergy+-Projekt für die iOS-(Jailbreak-)Plattform vor, um sich einer Computermaus über mehrere Geräte hinweg zu bedienen.

via modmyi


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-> http://iphone.appstorm.net/roundups/graphics-roundups/

via Twitter@iPhone.AppStorm


DirektDoorstops

Türstopper sind die Lösung. Ich habs immer gewusst!

via Twitter@JohnCAbell


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Für die richtige Film-Digitalisierung hält Lifehackers iPhone- und iPad-Handbrake-Voreinstellungen (720p + SD) bereit.

via Lifehacker


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Verlagshaus Condé Nast bestätigt die Arbeiten an einer digitalen Ausgabe vom Satiremagazin ‚The New Yorker‚.

Der Publisher leckte mit dem elektronischen Wired-Magazin erstmals Blut. Das iPad-Blatt übertrumpfte mit über 90.000 Verkäufen (Zählung bis zum 22.06.) die Absätze am Kiosk, ohne diese zu kanabalisieren.

Die neue Ausgabe (App Store-Link) steht (von nun an) als In-App-Purchase (für einen Dollar weniger) zum Download im App Store.

Apples iAd-Werbenetzwerk vor dem Start

Wer seit dem 21. Juni 2010 neue App-Store-Updates einspielen oder neue Programme installieren wollte, musste überarbeitete iTunes-Geschäftsbedingungen abnicken. Diese regeln unter anderem die Einverständniserklärung der iAd-Werbeschaltungen von Apple. Diese nehmen am heutigen 01. Juli 2010 offiziell ihren Betrieb auf.

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Endlich Werbung. Noch kündigen sich die iAd-Schaltungen lediglich in den (Update-)Beschreibungen wie beispielsweise für Tiptitude (kostenlos; App Store-Link), TextGroups (kostenlos; App Store-Link) oder iLevator (kostenlos; App Store-Link) an.

Sobald in den USA die Sonne aufgeht, sollten die vorbereiteten Werbeplätze mit bunten Bannern auf iOS-4-Geräten versorgt werden. Die Entwickler binden lediglich einen Platzhalter an die entsprechende Stelle im Programmcode ein, die Apple mit Kampagnen zu füllen versucht. Die Aufteilung der Gewinnmargen beträgt 40 zu 60 – zugunsten des Entwicklers.

Nach (älteren) Angaben des ‚Wall Street Journal‘ beginnt Apple mit Einsteigerpreisen für Werbekunden bei $1 Millionen US-Dollar und liegt damit nach GigaOM-Rechnungen bei einem fünf- bis zehnfach höheren Investitionsvolumen gegenüber seinen Konkurrenten.

Die Analysten von eMarketer sehen die Ausgaben für „Mobile Advertising“ in den kommenden Jahren vor einem starken Wachstum.

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Die iOS-Werbekonkurrenz schränkte Apple in puncto Datenauswertung durch Drittunternehmen zwar kürzlich stark ein, verhindert jedoch nicht dessen Schaltungen.

So stach (für mich) in den letzten Tagen eine Uhren-Werbung (YouTube-Link) in der NYTimes-Anwendung (kostenlos; App Store-Link) positiv hervor. Apples HTML5-basierte iAd-Banner von Quattro Wireless müssen auf dem 10-Zoll-Gerät mit iOS 3.2 jedoch noch einige Tage warten. Advertising Age möchte aus Marketing-Verhandlungen eine November-Veröffentlichung für das Betriebssystem-Update herauslesen.

Wer sich der ‚zielgerichteten‘ Produktbewerbung entziehen möchte, surft mit seinem mobilen Gerät auf http://oo.apple.com.

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Wenn Sie sich abmelden, werden Sie die gleiche Anzahl von mobilen Werbungen erhalten; diese können jedoch weniger relevant sein, da sie nicht auf Ihren Interessen basieren. Sie werden immer noch Werbungen in Bezug auf Inhalte einer Website oder einer Anwendung sehen oder Werbungen, die auf anderen nicht-personenbezogenen Daten basieren. Dieses Abmelden betrifft nur Apple Werbedienste und nicht interessenbasierte Werbung aus anderen Werbenetzwerken.

via twitter@monkeydom

Ab heute: ‚Upgrade Anytime‘ für Telekom-Bestandskunden

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Insbesondere Telekom-Bestandskunden fühlten sich beim iPhone-4-Start in der letzten Woche auf den Schlips getreten. Ohne eine frühzeitige Festlegung – und mit teils widersprüchlicher Außen-Kommunikation – enttäuschte der Mobilfunkkonzern die Erwartungen seiner bestehenden Vertragskunden auf ein neues Apple-Gerät.

