Der neue Apple TV

Für hübsche Dinge gebe ich gerne Geld aus. Der neue Apple TV bietet (mir) im Vergleich mit allen anderen Set-Top-Boxen die einladendste Benutzeroberfläche. Gleichzeitig rollt er sich selbst ein paar Steine in den Weg, die ich gedanklich auch nach den ersten drei Monaten noch nicht weggerollt bekam.

Ein erstes Resümee.

IPhoneBlog de 2016 01 19 Apple TV 1

Zugegeben: Es ist ein bisschen bequem mit zeitlichem Abstand auf den Release zurückzublicken. Viele der Software-Einschränkungen, die noch zum Start im Oktober die Diskussion beherrschten, sind mittlerweile behoben, beziehungsweise ist eine Lösung in Aussicht gestellt. Siri Remote sucht inzwischen auch Musik, der Keyboard-Support ist in Vorbereitung, Apples Remote-App (universal; kostenlos) und Apple Watch steuern mittlerweile wieder die Fernsehbox, die Podcast-App schafft es in das neuste Software-Update und ein Zugriff auf die vollständige iCloud-Mediathek wurde in der letzten Beta in Aussicht gestellt.

Dass alle diese Features (irgendwann) kommen, war klar. Warum sie allerdings am Release-Tag vorbeirauschten, bei einer TV-Box, die sich über mehrere Jahre in der Entwicklung befand, bleibt unbeantwortet und wirkt symptomatisch für das gesamte Produkt. Einige Funktionen wirken zuverlässig und robust – fast abgehangen –, andere Features scheinen auf den letzten Metern noch schnell in den Programmcode kopiert (und wiederum anderen gelang es erst über den Beta-Umweg in ein Punkt-Update).

Diese Widersprüchlichkeit prägte den ersten Eindruck. Dass die iOS-App zur bequemen Eingabe der Account-Daten fürs Netflix-Passwort und für die (vor allem in den USA) populären Kabelfernseh-Konten nicht zum Start verfügbar war, färbte die Reviews.

Nun kauft ohnehin nur eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Kunden neue Hardware direkt zum Start. Im Schwung der ersten Testberichte bleiben diese Unzulänglichkeiten trotzdem dauerhaft hängen. Zurecht: Release-Reviews können immer nur so ein Produkt bewerten, wie es zum Testzeitpunkt vorliegt und nicht was dafür versprochen wird.

Apple weiß, wie wichtig der Ersteindruck ist. Sie investieren für alle ihre Produkte viel Geld und Ressourcen in den „Überraschungseffekt“. Wir werden es wohl nie komplett aufklären, aber der Apple-TV-Release, mit seiner anscheinend zurückgezogenen Vorstellung zur WWDC, den Beta-Geräten, für die sich Entwickler und die Entwickler-Presse anmelden konnten, sowie dem möglicherweise anvisiertem aber geplatzten TV-Bundle-Deal, erscheint rückblickend in vielerlei Hinsicht ‚out of character‘.

Wenn man die (zwischenzeitlichen) Versäumnisse aber einmal ausklammert, so wie ich das tun kann weil mittlerweile drei Monate vergangen sind, wirft das einen deutlicheren Blick auf die Pros und Cons.

Siri Remote

IPhoneBlog de 2016 01 19 Apple TV 2

Apples Fernbedienung wirkt im Vergleich mit der Konkurrenz wie eine kleine Offenbarung. Das Touchpad unter dem Daumen zeigt, wie man im Jahr 2016 einen Fernseher bedient. Der Sprung von einer traditionellen Tasten-Fernbedienungen hin zum Touchpad erinnert mich ans erste iPhone. Schon damals war klar: Die Bildschirmtastatur ist den in Plastik gegossenen Buttons um Längen voraus – vielleicht noch nicht in seiner ersten und zweiten Auflage, aber gewiss auf lange Sicht.

Das Touchpad der Siri Remote, nur für sich genommen, ist die beste Idee am neuen Apple TV. Es ist einer der Gründe sich für Apples TV-Box zu entscheiden (und gegen eine der anderen Entertainment-Kisten).

Having said that…

Die Siri-Sprachsteuerung, die Apple deutlicher als das Touchpad in den (Marketing‑)Mittelpunkt stellt, verwende ich ganz selten und dann auch nur eine Suchebene tief. Die Verknüpfung, „Zeige mir alle James-Bond-Filme…“ mit der Anschlussfrage „…nur die mit Roger Moore“, ist technisch beeindruckend, aber noch nichts was mir in Fleisch und Blut übergegangen wäre.

Das größte Problem mit Apples TV-Fernbedienung ist die Anordnung seiner Tasten. Mehrere Generationen von iPhone-, iPad- und iPod touch-Kunden haben gelernt: Der Homebutton steht alleine und ist am unteren Gehäuserahmen mittig platziert. Immer. Überall. Außer auf der Apple-TV-Fernbedienung.

Außerdem zweifle ich an, dass wir eine eigenständige Siri-Taste benötigen. Der iPhone-Shortcut über den Homebutton zu den Sprachbefehlen ist bereits über vier Jahre alt. Warum macht Apple sich dieses Kundenwissen nicht zum Vorteil (um beispielsweise die Fernbedienung noch minimalistischer zu gestalten)?

An Ideen mangelt es nämlich nicht.

Positive Nebenwirkung dieses Mock-ups von Rene Ritchie: Die zwei kaum zu unterscheidenden Hälften der Fernbedienung, die oft zu ungeplanten Filmsprüngen führen wenn man ungewollt aufs Touchpad greift, lässt sich vermeiden. Getreu dem Motto: Weniger Symmetrie, mehr Alltagstauglichkeit.

Also. Siri Remote bekommt von mir zwei Daumen runter, einen hoch.

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Formfaktor

Ich verstehe das dickliche Hockey-Puck-Design nicht. Es ist kein Hingucker und lässt sich mit seinen unförmigen Abmessungen obendrein schwierig verstecken. Meine (hohe) Erwartungshaltung an Apple war: Entweder baut ihr die Box so hübsch, das ich da dauerhaft draufschauen will, oder so funktional, dass sie clever (hinter dem Fernseher) verschwindet. Die Zeiten von Infrarot sind nämlich vorbei; dank Bluetooth ist kein Sichtkontakt zur Fernbedienung mehr nötig.

Apple wählte keine der beiden Möglichkeiten und nimmt mir dabei nicht die Entscheidung ab, wo diese Box zu stehen hat. Dass Apple keinen Vorschlag mitliefert, keine Meinung äußert, so dass (mindestens) zwei Kabel und eine (unspektakulär gestaltete) Box aus dem Blickfeld wandern, bedauere ich.

Ohne das Thema zu überspannen, aber das Case-Design wirkt deshalb unüberlegt. Der Verzicht auf einen separaten Audioausgang ist eine Entscheidung. Diese Entscheidung schmeckt bestimmt nicht jedem, aber es ist zumindest eine Entscheidung. Das Gehäuse der Box drückt sich dagegen vor einer klaren Ansage1.

tvOS und Apps

Konträr zur Hardware zeigt sich die Software in guter Verfassung. Apples tvOS ist die richtige Idee mit einer soliden ersten Ausführung. Die Anordnung der Apps auf dem Grid ist nicht spektakulär, leuchtet aber ein und steckt wahrscheinlich jede Smart-TV-UI in die Tasche (auch wenn das natürlich nicht die Messlatte sein soll).

Details wie die Bildschirmschoner sind ein kleines Highlight. Die feine Sound-Verlagerung beim Wischen über die App-Auswahl, bei der sich ein Klangeffekte vom rechten auf den linken Kopfhörer schleicht (oder umgekehrt), hat seinen Charme bislang nicht verloren. Die Unterstützung von Bluetooth-Kopfhörern – auch wenn gleichzeitig nur ein Paar verbunden sein kann – ist für mich ein ‚Game Changer‘.

HDMI-CEC ermöglicht es das die Siri Remote nicht nur die TV-Box aus dem Standby-Schlaf reißt, sondern auch den Fernseher ein- beziehungsweise ausschaltet sowie den passenden HDMI-Eingang wählt. Bei mir funktioniert genau das einhundertprozentig zuverlässig. Ich möchte diese Funktion nicht mehr missen. Genau genommen möchte ich nie wieder meine Samsung-TV-Fernbedienung in die Hand nehmen.

Wer erinnert sich noch? Als eines der Top-Argumente, warum Apple nicht nur eine Set-Top-Box bauen soll, sondern gleich einen ganzen Fernseher, galt der Input-Wechsel. Die Theorie war: Apple kontrolliert das Produkterlebnis gerne von vorne bis hinten. Eine Entertainment-Box ist immer nur Zubehör, die Kontrolle über den Fernseher ist damit nicht zu gewinnen. Mit HDMI-CEC, tvOS und einem halbwegs aktuellen TV-Modell kommen wir diesem Kontrollzwang jetzt einen ganz Schritt näher (und können die Gerüchte über einen tatsächlichen Fernseher aus Cupertino nun wirklich ad acta legen).

IPhoneBlog de 2016 01 19 Apple TV 4

Apps, die Zukunft des Fernsehens“ – wollen wir drüber sprechen?

Es wird noch eine ganze Weile dauern, aber ich sehe kein anderes Konzept, das TV-, Entertainment-, News- und vielleicht noch Shopping-Zeug besser verpackt. Ich glaube, Tim Cooks Statement, das alle Macht den Apps zuschreibt, stößt grundsätzlich auch nicht auf laute Gegenrufe.

Trotzdem ist die erste App-Auswahl klein – überraschend klein. Mit einem derartigen Vorlauf, den Entwickler diesmal für ein neues Apple-Gerät bekamen, hätte ich auf mehr Veröffentlichungen in der Start-Phase getippt.