Erst am eigentlichen Erstverkaufstag gab die deutsche Telekom offiziell bekannt, dass eine vorzeitige ‚Upgrade Anytime‘-Option ab heute, dem 01. Juli 2010, möglich sei. Das eliminierte entsprechende Geräte-Reservierungen, die dadurch auf einen unbestimmten (Liefer-)Termin „im Juli“ geschoben wurden.

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Wer einen offiziellen (iPhone-)Vertrag besitzt, der bereit länger als 12 Monate läuft, soll im Laufe des heutigen Tages sowohl online (Affiliate-Link), telefonisch über die Hotline als auch in einer entsprechenden T-Mobile-Filiale – gegen eine Ablöse von 25 Euro pro Restmonat – seinen Vertrag um weitere zwei Jahre verlängern können. Eine solche Vertragserweiterung um weitere 24 Monate soll nicht im Apple Store möglich sein.

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Wer bereits sechs Monate vor seinem offiziellen Vertragsende steht, kann zur normalen Vertragsverlängerung mit subventioniertem iPhone 4 greifen. Verträge der ersten Generation lassen sich beibehalten.

Von guter Dioptrie-Werten über ’scharfe Bilder‘ bis zum letzten Blitzlichtgewitter

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Mit „How to make your web content look stunning on the iPhone 4’s new Retina display“ greift Designer Aral Balkan ganz tief in die Demo-Kiste. Seine vergleichende DPI-Illustration ist angereichert mit hintergründigen Erklärungen, Ratschlägen zu dessen Einbindung sowie (Programmier-)Tipps für Entwickler.

Meine (fast) alltägliche Präsentation von der ’neuen Schärfe‘ des iPhone-4-Bildschirms zieht die Nachrichtenseite http://www.sueddeutsche.de zu Hilfe. Komplett herausgezoomt lassen sich im mobilen Safari-Browser selbst kleinste Bildunterschriften entziffern. Wer zusätzlich ein iPhone 3G(S) zur Hand hat, sollte sich diesem Duell einmal persönlich stellen.

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Apropos (Ent-)Ziffern: John Gruber fiel in seinem gewohnt charmanten iPhone-4-Abriss die systemweite Umstellung der Schriftart Helvetica zu Helvetica Neue auf. Diese kommt ausschließlich an der iPhone-4-Hardware zum Einsatz, und nicht im geräteübergreifenden iOS-Betriebssystem.

That Apple pays so much attention to the details as to pick a different version of Helvetica for different classes of displays is emblematic of what makes the iPhone the iPhone — software and hardware that are designed in tandem as parts of a single whole.

via Daring Fireball

Apropos John Gruber: Eines seiner Lieblingsthemen, auf die er pedantisch und bis zum Abwinken einschlägt, ist bekanntlich Adobe Flash. Beziehungsweise dessen Kritik über die (bereits jahrelange) Abwesenheit der proprietären Browser-Plugin-Struktur am iPhone.

Zu Beginn dieser Woche sind dafür zwei neue Sargnägel angesetzt und versenkt worden. Der in den USA populäre Video-Streaming-Service Hulu.com ist mit einer ‚universal‘ iPhone- und iPad-Anwendung im (US-)App Store angekommen. Ein angekündigtes Bezahl-Abonnement wird TV-Serien und Filme zukünftig auch auf die iOS-Plattform befördern.

Den zweiten Stahlstift an die klappernde Totenkiste setzt der Gründer von Digital Playground, einem ‚Schwergewicht‘ der amerikanischen ‚Erwachsenenunterhaltung‘:

The founder of Digital Playground, one of the porn heavyweights in the U.S., told ConceivablyTech that it will abandon Flash as soon as the desktop browsers fully support HTML 5.

via ConceivablyTech

Aus der Vergangenheit wissen wir um die Stärke dieses Industriezweiges…

Steve Jobs zog im D8-Interview, den bereits seit längerer Zeit vollzogenen Umstieg der einschlägigen Peep-Show-Webseiten auf ein iOS-kompatibles Videoformat, natürlich nicht als Beispiel heran. Trotzdem waren seine Worte gegenüber Adobe unmissverständlich: „We told Adobe if you ever have this thing running fast, come back and show us. Which they never did…“.

Auch einen ganzen Monat nach diesen scharfen Worten ist als beeindruckender Fakt festzuhalten, dass es bislang keine entsprechenden Dementis hagelte. Zumindest habe ich von keinen Behauptungen oder Demonstrationen gelesen, mit denen Adobe ihr Flash in ein besseres Licht gerückt hätte.

Aber um auf einer guten Note diesen Artikel zu beenden: Jeff Batterton konzipiert eine lupenreine iPhone CSS3-Uhr für alle Webkit-Browser.

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