Die essentiellen Kandidaten sind jedoch schon eingetrudelt: Infuse, Air Video und Plex beliefern Zuschauer, die ihren eigenen Heimserver ansteuern. Mediatheken-Apps und Spartenkanäle wie HBO, Netflix und YouTube sind vertreten. Außerdem finden sich im App Store über zwei Dutzend Spiele2, die es rechtfertigen einen Nimbus-Controller zu kaufen.

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Alle diese Apps haben meine TV-Gewohnheiten bereits positiv verändert. Könnte es noch mehr sein? Klar. Könnte die Auswahl noch viel größer sein? Natürlich. Mache ich mir Sorgen um das App-Store-Angebot auf dem Apple TV? Natürlich nicht. Natürlich noch nicht heute.

Fazit

Trotz aller Kritik: Der neue Apple TV ist meine Set-Top-Box der Wahl. AirPlay, der App Store, insgesamt tvOS und Details wie das Spulen durch Filme und TV Shows über die Siri Remote bekomme ich (in dieser hohen Qualität) nur hier. Den persönlichen Sprung, den ich vom alten Apple auf die neue Generation mache, bereitet mir – schlicht gesprochen – großen Spaß.

Doch damit endet die Geschichte der vierten Apple-TV-Generation, dem Neustart dieser Produktkategorie, nicht. Apples Set-Top-Box schreit nach Verbesserungen und es ist mindestens untypisch für Apple, dass wir hier nicht nur von der Software sprechen, sondern diesmal auch der Hardware.


  1. Vermeiden wir doch bitte eine Diskussion über die zwei unterschiedlichen Modelle. Die Aufteilung in 32- und 64-Gigabyte lässt sich technisch nicht rechtfertigen. Ich hätte mir gewünscht, dass Apple hier aufs Spiel mit der Marge verzichtet und eine verständlichere Verkaufspolitik an den Tag legt. 
  2. Guitar Hero, Skylanders, Canabalt, Beach Buggy Racing, SketchParty TV, Lumino City, Alto’s Adventure, Geometry Wars 3, Oceanhorn, Galaxy On Fire, Rayman Adventures, Asphalt 8, Crossy Road, Shadowmatic, Beat Sports, Transistor, Does not Commute, Octodad, Badland, Beneath the Lighthouse, Spaceteam, oder Xenowerk. 

Marktwert der iOS-Standardsuche

IPhoneBlog de One Billion Dollar

Google zahlt Apple für eine einzelne iOS-Einstellung. Es ist die Einstellung, die die Standard-Suchmaschine im Safari-Browser bestimmt. Google zahlt nicht dafür der einzige Suchmaschinen-Anbieter auf iPhones und iPads zu sein, sondern neben Bing, Yahoo und DuckDuckGo der vorausgewählte Dienstleister.

Im Jahr 2013 schätzte Morgan Stanley und Macquarie Capital die Höhe der jährlichen Zahlung auf eine Milliarde US-Dollar. In dieser Woche stellt sich heraus, in Rechtsstreit zwischen Google und Oracle, dass sie damit richtig lagen.

Apple received $1 billion from its rival in 2014, according to a transcript of court proceedings from Oracle Corp.’s copyright lawsuit against Google. The search engine giant has an agreement with Apple that gives the iPhone maker a percentage of the revenue Google generates through the Apple device, an attorney for Oracle said at a Jan. 14 hearing in federal court.

Joel Rosenblatt | Adam Satariano | Bloomberg

Neben dem Festbetrag ist in der Vereinbarung zusätzlich eine finanzielle Beteiligung von Apple an Googles Werbeeinnahmen erhalten, die über iOS entstehen.

Goldman Sachs errechnete rund 12 Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen für Google über mobile Geräte aus dem Jahr 2014. 75-Prozent der Kohle, rund 9 Milliarden US-Dollar, sollen davon mit iOS erwirtschaftet worden sein.

Das letzte offizielle Statement zum Apple-Safari-Google-Deal fiel im Mai 2015. Zuvor hatte Yahoo (mehrfach) öffentlich Interesse bekundet Google ablösen zu wollen. The Information zitierte Eddy Cues Entscheidung „likely to be based on the quality of the product as much as the potential money made from search ads.“ Microsoft befindet sich mit Bing bereits seit iOS 7 in einer Apple-Partnerschaft.

Die verbleibende Laufzeit und eine mögliche Verlängerung der Vereinbarung zwischen Google und Apple – die einmal angesetzt war für ‚Early 2015‘ – sind nicht bekannt. Es ist jedoch unschwer zu übersehen das Apple mit den Spotlight-Vorschlägen, Siri, iOS Deep Linking in Apps und dem Applebot – alles neue Features aus den letzten Jahren – sich seine eigene Unabhängigkeit sichert (beziehungsweise eine bessere Verhandlungsposition aufbaut).

Das Kickstarter-Kartenspiel: ‚Exploding Kittens‘

Exploding Kittens, das Kartenspiel von Elan Lee, Matthew Inman und Shane Small, gehört zu den meistfinanzierten Projekten auf Kickstarter. Fast neun Millionen US-Dollar fanden sich dafür im letzten Jahr zusammen. Das ist (natürlich) kein Zufall, sondern zu einem signifikanten Anteil Matthew Inman zuzuschreiben, der seit sechs Jahren ‚The Oatmeal‘ ins Internet malt.

Soeben schlug das Kartenspiel, eine Mischung aus Russisch Roulette und UNO, das ihr ausschließlich im lokalen Mehrspielermodus zockt, im App Store auf. Ich hatte kein Interesse an den Papierkarten, liebe jedoch die clever pointierten Webcomics und finde so eine Möglichkeit zwei Euro (iTunes-Link) in ihre Kaffeetasse zu werfen.

Das Spiel selbst, iPhone-only, macht vielleicht für zwei oder drei spontane Runden unter Gleichgesinnten Laune. Wer aber ernsthaft Unterhaltung verlangt, kauft wahrscheinlich lieber die Spielkarten auf Papier (25 €; Affiliate-Link).

Video

Aufgehorcht: ein cleveres Update für den Apogee MetaRecorder

Der Apogee MetaRecorder (universal; kostenlos) macht seit seiner ersten Veröffentlichung, die ich hier im Blog vor 10 Monaten kurz anriss, große Sprünge. Die jetzt in den App Store geschobene Version unterstützt vollständig das iPad (Pro) – inklusive Split View und Slide Over. So spricht man seine Audioaufnahme ein während gleichzeitig ein Dokument mit (Gesprächs‑)Notizen auf dem Tablet-Bildschirm zu sehen ist (und verteilt sie im Anschluss erstmals via AirDrop).

IPhoneBlog de MetaRecorder

Eine Funktion, die für noch mehr Furore sorgt: der Master-Satellite-Link. Dadurch ist es möglich bis zu vier iPhones, iPads oder iPod touches (im gleichen WiFi oder über eine Peer-to-Peer-Verbindung) zusammenzuschalten. Der Master übernimmt drahtlos die Kontrolle der Aufnahmesoftware auf allen verbundenen Geräten. Er startet Aufnahmen, setzt Markierungen und passt Eingabe-Level an. Dadurch entsteht ein synchrones Recording, das man im Anschluss nicht mehr umständlich zusammenfriemeln muss.

Dabei sei erwähnt: Jedes Gerät, egal ob Satellit oder Master, nimmt seine eigene Audiospur über sein eigenes Mikrofon auf. Der Zusammenschnitt erfolgt erst im Nachhinein (als Double-Ender), beispielsweise über das Ferrite Recording Studio.

Und das geht so: Der MetaRecorder exportiert seine Aufnahme und speichert sie auf der Dropbox. Ferrite zieht sich von dort die Datei und wirft sie als zweite, dritte oder vierte Audiospur in ein gemeinsames Projekt. Da alle Aufnahmen exakt zur gleichen Zeit gestartet wurden, ist es nicht mehr nötig die verschiedenen Stimmen auf der Zeitachse in Einklang zu bringen.

Apogee und Ferrite profitieren beide von der neuen Kompatibilität zwischen Apples Lightning auf USB Kamera-Adapter (Affiliate-Link) und dem iPhone, die mit iOS 9.2 einzog. So ist es nicht mehr notwendig in ein Mikrofon mit Lightning-Anschluss, wie beispielsweise das Sennheiser ClipMic oder das Apogee MiC 96k, zu investieren. Ausgewählte USB-Mikrofone, wie zum Beispiel das RØDE NT-USB, lassen sich über den Adapter nun auch an Apples Telefon betreiben und werden von den zwei Aufnahme-Apps korrekt erkannt.

Der Apogee MetaRecorder lässt sich kostenlos aus dem App Store laden und für Aufnahmen bis zu einer Länge von 60 Sekunden ausprobieren. Die Vollversion schaltet sich gratis frei wenn man eines dieser Mikrofone anstöpselt, beziehungsweise 5 Euro einwirft.

Musikmemos – eine neue Apple-App, die Songideen festhält.

IPhoneBlog de Musikmemos

Musikmemos (universal; kostenlos) ist eine nahezu prototypische Apple-App. Sie ist clever, stylisch und hat irgendetwas mit Musik zu tun.

Der Handrecorder fängt spontane Songideen von Musikern und Musikerinnen ein. Dabei spielt er alle Vorzüge der Apple-Hardware aus (Lautsprecher, Mikrofon, Prozessorpower, etc.) und integriert über die Software das App-Store-Ökosystem, den iCloud-Onlinespeicher sowie Apple Music Connect.

Einen Ersteindruck, den ich als sehr verständlich empfand, schrieb Jim Dalrymple auf. Er erwähnt auch das gleichzeitig veröffentlichte Update für GarageBand (universal; 4.99 ). Und wer sich fragt: „GarageBand, nutzt das noch jemand?“, kann ich den Pitchfork-Artikel von Art Tavana empfehlen, der vor ein paar Monaten die Runde machte.

Over the last decade, GarageBand has become the Starbucks of digital recording studios: consumer-friendly, global, omnipresent. Pre-programmed into every Apple device, anyone with an iPhone, iPad, or Mac can open the program and record something amazing (or, perhaps more likely, something totally embarrassing). And with Apple selling nearly 300 million devices in the last year alone, it’s no wonder that GarageBand has engendered praise for its egalitarian simplicity as well as some ire for its creative limitations.

Is GarageBand good for Music?

‚The Cloud‘ – mein neues Heimverzeichnis

Geplant war es nicht, doch 2015 wurde das Jahr für meinen Umzug ins Web. Meine Dateien liegen nun nicht mehr in /Users/alexolma, sondern bei Apple, Dropbox, Amazon, Google, Droplr, Pinboard und Quip. Mein lokales Heimverzeichnis auf der SSD im MacBook betrachte (und behandle) ich weitgehend nur noch als Zwischenspeicher.

Eine Vielzahl von Ereignissen, die mir erst rückblickend bewusst wurden, führten mich an diesen Punkt. Dies ist ein persönlicher Blick auf den Wandel meiner Computergewohnheiten, denen ich bereits viel zu lange bei ihrem Anlauf zusah.

IPhoneBlog de MacBook iPhone iPad Pro

So richtig begann alles im Sommer, als ich mir ein MacBook für diesen US-Ausflug shoppte und im Anschluss darauf hängenblieb. Ich hatte keinesfalls vor von meinem sieben Jahre alten Mac Pro auf einen Laptop zu wechseln. Auch deshalb investierte ich nur in eine SSD mit 500 Gigabyte. Der Aufpreis für eine SSD mit 1 TB hätte mich noch einmal zusätzlich 600 Euro gekostet. Doch als ich nach 10 Tagen und getaner Arbeit wieder zurückflog, war es das MacBook, das ich noch einmal frisch aufsetzte und den Mac Pro immer nur noch dann hochfuhr, wenn ich mal eine Datei, die sich in seinen Terabyte-Untiefen versteckte, benötigte.

Auch wenns komisch klingt: Ich fand danach nie wirklich die Zeit zurück auf den Mac Pro zu wechseln. Direkt im Anschluss an meine Rückkehr stellte Apple seine zwei neuen iPhones vor, drei signifikante Betriebssystem-Updates, einen neuen Apple TV und (ganz entscheidend) das iPad Pro. Und während ich so meine Ordnung für mehrere Wochen und Monate verschleppte, fiel mir erst auf, wie selten Dateien, die nur der Mac Pro noch beheimatete, eigentlich notwendig sind.

Eine Unmenge meiner Daten liegen nämlich schon seit mehreren Jahren bei Webdiensten. Der Schalter, den ich also für einen (nahezu vollständigen) Umzug umlegen musste, war nicht schwierig zu erreichen.

Der dabei größte Datensatz war (und ist) meine Fotobibliothek. Seit Frühjahr 2015 lagern rund 180 Gigabyte in Apples iCloud. Für 3 Euro im Monat nimmt mir der Service alle Backup-, Sync-, Transport- und Lager-Kosten ab.

Mit dem Wechsel auf die iCloud-Mediathek verzeichnet mein iPhone mit 128 Gigabyte plötzlich wieder 60 Gigabyte als freien Speicher – ‚Optimize Storage‘ machts möglich. Zweite Überraschung: Mein altes iPhone 5s hat nun gleichwertigen Zugriff auf alle von mir jemals geknipsten Fotos. Und wenn ich auf dem iPad Pro mir einmal die Zeit nehme diese Bibliothek zu sortieren, schlägt sich das automatisch auf alle anderen Geräte durch. Wie schon mehrmals gesagt: Ich zahle nicht für den Onlinespeicherplatz, sondern den Service.

IPhoneBlog de Photos

Doch damit stehen wir erst ganz am Anfang. Zwei zentrale Fragen, die ich mir vorab stellte, lauteten: „Wie viel Speicher benötige ich?“ und „Was will ich speichern?“

Neben Fotos sind meine Mediendateien ähnlich speicherhungrig. Oder um es präziser auszudrücken: TV-Serien und Filme belegen ein paar Gigabyte.

Doch auch diesbezüglich reifte im vergangenen Jahr eine (für mich unerwartete) Erkenntnis: (Re‑)Downloads sind schnell; Netflix und HBO Nordic decken bereits einen großen Teil meiner Unterhaltung ab. Vorbei sind die ungewissen Anfangszeiten von Watchever und Co., bei denen man sich nie sicher sein konnte welche Staffel aus welcher Serie demnächst aus dem Katalog fliegt. Insbesondere die von Netflix selbst produzierte Unterhaltung ist für mich Grund genug sein Abo zu zahlen. Nicht zu vergessen: der große Fundus an Kinderunterhaltung!

Öfters als erwartet wurde ich im letzten Jahr aber auch überrascht wie (vergleichsweise) schnell (gegenüber dem DVD-Release) Kauf- und Leihfilme im iTunes-Programm aufschlugen und wie unwichtig mir Bitraten und Surround-Sound mittlerweile sind. Bitte nicht falsch verstehen: Einen Film in DVD-Qualität tue ich mir nicht mehr an, aber 720p und Stereo-Sound sind meistens völlig in Ordnung. Wichtig ist die Verfügbarkeit. Insbesondere mit (kleinen) Kindern, die ohnehin keinen ungestörten Filmabend zulassen. Für mich ist es wichtiger das Wiedergabegerät wechseln zu können (ohne die Abspielposition zu verlieren), als ein lupenreiner 7.1 Klang (den ich sowieso nie aufdrehen kann).

Filme, die ich auf dem Fernseher beginne und nicht auf dem iPad im Kinderzimmer fertigschauen kann, weil sie auf einer obskuren Plastikscheibe gespeichert wurden, haben für mich keinerlei Wert.

IPhoneBlog de Plex

Als ich mich gedanklich darauf einstellte aufs MacBook zu wechseln, recherchierte ich zuallererst NAS-Laufwerke. Ich dachte, ich würde so etwas wie Netzwerkspeicher brauchen. Ein paar Wochen später stellt sich heraus: Zwei Time-Machine-Festplatten und eine Media-Hard-Disk reichen vollkommen aus. Ich bin noch nicht 100-Prozent bereit Netflix und Co. soweit zu vertrauen, dass ich meine zusammengesammelte Filmdatenbank in den Wind schieße, so wie ich das beispielsweise für Musik getan habe. Es ist aber schon heute absehbar, dass es darauf hinausläuft.

Meine Einstellung zu Musik-Eigentum – oben verlinkt – hatte ich bereits niedergeschrieben. Wer auf eine eigene (Offline‑)Musikbibliothek schaut und diese nicht aufgeben will, kann sich den Service zum geräteunabhängigen Abruf beispielsweise1 für 25 Euro im Jahr bei Apple mieten. iTunes Match heißt der Dienst, der die eigenen Alben und Mitschnitte hochlädt. Noch funktioniert das nicht ohne Einschränkungen, und der Service ist auch nicht komplett problemfrei, aber wir stolpern in die richtige Richtung.

IPhoneBlog de Arc Upthere

Soweit also Fotos, Musik und Filme. Der Rest, ist ehrlich gesagt Kleinkram und will eigentlich nur geschickt verteilt werden. Dropbox beheimatet ZIP-Dateien, PSD-Grafiken oder PDF-Rechnungen, Reisebelege und meine via Doxie (Affiliate-Link) beziehungsweise Scanbot (universal; kostenlos) digitalisierte Papierpost. Eine Handvoll Tabellen, die so etwas wie eine Buchhaltung sind, vertraue ich Quip an. So schließe ich Sync-Konflikte aus und kann direkt drauflosarbeiten, egal vor welchem Bildschirm ich sitze.

Längere Artikel, so wie beispielsweise dieser hier, den ich in Ulysses auf dem Mac tippe, synchronisieren sich über iCloud aufs iPad sowie gleichzeitig das iPhone. Fürs gute Gewissen schicke ich über die iOS-9-/Mac-Erweiterung täglich eine Kopie zu Droplr. Droplr ist persönlicher Onlinespeicherplatz, bei dem ich mich nicht darum scheren muss ihn in Ordnung zu halten. Auf Dropbox sind 25 unterschiedliche Versionen von einem Dokument anstrengend zu verwalten, auf Droplr ist das egal. Natürlich könnte man auch gleich seinen Artikel direkt auf der Dropbox lagern und erhält über deren Versionsverlauf Zugriff auf einen vorherigen Stand. Mit Editorial und 1Writer habe ich das so beispielsweise auch lange Zeit gemacht.

Ausnahmen, die die Regel bestätigen

Final Cut.

Meine Filmprojekte wandern nicht umgehend auf einen Webdienst, sondern erst als fertiger Export. Als Backup davor gibt es nur lokale Kopien. Die Dateimenge ist zu groß (und variiert zu stark) um damit sinnvoll auf einem Cloud-Laufwerk zu arbeiten. Natürlich ist das nur eine Frage der Zeit – für Audio-Podcasts ist es schon heute Realität.

Für mich endet die Liste der Ausnahmen hier. Ich bin mir aber sicher, es gibt viele andere Beispiele für Dateiberge, die sich schwerer bewegen lassen. Dabei sollte man jedoch unterscheiden ob eine Tätigkeit tatsächlich nur auf dem lokalen Rechner auszuführen ist, oder ob die Software, mit der wir derzeit arbeiten, einfach nur noch nicht weiter genug denkt.

Backups, Skepsis und eine Spur Bodenständigkeit

Cloud-Dienste, alles schön und gut. Sprechen wir über den Elefanten die Elefantenherde im Raum.

Ich vertraue nicht blind und betreibe Datei-Akrobatik nicht ohne doppeltes Sicherheitsnetz. Die Kopie, der Kopie bleibt dein Freund. Dazu gehört es seine Dateien in Formaten aufzubewahren, die a) offen2 und b) jederzeit umzugsbereit sind. Alles andere als eine durchgängige 2FA-Authentifizierung für Webdienste ist inakzeptable. Bietet ein Dienst diese Sicherheitsstufe nicht an, kann ich ihn für mich nicht ernsthaft in Betracht ziehen3.

Unabhängig davon sei betont: Wer ideologisch ein Problem mit Wolkenspeicher hat, wem die falschen Nasen im Aufsichtsrat bestimmter Unternehmen sitzen oder wer sich aus Prinzip gegen (Risikokapital‑)Finanzierung von Start-ups sträubt, findet von mir hier keine Argumentation dagegen. Das sind Themen, die muss jeder mit sich selbst, seiner Verschlüsselungstechnik und mit dem Dienst seiner Wahl ausmachen.

Klingt dick aufgetragen, oder? Yep. Meine privilegierte Position ist mir vollkommen klar. Ich muss mich niemandem gegenüber verantworten, wenn ich potenziell vertrauliche Daten auslagere. Ein paar Bilder und Texte, meine vorrangigen Arbeitsressourcen, sind die wohl am einfachsten zu speichernden Dateitypen. Ich muss mich mit niemandem abstimmen, wenn ich den Speicherort einer Datei ändere. Niemand zwingt mich dazu Programme zu nutzen, die obskure Datenbanken anlegen oder in proprietären Formaten speichern. Meine Datenmengen sind überschaubar und meine (auch mobile) Upload-Geschwindigkeit sehr akzeptabel.

All das ist mir bewusst, und ich behaupte nicht, das mein Setup in irgendeiner Weise übertragbar ist (nur falls ich das bislang nicht so deutlich vermittelt habe).

IPhoneBlog de GoPro Arc

Die zwei Time-Machine-Backups, die an zwei unterschiedlichen Orten liegen, fanden bereits Erwähnung. Außerdem schiebe ich eine verschlüsselte Kopie meines Benutzerordners via Arq in die Amazon Cloud. Jeff Bezos Uploader für Mac OS ist eine Frechheit, über Arq lässt sich der jährliche 60-Dollar-Dienst aber störungsfrei bespielen.

Ein separater Rechner in meinem Setup hält eine Kopie von a) der iCloud-Mediathek mit allen Photos in Originalauflösung sowie b) eine davon unabhängige Sicherheitskopie der Bilderdatenbank. Funktionierender Sync ist nämlich nur solange toll bis ein Bit umkippt und sich ein Pixelfehler im Familienporträt auf jede angeschlossene Bibliothek durchschlägt. Mein generelles Paranoia-Level hält sich in Grenzen, die Kosten für ein weiteres Sicherheitsnetz sind aber nicht groß (und lassen mich besser schlafen).

Ausserdem kann ich damit rechtfertigen meinen alten Mac Pro zu behalten. Backups sind ein wirklich großartiger Grund für einen zweiten Mac.

Strich drunter

Dieser Artikel entstand im Laufe der letzten zwei Wochen. Zwischen Anfang Januar und heute sind zwei Dinge passiert, die ich bewusst nicht nachträglich eingearbeitet habe, weil ihnen eine gewisse Symbolhaftigkeit anhängt. Diese zwei Entwicklungen beschreiben, so glaube ich zumindest, ganz passend eine grundlegende Kritik an ‚der Cloud‘4.

Was hat sich also zwischen Anfang Januar und heute geändert?

  1. Mein iCloud-Speicher, 200 Gigabyte für monatlich drei Euro, ist inzwischen voll. Einige Weihnachts- und Neujahrsvideos, die ich noch nicht aussortiert habe, sind Schuld. Mein bisheriges Speicher-Abo hat sich damit konsequenterweise erweitert – auf 1 TB für 10 Euro im Monat5.
  2. Netflix tat kund, VPN-Tricksereien, mit denen man sich Zugriff auf die Filminhalte aus anderen Ländern freischaltet, zukünftig zu unterbinden. Bislang sprach man sich zwar gegen das IP-Hüpfen aus, tolerierte es aber technisch. Wenn ein in Deutschland eröffneter Account, mit deutschen Zahlungsdaten, das umfangreichere US-Angebot anknipsen wollte, ging das bislang.

Was haben diese beiden Dinge mit diesem Artikel zu tun?

Einerseits feiern wir neue Webdienste und investieren Zeit und Geld; andererseits krempeln Dienstleister ihre Angebote immer noch grundlegend um. Dadurch entsteht Unberechenbarkeit, die Nutzer zögern lässt.

Ich will nicht daran denken wie viele Start-ups wir in den letzten Jahren bereits kommen und gehen sahen, weil sie ihr Versprechen nicht hielten, ihren Service zu unrealistischen Preisen anboten oder nicht verstanden hatten was den Nutzern lieb und wertvoll war. Diese chaotische Gründungsphase, die natürlich nicht nur ein Problem für Webdienste ist, sondern genauso mit Kauf-Software passiert, lässt sich nicht ausblenden.

Und trotzdem: Gefühlt ist mittlerweile ein Punkt erreicht, da verschwindet eine Dropbox nicht mehr einfach so; da sortieren sich relativ zeitnah faule Dienste oder eine inkompetente Firmenführung aus. Bereits an der Güte der Apps, die diese Webdienste auf unseren mobilen Geräte repräsentiert, lässt sich ein gewisses Qualitätsniveau der dahinterstehenden Dienstleistung erkennen.

Für Musik-Streaming und Onlinespeicher ist außerdem eine Konsolidierung zu erkennen. Aus 25 wackeligen Anbietern gingen mittlerweile eine Handvoll ernstzunehmender Kandidaten hervor. All diese Dienste, die sich hielten, bieten Möglichkeiten ihr Angebot zu testen. Wer nicht sofort mit beiden Beinen voran irgendwo aufspringen will, hat so eigentlich immer die Möglichkeit zuerst den sprichwörtlichen Zeh ins Wasser zu halten und auszuprobieren ob Anbieter XY wirklich so zuverlässig, vertrauenswürdig und bodenständig ist, wie er vorgibt zu sein.

Vielleicht ist das alles auch nur mein Wunschdenken, aber für mich scheint die Situation mittlerweile aufgeräumt genug, sich auf die klaren Vorteile von Wolkenspeicher einzulassen – ohne Dateilast und unabhängig vor welchem Bildschirm ich gerade sitze.

tl;dr

Alle meine Daten und Dateien liegen ab sofort auf Dropbox und Co. – weils bequemer ist.


  1. Gerade bei mir im Test ist Upthere, das Start-up von Apples ehemaligem Senior Vice President of Software Bertrand Serlet
  2. Nicht quelloffen, sondern zumindest so verbreitet, dass man dafür auch in 20 Jahren noch Programme findet, mit denen man sie öffnen kann. 
  3. Droplr ist beispielsweise ein solcher Kandidat, steht aber kurz vor der Einführung dieser Schutzmaßnahmen für den Login. 
  4. ‚The Cloud‘ ist zugegeben eine furchtbare Bezeichnung, aber zumindest weiß jeder was gemeint ist. 
  5. Ich habe über das Upgrade nicht lange nachgedacht. Für ein ‚Leben am Speicherlimit‘ bin ich zu alt. 

In Erinnerung gerufen: iOS liest ganz hervorragend Bildschirmtexte vor

Sometimes I feel like I hold a bit of a secret weapon. A “life hack” as it were. I not only read a lot on my iPhone/iPad, I listen to a lot.

M.G. Siegler

Ich hatte ganz vergessen, wie hilfreich die iPhone-Betriebssystemfunktion ‚Bildschirmtext vorlesen‘ ist, zu der ich im letzten Jahr ein iOS-Grundlagen-Video hier veröffentlichte. M.G. Sieglers Medium-Post ‚Listen‘ – oben verlinkt – erinnerte mich wieder daran.

Lange E-Mail-Infobriefe, Instapaper-Artikel oder Webseiten in der Reader-Ansicht lassen sich damit durcharbeiten, ohne auch nur einen Blick auf den Bildschirm zu werfen. Das ist ideal um sich geistig herauszufordern während man eher geistlosen Tätigkeiten nachgeht.

Im Gegensatz zu Podcasts ist die Informationsdichte bei vorgelesenem Text so hoch, dass ich nur minimal die variable Lesegeschwindigkeit anhebe. Pro-Tipp für englische Sprachausgabe: Ladet unbedingt die 900 Megabyte für die bedeutend hochwertigere Stimme ‚Alex‘!

IPhoneBlog de Stimme Alex

MightyDeals und Coder Manual [Sponsor]

Wie vergleichsweise preiswert heutzutage gutes Lehrmaterial ist, bleibt für mich, der seine Schulzeit in den 90iger-Jahren mit (Papier‑)Leihbüchern beendete, weiterhin faszinierend. Selbst während meiner anschließenden Unizeit waren professionelle Videokurse, die man sich zeitlich so einteilt, wie es gerade passt, eher eine Ausnahme.

Auch deshalb freut es mich sehr in dieser Woche MightyDeals mit The Complete Web Developer Course with Rails von Coder Manual als Sponsor zu haben.

IPhoneBlog de Coder Manual

Coder Manual bietet aktuell sein zwölfwöchiges Trainingsprogramm für Programmierer stark vergünstigt an. Der Kurs kostet regulär 500 US-Dollar, ist in den nächsten Tagen aber für überschaubare 39 US-Dollar zu haben.

Er besteht aus 160 HD-Videos, die insgesamt eine Laufzeit von 22 Stunden mitbringen. Zentrale Themen sind HTML, CSS, Javascript, jQuery und Ruby on Rails. Der Kurs lässt euch mehr als ein Dutzend Webseiten und Apps selbst bauen und stellt dafür alle entsprechenden Ressourcen (E-Books, Codebeispiele, etc.) zum Download. Die Unterrichtseinheiten sind praxisnah aufgebaut und auch für Einsteiger geeignet, die sich vorstellen könnten einmal als Programmierer zu arbeiten.

Vielen Dank an MightyDeals und Coder Manual für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche!